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Younes Ebnoutalib ist bei der SGE stark in die Saison gestartet. Foto: IMAGO / HJS

Medienberichte: Ebnoutalib erstmals für die Nationalmannschaft nominiert

Die Nominierung des ersten Kaders von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp zieht am heutigen Dienstag weiter große Kreise. Und laut diversen Medienberichten kündigt sich jetzt die nächste große Überraschung an – mit einem Spieler von Eintracht Frankfurt im Mittelpunkt. Nachdem bereits über eine mögliche Berufung von Elias Baum berichtet worden war, soll nun auch Angreifer Younes Ebnoutalib erstmals für die deutsche A-Nationalmannschaft nominiert werden. Das berichten „Bild“ und „Sky“ übereinstimmend. Demnach hat der 23 Jahre alte Angreifer bereits persönlich mit dem neuen Bundestrainer gesprochen und soll am Donnerstag offiziell zum ersten DFB-Aufgebot unter Klopp gehören. Auch Jonathan Burkardt soll den Berichten zufolge nominiert werden.

Für Ebnoutalib wäre die Berufung der vorläufige Höhepunkt einer außergewöhnlichen Entwicklung. Noch vor wenigen Jahren spielte der gebürtige Frankfurter weit entfernt vom großen Rampenlicht des Profifußballs. Über mehrere Stationen arbeitete sich der Angreifer nach oben, ehe er in Elversberg endgültig auf sich aufmerksam machte und schließlich in der vergangenen Winterpause den Sprung zur Frankfurter Eintracht schaffte. Nun könnte er erstmals das Trikot der deutschen A-Nationalmannschaft tragen.

Klopp sucht persönlichen Kontakt zu Ebnoutalib

Dass Ebnoutalib in den Überlegungen des neuen Bundestrainers eine Rolle spielt, hatte sich zuletzt bereits angedeutet. Klopp war kürzlich zu Gast bei der Eintracht und schaute sich dabei nicht nur das Training der Hessen an, sondern führte auch Gespräche mit mehreren Spielern, einer davon war Ebnoutalib. Laut der „Bild“ machte Klopp dem Stürmer dabei deutlich, dass er sich im Blickfeld der Nationalmannschaft befinde. Zu Beginn dieser Woche soll dann ein weiteres Telefonat zwischen beiden stattgefunden haben. Nun folgt offenbar bereits die erste Berufung.

Klopp hatte schon rund um seinen Amtsantritt angekündigt, bei der Zusammenstellung seines ersten Aufgebots nicht ausschließlich auf die etablierten Namen setzen zu wollen. Ebnoutalib wäre zweifellos eine der größten Überraschungen im ersten Kader des ehemaligen Dortmunder und Liverpooler Trainers. Dabei soll den neuen Bundestrainer laut „Sky“ vor allem die unbekümmerte Art des Angreifers überzeugt haben. Eine Eigenschaft, die Ebnoutalib auch bei der Eintracht bislang auszeichnet. Der 23-Jährige benötigt häufig nicht viele Möglichkeiten, um gefährlich zu werden, arbeitet körperlich gegen den Ball und hat bei seinen ersten Auftritten in der neuen Saison bereits gezeigt, dass ihm auch die Bundesliga keine lange Eingewöhnungsphase abverlangt.

Drei Tore zum Bundesliga-Auftakt

Das beste Beispiel lieferte Ebnoutalib direkt am ersten Spieltag der aktuellen Bundesliga-Saison. Beim 3:3-Unentschieden gegen den 1. FC Union Berlin erzielte der Mittelstürmer alle drei Frankfurter Treffer. Eine Woche später stand er auch beim 1:4 gegen den FC Augsburg in der Startelf und bereitete den frühen Führungstreffer von Burkardt vor. Dass er beim jüngsten 3:1-Auswärtserfolg in Mainz zunächst auf der Bank saß, war dagegen keine Folge schwacher Leistungen. Trainer Adi Hütter hatte sein System verändert und mit einer Dreierkette sowie nur noch einem zentralen Angreifer begonnen. Die Wahl fiel auf Burkardt, der an seiner ehemaligen Wirkungsstätte ebenfalls traf.

Hütter machte nach der Begegnung deutlich, dass die Entscheidung keineswegs gegen Ebnoutalib gefallen sei. Der Angreifer hatte sich mit seinen vorherigen Leistungen eigentlich nichts zuschulden kommen lassen. Vielmehr musste der Österreicher aufgrund der zusätzlichen defensiven Absicherung einen Offensivspieler aus der ersten Elf nehmen.

Die offenbar bevorstehende DFB-Nominierung zeigt nun, dass Ebnoutalibs Leistungen auch außerhalb Frankfurts Eindruck hinterlassen haben.

Entscheidung zwischen Deutschland und Marokko

Besondere Brisanz erhält die Personalie durch Ebnoutalibs internationale Möglichkeiten. Der in Frankfurt geborene Stürmer ist auch für die marokkanische Nationalmannschaft spielberechtigt. Der marokkanische Verband soll sich intensiv um ihn bemüht haben.

Mit der Kontaktaufnahme Klopps scheint die Tendenz nun allerdings klar in Richtung DFB zu gehen. Laut „Sky“ tendiert Ebnoutalib deutlich zur deutschen Nationalmannschaft. Die „Bild“ berichtet ebenfalls, dass der Angreifer einem Anruf des neuen Bundestrainers kaum hätte widerstehen können. Für den DFB wäre die Nominierung damit nicht nur sportlich interessant. Deutschland würde sich frühzeitig um einen Angreifer bemühen, der erst am Anfang seiner Entwicklung im deutschen Oberhaus steht und gleichzeitig auch für eine andere Nation auflaufen könnte. Ebnoutalib selbst dürfte sich mit dieser Frage nun schneller beschäftigen müssen, als vor einigen Monaten wohl noch zu erwarten gewesen wäre. Sein Aufstieg hat in kurzer Zeit enorm an Geschwindigkeit aufgenommen.

Auch Burkardt soll dabei sein – Atubolu nicht

Ebnoutalib könnte die Reise zur Nationalmannschaft zudem gemeinsam mit einem Frankfurter Teamkollegen antreten. Beide Berichte beinhalten, dass Burkardt ebenfalls in Klopps erstem Aufgebot stehen soll. Damit würden zwei Mittelstürmer der Eintracht für die kommenden Länderspiele berücksichtigt.

Burkardt hat sich seine guten Chancen mit einem starken Saisonstart erarbeitet. Im DFB-Pokal war der 26-Jährige bereits dreimal erfolgreich. In der Bundesliga traf er anschließend gegen Augsburg und zuletzt bei seiner Rückkehr nach Mainz, wo er auch noch ein Tor vorbereitete. Anders als Ebnoutalib wäre eine Berufung für ihn allerdings keine Premiere. Für Hütter wäre die doppelte Nominierung auch eine Bestätigung für eine Position, auf der er inzwischen die Qual der Wahl hat. Zu Saisonbeginn ließ er Burkardt und Ebnoutalib noch gemeinsam auflaufen. Mit dem Wechsel zur Dreierkette in Mainz blieb dagegen nur Platz für einen klassischen Mittelstürmer. Welche Variante der Trainer künftig bevorzugt, ließ er nach dem Derby-Sieg ausdrücklich offen.

Eintracht rückt bei Klopp in den Fokus

Sollten sich die Berichte am Donnerstag bestätigen, würde sich zugleich immer stärker abzeichnen, dass Klopp den Frankfurter Kader sehr genau beobachtet. Bereits am Dienstagmorgen war bekannt geworden, dass Elias Baum nach seinem starken Saisonstart gute Chancen auf seine erste Berufung besitzen soll. Nun folgt mit Ebnoutalib offenbar der nächste mögliche Debütant aus den Reihen der SGE. Auch Nnamdi Collins, Noel Aseko und Noah Atubolu sollen zum Dunstkreis gehören. Atubolu hat es derzeit wohl aber nicht in den Kader geschafft. Hier sollen Marc-Andre ter Stegen, Alexander Nübel, Jonas Urbig und auch Finn Dahmen vor dem ehemaligen Freiburger und heutigen SGE-Keeper stehen.

9 Kommentare

Fallback Avatar 1. mati 15. September 26, 17:16 Uhr

Aus Sicht meiner Fanbrille feiere ich die Nominierung von Ebnoutalib natürlich. Aber realistisch gesehen ist es schon krass, wie wenig eigentlich schon reicht um heutzutage Nationalspieler zu werden?

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Fallback Avatar 2. frankfurter jung 15. September 26, 17:29 Uhr

Es geht heute relativ schnell mit Nominierungen für die Nationalmannschaft. Aber besser, Spielern solche Möglichkeiten offensiv zu signalisieren, als wie Klopps Vorgänger, auch nach starker Leistung, einen Spieler öffentlich herab zu würdigen. Letztendlich geht's auf Dauer nur über konstante Leistungen. Unsere guten Wünsche haben sie jedenfalls.

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Fallback Avatar 3. tomtom 15. September 26, 17:35 Uhr

Wie sonst soll ein Neuanfang in der Nationalmannschaft funktionieren, wenn nicht mit jungen hoffnungsvollen Wilden, die richtig Bock darauf haben?
Ich freu mich total drauf!

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Fallback Avatar 4. deraldesack 15. September 26, 17:39 Uhr

Ich habe es hier schon in anderen Posts geschrieben.
Younes und Elias haben beide ein Gesamtpaket an spielerischen und körperlichen Fähigkeiten, die derzeit niemand der Ihre Positionen spielt und für Deutschland spielen kann hat.
Wenn Ich das als halbwissender Ex-Amateurfussballer sehen kann, sieht das ein Jürgen Klopp sicherlich auch.
Ich hatte nach den 2 Stadionbesuchen und dem Trainingsbesuch von Klopp schon geschrieben, das er Burkardt, Younes, Baum und Atubolu nominieren wird.
Und spätestens im Frühjahr, wenn Sie Ihr Können auch konstant auf den Platz bringen, werden Aseko und Maluze folgen.
Klopp wird quasi unseren Radikalumbruch auf die Nationalmannschaft übertragen.
Dazu ist das Nationsleague Fenster ideal.
So hat das Team ohne grossen Druck Zeit sich zu finden und einzuspielen.

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Fallback Avatar 5. Holjer 15. September 26, 17:56 Uhr

Bei uns wird von manchen behauptet, dass mindestens einer der beiden nicht bundesligatauglich ist. Wem soll ich mehr Vertrauen? Dem Bundestrainer, der seit Jahrzehnten im Fussball unterwegs ist? Oder anonymen "Fachleuten" , die im realen Leben wahrscheinlich selbst so wenig Erfolg haben, dass sie nicht anders können als andere herab zu würdigen, um sich selbst besser zu fühlen?

Ich freue mich jedenfalls für jeden, der nominiert wird und wünsche allen maximalen Erfolg.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 6. Italo-Hesse 15. September 26, 19:05 Uhr Zitat - deraldesack Ich habe es hier schon in anderen Posts geschrieben. Younes und Elias haben beide ein Gesamtpaket an spielerischen und körperlichen Fähigkeiten, die derzeit niemand der Ihre Positionen spielt und für Deutschland spielen kann hat. Wenn Ich das als halbwissender Ex-Amateurfussballer sehen kann, sieht das ein Jürgen Klopp sicherlich auch. Ich hatte nach den 2 Stadionbesuchen und dem Trainingsbesuch von Klopp schon geschrieben, das er Burkardt, Younes, Baum und Atubolu nominieren wird. Und spätestens im Frühjahr, wenn Sie Ihr Können auch konstant auf den Platz bringen, werden Aseko und Maluze folgen. Klopp wird quasi unseren Radikalumbruch auf die Nationalmannschaft übertragen. Dazu ist das Nationsleague Fenster ideal. So hat das Team ohne grossen Druck Zeit sich zu finden und einzuspielen. Path

Bei aller Liebe und Fanfreude sollte man die Kirche aber im Dorf lassen.

Die Jungs haben ihre Qualitäten und werden uns hoffentlich noch viel Freude bereiten. Im Normalfall sind sie aber noch weit von einer Nominierung entfernt, und das auch völlig zu Recht.

Was Kloppo hier vorhat, ist eigentlich offensichtlich und vielleicht nach den letzten Enttäuschungen, Missständen und der schlechten Stimmung auch genau das Richtige. Er ist ein absoluter Fachmann und wird daher ganz genau wissen, was er macht.

Dass diese Jungs Qualitäten mitbringen, die sonst keiner hat, sehe ich allerdings auch nicht so. Pejcinovic, Vagnoman, Baku und auch Treu sind auf ihren Positionen mindestens einen Schritt weiter. Von den anderen, teils weltklasse oder international klasse besetzten Spielern ganz zu schweigen.

Mir geht es nicht darum, unsere Jungs schlechtzureden, ganz im Gegenteil. Aber man sollte das Ganze schon neutral und objektiv betrachten.

Mir persönlich kommt das alles zu früh

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 7. Block42 15. September 26, 19:41 Uhr

Warten wir mal ab was der Klopp am Ende wirklich entscheidet, wie viele Leute er auf seiner Liste hat und was das wirklich bedeutet. Bisher sind es Spekulationen und wo die hinführen haben wir die letzten Wochen zu genüge erlebt. Falls die Jungs hinfahren dürfen werden sie bei Klopp gut aufgehoben sein. Das ist schon mal sehr beruhigend! Mal schauen wo die Reise hinführt. Schon lustig wenn die gleiche Presse unsere Spieler als Nationalspieler schon vorher feiert, die uns letzte Woche noch kurz vor dem Totalabstieg gesehen hat. Kranke Welt! Gut das wir unsere EINTRACHT haben!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 8. SGE74 15. September 26, 19:46 Uhr Zitat - deraldesack Ich habe es hier schon in anderen Posts geschrieben. Younes und Elias haben beide ein Gesamtpaket an spielerischen und körperlichen Fähigkeiten, die derzeit niemand der Ihre Positionen spielt und für Deutschland spielen kann hat. Wenn Ich das als halbwissender Ex-Amateurfussballer sehen kann, sieht das ein Jürgen Klopp sicherlich auch. Ich hatte nach den 2 Stadionbesuchen und dem Trainingsbesuch von Klopp schon geschrieben, das er Burkardt, Younes, Baum und Atubolu nominieren wird. Und spätestens im Frühjahr, wenn Sie Ihr Können auch konstant auf den Platz bringen, werden Aseko und Maluze folgen. Klopp wird quasi unseren Radikalumbruch auf die Nationalmannschaft übertragen. Dazu ist das Nationsleague Fenster ideal. So hat das Team ohne grossen Druck Zeit sich zu finden und einzuspielen. Path

Sehr Bemerkenswert wenn es stimmen sollte. Die Nominierung ist natürlich sehr früh für Younes und Elias das ist klar. Bei Younes kann ich mir schon vorstellen, den Hintergedanken zu haben, dass er sich somit für den DFB festspielt, sollte er eingesetzt werden.

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Avatar 9. Hooliganverachter 15. September 26, 20:47 Uhr

Finde ich nicht gut.
Eindeutig zu früh.
Collins 2.0

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