Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Markus Krösche und Mathias Beck arbeiteten bei der SGE zusammen. Foto: IMAGO / Kessler-Sportfotografie

Beck über Krösche-Nachfolge: „Wir wollen stärker auf eigene Talente setzen“

Bei der Frankfurter Eintracht laufen nach der Trennung von Markus Krösche die Planungen für die sportliche Zukunft auf Hochtouren. Während die Suche nach einem neuen Sportvorstand begonnen hat, zeichnet sich bereits ab, in welche Richtung sich die Hessen künftig entwickeln wollen. Die Förderung eigener Talente, ein stärkerer Fokus auf den deutschen Transfermarkt und eine engere Verbindung zwischen Mannschaft, Verein und Fans sollen eine größere Rolle spielen. Gleichzeitig stellt sich die Eintracht auf veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen ein. Im Interview mit der „Bild“ hat Präsident Mathias Beck nun ausführlich über die Anforderungen an Krösches Nachfolger, die künftige Transferpolitik und den zeitlichen Ablauf der Suche gesprochen. Dabei machte er deutlich, dass die Verantwortlichen zwar konkrete Vorstellungen haben, sich bei der Besetzung des wichtigen Postens aber nicht unter Druck setzen lassen wollen.

Neuer Sportvorstand soll Nachwuchs fördern

Die wichtigste Botschaft des Eintracht-Präsidenten ist eindeutig: Der künftige Sportvorstand soll nicht einfach nur die bisherige Arbeit fortsetzen, sondern die sportliche Entwicklung des Klubs mit neuen Schwerpunkten vorantreiben. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die Förderung junger Spieler. Die Eintracht möchte künftig verstärkt Talente aus Deutschland verpflichten und zugleich den eigenen Nachwuchs besser in den Profibereich integrieren. „Wir wollen künftig noch stärker auf Talente, den deutschen Markt und unseren eigenen Nachwuchs setzen“, erklärte Beck.

Diese Ausrichtung hat direkte Auswirkungen auf das Anforderungsprofil des neuen Sportvorstands. Gesucht wird ein Verantwortlicher, der nicht nur über Erfahrung im internationalen Transfergeschäft verfügt, sondern sich insbesondere mit der Ausbildung und Entwicklung junger Fußballer auskennt: „Der neue Sportvorstand muss deshalb viel Erfahrung in diesen Bereichen mitbringen und sich insbesondere mit Nachwuchsförderung und unserem Nachwuchsleistungszentrum auskennen.“

Damit setzt die Eintracht einen Schwerpunkt, der für die langfristige Entwicklung des Vereins von großer Bedeutung sein könnte. Zwar gelang es den Frankfurtern in den vergangenen Jahren immer wieder, junge Spieler zu verpflichten, sportlich weiterzuentwickeln und anschließend gewinnbringend zu verkaufen. Künftig soll jedoch offenbar auch der eigene Nachwuchs eine noch wichtigere Rolle innerhalb der Kaderplanung spielen. Das Nachwuchsleistungszentrum könnte damit stärker in den Mittelpunkt der sportlichen Strategie rücken. Für den neuen Sportvorstand wird es eine zentrale Aufgabe sein, die Verbindung zwischen Jugend- und Profibereich weiterzuentwickeln.

Transfermarkt verändert sich: Beck erwartet geringere Erlöse

Neben der sportlichen Ausrichtung spielen auch wirtschaftliche Überlegungen eine wichtige Rolle. Die Eintracht hatte in den vergangenen Jahren mit spektakulären Transfers und hohen Ablösesummen für Aufsehen gesorgt. Gerade die Fähigkeit, Spieler mit großem Entwicklungspotenzial zu verpflichten und später für deutlich höhere Summen weiterzuverkaufen, gehörte zu den wichtigsten Merkmalen der Frankfurter Transferpolitik unter Krösche. Beck geht allerdings davon aus, dass dieses Geschäftsmodell künftig schwieriger umzusetzen sein wird: „Der Transfermarkt verändert sich – nicht nur für die Eintracht, sondern für die gesamte Bundesliga.“ Besonders bemerkenswert ist seine Einschätzung zu den künftig möglichen Transfererlösen: „Transferüberschüsse wie in der Vergangenheit werden künftig wahrscheinlich nicht mehr in diesem Umfang möglich sein.“

Für die Eintracht könnte das bedeuten, dass die Verantwortlichen bei der Kaderplanung noch stärker auf wirtschaftliche Nachhaltigkeit achten müssen. Die Verpflichtung entwicklungsfähiger Spieler bleibt zwar ein wichtiger Bestandteil der sportlichen Ausrichtung. Gleichzeitig dürfte es schwieriger werden, regelmäßig mit außergewöhnlich hohen Transfergewinnen zu kalkulieren. Der neue Sportvorstand muss deshalb eine Strategie entwickeln, die sowohl sportlich erfolgreich als auch langfristig wirtschaftlich tragfähig ist. Dabei soll der internationale Transfermarkt keineswegs aus dem Blick geraten. Beck betonte ausdrücklich, dass der neue Verantwortliche auch über die Grenzen Deutschlands hinaus gut informiert und vernetzt sein müsse. Es geht somit nicht um eine vollständige Abkehr vom bisherigen Weg, sondern um eine veränderte Schwerpunktsetzung.

Mehr Eintracht-Identität: Beck nennt Ebnoutalib, Burkardt und Baum

Eine weitere zentrale Aussage des Interviews betrifft die Identifikation der Spieler mit dem Verein. Beck möchte, dass die Eintracht künftig wieder stärker auf Fußballer setzt, die eine persönliche Verbindung zum Klub oder zur Region besitzen: „Umso wichtiger ist es, unsere Eintracht-Identität wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen.“ Dabei sieht der Präsident bereits im aktuellen Kader mehrere positive Beispiele, so verwies er auf die beiden Angreifer Younes Ebnoutalib und Jonathan Burkardt, die bereits als Kinder Fans der Frankfurter gewesen seien.

Auch Elias Baum hob Beck ausdrücklich hervor. Der Außenverteidiger stammt aus der eigenen Nachwuchsarbeit und verkörpert damit genau jenen Weg, den die Verantwortlichen künftig stärker fördern möchten: „Elias Baum ist ein echtes Riederwald-Kind, das bei uns groß geworden ist.“ Darüber hinaus nannte Beck die jungen Spieler Maluze und Amaimouni als weitere Beispiele für die gewünschte Entwicklung. Für den Eintracht-Präsidenten geht es dabei um mehr als nur die sportliche Qualität einzelner Akteure: „Das sind hervorragende Signale. Wir wollen die Identifikation zwischen der Region, unseren Fans und der Mannschaft wieder stärken.“

Diese Aussage lässt erkennen, dass die Verantwortlichen künftig auch bei der Zusammenstellung des Kaders verstärkt auf die emotionale Bindung zum Verein achten möchten. Eine Mannschaft, in der Spieler aus der eigenen Jugend und der Region eine wichtige Rolle übernehmen, könnte aus Sicht der Klubführung dazu beitragen, die Verbindung zwischen Fans und Profis zu stärken. Dabei dürfte allerdings weiterhin entscheidend sein, dass die Spieler auch den sportlichen Anforderungen der Bundesliga gerecht werden.

Beck will neue Ideen hören

Bei der Suche nach dem passenden Sportvorstand legt Beck großen Wert darauf, die Vorstellungen der Kandidaten kennenzulernen. Zwar habe die Eintracht bereits klare Ziele für ihre zukünftige Entwicklung formuliert. Dennoch wolle er nicht ausschließlich nach einem Verantwortlichen suchen, der diese Vorstellungen widerspruchslos übernimmt. Vielmehr sollen die Bewerber ihre eigenen Ideen einbringen und erläutern, wie sie die sportliche Zukunft des Klubs gestalten würden. „Mir ist es wichtig, andere Perspektiven mit einzubeziehen“, erklärte Beck.

In den Gesprächen gehe es deshalb nicht nur um bisherige Stationen oder Erfolge, sondern vor allem um die grundsätzliche Denkweise der Kandidaten: „Mich interessiert: Was hast du vor? Welche Philosophie verfolgst du? Wie siehst du die Dinge?“ Gleichzeitig machte Beck deutlich, dass die sportliche Ausrichtung des neuen Vorstands zu den Zielen der Eintracht passen müsse: „Es hätte keinen Sinn, jemanden zu verpflichten, der völlig anders denkt und den wir erst komplett umdrehen müssten.“

Ein Kandidat soll also einerseits die grundsätzliche Strategie des Vereins mittragen, andererseits aber auch neue Impulse setzen können: „Gleichzeitig bin ich offen für neue Ansätze. Aus jedem Gespräch lernt man etwas.“

Als mögliche Nachfolger werden derzeit unter anderem Christoph Spycher von Young Boys Bern und Joti Chatzialexiou vom 1. FC Nürnberg gehandelt. Beck äußerte sich allerdings nicht konkret zu einzelnen Namen.

Interessant sind auch Becks Aussagen zur Frage, ob der neue Sportvorstand bereits eine besondere Verbindung zu Eintracht Frankfurt besitzen sollte. Während Beck selbst und Vorstandsvorsitzender Axel Hellmann seit vielen Jahren eng mit dem Verein verwurzelt sind, kamen mit dem früheren Aufsichtsratschef Philip Holzer und Markus Krösche auch wichtige Verantwortliche von außerhalb zur Eintracht.

Eine lange Frankfurter Vergangenheit scheint für Beck deshalb keine zwingende Voraussetzung zu sein. Er verwies darauf, dass sich die Tätigkeit eines Sportvorstands deutlich von der eines Vorstandsvorsitzenden unterscheiden: „Welcher Sportvorstand bleibt schon ewig bei einem Verein? Das ist eher selten.“ Erfolgreiche Sportvorstände würden sich häufig weiterentwickeln und dadurch auch für andere Vereine interessant werden. Entscheidend sei deshalb weniger, ob ein Kandidat bereits eine persönliche Eintracht-Vergangenheit besitzt. Vielmehr müsse er verstehen, was den Klub auszeichnet: „Ich glaube aber, dass man die Eintracht kennen muss, um zu verstehen, was man hier macht.“

Damit formuliert Beck eine wichtige Erwartung an den neuen Verantwortlichen: Er soll nicht nur fachlich überzeugen, sondern auch ein Gespür für die Besonderheiten des Frankfurter Umfelds entwickeln.

Keine Hektik bei der Nachfolgersuche

Trotz der Bedeutung der Personalentscheidung will sich die Eintracht bei der Suche nach Krösches Nachfolger nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Die Gespräche mit möglichen Kandidaten sollen nun beginnen. Einen verbindlichen Termin für die Besetzung des Postens nannte Beck allerdings nicht. Zunächst sei es wichtig gewesen, mit der Ernennung von Axel Hellmann zum Vorstandsvorsitzenden klare Verhältnisse innerhalb der Klubführung zu schaffen: „Damit haben wir ein klares Signal gesetzt: Wir sind vollständig handlungsfähig.“

Auch ohne einen fest installierten Sportvorstand könne die Eintracht ihre laufenden Aufgaben weiter bearbeiten: „Die Aufgaben sind eindeutig verteilt, es gibt kein Vakuum. Wir arbeiten ganz normal weiter und wissen, wie es weitergehen soll.“ Damit reagierte Beck auch auf die Frage, ob die Nachfolge möglicherweise erst nach dem Wintertransferfenster geregelt werden könnte. Eine solche Konstellation schloss er nicht ausdrücklich aus. Vielmehr betonte er, dass die Qualität der Entscheidung wichtiger sei als ein möglichst schneller Abschluss der Suche: „Bei der Suche nach einem neuen Sportvorstand lassen wir uns nicht treiben.“ Ob die Personalie innerhalb weniger Tage oder erst nach mehreren Wochen geklärt werde, sei deshalb zweitrangig: „Ob das eine, vier oder sechs Wochen dauert, ist zweitrangig. Entscheidend ist die richtige Wahl.“

Für die Eintracht bedeutet das, dass die Suche nach dem neuen sportlichen Verantwortlichen mit der nötigen Sorgfalt erfolgen soll. Ein überhasteter Schnellschuss soll offenbar vermieden werden.

Mit der veränderten sportlichen Strategie stellt sich zwangsläufig auch die Frage, ob die Eintracht künftig noch ähnlich hohe Ablösesummen investieren wird wie in der Vergangenheit. Allein für Jonathan Burkardt, Ritsu Doan und Elye Wahi hatte der Klub insgesamt mehr als 60 Millionen Euro ausgegeben. Dass solche Investitionen künftig grundsätzlich ausgeschlossen sind, wollte Beck allerdings nicht bestätigen: „Das lässt sich pauschal nicht sagen.“

Vielmehr werde auch in Zukunft geprüft, welche finanziellen Möglichkeiten dem Klub zur Verfügung stehen und welche Investitionen sportlich sinnvoll erscheinen. Dabei soll der neue Sportvorstand eine wichtige Rolle spielen. Er müsse zunächst seine Vorstellungen präsentieren, bevor gemeinsam über mögliche Transfers entschieden werde: „Wir als Aufsichtsrat prüfen, was finanziell machbar ist. Der neue Sportvorstand wird seine Vorstellungen präsentieren. Dann schauen wir gemeinsam, was sich realisieren lässt.“

Damit bleibt die Tür für größere Transfers ausdrücklich offen. Beck machte deutlich, dass die Eintracht auch künftig bereit sein wird, ihre wirtschaftlichen Möglichkeiten auszuschöpfen, sofern die Rahmenbedingungen stimmen: „Wir werden auch künftig alle Möglichkeiten prüfen – und was wirtschaftlich umsetzbar ist.“

Eine grundsätzliche Abkehr von kostspieligen Verpflichtungen lässt sich aus seinen Aussagen deshalb nicht ableiten. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass die Eintracht bei ihrer Kaderplanung künftig andere Prioritäten setzen möchte.

10 Kommentare

Avatar Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 1. Frankyfurter 25. Oktober 26, 17:07 Uhr

Wenn ich die verschiedenen Aussagen von Hellmann und Beck so lese, frage ich mich, klingt das nach einer wohlüberlegte und durchdachte Neuausrichtung oder doch eher nach Pfeiffen im Walde?

9
Avatar 2. DeutzSGE 25. Oktober 26, 20:29 Uhr

Irgendwie habe ich das Gefühl....letzteres trifft zu...wahnsinn...1 saison mal nicht international, und schon bricht das kartenhaus zusammen...
Da muss etwas strukturelles bei der Eintracht nicht stimmen, anders kann ich mir trotz mega erlöse der letzten 5 jahre diese Entwicklung nicht erklären...ich hoffe ja immer noch auf die berühmte übergangssaison...

6
Fallback Avatar 3. knorzkopp 25. Oktober 26, 21:53 Uhr

Beck spricht von einem Strategiewechsel der mit dem Weggang von Krösche eingeleitet werden soll. Das man sich stärker auf den deutschen Markt konzentrieren und stärker auf den eigenen Nachwuchs setzen will wurde doch schon von Krösche eingeleitet. Wäre auch blöd wenn man nicht bereits in den letzten Jahren den Nachwuchsbereich gestärkt hätte. Soetwas kann man nicht von heute auf morgen erreichen. Bis die Jungs als 10 oder 12-jährige an der Profikader herangeführt werden können dauert seine Zeit. Auch was die älteren Talente angeht, da hat Beck ja selbst schon welche genannt die Krösche geholt hat.

Was will er uns da verkaufen?

2
Fallback Avatar 4. Adlermacht 25. Oktober 26, 23:29 Uhr

Naja unser Konzept wurde kopiert. Das Geschäft ist schnell. Die ungeprüften Talente werden teurer.... den Namen haben wir uns erarbeitet in den letzten 5 Jahren.
Das ganze wackelt natürlich, weil wir nicht international spielen. Das ist ein Pfund, im negativen Sinne. Das ist der Preis der DT und Riera Saison. Das Business wartet nicht wollten viele hier ja nicht wahrhaben. Zum Glück scheint uns das Schicksal Gladbach erspart zu bleiben. Wo das Geld ist? Z.T. in Prämien, sonst hätten wir noch mehr spieler noch früher abgeben müssen u d zim Glück z.t. in langfristige Infrastruktur. Die muss jetzt liefern. Mit neuer Strategie

2
Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. Boris 26. Oktober 26, 07:59 Uhr Zitat - Adlermacht Naja unser Konzept wurde kopiert. Das Geschäft ist schnell. Die ungeprüften Talente werden teurer.... den Namen haben wir uns erarbeitet in den letzten 5 Jahren. Das ganze wackelt natürlich, weil wir nicht international spielen. Das ist ein Pfund, im negativen Sinne. Das ist der Preis der DT und Riera Saison. Das Business wartet nicht wollten viele hier ja nicht wahrhaben. Zum Glück scheint uns das Schicksal Gladbach erspart zu bleiben. Wo das Geld ist? Z.T. in Prämien, sonst hätten wir noch mehr spieler noch früher abgeben müssen u d zim Glück z.t. in langfristige Infrastruktur. Die muss jetzt liefern. Mit neuer Strategie Path

DT war zum Zeitpunkt seines Rausschmiss' noch auf Platz 7 und damit in der Conference League. Er wurde auch nicht wegen einer krachenden Niederlage in der Liga gefeuert, sondern nach einem verkraftbaren 2:3 gegen Dortmund und einen Unentschieden gegen Bremen. Ihm das Verpassen des internationalen Geschäfts anzulasten, wäre also echt billig und schwach. DT hat es jedes Mal geschafft, den Platz, den man bis zu Winterpause gehabt hat, bis zum Ende der Saison zu halten, ob es Platz 6 oder Platz 3 war. Zu der Zeit war die Tabelle derart zementiert, dass den Leuten langweilig wurde. Jetzt habt ihr alle seinen Rausschmiss gefordert und müsst mit den Konsequenzen dieser Fehlentscheidung leben. Jetzt einfach nicht anzuerkennen, dass der Zeitpunkt des Rausschmisses ohne klare Nachfolgestrategie idiotisch war, wäre vollkommen weltfremd. Nach dem Ausscheiden aus der CL, dem Wegfall der Doppelbelastung und der Rückkehr von zwischenzeitlich einem Dutzend(!!!) verletzter Spieler hätte DT zu 1000% wieder in die Spur gefunden und mehr Punkte aus der Rückrunde geholt als Riera. Nach der Saison, mit einer langen Vorbereitung, hätte man von mir aus einen Trainer mit neuem Konzept installieren können, aber doch nicht mittendrin. Mit über 10 Verletzten hätte auch der beste Trainer nicht sofort den Umbruch geschafft, aber wenn überhaupt, dann hätte man einen alten, harten Hund und Feuerwehrmann wie Magath gebraucht, der scheinbar gar nicht abgeneigt gewesen wäre. Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes kam ihnen so viel grüner vor, dann plötzlich haben die Leute die gute alte Langeweile vermisst. Das war wie in der Geschichte von dem Fischer und syner Fru Ilsebill, nur als Live-Performance, die ich mit einer Mischung aus Abscheu und Erstaunen beobachten konnte. Das ist das, was die die alten Griechen als Hybris bezeichnet haben, der frevelhafte Hochmut, einfach immer mehr zu wollen, die Dekadenz, die unweigerlich zum Verfall führt.

Mit dem Rausschmiss mitten in der Saison haben die Eintracht und Krösche ihre Prinzipien verraten, denn zuvor hatte man 10 Jahre keinen Trainer in der laufenden Saison gewechselt. Das hat die Eintracht stark gemacht, das war die Kontinuität, auf die sich die Spieler verlassen konnten. Dass bei so einem Umgang mit den Mitarbeitern keine Vereinstreue erwartet werden kann, das versteht sich von selbst. Trotzdem wurde der sofortige Rausschmiss die ganze Zeit lautstark von vielen Seiten gefordert. Ihr habt bei so ziemlich allen anderen Bundesligisten und europäischen Vereinen gesehen, dass hektische Trainerwechsel zu komplettem Chaos, moralischem Verfall und sportlichem Verlust führt und das hat bei einigen scheinbar dazu geführt, dass sie gesagt haben "Oh toll, das will ich auch haben!", na Bravo, da habt ihr ja was erreicht. Ihr habt Hühnerhaufen bestellt, ihr habt Hühnerhaufen gekriegt.

12
Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 6. Boris 26. Oktober 26, 08:43 Uhr

Also wenn Beck sich auch mal zu Wort meldet und sein Profil schärft, finde ich das generell erstmal nicht verkehrt, aber ausgerechnet über die "Bild" a.k.a. "der Stürmer", diesem üblen Propaganda-Hetzblatt?? Irgendwie meldet der sich oft über dieses Medium zu Wort, nicht etwa auf Eintracht.de oderim hr oder so... Wieso hat der so einen guten Draht zu denen, ist er etwas der Snitch, der denen immer alles vorher verrät? Dann wird auch in Zukunft keine Ruhe rein kommen. Er labert sich auch den Mund fusselig, anstatt klare, prägnante Worte zu wählen. Und was er hier fordert, klingt schon sehr nach der eierlegenden Wollmilchsau.

"Wir wollen künftig noch stärker auf Talente, den deutschen Markt und unseren eigenen Nachwuchs setzen“, erklärte Beck.

Gesucht wird ein Verantwortlicher, der nicht nur über Erfahrung im internationalen Transfergeschäft verfügt, sondern sich insbesondere mit der Ausbildung und Entwicklung junger Fußballer auskennt: „Der neue Sportvorstand muss deshalb viel Erfahrung in diesen Bereichen mitbringen und sich insbesondere mit Nachwuchsförderung und unserem Nachwuchsleistungszentrum auskennen.“

Hä was soll denn das heißen, der neue Manager soll sich also mit dem Verein und dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum auskennen, aber auch international vernetzt sein und ganz viel Erfahrung im internationalen Geschäft haben. Ja ist klar, das klingt wie diese Stellenanzeigen, bei denen ein junger, unverbrauchter Mitarbeiter mit Dr.Dr., 3 Mastertiteln und mindestens 25 Jahren Berufserfahrung in leitender Position gesucht wird. Dazu ganz viele Vorgaben, soll aber eigene Ideen einbringen. Will Beck jetzt einen Manager suchen oder jeden sofort abschrecken?

Die einzigen, die so etwas ansatzweise bieten können, verdienen doch schon woanders ein Vermögen. Man muss doch nicht zwangsläufig den Sportvorstand von Sporting, Ajax oder gar PSG abwerben, Fredi Bobic hatte zuvor auch keine große Management-Erfahrung. Bei der Doppelspitze in Freiburg läuft es auch gut, da hat Saier halt irgendwas mit Sport und Wirtschaft studiert und Leki war nach der Banklehre Finanzwirt bei Köln. Es braucht doch nicht zwangsläufig Jahrzehnte Erfahrung im internationalen Spitzensport und der Nachwuchsentwicklung, das Konzept muss nur gut sein. Mit zu vielen Vorgaben nimmt man eher die Unbefangenheit weg. Dann kriegt man nur einen, der einem immer das sagt, was man hören will, nicht den Fähigsten.

1
Avatar 7. imherzenvoneuropa 26. Oktober 26, 08:52 Uhr

Erst hieß es von Hellmann es wird zeitnah ein neuer Mann präsentiert, jetzt meldet sich Beck mit "Zeit lassen". Ich denke der erste Wunschkandidat hat einfach abgesagt. Wie auch immer, mehr auf die Jugend zu setzten ist der einzige Weg. Vielleicht kann man so auch die große Fluktuation bei den Spielern etwas bremsen.

2
Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 8. Fozzi 26. Oktober 26, 09:53 Uhr Zitat - Boris DT war zum Zeitpunkt seines Rausschmiss' noch auf Platz 7 und damit in der Conference League. Er wurde auch nicht wegen einer krachenden Niederlage in der Liga gefeuert, sondern nach einem verkraftbaren 2:3 gegen Dortmund und einen Unentschieden gegen Bremen. Ihm das Verpassen des internationalen Geschäfts anzulasten, wäre also echt billig und schwach. DT hat es jedes Mal geschafft, den Platz, den man bis zu Winterpause gehabt hat, bis zum Ende der Saison zu halten, ob es Platz 6 oder Platz 3 war. Zu der Zeit war die Tabelle derart zementiert, dass den Leuten langweilig wurde. Jetzt habt ihr alle seinen Rausschmiss gefordert und müsst mit den Konsequenzen dieser Fehlentscheidung leben. Jetzt einfach nicht anzuerkennen, dass der Zeitpunkt des Rausschmisses ohne klare Nachfolgestrategie idiotisch war, wäre vollkommen weltfremd. Nach dem Ausscheiden aus der CL, dem Wegfall der Doppelbelastung und der Rückkehr von zwischenzeitlich einem Dutzend(!!!) verletzter Spieler hätte DT zu 1000% wieder in die Spur gefunden und mehr Punkte aus der Rückrunde geholt als Riera. Nach der Saison, mit einer langen Vorbereitung, hätte man von mir aus einen Trainer mit neuem Konzept installieren können, aber doch nicht mittendrin. Mit über 10 Verletzten hätte auch der beste Trainer nicht sofort den Umbruch geschafft, aber wenn überhaupt, dann hätte man einen alten, harten Hund und Feuerwehrmann wie Magath gebraucht, der scheinbar gar nicht abgeneigt gewesen wäre. Das Gras auf der anderen Seite des Zaunes kam ihnen so viel grüner vor, dann plötzlich haben die Leute die gute alte Langeweile vermisst. Das war wie in der Geschichte von dem Fischer und syner Fru Ilsebill, nur als Live-Performance, die ich mit einer Mischung aus Abscheu und Erstaunen beobachten konnte. Das ist das, was die die alten Griechen als Hybris bezeichnet haben, der frevelhafte Hochmut, einfach immer mehr zu wollen, die Dekadenz, die unweigerlich zum Verfall führt. Mit dem Rausschmiss mitten in der Saison haben die Eintracht und Krösche ihre Prinzipien verraten, denn zuvor hatte man 10 Jahre keinen Trainer in der laufenden Saison gewechselt. Das hat die Eintracht stark gemacht, das war die Kontinuität, auf die sich die Spieler verlassen konnten. Dass bei so einem Umgang mit den Mitarbeitern keine Vereinstreue erwartet werden kann, das versteht sich von selbst. Trotzdem wurde der sofortige Rausschmiss die ganze Zeit lautstark von vielen Seiten gefordert. Ihr habt bei so ziemlich allen anderen Bundesligisten und europäischen Vereinen gesehen, dass hektische Trainerwechsel zu komplettem Chaos, moralischem Verfall und sportlichem Verlust führt und das hat bei einigen scheinbar dazu geführt, dass sie gesagt haben "Oh toll, das will ich auch haben!", na Bravo, da habt ihr ja was erreicht. Ihr habt Hühnerhaufen bestellt, ihr habt Hühnerhaufen gekriegt. Path

Ich spreche ausdrücklich nur für mich. Ich habe laaange zu Toppi gehalten, weil er scheinbar einen guten Draht zum Team hatte und erfolgreich war. Zudem fand ich seine Art sympatisch. Aber den Fußball fand ich gruselig und selbst in der CL Saison hatte ich vor dem Stadionbesuch keinerlei Vorfreude mehr. Das hat sich bei mir wieder völlig gedreht. Man hat wieder den Eindruck, ein Fußballspiel zu besuchen. Dieses Spielverwalten ... ganz ganz schlimm. Dann lieber Zehnter und Chaos ( Spektakel).

1
Fallback Avatar 9. mainhesse 26. Oktober 26, 11:26 Uhr Zitat - imherzenvoneuropa Erst hieß es von Hellmann es wird zeitnah ein neuer Mann präsentiert, jetzt meldet sich Beck mit "Zeit lassen". Ich denke der erste Wunschkandidat hat einfach abgesagt. Wie auch immer, mehr auf die Jugend zu setzten ist der einzige Weg. Vielleicht kann man so auch die große Fluktuation bei den Spielern etwas bremsen. Path

Vielleicht hast Du ja recht.
Aber in der Winterpause brauchen wir auch keinen neuen Sportvorstand mit eigenen Visionen.
Mir wäre lieber, die Kaderwünsche des Trainers, der ein Glücksfall für uns ist, werden erfüllt und nicht wie seinerzeit bei Glasner abgebügelt.

Das sollten Hellmann und Hardung doch wohl nicht überfordern ohne zusätzliche sportliche Kompetenz auf dem Gehaltszettel.

0
Fallback Avatar 10. insieme_per_sempre 26. Oktober 26, 15:46 Uhr Zitat - Boris Also wenn Beck sich auch mal zu Wort meldet und sein Profil schärft, finde ich das generell erstmal nicht verkehrt, aber ausgerechnet über die "Bild" a.k.a. "der Stürmer", diesem üblen Propaganda-Hetzblatt?? Irgendwie meldet der sich oft über dieses Medium zu Wort, nicht etwa auf Eintracht.de oderim hr oder so... Wieso hat der so einen guten Draht zu denen, ist er etwas der Snitch, der denen immer alles vorher verrät? Dann wird auch in Zukunft keine Ruhe rein kommen. Er labert sich auch den Mund fusselig, anstatt klare, prägnante Worte zu wählen. Und was er hier fordert, klingt schon sehr nach der eierlegenden Wollmilchsau. "Wir wollen künftig noch stärker auf Talente, den deutschen Markt und unseren eigenen Nachwuchs setzen“, erklärte Beck. Gesucht wird ein Verantwortlicher, der nicht nur über Erfahrung im internationalen Transfergeschäft verfügt, sondern sich insbesondere mit der Ausbildung und Entwicklung junger Fußballer auskennt: „Der neue Sportvorstand muss deshalb viel Erfahrung in diesen Bereichen mitbringen und sich insbesondere mit Nachwuchsförderung und unserem Nachwuchsleistungszentrum auskennen.“ Hä was soll denn das heißen, der neue Manager soll sich also mit dem Verein und dem eigenen Nachwuchsleistungszentrum auskennen, aber auch international vernetzt sein und ganz viel Erfahrung im internationalen Geschäft haben. Ja ist klar, das klingt wie diese Stellenanzeigen, bei denen ein junger, unverbrauchter Mitarbeiter mit Dr.Dr., 3 Mastertiteln und mindestens 25 Jahren Berufserfahrung in leitender Position gesucht wird. Dazu ganz viele Vorgaben, soll aber eigene Ideen einbringen. Will Beck jetzt einen Manager suchen oder jeden sofort abschrecken? Die einzigen, die so etwas ansatzweise bieten können, verdienen doch schon woanders ein Vermögen. Man muss doch nicht zwangsläufig den Sportvorstand von Sporting, Ajax oder gar PSG abwerben, Fredi Bobic hatte zuvor auch keine große Management-Erfahrung. Bei der Doppelspitze in Freiburg läuft es auch gut, da hat Saier halt irgendwas mit Sport und Wirtschaft studiert und Leki war nach der Banklehre Finanzwirt bei Köln. Es braucht doch nicht zwangsläufig Jahrzehnte Erfahrung im internationalen Spitzensport und der Nachwuchsentwicklung, das Konzept muss nur gut sein. Mit zu vielen Vorgaben nimmt man eher die Unbefangenheit weg. Dann kriegt man nur einen, der einem immer das sagt, was man hören will, nicht den Fähigsten. Path

Wollte mal kurz hier antworten, weil da immer Unmengen an Blödsinn von dir geschrieben werden bezüglich der Bild.

Weil du in deiner Psychose mal wieder die Bild als den "Stürmer" bezeichnet hast, dass wollte ich mal kurz klarstellen:

Ceo von Springer ist Mathias Döpfner. Er ist auch Eigentümer mit 95%.
Die Bild ist dafür bekannt, zionistische Propaganda zu betreiben. Das ist genau das Gegenteil von "Stürmer". Ich weiß nicht in welcher Welt du lebst.

Kurze Übersicht über ein paar Auszeichnungen des Herrn Döpfers:

Ehrenmedaille des Präsidenten (Presidential Medal of Honor / Medal of Distinction): Dies ist die höchste zivile Auszeichnung des Staates Israel. Sie wurde ihm im Oktober 2025 von Staatspräsident Izchak Herzog in Jerusalem überreicht. Gewürdigt wurde er damit als eine der „prominentesten und mutigsten Stimmen Europas im Kampf gegen Antisemitismus“ sowie für seine beispiellose Solidarität mit Israel nach den Terrorangriffen vom 7. Oktober 2023.

Jerusalem-Preis: Diese Auszeichnung erhielt er im Jahr 2008 für sein Engagement und seine Verdienste um die deutsch-israelischen Beziehungen.

Im Jahr 2019 erhielt er zudem den prestigeträchtigen Leo-Baeck-Preis. Obwohl dieser ebenfalls für sein Engagement für Israel und gegen Antisemitismus verliehen wurde, stammt er nicht direkt von Israelis, sondern vom Zentralrat der Juden in Deutschland

Bitte sag mir doch mal, ob diese "Nazis", die du hinter jeder Ecke siehst auch Orden und Auszeichnungen von jüdischen Verbänden erhalten haben?

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.