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Die Torschützinnen Hayley Raso, Paulina Krumbiegel, Ereleta Memeti und Larissa Mühlhaus bejubeln den erfolgreichen Saisonstart. Foto: Imago / HMB-Media

CL-Traum lebt: Eintracht-Frauen feiern 8:0-Gala gegen Nikosia

Das Warten hat ein Ende. Nach einer erfolgreichen Sommervorbereitung und zahlreichen Ab- wie Zugängen ging es für die Frauenmannschaft der Frankfurter Eintracht nun ans Eingemachte. Bereits zum Saisonauftakt 2026/27 war das Team von Cheftrainer in der zweiten Qualifikationsrunde für die Women’s Champions League gefordert. Gespielt wird in einem Mini-Turnier. Zu Gast ist ein Gegner aus Zypern: AC Omonia Nikosia, ein noch unbeschriebenes Blatt auf internationaler Bühne, also ein klassischer Fall von David gegen Goliath. Und dem hessischen Bundesligisten ist es gelungen, seiner Favoritenrolle mehr als gerecht zu werden. Mit einem souveränen 8:0 gab sich die SGE keine Blöße und zieht souverän ins Finale ein.

Für Chefcoach Niko Arnautis war die Paarung mit dem zypriotischen Hauptstadtclub aufgrund seiner griechischen Wurzeln eine besondere. Gegen den krassen Underdog schickte der gebürtige Frankfurter folgende Elf ins Rennen: Lina Altenburg – Dilara Açikgöz, Marthine Østenstad, Sara Doorsoun, Paulina Krumbiegel – Erëleta Memeti, Noemi Ilvej, Hanna Bennison – Hayley Raso, Laura Freigang (Kapitänin), Larissa Mühlhaus. Mit Krumbiegel, Bennison und Mühlhaus stellte Arnautis drei der fünf Neuzugänge in der Startelf auf.

Traumstart nach drei Minuten

Seine Mannschaft nahm die Aufgabe von der ersten Sekunde an ernst und sorgte für klare Verhältnisse. Omonia Nikosia nahm die Außenseiterrolle an und zog sich sehr weit nach hinten, was den Gastgeberinnen viel Grün und Ballbesitz ermöglichte. Die Viererabwehrkette stand deshalb sehr hoch. Lange musste man aus deutscher Sicht nicht warten, bis das erste Tor fiel. Der Favorit legte los wie die Feuer und ging bereits nach drei Minuten hochverdient in Führung. Vorausgegangen war eine Bennison-Flanke aus dem Halbfeld, die Raso per Kopf ins Tor bugsierte. Die Australierin profitierte dabei von einem Torwartfehler, Constantina Kouzali verschätzte sich beim Rauslaufen. Für Neuzugang Bennison war es der erste Scorerpunkt.

Mühlhaus und Memeti schnüren Doppelpack

Die Frankfurterinnen waren drauf und dran, den Vorsprung auszubauen. Memeti scheiterte nach erfolgreichem Zuspiel von Freigang über rechts mit einem Schuss, der im letzten Moment abgefälscht wurde (7.). Nur 120 Sekunden später machte es ihre Offensivkollegin besser. Eine Hereingabe von Rechtsverteidigerin Krumbiegel fand Larissa Mühlhaus. Der Zugang von Werder Bremen hielt den Stiefel herein, der Ball knallte von der Unterlatte ins Gehäuse. Auch die Torjägerin feierte damit ihr Debüttreffer. Nach knapp 20 Minuten probierte es die Assistgeberin selbst. Krumbiegels Schuss schrammte jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (21.). Nach mehr als einer halben Stunde klingelte es ein drittes Mal im Kasten der Gäste. Die umtriebige Freigang, die immer wieder Dampf über die rechte Seite machte und viele Flanken schlug, bediente die gut positionierte Memeti. Die 1,61 m große Kosovarin ist zwar keine geborene Kopfballspielerin, doch weil sie komplett alleine gelassen wurde, konnte sie problemlos ins lange Eck einnicken. 3:0 nach 34 Minuten. Kurz vor dem Kabinengang legten die Adlerträgerinnen nochmal doppelt nach. Wieder ist es die Koproduktion aus Krumbiegel und Mühlhaus. Aus dem Halbfeld chippte der Zugang von Juventus Turin die Kugel in den Strafraum. Mühlhaus hielt erneut ihren Fuß herein und beförderte den Ball ins lange Eck (41.). Doppelpack für die deutsche Nationalspielerin. Und nur drei Zeigerumdrehungen markierte auch Memeti ihren zweiten Treffer. Raso tankte sich neben dem Sechzehner durch und fand die kosovarische Nationalspielerin, die erneut nicht attackiert wurde. Nach einem starken ersten Kontakt überlistete die 27-Jährige Keeperin Kouzali erneut, diesmal mit dem Fuß und sorgte für den Schlusspunkt der ersten Hälfte. Mit einem deutlichen und hochverdienten 5:0 für die SGE ging es für beide Kontrahenten zum Pausentee.

Açikgöz und Krumbiegel sorgen für Schlusspunkt

Arnautis Spielerinnen legten einen tadellosen Auftritt hin, weshalb der Coach keinen Grund zum Wechseln sah. Auf der anderen Seite machte Janne van Brummelen Platz für Elina Panagiotou. Doch dieser offensive Wechsel aufseiten der Gäste änderte nichts am Bild. Der Qualitätsunterschied war zu groß. Auch im zweiten Durchgang spielte nur ein Team und der Frankfurter Torhunger war noch lange nicht gestillt. In der 51. Minute gab Raso einen flachen harmlosen Schuss ab, den Kouzali problemlos in die Arme aufnehmen konnte. Drei Minuten später scheiterte die starke Freigang nach einer Ecke von links knapp per Kopf. Nach knapp einer Stunde probierte es Acikgöz aus der zweiten Reihe (58.). Dann unternahm auch Arnautis die ersten Wechsel: Nina Lührßen, Pia-Sophie Wolter und Neuzugang Danique Tolheok betraten das Feld für Bennison, Raso und Mühlhaus (59.). Fünf Minuten später versuchte Sara Dooursoun mit einem Distanzschuss Kouzali zu überraschen, die Torfrau der Zyprioten konnte die Murmel gerade noch so über den Querbalken lenken (64.). Dann war für die zweifache Torschützin Memeti Schluss, sie wurde durch Jarne Teulings ersetzt (67.). Ca. 20 Minuten vor dem Ende belohnte sich die vielleicht beste Spielerin der Hessinnen. Die Eintracht kombinierte sich zunächst durch den Strafraum, Acikgöz legte dann auf Freigang ab. Die Kapitänin platzierte das Leder aus 14 Metern wuchtig ins lange Eck. Nach der Vorlage zum 3:0 durfte sich die gebürtige Kielerin nun auch in die Torschützenliste eintragen (69.). Und noch lange war nicht Schluss. In der 73. Minute. Der nächste Neuzugang kam aufs Feld, Jamilla Rankin ersetzte Østenstad.

Als es nach einem 6:0 aussah, schlug der Favorit in der Schlussphase doppelt zu. Erst erhöhte die ebenfalls starke Açikgöz auf 7:0. Nachdem eine Hereingabe von Lührßen schlampig in die Füße der Deutsch-Türkin geklärt wurde, fackelte sie nicht lange. Leicht abgefälscht landete der Ball im unteren rechten Eck. Das letzte Wort hatte aber Krumbiegel, die ebenfalls ihre starke Leistung mit ihrem ersten Treffer am heutigen Abend krönte. In der zweiten Minute der Nachspielzeit war es wieder die eingewechselte Lührßen, die in den Fünfmeterraum flankte. Krumbiegel stand goldrichtig und drückte das Spielgerät über die Ziellinie.

Nach extrem einseitigen 93 Minuten und einem Endergebnis von 8:0 erfüllen die Eintracht Frankfurt-Frauen ihre Pflichtaufgabe souverän und starten erfolgreich in die neue Spielzeit. Die erste Hürde ist damit genommen. Im Endspiel wartet Malmö FF. Der schwedische Vertreter setzte sich im skandinavischen Duell gegen Valerenga IF aus Norwegen mit 1:0 durch. Der Sieger zieht in die dritte Runde und damit in die Play-offs ein, während der Verlierer am am Europa Cup teilnimmt. Die SGE darf weiterhin von der ersten Champions League-Teilnahme seit der Spielzeit 2023/24 träumen.

9 Kommentare

Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. zueri adler 05. August 26, 22:55 Uhr

Schön, wie souverän der Sieg gegen die Frauen von Nikosia eingefahren wurde

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Fallback Avatar 2. sge85 05. August 26, 23:14 Uhr

Mir haben vor allem Bennison und Acikgöz sehr gut gefallen. Erstere mit viel Ball- und Passsicherheit, klugen Impulsen und Balleroberungen. Interessant auch auf welcher Position Mühlhaus spielte, und zwar auf der 10, die immer Freigang inne hatte. Freigang dafür weiter vorne, fragt sich, ob das eine Systemumstellung ist, um die auch heute wieder fahrig agierende Freigang aus dem Zentrum zu nehmen oder ob hier schon auf die wohl in Kürze zu erwartende Sperre reagiert wird, indem die 10 neu besetzt wird. Mühlhaus hat indes genau das abgeliefert, was man von ihr erwartet hat: Zwei Chancen, zwei Tore.
Die Abwehr wurde noch gar nicht geprüft, da wird sich am Samstag dann gegen Malmö zeigen, wie stark die aktuelle Viererkette ist. Auch von der heute etwas blassen Ivelj muss dann etwas mehr kommen.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 3. Fozzi 06. August 26, 08:44 Uhr

Ich fand Krumbiegel sehr stark!

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Fallback Avatar 4. Reebok 06. August 26, 09:16 Uhr

"Die erste Hürde ist damit genommen. In der dritten Runde, also im Finale um die Ligaphase der Champions League wartet Malmö FF."

Das stimmt aber nicht, oder liege ich da falsch? Das kommende Spiel zählt noch zur 2. Runde. Der Sieger aus Malmö - Eintracht muss noch durch eine dritte Quali-Runde - diesmal mit Hin-/Rückspiel. Sind also noch 3 Spiele bis zur CL.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. Boris 06. August 26, 09:33 Uhr

Leute schaut euch dieses Gemetzel in der Zusammenfassung an, jedes Tor war schön herausgespielt und die Torhüterin von Nikosia hat noch zwei weitere tolle Kunstschüsse knapp gehalten. Sie haben ihnen keine Chance gelassen, schwer eine heraus zu heben, fast alle waren an Toren beteiligt. Raso Tor und Vorlage, Freigang auch, Neuzugang Mühlhaus 2 Tore, Memeti 2, Neuzugang Krumbiegel 2 Vorlagen 1 Tor, Neuzugang Bennison Vorlage zum 1:0, Talent Acikgöz Vorlage und Tor, das war schon schön anzusehen. Die zweite Stürmerin Tolhoek war in der Vorbereitung die Beste und eine der besten der letzten Saison hat noch gar nicht gespielt, Rebecca Blomquist war wohl angeschlagen. Das macht Lust auf mehr.

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6. Emre Erdem 06. August 26, 10:46 Uhr Zitat - Reebok "Die erste Hürde ist damit genommen. In der dritten Runde, also im Finale um die Ligaphase der Champions League wartet Malmö FF." Das stimmt aber nicht, oder liege ich da falsch? Das kommende Spiel zählt noch zur 2. Runde. Der Sieger aus Malmö - Eintracht muss noch durch eine dritte Quali-Runde - diesmal mit Hin-/Rückspiel. Sind also noch 3 Spiele bis zur CL. Path

Hallo Reebok, du hast natürlich Recht. Danke für den Hinweis, den Bericht habe ich angepasst.

Beste Grüße

Emre Erdem

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Wieso kriegt Emre hier so viele Dislikes? Er hat sich in der einen Zeile bisschen vertippt, den Fehler anerkannt und gleich korrigiert. Nochmal durchlesen ist sinnvoll, aber oft überliest man im eigenen Text den Fehler, weil man an andere Sachen denkt, wie man dieses oder jenes anders hätte formulieren können.

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Fallback Avatar 8. sge85 06. August 26, 15:54 Uhr Zitat - Boris Leute schaut euch dieses Gemetzel in der Zusammenfassung an, jedes Tor war schön herausgespielt und die Torhüterin von Nikosia hat noch zwei weitere tolle Kunstschüsse knapp gehalten. Sie haben ihnen keine Chance gelassen, schwer eine heraus zu heben, fast alle waren an Toren beteiligt. Raso Tor und Vorlage, Freigang auch, Neuzugang Mühlhaus 2 Tore, Memeti 2, Neuzugang Krumbiegel 2 Vorlagen 1 Tor, Neuzugang Bennison Vorlage zum 1:0, Talent Acikgöz Vorlage und Tor, das war schon schön anzusehen. Die zweite Stürmerin Tolhoek war in der Vorbereitung die Beste und eine der besten der letzten Saison hat noch gar nicht gespielt, Rebecca Blomquist war wohl angeschlagen. Das macht Lust auf mehr. Path

Als jemand, der im Stadion war, kann ich das nicht ganz unterschreiben. Da waren auch Dinge dabei, die nicht gepasst haben und auch nicht jede Spielerin konnte überzeugen. Krumbiegel hatte eine schwache erste Halbzeit, mit vielen Ungenauigkeiten und schlechten Flanken. Ivelj auch mit ein paar Fehlpässen im Mittelfeld und wenig Präsenz. Freigang mit ein paar wirklich üblen Fehlschüssen. Das alles sieht man natürlich nicht, wenn man sich nur die Zusammenfassung der Tore anschaut. Die Ballverluste im Mittelfeld konnten gegen einen solchen Gegner wieder recht schnell korrigiert werden, aber ein stärkerer Gegner macht da deutlich mehr draus. Natürlich gab es auch Spielerinnen, die trotz der Schwäche des Gegners herausgestochen sind - Bennison, Acikgöz und Memeti - aber alles hat eben auch nicht geklappt. Am Samstag werden wir mehr sehen, wo die Mannschaft aktuell steht.

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Fallback Avatar 9. bernemer81 06. August 26, 17:00 Uhr Zitat - Boris Wieso kriegt Emre hier so viele Dislikes? Er hat sich in der einen Zeile bisschen vertippt, den Fehler anerkannt und gleich korrigiert. Nochmal durchlesen ist sinnvoll, aber oft überliest man im eigenen Text den Fehler, weil man an andere Sachen denkt, wie man dieses oder jenes anders hätte formulieren können. Path

Vielen Dank, Boris!
Diese Frage stelle ich mir gerade auch.
Ich teile deine Einschätzung und bin auch überrascht, warum hier jemand Dislikes bekommt, der ein Fehler eingesteht und diese korrigiert.
Forza SGE!

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