Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Hanna Bennison war nach ihrer Einwechslung eine der auffälligsten Spielerinnen bei der Eintracht. Foto: IMAGO / HMB-Media

„Eine große Stärke, diese Spiele drehen zu können“: Bennison lobt Mentalität der SGE-Frauen

Rückstände drehen können die Fußballerinnen der Frankfurter Eintracht. Beim Europa-Cup-Spiel gegen FH Hafnarfjörður lagen die Adlerträgerinnen nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 0:1 zurück. Nach dem Seitenwechsel zeigten die SGE-Frauen plötzlich ein komplett verändertes Gesicht und gewannen am Ende noch deutlich mit 4:1.

Bennison über zweite Halbzeit: „Haben gezeigt, was für ein Team wir sein können“

„Wir sind unserem Anspruch nicht gerecht geworden“, sagte die zur zweiten Halbzeit eingewechselte Hanna Bennison über die ersten 45 Minuten. „Wir müssen mit unserem Ballbesitz und unserer Spielkontrolle besser umgehen.“ Insgesamt habe von allem ein bisschen gefehlt. Aber: „In der zweiten Halbzeit haben wir dann gezeigt, was für ein Team wir sein können und wie wir auftreten wollen.“ Einen großen Anteil daran hatte auch Bennison, die offensiv sehr auffällig war und als Torschützin zum 3:1 glänzte. Viele Anweisungen habe sie vor ihrer Einwechslung von Trainer Niko Arnautis nicht erhalten. „Er hat mir nur meine Position gesagt und, dass ich mit Energie auf den Platz kommen soll.“

An Energie hat es den SGE-Frauen nach dem Seitenwechsel definitiv nicht gefehlt. „Mir hat das Spiel heute viel Spaß gemacht. Wir hatten viel den Ball, konnten uns gut kombinieren und Tore schießen“, beschrieb die Offensivspielerin. Dass die Mannschaft so regelmäßig in der Lage ist, nach Rückständen noch zu gewinnen, sei vor allem dem Teamgeist und der Mentalität der Spielerinnen zu verdanken. „Es wäre natürlich besser, auch in die erste Halbzeit gut zu starten“, betonte Bennison. „Aber ich glaube, es ist eine große Stärke, diese Spiele als Mannschaft drehen zu können.“

Mühlhaus über ihr Tor im Fallen: „Zum Glück war der drin“

Larissa Mühlhaus wurde ebenfalls von Arnautis zur Pause eingewechselt und zeigte schnell ihren hohen Wert für die Eintracht. Es waren keine 60 Sekunden im zweiten Durchgang gespielt, da traf die Stürmerin auf kuriose Weise ins gegnerische Tor: „Ich weiß nur noch, dass ich den Ball hatte und irgendwie dribbeln musste. Dann bin ich gefallen und dachte mir, okay, ich muss jetzt irgendwie schießen, sonst bleibe ich im Rasen hängen. Zum Glück war der dann drin“, beschrieb sie ihren im Fallen erzielten Treffer.

Auch nach ihrem Tor war Mühlhaus in viele Angriffe und Kombinationen der SGE involviert. Der Ball lief deutlich flüssiger durch die Reihen der Eintracht-Spielerinnen, als noch im ersten Durchgang. „Im Zentrum harmonieren wir sehr gut“, stellte Mühlhaus fest. „Wir hatten die Räume und haben sie auch genutzt. Gerade im letzten Drittel waren wir effektiv.“

All das hatten die Adlerträgerinnen in der ersten Halbzeit noch vermissen lassen. „Eigentlich waren wir in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten da und aktiv in den Zweikämpfen“, befand Mühlhaus. „Aber dann war jeder zweite bis dritte Ball weg und wir waren nicht mehr so konzentriert. Es hat irgendwie nicht mehr so gepasst. In der Halbzeit haben wir uns nochmal besprochen und gesammelt.“

Krumme freut sich über gelungenes Debüt

Einen besonderen Tag erlebte Janne Krumme im Eintracht-Tor. Die 19-Jährige Keeperin durfte im Europa Cup ihr Debüt für das Profiteam der SGE-Frauen feiern. „Es hat mich unheimlich gefreut, dass ich heute hier auf dem Platz stehen durfte und das Vertrauen von den Trainern bekommen habe. Ich bin einfach happy, dass ich mein Debüt geben durfte“, beschrieb die Torhüterin ihre Emotionen.

Erfahren, dass sie spielen werde, habe sie einen Tag vor der Partie. Nervös sei sie vor dem Spiel zwar schon gewesen,  „aber als dann der Anstoß kam, ging es eigentlich“, erzählte Krumme, die einen souveränen Auftritt hinlegte. „Dass ich direkt eine gute erste Aktion hatte, hat mich dann auch bestärkt.“

Keine Kommentare

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.