Luka Jovic erlöst die Eintracht mit seinem Strafstoßtreffer auf Schalke in der 99. Minute. (Foto: imago/Jan Hübner)

Am 28. Spieltag gewann Eintracht Frankfurt beim FC Schalke 04 mit 2:1 (1:1) und holte den historischen sechsten Bundesliga-Sieg in Folge. Die Eintracht stürmte mit dem Anpfiff direkt nach vorne und belohnte sich in Person von Ante Rebic nach 13 Minuten, aber Schalke glich mit der ersten Chance zum 1:1-Pausensatnd aus (21.). Nach gut einer halben Stunde wurde den Hessen ein klarer Foulelfmeter verwehrt, trotz Eingriff des Videoschiedsrichters aus Köln. In der Nachspielzeit meldete sich wieder Köln: bei der letzten Aktion traf der Ball einen Schalker Arm im Sechzehner der Gastgeber. Dieses Mal entschied Stegemann auf Strafstoß, den Luka Jovic in der 99. Minute zum 2:1-Endtand verwandelte.

Im Vergleich zum letzten Spieltag war SGE-Cheftrainer Adi Hütter gezwungen, zwei Veränderungen vorzunehmen: die zwei verletzten Sébastien Haller und Sebastian Rode wurden durch die beiden Niederländer Jonathan de Guzman und Jetro Willems ersetzt und auch für Mijat Gacinovic reichte es erneut nicht für einen Einsatz (Fersen-Probleme). Außerdem feierte Kapitän David Abraham sein Comeback und damit gleichzeitig sein 100. Bundesligaspiel. Gemeinsam mit Makoto Hasebe und Martin Hinteregger bildete der Argentinier die Dreierkette vor Schlussmann Kevin Trapp – im Mittelfeld de Guzman, Gelson Fernandes und Willems, auf den Flügeln wie zu erwarten Filip Kostic und Danny da Costa. Das Sturmduo bestand dieses Mal aus Frankfurts Top-Torjäger Luka Jovic und dem Vize-Weltmeister Ante Rebic.

Serdar antwortet Rebic – Hinteregger verletzt raus

Direkt mit Beginn der Partie spielten die Hessen mutig nach vorne und erkämpften sich so nach nur drei Minuten die erste hundertprozentige Torchance: da Costa eroberte nach Ballverlust sofort wieder den Ball und passte von der rechten Strafraumseite flach auf Jovic, der Alexander Nübel im Tor aus kurzer Distanz anschoss. Rebic belohnte das selbstbewusste Auftreten des Europa League-Teilnehmers nach 13 Spielminuten mit seinem neunten Saison-Tor. Hinteregger bediente Kostic links außen, der sofort auf Rebic durch steckte. Der Kroate ging an Nübel vorbei und schoss ins leere Tor ein. Eine Minute später die Chance auf das zweite Gäste-Tor: Hinteregger eroberte den Ball im Mittelfeld und sah, dass Nübel weit vor seinem Kasten stand – der Österreicher zog von der Mittellinie ab, doch der S04-Keeper konnte den Ball im letzten Moment noch halten (14.).

Stegemann pfeift trotz Video-Schiri klaren SGE-Starfstoß nicht

Nach zwanzig Minuten trauten sich dann auch mal die Gelsenkirchener nach vorne: nach einem Freistoß fast an der Grundlinie konnte Trapp den Kopfball von Breel Embolo nicht festhalten und Suat Serdar staubte zum 1:1 ab (21.). Der erste Angriff der Gastgeber führte direkt zum Tor, nun hatten die Schalker etwas mehr Selbstvertrauen. Dann wurde es kurios: Rebic ging im Sechzehner der Schalker zu Boden. Nach Hinweis aus Köln schaute sich Schiedsrichter Sascha Stegemann die Szene nochmal an, entschied sich aber gegen einen Strafstoß für die Hessen (31.) – eine mehr als fragwürdige Entscheidung. Keine zehn Minuten später die nächste Hiobsbotschaft für alle Eintracht-Fans: Evan N`Dicka kam für Hinteregger ins Spiel, nachdem der Österreicher zuvor von Serdar ohne Chance auf den Ball umgerannt wurde und länger behandelt werden musste.

Hütter geht offensiver: Paciencia kommt zur Pause

Mit dem Seitenwechsel setzte Hütter mit seinem zweiten Wechsel ein klares Zeichen: für de Guzman kam Goncalo Paciencia ins Spiel und sollte für mehr Gefahr im Offensivspiel sorgen. Und das setzte der Portugiese direkt um: nach einem Willems-Freistoß wehrte S04-Keeper Nübel Paciencias Kopfball zur Ecke ab, welche erneut für Alarm bei Schalke sorgte (52.). Willems trat den Eckball sehr scharf, ein Schalker fälschte die Kugel noch gefährlich ab, sodass Nübel wieder in höchster Not parieren musste (53.). Die Anfangseuphorie der ersten Minuten verlor die Eintracht im Lauf des zweiten Durchgangs und tat sich schwer, gefährliche Akzente nach vorne zu setzten. Schalke 04 konzentrierte sich auf das Verteidigen und lauerte auf Fehler der SGE. Und diese machten die Gäste auch: in der 67. Minute bekamen die Hessen den Ball nicht aus dem eigenen Sechzehner, sodass erst Trapp zur Stelle sein musste, bevor Abraham zur Ecke klären konnte. Rebic bekam nach 78 Minuten einen Schlag auf das rechte Knie ab, konnte aber weiterspielen.

Dramatische Schlussphase – Jovic bleibt am Punkt cool

In der vierten Minute der Nachspielzeit sah Torschütze Serdar die Gelb-Rote Karte, weil er Kostic in der Nähe des Strafraums foulte. Beim letzten Versuch der SGE traf der Ball den Arm eines Schalke-Spielers, der sich im Sechzehner der Schalker befand. Alle Frankfurter reklamierten Handspiel und der Video-Schiedsrichter aus Köln nahm wie schon in der 31. Minute Kontakt zum Unparteiischen auf. Nach minutenlanger Absprache zeigte Stegemann auf den Punkt und Jovic schnappte sich die Kugel. Der coole Serbe behielt die Nerven und knallte den Ball mit einer Lässigkeit und Ruhe unter die Latte zum verdienten 2:1 (90.+9). Das Spiel wurde nicht mehr angepfiffen und die Frankfurter Eintracht entführte drei Zähler aus dem Ruhrpott.

Eintracht Frankfurt: Trapp – Abraham ©, Hasebe, Hinteregger (38. N`Dicka) – da Costa, Fernandes, de Guzman (46. Paciencia), Willems, Kostic – Jovic, Rebic

Die Leistung der Spieler könnt ihr wie immer hier bewerten.

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12 Kommentare

  1. JAAAAAAAAAAA…. Solche siege sind UNGLAUBLICH wichtig…. So kommen wir in die champions-league

  2. Meine Güte, was ist Schalke für eine unsympathische und dumme Truppe geworden. Selbst Stevens, von dem ich immer ein Fan war, präsentiert sich kopflos und redet Müll. Schade um Schalke.

    Forza SGE!

  3. Kampf und engagierter Körpereinsatz ist in Ordnung.
    Heute hatte ich aber den Eindruck, dass Stevens die Order ausgegeben
    hatte, uns richtig weh zu tun.
    Immer wieder Tritte auf den Fuß, auf den Knöchel und in die Wade.
    Das war kein Zufall.
    Um so mehr habe ich mich über die 99. Minute gefreut.

  4. @4 das scheint wirklich so, aber man hat schon gemerkt was Rode für uns wert ist. Soviel Fehlpässe gab es selten aus dem Mittelfeld.
    Egal, meine Nerven sind sehr strapaziert heute. Sieg ist Sieg und wie ist egal. Hauptsache gewonnen

  5. Hauptsache gewonnen, eine wunderbaren Anfangsphase, aber dann hat auch Rode gefehlt zuviel Fehlpässe aus dem Mittelfeld.
    Jetzt freuen wir uns auf lissabon, hoffentlich wieder komplett.

  6. @4
    Genau deswegen habe ich mich auch besonders gefreut. Mitleid mit Schalke null. Unsympathische Mannschaft einfach. Absteigen werden sie schon nicht.

  7. also hatte nur die Möglichkeit der Zusmmensfassung – und finde nicht das der Sieg unverdient war, glücklich ja auf Grund von einem 11er in der Nachspielzeit. Aber vorher auch Pech weil einen klaren Elfer nicht bekommen.
    letztlich mir egal wie.
    Schalke würde sich zudem auch gut im Rugby machen, das geht ja garnicht.

  8. Ich hoffe das Hinti nicht so schwer verletzt ist.könnte auch ein Rippenbruch sein,so wie der Schalker in Hinti rein gesprungen ist.klare rote Karte

  9. Nichts zu lesen von den Dummschwallern. Immer nur am texten, wenns mal nicht läuft. Ihr seid der Wurmfortsatz der Szene!!! 52 Punkte Allez!!!

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