Dario Gebuhr verlässt Eintracht Frankfurt nach sieben Jahren. (Foto: imago/Beautiful Sports)

Die Eintracht will ihre Talente weiter fördern. Das gab auch Sportvorstand Markus Krösche zuletzt auf der Saison-Abschlusspressekonferenz bekannt. Doch nun verzeichnet die SGE den nächsten Abgang eines Talents, das bei den Hessen den Sprung in den Profibereich geschafft hatte. Dario Gebuhr wird die Adlerträger in Richtung Hansa Rostock verlassen. Der 21-Jährige, der im Alter von 14 Jahren an den Main wechselte, durchlief die Jugendabteilungen der Frankfurter und konnte bereits Minuten in der ersten Mannschaft sammeln. Sein Bundesliga-Debüt feierte Gebuhr am 22. April 2021 beim Spiel gegen Borussia Dortmund. Der Verteidiger wird nun in der 3. Liga versuchen seine Entwicklung voranzutreiben.

„Dario ist in den vergangenen sieben Jahren den Weg eines Nachwuchsspielers in den Herrenbereich eindrucksvoll gegangen. In der U21 gehörte er zu den Leistungsträgern und hat sich nun den dauerhaften Schritt in den Profifußball absolut verdient. Insbesondere seine Entwicklung in den vergangenen beiden Saisons ebnete seinen Weg in den Profifußball, für den wir ihm weiterhin alles Gute wünschen“, lobt ihn Sportdirektor Timmo Hardung. Ursprünglich lief der Vertrag von Gebuhr noch ein weiteres Jahr, bis zum Sommer 2025. In der Regionalliga zählte er zum absoluten Stammpersonal. „Die Verantwortlichen haben sich sehr um mich bemüht und ich sehe es als große Chance an, hier den nächsten Schritt in meiner Entwicklung zu machen. Die Zeit in Frankfurt war super, ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken. Nun freue ich mich aber auf den F.C. Hansa und die neue Mannschaft, mit der wir mit viel Einsatz und Leidenschaft alles für die Fans und den Verein geben wollen“, sagte Gebuhr nach seinem Wechsel zu Rostock. Jetzt muss die Eintracht aufpassen, dass sie nicht alle Talente abgeben. Der Schwund der vergangenen Wochen, er setzt sich fort.

Futkeu, Mladenovic, Bookjans und Raebiger

Der Abgang von Gebuhr stellt eine Fortsetzung der letzten Wochen dar. Einige junge Adlerträger, die besonders bei den unteren Mannschaften der SGE glänzen konnten, suchten sich zu diesem Sommer eine neue Aufgabe. Den Anfang machte Noel Futkeu, der bei der Eintracht im DFB-Pokal zum Einsatz kam. Ein Spiel, dass denkbar dämlich für den Jugendspieler verlief, der nach wenigen Minuten nach einer Tätlichkeit vom Platz gestellt wurde. In der zweiten Mannschaft der Hessen schoss der 21-Jährige 16 Tore in 26 Spielen. Nun soll er sein Talent bei der SpVgg Greuther Fürth unter Beweis stellen. Die Eintracht kassierte für den Angreifer eine Ablösesumme. Ganz nach dem Beispiel, wie die Jugendarbeit bei der SGE voranschreiten sollte. Krösche bezeichnete diesen Transfer als „absoluten Glücksfall“, da Spieler so sehen, dass sie sich bei der Eintracht entwickeln könnten, um den Sprung ins Fußballgeschäft zu schaffen.

Neben dem Abgang von Futkeu, sehen sich auch Jakob Bookjans und Sidney Raebiger vor neuen Aufgaben. Beide kamen erst im vergangenen Sommer zu der Jugendabteilung der SGE und brechen nach nur einem Jahr die Zelte wieder ab. Bookjans, der in der Regionalliga Südwest in 29 Einsätzen neun Tore und sieben Vorlagen beisteuern konnte, zieht es zum MSV Duisburg, der den Gang in die Regionalliga West antreten musste. Reabiger wird künftig für die Eintracht aus Braunschweig auflaufen. Von Greuther Fürth an den Main gewechselt, überzeugte er zwar in der Regionalliga, doch kam bei den Profis nicht zum Einsatz. Jetzt trifft er mit seinem neuen Verein im DFB-Pokal auf die SGE.

Einer der größten Verluste dürfte der ablösefreie Abgang von Marko Mladenovic sein. Der 19-Jährige wurde Torschützenkönig der U19-Bundesliga Süd/Südwest und weist mit 17 Toren und zehn Vorlagen in 24 Spielen eine überragende Statistik auf. Auch in der Bundeliga konnte Mladenovic Minuten sammeln, als er gegen den VfB Stuttgart sein Debüt in Deutschlands höchster Spielklasse feierte. Wo sein Weg weitergeht, ist unklar. Doch die Eintracht kann es kaum als Erfolg verzeichnen, einen solch talentierten Spieler ablösefrei ziehen zu lassen. Damit mussten die Frankfurter einige Abgänge verzeichnen, die ihr Talent bei der SGE bereits bewiesen hatten.

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26 Kommentare

  1. Ich seh’s mal positiv. Wenn Jugendspieler den Sprung in den Profibereich schaffen, dann spricht es auch für die Ausbildungsarbeit der SGE.
    Ich freu mich für jeden, und alle haben realistischerweise auch kaum Chancen, sich in 1-2 Jahren in unsere Bundesligamannschaft reinzuspielen.
    Auch kann der Profikader nicht endlos wachsen, und Leihen an andere Clubs sollten nur erfolgen, wenn Sportvorstand und Trainer wirklich auf den Spieler in einer absehbaren Zukunft bauen wollen.

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  2. Ich kann mich überhaupt entscheiden, ob das gut oder schlecht ist. Gut für das Renomeé ist, dass unsere Spieler so begehrt sind. Schlecht ist, dass sie uns scheinbar oft verlassen, ohne dass wir Ablöse bekommen.

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  3. Wir können nun Mal nicht alle guten U21 und U19 Spieler mit Profiverträgen ausstatten.

    Danke und viel Erfolg!

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  4. Grundsätzlich müssen die Verantwortlichen die Abgänge ja positiv verkaufen. Was sollen sie sonst auch sagen? Ich finde es eigenartig und kann der Argumentation inhaltlich überhaupt nicht folgen. Wir holen Jahr für Jahr extrem junge Spieler wo man schon bei der Verpflichtung hofft das der betreffende Spieler auch Einsatzzeit bekommt. Leider ists aber in letzter Zeit eher so dass Neuzugänge die nicht 7 Mio Plus kosten eher verliehen werden, weil der Sprung eben zu früh kommt. Auch dieses Jahr haben wir bisher ausschließlich (vielversprechende) Talente geholt und gleichzeitig verlassen uns (vielversprechende) Talente und man feiert sich dass man diese in den Profifussball geführt hat. Raebinger und Wenig waren ja auch so Beispiele – da war schon bei der Verpflichtung die Skepsis groß dass es n Platz im Kader geben könnte. Die sind nun weg und werden mit den nächsten „hochtalentierten“ Talenten ersetzt… Ich finde unsere Quote da echt schlecht und seh das nicht so positiv…

    Irgendwie würde ich mir wünschen dass man es schafft dem eigenem Nachwuchs (egal ob im Nachwuchs gekauft oder Frankfurter Jung) die gleichen Perspektiven aufzuzeigen wie man es offensichtlich mit Neuzugängen schafft.

    Diese Try and Error Geschichten sind im Profifussball normal, aber in der Masse und wiederholend in jeder Saison find ich sie persönlich eigenartig.

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  5. @4
    Naja, für U19 und U21 brauchst Du ca. 30 „Talente“ und dass die den Sprung nicht alle schaffen, ist doch klar. Bei jungen ausländischen Spielern wie zB Ache, Aaronson und Kamada ist es den Verantwortlichen sicherlich auch klar, dass die nicht alle zünden. Das funktioniert vom Konzept schon wie Trichter mit Sieb – da gegen von Vorne herein vom Konzept nicht alle durch.

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  6. @5 Ich meine andere Kaliber… Kannst du dich an die Kommentare beim Transfer von Raebinger erinnern? Da waren quasi alle erstaunt, denn wir haben parallel mindestens gleichwertige (zumindest auf dem Papier) Talente abgegeben. Klar muss man 30 Talente in den Jugendteams haben, deshalb muss ich es aber ja nicht gut finden Kids bzw junge Erwachsene aus halb Europa bzw der Welt zu holen um diese dann ständig weiter zu reichen. Das Ganze garniert mit erneuten Zugängen im gleichen Stil. Sorry, aber das kann ich für mich nicht als erfolgreiche Nachwuchsarbeit verbuchen – und darum gings ja letztlich.

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  7. Nur positiv !
    Attraktiv für die nächsten Talente.
    Keine Kritik, denn Bei allem Talent, für die Bundesliga und erstrecht im oberen Drittel reicht es bei keinem der genannten.
    Und dass Mladenovic nicht die Geduld für den Weg über die U21 hat, dass ist nunmal seine Entscheidung

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  8. Die „Talente“ von Außen, die wir geholt haben, wie zum Beispiel N´dicka oder Lindström haben Einsätze in der zweiten oder ersten Liga gehabt und kosteten dementsprechende Ablöse. Kamada haben wir auch über die Leihen an die Profis angeführt und dann konnte er performen. Alles Spieler, die eine andere Qualität hatten, als die zu uns kamen. Alles Spieler, die nicht im (deutschen) „NLZ“ gespielt haben. Genauso Rebic, Haller, Silva, Jovic, Silva – alles Spieler, die am Ende von Außen kamen und bereits woanders Seniorenfußball gespielt haben.

    Gebuhr, Otto usw. alles tolle Talente, keine Frage und aus meiner Sicht hätte man Ihnen durchaus Minuten geben können. Aber: Wenn du mit 17 oder 18 nicht schon Seniorenspiele nachweisen kannst, dann hast du keine Chance. Die Welt außerhalb der NLZs dreht sich schneller, wenn du Bundesliga spielen möchtest, dann musst du schon deine Hörner abgestoßen haben. Zumindest ist das mein Eindruck vom Nachwuchsbereich.

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  9. Naja, alle die wir aus dem eigenen Verein hatten und weggegangen sind bzw.wurden, sind woanders auch nicht groß weiter voran gekommen. Schließe mich da #8 Ballsportler an. Die aus dem Ausland geholt wurden, waren schon einen deutlichen Schritt weiter und haben in einer schwächeren Liga eben die Möglichkeit bekommen zu in der ersten Mannschaft zu spielen wie Jesper Lindström. Und der Sprung bei uns ist ja mittlerweile deutlich größer geworden durch die letzten Erfolge und das wir eben oben mitspielen wollen.
    Vielleicht sollte man versuchen einfach Eigengewächse von denen man überzeugt ist wie Nacho Ferri öfter auch eine Leihe zu forcieren. Aber wer weiß ob wir nicht bei solchen Talenten wie mladenovic eine Rückkaufklausel in den Vertrag gebaut haben. Diese würde allen Beteiligten helfen. Vor allem die Vereine wie Rostock oder ähnliche bei Gebuhr. Die könnten auch die Kohle gebrauchen.

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  10. Naja, alle die wir aus dem eigenen Verein hatten und weggegangen sind bzw.wurden, sind woanders auch nicht groß weiter voran gekommen. Schließe mich da #8 Ballsportler an. Die aus dem Ausland geholt wurden, waren schon einen deutlichen Schritt weiter und haben in einer schwächeren Liga eben die Möglichkeit bekommen zu in der ersten Mannschaft zu spielen wie Jesper Lindström. Und der Sprung bei uns ist ja mittlerweile deutlich größer geworden durch die letzten Erfolge und das wir eben oben mitspielen wollen.
    Vielleicht sollte man versuchen einfach Eigengewächse von denen man überzeugt ist wie Nacho Ferri öfter auch eine Leihe zu forcieren. Aber wer weiß ob wir nicht bei solchen Talenten wie mladenovic eine Rückkaufklausel in den Vertrag gebaut haben.
    Diese würde allen Beteiligten helfen. Vor allem die Vereine wie Rostock oder ähnliche bei Gebuhr. Die könnten auch die Kohle gebrauchen.

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  11. @robson:
    „Leider ists aber in letzter Zeit eher so dass Neuzugänge die nicht 7 Mio Plus kosten eher verliehen werden, weil der Sprung eben zu früh kommt.“

    Naja, Neuzugänge, die nicht 7 Mio. Plus kosten, bringen meist auch weniger Qualität mit, daher kosten sie ja weniger.
    Letztlich ist es super schwer, junge Spieler zu finden, die noch nicht zu gut und überhaupt bereit sind, noch ein, zwei Jahre U21 zu spielen, aber trotzdem eine realistische Perspektive haben, in ein, zwei Jahren Bundesliga spielen zu können.

    „Irgendwie würde ich mir wünschen dass man es schafft dem eigenem Nachwuchs … die gleichen Perspektiven aufzuzeigen wie man es offensichtlich mit Neuzugängen schafft.“

    Am Ende setzt sich Qualität durch. Larsson wurde nicht als sofortige Verstärkung geholt, hat aber in seinen ersten Einsätzen so starke Leistungen gezeigt, dass er direkt den Sprung in die Startelf geschafft hat.
    Toppi hat ja nun wirklich vielen Talenten Spielzeit gegeben. Hätten die auch direkt so starke Leistungen gezeigt, hätte er wohl nicht auf sie verzichtet.

    „… deshalb muss ich es aber ja nicht gut finden Kids bzw junge Erwachsene aus halb Europa bzw der Welt zu holen um diese dann ständig weiter zu reichen.“

    Du sprichst das ja mit Blick auf die Nachwuchsarbeit an. Wo holen wir denn in der U19 oder U21 ständig Kids aus halb Europa? Über 90% der Neuzugänge kommen aus der eigenen Jugendmannschaft oder aus anderen deutschen Vereinen.
    Und die Spieler werden ja auch nicht weiter gereicht, sondern wechseln, weil sie woanders eine bessere Perspektive sehen.
    In der 3. Liga verdienst du meist echt gut und kannst noch etwas für die Zeit danach zur Seite zu leben (habe mal etwas von 12.000 pro Monat im Durchschnitt gehört). In der Regionalliga verdienen das nur dir allerbesten. Manche müssen sogar nebenher arbeiten. Und wenn du dann nicht mit großer Sicherheit davon ausgehen kannst, einen Profivertrag beim Jugendverein zu erhalten, dann musst du wechseln oder Fußball mit noch als Hobby betrachten (und das ist für viele, die dem Fußball in der Jugend alles unterordnet haben, schwer zu verkraften) und dir eine Ausbildung/Studium suchen.

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  12. Auch, wenn die Jungs jetzt erstmal weg sind, heißt das ja nicht, dass sie nie wiederkommen.
    Die Eintracht hat sich megakorrekt verhalten, dass werden sie nicht vergessen.
    Ich sach mal, alles Gute und auf Wiedersehen.

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  13. 1. Man kann nur die Besten mit Profiverträgen ausstatten.
    2. Damit die ‚Guten‘ sich zu ‚Besten‘ entwickeln können brauchen Sie Top Mitspieler.

    Daher völlig ok das einige Top Spieler, die aber nicht zu den ‚Besten‘ zählen zu anderen Vereinen wechseln. Aber das zeigt doch, dass alles vom Verein richtig gemacht wurde, wenn unsere Spieler so begehrt sind.

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  14. moin moin… jetzt haben wir es…. Auf der einen Seite wollen wir um die Champions League spielen und auf der anderen Seite weinen wir, dass ein Herr Gebuhr die Eintracht verlässt um in der dritten Liga zu kicken… also nicht mal Liga zwei… wie soll der denn mit seinem Talent uns in die CL schießen? Gute Reise, guten Weg. Auch unsere zweite Mannschaft ist doch kein Becken für CL Spieler zu entwickeln… Gebuhr wird einfach durch nennenswerten ersetzt. Weiter geht’s

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  15. habe mir zur vergleichsbasis den VFB genommen mit seinen transferzugängen/transferaktivitäten für kommende Saison. Stuttgart hat um die 12 Leihspieler zurückbekommen,alles von 18-27 Jahren dabei. Stuttgart holt Talente
    aus der Bundesliga bevorzugt (woltemade/bremen, diehl/ köln , Keitel/freiburg ),aber auch Ausland (roussault/Toulouse). auffällig im Unterschied zu uns sind mehr erfolgreiche und intelligente Leihen von Spielerm,die sich bei ihren stammvereinen nicht in den Stammkader spielen konnten, Daraus sind Käufe entstanden: leweling/union Berlin, stergiou/st.gallen,undav/abion Brighton – noch offen. Fazit: a) ein backupkader von 15-20 dauer-leihspieler zu haben ist finanziell wohl lukrativ und notwendig heutzutage, ständige zusatzeinnahmen b) auch hier dürfte die hoffnung auf durchbruchtalente hochsein und gelegentich berechtigt c). eigengewächse spielen auch hier aus der Stuttgart II-mannschaft keine rolle. d) es gibt wohl aufgrund der vielen rückkehrer viel try-and-error-Fehlgriffe oder eben viel durchschnitts-und mittelnassniveau bei leihspielern. e)ziel muss es wohl sein,durch kange vertragslaufzeiten bei der U21 verkaufserlöse zu erzielen oder leihrotation in den ligen 2.BL/Dritte liga

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  16. Fazitschwerunkt Nr.2 : a) es macht wenig bis überhaupt keinen Sinn, Talente aus der U21 überhaupt in den
    profibetrieb zu übernehmen oder ihnen spielzeit zu geben, wenn du millionenteure talente sonst noch im Kader hast,die nicht verliehen wurden (uzun.listes,Brown,…), das hilft niemanden und ist realitätsfern,wenn talente mal trainings-und bundesligaluft schnuppern dürfen,wenn sie keine reelle Chance auf sichere,beständige einsatzzeiten/einsatzminuten haben oder Kaderaufnahme. b) dann lieber wie Stuttgart gezielt Leihspieler zwischen 22-25 Jahren bevorzugt holen,denen man den grossen Durchbruch als stammspieler zutraut diese Saison und denen einsatzminuten schenken. c) die Vortäuschung des grossen karrieresprungs von der U21 zur profitrupe ist faktischer Nonsens

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  17. @17 Vor einiger Zeit habe ich die Übung mal bei Freiburg durchexerziert. SCF hat ja viele Eigengewächse und starke Jugendarbeit. Ergebnis: alle Eigengewächse spielten wenigstens zeitweise in Liga 3/4 bevor sie dauerhaft ihren Platz bei den Profis fanden. Eventuell noch mit Leihe dazu.

    Wenn ich dich richtig verstehe, wäre das die Antithese zu deinem Beitrag. Wobei ich dir insofern recht gebe, als daß bei der Menge an zugekauften Edeltalenten in einzelnen Mannschaftsteilen wenig direkte Chance für unseren Nachwuchs herrscht.

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  18. @12: Wo holen wir denn in der U19 oder U21 ständig Kids aus halb Europa?

    Ich bitte dich! Guck dir doch mal unsere Torhüter an. Oder einfach insgesamt die Kader der U19 und der Kader der U21. Da sind zig Spieler aus halb Europa und der Welt geholt worden die es alle (!) nicht geschafft haben. Nicht einer schafft es. Deshalb finde ich eben die Argumentation von den Verantwortlichen eigenartig. Wollen wir wetten wie viele dieses Jahr n echten Sprung schaffen? Grad wird uns ja auch erzählt dass wir diese Saison n Zweikampf im Tor haben – Trapp vs junges Talent. Eindeutig wie das ausgehen wird.

    Nachwuchsarbeit ist eben nicht n Larrsson für 7 (?) Mio zu holen und den dann im ersten Team einzusetzen… So wird es aber verkauft. Das soll auch die Transfers keinesfalls schlecht reden – hat nur absolut nix mit Nachwuchsarbeit zu tun…

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  19. @19
    Ich verstehe Dich, aber ich befürchte, dass Du eine falsche Vorstellung hast, wie viel deutsche Talente sich tatsächlich in der Bundesliga durchsetzen (!!). Ich freue mich über Jugendarbeit, aber ich stelle Mal die Behauptung in den Raum, dass das für Bundesligisten (mit Ausnahmen) eher ein Zuschussgeschäft ist und eher dem Image zuträglich ist, als dem zukünftigen Kader. In jedem Jahr ist es nur eine handvoll Spieler, die es überhaupt nur in den erweiterten Stamm schaffen – von einem potentiellen EL- oder CL-Kader gar nicht zu reden.
    Klar können wir auch Mal in naher Zukunft einen „Glückstreffer“ dabei haben, aber bis das neue Engagement in der Breite Früchte trägt, wird vermutlich etwas dauern.

    https://sportbusinessmagazin.com/nur-35-prozent-der-talente-werden-profifussballer-2/

    https://www.transfermarkt.de/bundesliga/eigengewaechse/wettbewerb/L1

    Wie groß die Talentquote ohne Local Player Reglung wäre, kann man nur raten – mehr wären es aber sicherlich nicht 😉

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  20. Wie würdet ihr die Nachwuchsarbeit machen? Bitte nicht auf andere Vereine verweisen (das ist meistens nur Gelabbere), sondern konkret: wie in Frankfurt. Und nicht wie man es nicht macht, sondern wie man es macht. Die meisten wissen immer nur wie man es nicht macht (Gelabbere).

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  21. Ich kann da alle Sichten drauf absolut verstehen. Ich glaube wir müssen aber differenzieren zwischen jungen Spielern, die uns verlassen, weil es nicht gereicht hat bis zum entsprechenden Alter und denen, die uns vorher und freiwillig verlassen und auch keine Leihe drin war. Und das ablösefrei. Also da würde ich schon erwarten, dass man für den Wechsel, der dann nicht von Frankfurt ausging, entschädigt wird. Es bestehen ja Verträge.

    Allerdings würde ich nie behaupten, dass ich das besser machen würde. Ich frage mich nur, was hier die Gründe sind, dass wir reihenweise Spieler „nach oben“ verlieren, die wir in der U21 eigentlich hätten brauchen können oder die wir auch selbst nach oben hätten verleihen können.

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  22. @20, Danke für die Links, sehr interessanter Artikel.

    2018 hatten also von allen 5738 ehemaligen U19-Spielern aus Liga 1-3 nur 150 mehr als 10 Erstligaspiele irgendwo in Europa vorzuweisen. Das war ein absolutes Armutszeugnis für den DFB und die Liga. Die Jugendförderung in Deutschland wurde also etliche Jahre sträflich vernachlässigt. In anderen Ländern wie Frankreich oder England sind immer noch 3-4 mal so viele Spieler in ersten Ligen vertreten.

    Das neue Konzept des DFB sieht vor, dass Vereine mindestens eine Mannschaft ab 9-11 Jahren und eine U21 und optional eine U23 haben müssen. Bei der Jugendarbeit geht es also nicht „nur“ um die Eintracht, sondern um die Rettung des deutschen Fussballs.

    Ziel für die Eintracht ist es, irgendwann unter denen hier vertreten zu sein:

    https://www.fussballfieber.de/p/2ha9td/top-7-die-besten-jugendakademien-deutschlands

    Die Eintracht ist auf einem ganz guten Weg, aber so etwas geht eben nicht von heute auf morgen. Die U21 wurde erst vor 2 Jahren wieder eingeführt und hat direkt den Aufstieg in die Regionalliga geschafft, das ist ein großer Triumph, an die hohe Schlagzahl in der Bundesliga können sich die Jungs am besten gewöhnen, wenn der Aufstieg in die dritte Liga gelingen sollte. Dann wäre auch die Durchlässigkeit noch höher. Generell ist -ganz vom DFB-Konzept unabhängig- entscheidend, dass die Spieler überhaupt bei der Eintracht die Ausbildung zum Profifußballer vollenden können. Ob sie es dann bei der Eintracht schaffen, ist ein anderes Thema. Nach der Abschaffung der U21 hatte die Eintracht das Problem, dass Jugendspieler bewusst zu besser organisierten deutschen Jugendakademien gewechselt sind, weil sie bei der Eintracht diese Option gar nicht gesehen haben, teils regional zu Mainz, Darmstadt oder Wiesbaden und ab der B-Jugend teils auch zu Hoffenheim etc., wo das Nachwuchs-Konzept sehr umfassend und attraktiv ist. Hopp hat der Jugend extra ein Schloss aufm Berg als Unterkunft gekauft und das wieder schick saniert, ganz ohne Zwang vom DFB, das ist die Konkurrenz um die besten Talente. Die Unterbringung ist ein I-Tüpfelchen, wie unser Leiter des Nachwuchszentrums Alexander Richter aber auch dargelegt hat, haben andere Jugendabteilungen deutscher und europäischer Profivereine teils doppelt so viele Plätze, auch bei den Trainingsbedingungen muss die Eintracht noch nachlegen. Es ist in den 2 Jahren schon sehr viel passiert und Krösche/Richter haben da einen sehr guten, auf lange Sicht ausgelegten Plan.

    Auch wenn man Spieler zunächst in die zweite oder dritte Liga bringt, dann sind sie im Profifussball angekommen und konnten sich durch die Eintracht Jugend den wichtigsten Traum erfüllen. Das ist ein Zeichen, dass es bei der Eintracht geht, dass man dafür nicht nach Mainz oder Hoffenheim muss. Das hilft, sicher zu stellen, dass die „goldene Generation“ unserer sehr erfolgreichen U17 gehalten werden kann und in 2-3 Jahren vielleicht auch in den Eintracht Herren Kader eingebaut werden können.

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  23. @@@@@2. rob
    bin da 100% bei dir. Finde irgendwann muss man auch mal junge für ein paar Spiele reinwerfen und nicht nur 5 min.Wenn man sieht wie andere die Millionen kosteten bescheidene Leistung bringen.Naja.Und ist er wirklich schlechter als ein Chandler??? Für ihn freue ich mich .Ob Hansa ROSTOCK allerdings der richtige Verein ist. ??

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  24. Ist doch keine Überraschung und ganz normal bei zweiten Mannschaften.

    Kein Spieler mit Potenzial will ewig in einer zweiten Mannschaft spielen. Genau das nervt an den zweiten Mannschaften und ist einer der Gründe, wieso kein normaler Fußballfan zweite Mannschaften im Profifußball will. Man sieht es jedes Jahr. Irgendeine zweite Mannschaft steigt auf und egal ob Bayern II, BVB II, Freiburg II oder welche auch immer, sie bekommen alle ihre Leistungsträger weggekauft. Oder sie steigen auf in die erste Mannschaft und die zweite steigt wieder ab. Und dafür nehmen sie einer richtigen Mannschaft den Platz in der Liga weg…

    Das ist super nervig und gehört abgeschafft. Zweite Mannschaften gehören ab einer gewissen Liga in eine extra Reserveliga

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  25. @25
    Dann spielen „Kinder“ wieder gegen „Kinder“. Um den Sprung zu machen, muss der Nachwuchs auch Mal gegen Männer ran. Man sagt nicht umsonst, dass sich zb Erstliga- von Zweitligafußball unterscheidet.

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