„Wir haben einen zu großen Kader, den wir reduzieren werden. Wir werden nicht mit 30 Spielern in die Saison gehen“, stellte Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter nach dem 1:0-Testspielsieg gegen Waldhof Mannheim unmissverständlich klar und deutete damit weitere zahlreiche Abgänge an. Einem „Bild“-Bericht zufolge besteht die Streichliste aus sieben Spielern, von denen einer Junior Dina Ebimbe heißt. Im Raum steht schon seit Längerem ein Wechsel zum FC Schalke 04. Weil aber die Verhandlungen mit den Hessen aufgrund unterschiedlicher Preisvorstellungen ins Stocken gerieten, reiste der 25-Jährige zunächst mit ins Trainingslager nach Grassau am Chiemsee und durfte neue Hoffnung schöpfen. Seit den neuesten Hütter-Aussagen stehen aber die Zeichen beim Ex-Pariser mehr denn je auf endgültigem Abschied. Zudem wird ein Wechsel auf Schalke erneut ein Thema, zumal der Bundesliga-Aufsteiger nach den Ausfällen von Star-Neuzugang Robin Gosens und Dejan Ljubicic sowie dem geplatzten Deal mit Ex-Adler Jesper Lindstrøm nach Alternativen sucht. Und diesmal scheint es im Poker um den flexibel einsetzbaren Mittelfeldspieler Bewegung zu geben.
Einigung rückt näher
Am gestrigen späten Montagabend vermeldete der Sender „Sky“, dass die Knappen ein schriftliches Angebot für Ebimbe abgegeben haben. Demnach strebt Königsblau eine feste Verpflichtung an und bietet dem kamerunischen Nationalspieler ein Vertrag bis 2028 mit der Option auf ein weiteres Jahr an. Beide Clubs würden nun über die Modalitäten verhandeln. Wie hoch die Offerte aus Gelsenkirchen beträgt, geht nicht aus der Meldung des Pay-TV-Senders hervor. Laut „Absolut Fußball“ soll die Ablöse 1,3 Millionen Euro zuzüglich Boni betragen. Beide Vereine haben sich außerdem dem Portal zufolge in den letzten Tagen angenähert und eine finale Entscheidung über eine Einigung soll in den kommenden Tagen getroffen werden. Nachdem die SGE zuletzt drei Millionen Euro gefordert hatte, ist der hessische Bundesligist offenkundig bereit, S04 entgegenzukommen. Mit Schalke ist sich Ebimbe über einen längeren Zeitraum einig. Obwohl auch Premier League-Aufsteiger Hull City in den Poker eingestiegen ist, möchte sich der Franko-Kameruner weiterhin unbedingt dem traditionsreichen Club aus Gelsenkirchen anschließen. Nach langem Hin und Her scheint ihm nun sein jetziger Arbeitgeber den Wunsch zu erfüllen.
Ebimbe war in der abgelaufenen Saison an Stade Brest ausgeliehen und erzielte dort in 27 Ligue 1-Spielen fünf Tore. Das Kapitel für Ebimbe als Adlerträger neigt sich nach vier Jahren dem Ende zu. Für den Europa-League-Sieger von 2022 verbuchte der Rechtsfuß in 85 Spielen 15 Tore und acht Vorlagen. Die Eintracht verpflichtete Ebimbe 2023 für 6,5 Millionen Euro, nachdem sie ihn ein Jahr zuvor von Paris Saint-Germain ausgeliehen hatte. Dass Frankfurt nach wechselhaften Jahren ein Minusgeschäft mit dem Spieler verzeichnen wird, lag auf der Hand. Dennoch sind die Verantwortlichen daran interessiert, bei der Personalie schnell Klarheit zu schaffen, damit für alle Beteiligten eine Lösung gefunden wird und die Causa ad acta gelegt werden kann.
Update (13:50 Uhr): Wie die „Bild“ vermeldet, haben sich Eintracht Frankfurt und der FC Schalke 04 auf einen Transfer von Junior Dina Ebimbe geeinigt. Laut dem Boulevardblatt boten die Schalker ca. 700.000 Euro als fixe Ablöse, die durch Boni (Klassenerhalt und Einsätze) auf rund 1,3 Millionen Euro steigen kann. Zudem habe sich die SGE eine Weiterverkaufsbeteiligung, die zwischen 15 und 20 Prozent liegt, gesichert. Beim Aufsteiger sei er hauptsächlich als rechter Schienenspieler eingeplant. „Gut möglich, dass Ebimbe noch diese Woche in Gelsenkirchen aufschlagen wird“, heißt es im Bericht.
Update (14:19 Uhr): Nach Angaben von „Absolut Fußball“ wird Junior Dina Ebimbe heute Abend nach Gelsenkirchen reisen. Der Medizincheck sowie die Vertragsunterschrift sind für den morgigen Mittwoch angesetzt. Der Deal stehe damit kurz vor Abschluss.






5 Kommentare
Wäre top, wenn er in der Liga bleibt.
Bei ihm bin ich hochgespannt, wie er sich entwickelt. Vermutlich wird es bei einem Jahr Restvertrag keine RKK geben.
Hätte ihn wirklich gerne bei uns gesehen…
Wenn die Zahlen stimmen ist das meiner Meinung völlig unter Wert verkauft. Da muss eher sowas wie 1,5-2 Mio Ablöse + 50% Beteiligung her.
Dann wäre dieser ganze Hickhack auf jeden Fall mal vom Tisch. Spielerisch geiler Typ mit Power und Leidenschaft (und mit Leerlaufphasen zum Haare raufen). Sein Charakter ist sagen wir anspruchsvoll, wobei hier scheinbar Besserung eintrat. Viel Erfolg auf Schalke.
Aber die Ablöse ist dann doch niedrig:
+ 6 Mio Marktwert
+ 25 Jahre alt
+ Hat bewiesen, daß er es kann wenn er will. Will scheinbar wieder.
- 1 Jahr Vertrag
- Soll hier weg, warum auch immer
- Jeder weiß, daß er weg soll.
- Bei der SGE 2 Mio. Gehalt pro Jahr
- Wir sind auf der Position mittlerweile besser besetzt.
Da sind mir 700 Tausend Basis sehr wenig. 1,3 Mio. Basis wäre angemessener, plus Boni in der selben Höhe, plus Weiterverkaufsbeteiligung. So Summen sind wohl mittlerweile Peanuts für uns.
Man wollte ihn offenbar unbedingt loswerden....anscheinend war es das Gehalt das man einsparen wollte.....2 Mio ?
Alles in allem kein guter Deal für uns. Eine Rückkaufoption und höhere Weiterverkaufsbeteiligung wäre bei dieser niedrigen Ablöse meines Erachtens wichtig gewesen. Wenn denn die kolportierten Zahlen stimmen.
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