Vorstandsmitglied Axel Hellmann glaubt nicht an eine Zukunft der Montagsspiele.

Es sind Tage des Aufbruchs derzeit in Frankfurt. Ein Aufbruch, wie ihn Axel Hellmann in seinen 17 Jahren bei Eintracht Frankfurt wohl auch noch nicht erlebt hat. Seit 2001 ist Hellmann erst Präsidiumsmitglied, dann Geschäftsführer und seit 2012 Mitglied des Vorstands. Aber so gut wie im Februar 2018 stand die Eintracht in all den Jahren wohl noch nie da.

Tabellenplatz vier in der Liga, im April wartet das Pokal-Halbfinale. Beim Vorstand herrscht ein Stück weit Erleichterung über das Pokal-Los Schalke 04: „Ich war froh, dass das Bayern-Los an uns vorüberging. Schalke wird ein 50:50-Spiel. Wir sind auswärts sehr stark, in den letzten Jahren haben wir in Gelsenkirchen immer gute Ergebnisse abgeliefert“, so der Vorstand im „hr Heimspiel!“. Hellmann hofft auf die Rolle des Underdogs: „Wenn ich höre, was im Schalker Forum so geschrieben wird, nimmt man uns nicht so Ernst.“ Mit Freude erinnert sich Hellmann an das letzte Pokal-Duell der beiden Teams im Jahr 2005. „Ich war live vor Ort. Innerhalb einer Woche 6:0 gegen Schalke und 6:3 gegen Köln gewonnen: 12 Tore in einer Woche, gab es danach wohl auch nicht mehr!“ Zugleich weiß der Vorstand: „Es muss alles passen.“ Das gilt auch für den Traum von Europa. „Wir schauen mal, wie weit uns die Füße tragen. Wir werden auf jeden Fall nicht den Einbruch vom letzten Jahr erleben.“ Das Europa-Wort in den Mund nehmen, das kommt für Hellmann aber noch nicht in Frage.  „Wir wissen, dass die Region und auch die Sponsoren euphorisch sind, aber bei uns sind alle von der Spitze des Aufsichtsrats bis zum Mitglied des Teams um das Team darauf programiert, dass wir erst darüber sprechen, wenn es Spitz auf Knopf ist und wir soweit sind.“

„Haben einen Zielkonflikt!“

Flutlicht-Spiele unter der Woche – damit ist der Traum von Europa verbunden. Am kommenden Montag steht aber erstmal ein solches in der Bundesliga an. Die Eintracht hat Leipzig zum ersten regulären Montagsmatch der Bundesliga-Geschichte zu Gast. Proteste der Anhänger sind bereits angekündigt. Für Hellmann verständlich und kein Problem: „Uns wurde von verschiedenen Seiten der Fans erklärt, dass sich der Protest nicht gegen Klub oder Verantwortliche richtet, sondern es darum geht, ein klares Signal gegen die Ansetzung zu setzen. Und wir müssen das als Bundesligaverein aushalten und mit dieser Protestkultur umgehen können.“ Hellmann sieht den deutschen Fußball in dieser Frage in einem Zielkonflikt. „Wir haben in der Bundesliga im Moment einen Zielkonflikt. Wir wollen möglichst viel Geld erlösen, um international wettbewerbsfähig zu sein. Wir wollen eine Solidargemeinschaft zwischen erster und zweiter Liga, was Spieltagsansetzungen angeht. Wir wollen den Amateursport schützen, damit auch die Vereine in den unteren Klassen Zuschauer haben. Und wir wollen die Fankultur in Deutschland erhalten. Das sind vier Ziele, die nicht optimal zusammenpassen. Wir müssen eine Entscheidung treffen, was wir haben wollen. Die Liga hat sich in den vergangenen Jahren um Grundsatzentscheidungen herumgedrückt.“ Hellmann glaubt jedenfalls nicht an eine Zukunft der Montagsspiele: “ Ich glaube, wenn wir alle Vibrationen aufgreifen, wird der Montag keine wirklich große Zukunft haben. Er ist kein gelernter Spieltag. Fans und Sponsoren sind nicht wirklich happy.“

„Müssen immer auch in den Rückspiegel schauen!“

Doch auch das Vorstands-Mitglied hätte sicher nichts gegen Spiele unter der Woche in der neuen Saison – vor allem wenn es dann noch internationale Duelle wären. Dass sich die Eintracht langfristig oben festsetzen kann, für Hellmann noch ein weiter Schritt: „Es ist möglich auf lange Sicht oben reinzukommen. Gladbach hat es gezeigt, auch Schalke vor 15, 20 Jahren. Aber wir können das nicht fest planen.“ Denn die Top 10 der Liga haben bis auf Augsburg einen höheren Etat als die Eintracht, so Hellmann. Sein Credo: Stabil unter die besten Zehn und immer wieder mal ganz oben reinhüpfen. Zugleich mahnt der studierte Jurist auch: „Wir müssen immer auch in den Rückspiegel schauen.“ Demut, eine Qualität, die Hellmann wohl auch aus seiner langen gemeinsamen Arbeit mit Heribert Bruchhagen bestens verinnerlicht hat. Das der Frankfurter Aufschwung untrennbar mit dem Namen Niko Kovac verbunden ist, daran besteht auch bei Hellmann keine Zweifel: „Sportlich können seine Arbeit sicher andere besser beurteilen. Aber seine Haltung ist enorm. Er ist morgens der Erste und abends der Letzte. Er lebt das vor.“ Deshalb glaubt der gebürtige Würzburger auch an einen Verbleib des Cheftrainers: „Das, was er mit der Eintracht vor hat, hat er noch nicht erreicht. Er sieht, dass er den Klub deutlich nach vorne bringen kann. Denn die Eintracht ist ein schlafender Riese.“ Ein Riese, der nicht nur für Topspieler, sondern auch für Investoren interessant geworden ist. Eine Diskussion um die 50+1-Regel hält Hellmann durchaus für zielführend: „Die Regel ist grundsätzlich sinnvoll. Aber die Ausnahmeregelungen machen es schwer, die Grundsätze und Werte, die 50+1 schützen sollte, wirklich zu bewahren.“ Daher geht Hellmann mit einem anderen Vorschlag ran: „Ich bin der Meinung, die Werte, die 50+1 schützen soll, noch viel härter zu verankern – und zwar über ein Grundsatzstatut oder eine gesetzliche Regelung. Werte wie: Standortsicherung, Einfluss der Basis und der Mitglieder auf wesentliche Entscheidungen oder Stehplatzsicherung. Wenn das härter abgesichert ist, kommt es nicht auf die Frage an, ob ein Investor einen oder 99 Prozent hält – weil die entscheidende Mitbestimmung bei Kernfragen weiter bei der Mitgliederbasis liegen wird.“

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23 Kommentare

  1. Ich muss mal eins los werden:

    Ich verstehe das unter der woche viele menschen keine zeit haben, gerade auswärtsspiele schwierig sein können.
    ABER:
    Es ist ein FLUTLICHTSPIEL. Ein spiel, das alle gruppen immer wollen. Alle wollen international, diese spiele finden meines wissens auch unter der woche statt und da hat dann auf einmal jeder zeit. Und es gibt einige berufe, die können eher am montag abend mal ein spiel im stadion sehen als am samstag mittag/ nachmittag. fussballfans können noch mehr bundesligafussball live schauen wenn die spiele nicht alle samstags 15:30 sind, sondern unterschiedlichste anstosszeiten haben. (Und montag 20:00/20:30 ist doch alle mal besser als dienstag oder mittwoch oder donnerstag 18:30/19:05).
    Auch ich bin der meinung, dass kunstprodukte wie rbl der tradition und der marke bindesliga schaden. Aber bei den montagsspielen sehe ich es anders. Ich freue mich auf das flutlichtspiel… und hoffe die manschaft kriegt den support den sie verdient!!!

  2. Ich kann diesen Boykott an sich auch nicht ganz nachvollziehen. Ich selbst finde das Spiel am Montag extrem sch****. Aber wieso gehen dann alle hin um Ihre Fresse zu halten??? Es wäre doch viel konsequenter zu sagen dass keiner hingeht und auch nicht den Fernseher anmacht. Erst dann wird es für die DFL uninteressant am Montag spielen zu lassen. Solange sie aber mit Fernseheinnahmen Kohle machen, und der Verein seine Eintrittsgelder bekommt, wird das keinen jucken ob die Stimmung dann im Stadion mies ist. Ich gehe nicht ins Stadion und werde nicht einschalten. Punkt.

  3. Schließe mich loddo an. Für mich sind eben die englischen Wochen wegen der frühen Anstoßzeiten und der Anfahrtszeit nicht möglich, anderen liegt der Montagabend nicht. Aber die Grundsatzdebatte kann ich dabei nicht ganz nachvollziehen.

    So freue ich mich, am WE mal wieder auf nen Amateurkick und dann geht’s Montag in den Wald. Weit mehr würden mich Anstoßzeiten wie in der La Liga stören, wo von Freitagabend bis Sonntagabend durchgehend gekickt wird und man als fußballinteressierter null Zeit mehr hat, am WE mal anderen Hobbys nachzugehen.

  4. Montagsspiele schön und gute ABER:
    Die Montagsspiele sollen aus zwei Gründen stattfinden:
    1.) Die Clubs, die in Europa spielen entlasten und die Woche drauf spielen lassen
    FRAGE: Spielten die SGE oder Leipzig letzte Woche Donnerstag Europa League? DFB Pokal war am Mittwoch, Ok, aber da haben andere auch gespielt.
    2.) Durch die zusätzlich Übertragung erhofft man sich mehr Fernsehgelder.
    FRAGE: Von mehr Fernsehgelder profitieren die großen Clubs am meisten, allen voran der FC Bayern. Dann sollen diese Vereine bitte auch die Montagsspiele austragen und zwar generell mit einem Heimspiel. Es ist eine Sauerei, dass ein Verein wie die Eintracht ein Heimspiel an einem Montag hat, wo keine/kaum Gästefans kommen. Wer kompensiert die verlorenen Eintrittsgelder? Warum hat der FC Bayern kein Heimspiel an einem Montag?

  5. Ich gehe wie gesagt aufs Spiel und schaus mir nicht in eurosport an.

    (Etwas) Offtopic:
    Hab mir grad mal die Stats von da Costa gg Augsburg und gg Köln angeschaut. Pokal lass ich eher raus, das ist n gesonderter Wettbewerb.
    Schon in Augsburg spielte da Costa in seinen 8 Spielminuten überragend:
    Gute Laufleistung, sofort mit den meisten Ballkontakten, jeden ZK gewonnen (5/5 lt LigaInsider davon ein Luftkampf), 2 mal erfolgreich getackelt, mit 5 geklärten Bällen den mit Abstand besten Wert der Mannschaft in dieser Kategorie, zstzl 2 Balleroberungen, 1 erfolgr. Dribbling, 2 Torschussvorlagen und ein geblockter Ball.
    Das alles in 8 Minuten. Da hat einer seine Chance aber mal so richtig genutzt!
    Im Pokalspiel war die Leistung ok, nix besonderes.
    Und jetzt gg Köln:
    1 Torschuss (der auch aufs Tor kam und nicht irgendwohin flog), 1 Assist bei 2 Torschussvorlagen, die drittbeste Laufleistung nach Wolf und Mascarell, wieder alle Zweikämpfe gewonnen (4/4 einer davon Luftkampf), wieder perfekt getackelt (2/2), wieder die meisten geklärten Bälle (7).

    Der Junge wird so schnell nicht rausrotieren. Es würde mich jedenfalls schwer wundern, wenn NK auf dieser Position wechselt.
    Vor allem: Wolf spielte auf seiner (neuen) Position so stark, dass er vom kicker zum Spieler des Spieltags nominiert wurde.

    Die Startelf gg Leipzig stellt sich fast von alleine auf. Salcedo für Russ (wegen Schnelligkeit), das wars.
    Es kann nur tricky werden, wenn RBL Poulsen vorne als einzige Spitze (gg Hasebe) stellt.
    Aber wenn Abraham fit ist übernimmt der ohnehin Hasebes Part in der Zentrale. Und Abraham würde sicherlich weniger Probleme mit Poulsen haben.

    Wir haben mit Abraham – Salcedo – Falette inzwischen ne richtig fette Defensive.
    Spielerisch vielleicht nicht, aber das sind alles Abräumer und sie haben ne gute Grundschnelligkeit.
    Im Notfall schlagen sie halt hohe Bälle auf Haller und Rebic .. das können wir auch stets spielen.

    Im Hinspiel machte Haller bei hohen Bällen gg Upamecano und Orban so gut wie keinen Stich. Aber jetzt kommen unsere hohen Bälle erstens genauer und zweitens stellt sich Haller im ZK geschickter an als noch zu Beginn der Saison. Und er macht bessere Laufwege.
    Bin ziemlich zuversichtlich, was dieses Spiel gg Leipzig betrifft.

    Und man darf nicht vergessen, dass das EL-Spiel in Neapel Leipzig alles abverlangen wird. Neapel ist Tabellenführer, da geht’s richtig zur Sache. Und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird RBL dort nix holen. Zudem werden sie 3 Tage nach unserem Spiel gleich wieder gg Neapel gefordert sein.
    Das ist eine perfekte Ausgangslage.

    Ich freu mich auf das Montagsspiel, auch wenn mir der Sonntag lieber gewesen wäre.

  6. JA , Leipzig spielt jetzt am Donnerstag Europa League . In Neapel und das Spiel ist nächsten Montag .
    Also hat es seine Berechtigung @sgesupportbayern

    Und den zweiten Punkt , es ist doch fast egal wann Vereine wie Wolfsburg oder Leipzig nach Frankfurt kommen , es sind nicht viel mehr oder weniger Fans .
    Und würden die Bayern kommen – das Stadion wäre dennoch voll .

  7. @4 Du bringst da was durcheinander. RBL spielt natürlich Europa League am Donnerstag (in Neapel), sowie 3 Tage nach unserem Spiel das Rückspiel.

    Der Montag ist in diesem Fall für Leipzigs BL-Performance gut, denn sie haben nach dem Spiel am Donnerstag 4 Tage Pause.
    Das ist aber nicht so toll für ihre Performance im Rückspiel, denn 3 Tage später findet schon das Rückspiel statt.
    Grundsätzlich aber nicht komplett sinnlos, denn man muss ja auch die Rückreise von Neapel mit einplanen und als erstes ist nun mal das Auswärtsspiel.

    Wie auch immer:
    Irgendwas einstudieren wird für RBL gg uns nicht möglich sein. An erster Stelle wird bei denen Regeneration stehen.
    Wir können uns dafür voll auf Leipzig fokussieren und was einstudieren.

    Mal ne andere Frage, vielleicht weiß da jemand was dazu:
    Kovac redet ja öfters mal von ‚2-3 freien Tagen‘.
    Gilt das nur für die Spieler, die im Einsatz waren? Oder für alle Spieler??? Nimmt sich NK diese Tage frei und andere leiten das Training für die Spieler ohne Einsatz?

    Wäre ja relativ schwachsinnig, wenn die Ersatzspieler sich nun ausruhen und nicht trainieren..

  8. Ich finde den Stimmungsboykott eher überflüssig, um nicht zu sagen lächerlich. Allerdings freue ich mich, dass ich dann dieses Scheisslied, „Wir sind Adler, keiner mag uns“ nicht wieder minutenlang hören muss. Das hat nämlich nichts mit Stimmung zu tun, sondern mit völlig schwachsinniger Monotonie. Im Übrigen denke ich, dass weniger ein möglicher Boykott der „wahren Fans“ zu einem eventuellen Umdenken führt, als viel mehr der Druck der Sponsoren, die die teuren Logen zahlen und offensichtlich ziemlich deutlich ihren Unmut über den Montag Abend kundgetan haben.

  9. Die 5 Montagsspiele in der RR sind ja nun das Äquivalent zu den 5 Spielen sonntags um 13 Uhr in der Hinrunde. So richtig Bock auf das Spiel habe ich nicht wirklich, aber werde wohl trotzdem hin gehen.
    Ich stehe einem Stimmungsboykott kritisch gegenüber, denn zum einen wird das Spiel national doch kaum gesehen, so dass das Argument gegenüber dem DfB nicht unbedingt zieht, doch international wäre das eine schöne Visitenkarte. Hellmann hat das schon ganz gut erklärt, denn wenn die Vereine höhere TV-Gelder generieren wollen, dann bedeutet das auch eine Zersplitterung des Spieltages.

    @Eintracht_Adler da gebe ich dir vollkomen recht, denn das nervt tatsächlich in der übertriebenen Länge und dann dazu dieses Selbstmitleid 😉

  10. Ich finde den Boykott nicht lächerlich.
    Wenn die Verantwortlichen sehen,dass die Fans das mit sich machen lassen, wird es weiter gehen. Finde es richtig dem Kommerz eine Grenze zu setzen.
    Ob es jetzt unserer Mannschaft schwächt, wenn kein Support von den Rängen kommt, steht auf einem anderen Blatt.
    Off topic:
    Wie sehr Leipzig auf Marketing setzt, sieht man, wenn man den Doppelpass am Sonntag geschaut hat. Ein Leipzig Spieler war zu Gast. Nicht zum ersten Mal.
    Kann mich nicht erinnern andere aktuelle Spieler dort sitzen gesehen zu haben.

  11. Ich denke das Lied “ Wir sind Adler- keiner mag uns“ hat letztendlich dann die Mannschaft in den letzten beiden Spielen daheim zum Sieg gepuscht 😉
    Spaß beiseite- Leipzig bringt jetzt auch keine Fans mit, Hellmann schreibt dem Montag keine Zukunft zu, ich würde es jetzt durchziehen bis der Montag wieder abgeschafft wird. Von daher sehe ich da wie @10 schon einen Erfolg und das sogar schon im Vorfeld.

  12. Für mich ist ein Buli-Spiel Montag Abend gegen RBL aus mehreren Gründen eines, das ich ignoriere. Irgendwann nach dem Spiel schau ich mal auf die Tabelle, weil es ja leider doch zählt, aber bis dahin kratz ich mich lieber am S… .

    Ob das jemand versteht oder nicht, ist mir worschd, jeder hält das, wie er will. Mir steht es auch nicht zu, darüber zu urteilen, wenn andere Adler das anders handhaben.

  13. In Zeiten von digitalen Fernsehen, gerade mit Account und Rückkanal zum Anbieter ist das einzige Mittel ein solches Spiel nicht einzuschalten. Nur so verstehen die Sender dass es nicht gewollt ist. Es könnten 50.000 im Stadion singen und Stimmung machen, SKY und Eurosport bringt es nichts wenn keiner es sehen will und sie keine Werbeblöcke verkaufen. Nicht ins Stadion zu gehen bestraft die Mannschaft, die muss spielen und hat keine andere Wahl.

    Gruß SCOPE

  14. Wie gesagt, jeder kann selbst entscheiden, wie er damit umgeht. Was die Wirkungen fehlenden Supports angeht, liegst Du aber m. E. falsch, denn der Termin war in diesem Fall kein Vermarktungswunsch der DFL/Liga, sondern die Clubs wollten den EL-Teilnehmern mehr Luft geben, gleichzeitig den amateurfussball sonntags schützen. Wenn die Clubs sagen, der Montag muss weg, dann wird er wieder wegfallen. Und die Clubs werden durchaus auf das achten, was im Stadion passiert. Jedenfalls die Clubs, die Stadien haben, in denen idR ordentlich was los ist.

  15. Wenn es Hellmann ehrlich meint und mit seiner Meinung mit den Eintrachtverantwortlichen konform sein, dann sollte entsprechend Einfluss genommen werden. Es ist lächerlich zu argumentieren, dass die Montagsspiele zur Rettung des Amateurfussballs erfunden wurden. Um dem Amateurfussball mehr Raum zu geben, müsste zumindest der Sonntagnachmittag frei von Bundesligaspielen sein. Die Montagsspiele sind eine weitere Kommerzialisierung der BL und einem Einstieg eines weiteren PayTV-Anbieters, zugleich ein Testballon eine weitere Aufweichung der BL-Spieltage. Währet den Anfängen, schaut nach England, auch bzgl. einer 50+1 Regelung. Wenn sich die echten Fans keine Karte mehr leisten können und das Spiel ihres Clubs live im TV eines Pubs neben dem Stadion anschauen müssen, um wenigstens noch etwas Stadionatmosphäre mitbekommen zu können, ist das nicht mehr unser Fussball. Für wie blöd halten uns eigentlich die Verantwortlichen? Was bringt die immer weiter ausufernde Kommerz? Immer höher steigende Spielergehälter, international konkurrierend mit rapide abnehmender Vereinstreue. Sorry, ich bin, auch bei realistischer Wahrnehmung des Wandels, auch noch mit einem Restvorkommen Fussballromatiker. Ich denke, es gibt schon jetzt genuegend Spielraum, um finanziell attraktive Partner für einen Club gewinnen zu können. Bobic ist es gelungen, die Deutsche Börse als Sponsor auf den Ärmel zu bekommen, dafür hat die Börse sogar ihre Satzung geändert, alle Achtung. Es gibt auch Gegenbeispiele, trotz äusserst finanzkräftiger Sponsoren und gleichzeitig Herrscher, die Clubs HSV und 1860. Also, bitte alles mit Vernunft und Augenmass, ohne den Fan zu vergessen. Ohne uns Fans geht gar nichts. Leere Stadien, keine Fernsehübertragungen, keine Sponsoren, keine tollen Spielergehälter, ein Fass ohne Boden. Vernunft ist angesagt, es reicht.

  16. sorry, für einige grammatikalische Fehler, die leider nicht mehr korrigierbar waren.

  17. Hoffentlich boykottieren wirklich so viele Fans das Spiel am Montag, dann muss ich nicht so lange in der Schlange stehen für meinen Äpelwoi und auf der Toilette geht es auch schneller, bin dann endlich bis zur zweiten Halbzeit pünktlich zurück, nicht wie sonst.

  18. ++++boykottiert das montagsspiel!!!++++
    in der bundesliga darf es keine montagsspiele geben! das ist tabu! nur weil irgendein sesselfurzer denkt ah da drücken wir noch 5 € mehr raus, die dummen schaafe werden ja trotzdem ins stadion gehen , die sind ja sowieso nicht fähig richtigen protest auszuüben und zu schwach zu widerstehen.
    das ganze ist eine charakter frage, lasst ihr alles mit euch machen? ja , dann geht wie schaafe vom hund getrieben ins stadion und tut so als wäre alles ok.
    aber ich schwöre euch unsere spieler verstehen uns „wahren“ fans die soviel charakter haben das sie nicht alles mit sich machen lassen!
    ich habe eine dauerkarte und werde nicht ins stadion gehen einer weniger im block, für manche oberflächlichen toll, für die „wahren“ ein wichtiges zeichen, das wir keine schaafe sind die sich vom hund treiben lassen!

    die spieler werden unsere entscheidung respektieren, ich weiss sogar das der ein oder andere spieler unseren boykott befürwortet! die spieler und das trainer team werden darauf hinweisen und sie werden auch ohne „uns“ alles geben um unser traumziel wahr werden zu lassen!

    versteht mich nicht falsch , für mich ist es eine charakter frage! ich bin kein zuschauer , ich bin fan meiner geliebten eintracht und genau deswegen stelle ich die charakter frage!

  19. Dann schau es aber auch nicht im Fernsehen. Boykott gerne, aber dann auch da wo es was bringt.

    Gruß SCOPE

  20. nur ein leerer block und leere stadionränge haben wirkung!
    holt euch karten aber geht nicht hin! so entsteht der eintracht kein schaden aber jeder kann sehen , nicht mit uns!

  21. Was ich mal spannend fände und wo ich leider nichts dazu finde – wie viele Abonnenten hat denn Eurosport? Irgendwie werden die ja auch ne Kalkulation auf die Beine stellen müssen wie und ab wann sich eine Übertragung der BL samt der Experten und dem Talk danach etc. lohnt. Ich weiß nicht was die für die Rechte gezahlt haben aber das war sicher nicht billig. Ich hab mir damals im Angebot das Jahresabo geholt aber werde nicht glücklich damit und habe auch schon wieder gekündigt. Insgesamt kenn ich auch nicht sonderlich viele die dieses Abo besitzen. Vielleicht wäre das noch mit ein Druckmittel, welches zeigt, dass die Spiele außer der Reihe einfach nicht ankommen.

  22. Also ich kann man mich noch an die Fans der 90er Jahre erinnern , die Europapokalspiele Donnerstag mittags um 12:30 gesehen haben … dnjepr dnjepopretwosk zb.

    Ein wahrer Fan geht und steht zu seiner manschaft , nur ein Zuschauer überlegt sich wann und ob er guckt . Die charakterfrage stellt sich ganz anders : unterstütze ich meine manschaft oder stelle ich mich über die manschaft und gehe nicht weil ich Montag abends lieber big bang theory schauen will. Aber wenn ich gehe , dann stehe icu zu meiner manschaft !!!!

    Ja , vielleicht unterstützen einige Spieler den Plan montagsspiele abzuschaffen. Aber sie spielen dennoch. Und ich glaube nicht dass sie (positiv oder negativ ) einen feuchten Kehricht drum geben ob in Block 37 ein Platz frei bleibt oder nicht…

  23. Wer meint, die Montagsspiele seien Gift für Fussballdeutschland, der soll ruhig boykottieren. Das ist das gute Recht eines Fans.
    Besser wäre m.E. dann aber ein Boykott zielgerichtet am TV bei Eurosport, denn deren Markterfolg ist ein Gradmesser für die TV-Vermarktung. Ob deutsche Fans nun organisiert singen oder wie z.B. in England eher schweigen , interessiert eigentlich keinen der an der Vermarktung beteiligten Protagonisten.

    Wer meint, die Mannschaft braucht im schweren, euro-weisenden Spiel gegen Leipzig die Extrakörner durch die Fan-Unterstützung, und wer meint, die Mannschaft oder der Verein würde den Stimmungsboykott gar nicht gut finden, der soll im Stadion unsere Eintracht lautstark wie gewohnt unterstützen.

    Mir ist der Erfolg der Eintracht und deren Unterstützung wichtiger, als die ermüdende Montagsspiel-(Pseudo?)-Diskussion um die längst fest verankerte Kommerzialisierung des Bundesligafussballs (sh bitte auch Beiträge über Millionenerträge durch mögliche Transfers UNSERER Spieler).

    Ich finde es beschämend, dass Andersdenkenden abgesprochen wird, dann ein „echter“ Fan zu sein. Auch das Stellen der „Charakterfrage“ finde ich sehr komisch und fast anmaßend. Und dass man sich selbstmitleidig als armes unschuldiges und missbrauchtes „Klatschvieh“ hinstellt, empfinde ich sprachlich eher grenzwertig (by the way … wenn die Fans „Klatschvieh“ für DFL, DFB und Fernsehsender sind, sind dann unter Beifall der Fans für viel Geld transferierte Fussballer für uns nur „Spielervieh“)?

    Forza SGE! Heimsieg!

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