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Hütter sieht ein Weiterkommen realistisch, wenn seine Spieler die entsprechende Leistung abrufen können. Foto: IMAGO / Sven Simon

Hütter vor SGE-Pokalspiel: „Ein Sieg könnte uns extrem beflügeln“

Viel Zeit zum Ausruhen und zur Vorbereitung auf die zweite Runde des DFB-Pokal gegen den Hamburger SV hat Eintracht Frankfurt nicht. Erst am vergangenen Samstagabend unterlag das Team von Cheftrainer Adi Hütter in Dortmund mit 0:1. Eine Niederlage, die durchaus Hoffnung machen kann, weil Einsatz und Leistung stimmten. Dennoch muss das verlorene Spiel schnell abgehakt werden, wenn die nächste Runde im deutschen Pokalwettbewerb erreicht werden will. Zudem stehen Hütter und sein Team vor der kuriosen Situation, innerhalb kürzester Zeit zweimal gegen den HSV antreten zu müssen. Am kommenden Dienstag spielt die SGE im Pokal gegen die Hanseaten in Hamburg. Am darauf folgenden Sonntag empfangen die Hessen die Hamburger in der Bundesliga.

Auf der Pressekonferenz vor dem Pokalspiel gegen den HSV stand der Cheftrainer Rede und Antwort.

Zunächst gab es die erfreuliche Nachricht, dass das Eintracht-Lazarett keine Neuzugänge zu vermelden hatte und Hütter somit aufstellungstechnisch aus den Vollen schöpfen kann. Gleichzeitig befindet sich die Eintracht aber in einer Situation, die dieses Jahr selten auftritt. Nämlich eine englische Woche und sehr kurze Vorbereitungszeit auf das Spiel am morgigen Dienstag. „Wir werden ins Auge fassen, zu rotieren in den nächsten Spielen.“ Auch werde es keine fordernden Trainingseinheiten geben vor dem Pokalspiel, weil Regeneration eine große Rolle spiele, machte Hütter klar.

Ein Weiterkommen ist das Ziel und auch möglich – wenn die Leistung stimmt

Für Hütter ist es das erste Aufeinandertreffen mit dem HSV. „Wann immer ich in der Bundesliga gearbeitet habe, war Hamburg in der zweiten Liga“, dementsprechend freut sich der Trainer auf das Spiel im Volksparkstadion. Gleichzeitig ist ihm der Ernst der Lage bewusst. „Das ist ein eigener Wettbewerb, ein K.O.-Spiel. In der zweiten Runde direkt einen Bundesligisten zu bekommen ist sehr brisant. Das Spiel ist sehr, sehr wichtig für uns hier in Frankfurt. Wir wollen an die Leistung an Dortmund anknüpfen. Wenn wir das auf den Platz bringen, können wir sicherlich wieder ein gutes Spiel machen und es geht im Endeffekt darum, eine Runde weiterzukommen.“ Das wird aber kein Selbstläufer werden, da ist sich der 56-Jährige im Klaren: „Die Bedeutung des Spiels ist uns allen bewusst. Wir wollen so weit wie möglich kommen, keine Frage. Dafür braucht man aber die Leistung.“ 

Nicht trainieren werde er mit seiner Mannschaft das Elfmetschießen. Im Pokal kann es immer dazu kommen, dass nach 120 Minuten noch ein Sieger im Elfmeterschießen ermittelt werden muss. Aber das sei für ihn keine Option und Hütter erklärte auch wieso: „Elfmeter trainieren ist immer schwer, weil es ohne Zuschauer und ohne Druck etwas anderes ist. Es ist unmöglich diese Situation zu simulieren.  Wenn die jetzt trainieren, bin ich sicher, dass sie gut treffen. Aber das kann dann im Spiel ganz anders sein.“

Klar ist, dass ein Sieg im Pokal einen Motivationsschub geben kann. „Das ist ein ungemein wichtiges Spiel für beide Vereine. So ein Spiel kann beflügeln, aber dafür brauchst du 90, vielleicht 120 gute Minuten. Wenn die Leistung passt über die volle Spielzeit, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Ergebnis auch passt. Ein Sieg könnte uns extrem beflügeln.“ Und das traut er seiner Mannschaft auch zu, wie er deutlich machte. Gleichzeitig müsse aber Einsatz und Leistung stimmen. „Ich bin überzeugt, dass wir in der Lage sind, das Spiel zu gewinnen. Aber dafür brauchen wir eine dementsprechende Leistung. Gut verteidigen, aber auch nach vorne immer wieder zeigen, dass wir Qualität haben.“

Nicht zufrieden mit der bisherigen Entwicklung

Auch zur Gesamtsituation äußerte sich Hütter. Angesprochen darauf, wie er die Entwicklung seiner Mannschaft wahrnehme, gab er eine ehrliche und tiefgehende Einschätzung ab. So sei er noch nicht zufrieden mit dem Fußball, den die Eintracht derzeit spielt. „Ich wollte zu diesem Zeitpunkt in der Entwicklung schon weiter sein“, gab er zu. Die vielen Gegentore hätten dann aber eine andere Schwerpunktsetzung verlangt. „Das Gefühl von meiner Seite ist so, dass wir viel besser stehen, dass es harmonischer ist und wir mehr gemeinsam verteidigen. Nach vorne, in der Offensive, haben wir noch einen Haufen Arbeit.“ Weder mit der Punkteausbeute, noch mit dem Tabellenstand sei er derweil zufrieden. Gegebenenfalls müsse die SGE im Winter auch nochmal personell nachlegen. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft und Spieler, die in der Bundesliga gerade laufen lernen. Wir brauchen Zeit und Geduld, aber das ist im Fußball immer schwierig. Wir haben bis zum Winter noch Zeit zu überlegen, wo wir personell nachlegen müssen.“

 

 

 

 

 

 

7 Kommentare

Fallback Avatar 1. Olga 26. Oktober 26, 13:08 Uhr

Schöne PK vorhin mit guten Fragen/Antworten.

Hütter hat hier wieder Klarheit reingebracht, ein getüftelt und gebastelt und nun ist eine erste Handschrift erkennbar in einer griffigeren Defensive.

Nach vorne ist es noch nicht Hütter-Like (laut ihm selber) aber das hängt in meinen Augen teils mit den Spielertypen zusammen.

Dabei passen Ebnoutalib und Burkardt durchaus zu ihm, aber der Reihe dahinter (Doan, Chaibi, Uzun) geht, so habe ich den Eindruck, so ein bisschen das Tempo ab.
Für diese drei Spieler zwei Raketen mit Power und Dynamik und dann geht es wieder sehr stark in die Richtung Eintracht (zurück), die uns jahrelang großen Spaß bereitet hat.

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Fallback Avatar 2. ebbelwoi 26. Oktober 26, 15:34 Uhr

Ein Sieg könnte uns beflügeln, ja.
Eine Niederlage könnte uns aber auch wieder mehr Druck bereiten.

Ich hoffe natürlich wie der Rest auch ,das wir beide Spiele souverän meistern, sprich im Pokal weiter kommen und auch zu Hause die drei Punkte mitnehmen.

Das Spiel in Dortmund macht tatsächlich Mut, auch wenn der BvB nicht in der besten Verfassung war.

Allerdings finde ich sieht man Fortschritte und freut sich auch für Baum und Co.
Atubolu ist eine absolut tolle Verstärkung.

Und wenn jetzt der ein oder andere noch besser in Form kommt , dann sollte der positive Trend wieder unser friend werden.

Auf geht's , per sempre SGE

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Fallback Avatar 3. mainhesse 26. Oktober 26, 15:53 Uhr

Mit einer Leistung wie in Dortmund gewinnen wir in Hamburg.
Mit einer Leistung wie in Leipzig war´s das mit dem Pokal für diese Saison.

Ich bin gespannt, welches Gesicht die Mannschaft dieses mal zeigt.

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Fallback Avatar 4. Barth 26. Oktober 26, 17:19 Uhr

Ist halt alles viel Konjunktiv.... mir machen die ganzen Ausfälle beim HSV

https://www.kicker.de/hsv-zwei-neue-schocks-und-pause-bei-poulsen-1265434/artikel

Angst. Damit wächst die Erwartungshaltung. Ich hoffe so sehr das wir eine Runde weiterkommen, aber bin lange genug SGE - Fan um mit Demut an diese 2.Runde zu gehen.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. eldelabeha 26. Oktober 26, 20:38 Uhr Zitat - Olga Schöne PK vorhin mit guten Fragen/Antworten. Hütter hat hier wieder Klarheit reingebracht, ein getüftelt und gebastelt und nun ist eine erste Handschrift erkennbar in einer griffigeren Defensive. Nach vorne ist es noch nicht Hütter-Like (laut ihm selber) aber das hängt in meinen Augen teils mit den Spielertypen zusammen. Dabei passen Ebnoutalib und Burkardt durchaus zu ihm, aber der Reihe dahinter (Doan, Chaibi, Uzun) geht, so habe ich den Eindruck, so ein bisschen das Tempo ab. Für diese drei Spieler zwei Raketen mit Power und Dynamik und dann geht es wieder sehr stark in die Richtung Eintracht (zurück), die uns jahrelang großen Spaß bereitet hat. Path

Naja, ich fände es mal spannend, mit Knauf und Ameimouni auf den Außen zu starten. Uzun oder Götze auf der 10/HS und vorne Younes. Dann könnte man noch Burkhardt bringen oder das System anpassen, wenn man das Zentrum stärker besetzen will.

Also die Spielertypen dafür hätten wir.

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Avatar 6. imherzenvoneuropa 27. Oktober 26, 04:31 Uhr

Wir können eigentlich nicht mit der Doppelspitze starten. Gegen Dortmund standen wir am Ende ohne 9 auf dem Platz obwohl wir ein Tor brauchten. Jetzt im Pokal kann es in die Verlängerung gehen, da brauchen wir einen echten Stürmer bis zum Schluss auf dem Feld. Abgesehen davon Frage ich mich warum wir nichts mehr von Ayub sehen. Der Junge hat Spaß gemacht.

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Avatar 7. Hooliganverachter 27. Oktober 26, 09:22 Uhr Zitat - imherzenvoneuropa Wir können eigentlich nicht mit der Doppelspitze starten. Gegen Dortmund standen wir am Ende ohne 9 auf dem Platz obwohl wir ein Tor brauchten. Jetzt im Pokal kann es in die Verlängerung gehen, da brauchen wir einen echten Stürmer bis zum Schluss auf dem Feld. Abgesehen davon Frage ich mich warum wir nichts mehr von Ayub sehen. Der Junge hat Spaß gemacht. Path

Die Frage stelle ich mir seit Tagen. Deshalb - Jupp wird heute spielen!

Mich sorgen übrigens auch die Ausfälle des HSV. Hoffentlich behält Adi seine Freude auf HH auch noch nach dem Spiel.

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