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David Abraham spielte von 2015 bis 2021 bei der SGE. Foto: Heiko Rhode

David Abraham: „Die Kritik an Albert Riera ist sehr ungerecht!“

Relegationsheld 2016, DFB-Pokalsieger 2018, Teil der SGE-Mannschaft, die 2019 Europa aufmischte und langjähriger „Capitano“ der Frankfurter Eintracht – David Abraham war ohne Zweifel eine der prägendsten Spieler, die in den letzten zehn Jahren in Frankfurt Fußball spielten. In insgesamt 178 Spielen stand der heute 39-Jährige für die Frankfurter auf dem Platz, in diesen erzielte er fünf Tore selbst, bereitete sieben weitere vor und war vor allem eine echte Stütze in der SGE-Defensive und fast immer absoluter Leistungsträger. Heute ist der Argentinier hauptsächlich in seiner Heimat, daneben aber Botschafter für die Eintracht.

Im Interview mit dem Instagram-Kanal von SGE4EVER.de äußerte er sich nun über seine Zeit in Frankfurt, sein aktuelles Leben und auch über die aktuelle Situation der Eintracht, inklusive der Kritik an Eintracht-Trainer Albert Riera.

SGE4EVER.de: David, vielen Dank, dass du dir Zeit für uns genommen hast. Zunächst einmal: Wie geht es dir und was machst du aktuell?

David Abraham: “Mir geht es sehr gut, ich genieße die Zeit mit meinem Sohn und meine Freizeit sehr. Ich arbeite an ein paar Fußballprojekten und bin auch im Padel-Bereich aktiv. Außerdem bin ich Botschafter von Eintracht Frankfurt. Es ist für mich eine große Ehre, den Verein zu repräsentieren!”

Du warst in Frankfurt Kapitän und Publikumsliebling – wie viel hat dir das bedeutet, wie viel bedeutet es dir heute noch und wie stolz bist du auf die Zeit?

„Kapitän von Eintracht zu sein war die größte Ehre, die ich im Fußball hatte. Einen so großen Verein zu vertreten und die fantastischsten Fans zu haben, erfüllt mich mit großem Stolz. Jedes Mal, wenn ich nach Frankfurt zurückkehre, werde ich von den Menschen mit großer Herzlichkeit und Zuneigung empfangen – das bedeutet mir sehr viel.“

Vermisst du den Profifußball?

„Ehrlich gesagt vermisse ich es nicht zu spielen. Ich habe jede Minute, in der ich Fußball gespielt habe, sehr genossen. Jetzt genieße ich meine freie Zeit sehr und mir gefällt diese neue Lebensphase.“

Kannst du dir eine Rückkehr in den Fußball (z. B. als Trainer oder Funktionär) vorstellen?

„Ich mache zwar gerade den Trainerschein, aber ich kann mir aktuell noch nicht vorstellen, in naher Zukunft als Trainer zu arbeiten. Ich glaube, ich habe noch zwei oder drei Jahre, um mich weiterzubilden, und dann werde ich sehen.“

Wie beurteilst du die aktuelle sportliche Situation der Eintracht?

„Es ist eine schwierige Situation. Die Mannschaft hat großartige Spieler und sie kämpft um die Qualifikation für Europa. Aber es ist ihr bisher noch nicht gelungen, die Fans mit ihrem Spiel wirklich zu begeistern.“

Albert Riera steht massiv in der Kritik – wie siehst du das aus deiner Sicht?

„Ich finde, dass die Kritik sehr ungerecht ist. Wir dürfen nicht vergessen, dass Niko Kovač auch im März gekommen ist und die ersten Monate schwierig waren. Man sollte auch Albert Riera die Zeit geben, in Ruhe zu arbeiten. Dann kann er in der nächsten Saison, mit mehr Zeit, seine Idee und seinen Spielstil besser vermitteln.“

Die Fans reagieren zunehmend kritisch, teilweise sogar mit Protesten – wie sehr beeinflusst das die Mannschaft?

„Ich glaube, sowohl wir als auch die Fans haben uns an eine kämpferische und dominante Eintracht gewöhnt. Leider gelingt es im Moment nicht, das umzusetzen und daher kommt die Kritik. Aber ich bin überzeugt, dass sich diese Situation mit harter Arbeit und Disziplin wieder zum Positiven wenden wird.“

Welche Botschaft hättest du in dieser schwierigen Phase an die Spieler und gleichzeitig an die Fans?

„Ich würde sagen: Ruhe bewahren. Wenn es dieses Jahr nicht für Europa reicht, ist das nur ein kleiner Schritt zurück, der aber helfen kann, sich wieder auf den DFB-Pokal und die Bundesliga zu konzentrieren und zu den Grundlagen zurückzufinden – und zu der Zeit, in der Fans und Mannschaft eine Einheit waren.“

Lieber David, wir bedanken uns herzlich für deine Zeit und das Interview und wünschen dir auf deinem weiteren Weg alles Gute! 

6 Kommentare

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Für immer El Capitan und ein lupenreiner Adler! Solche Typen fehlen so sehr aktuell.

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Fallback Avatar 2. frankfurter jung 06. Mai 26, 09:40 Uhr

Toll, dass sge4ever dieses Interview mit unserem vorbildlichen Ex-Kapitän hinbekommen hat. Die Worte unseres integren Eintrachtlers, dieser geschätzten Persönlichkeit, haben Gewicht, gegensätzlich zu manchen "Weisheiten" von Ex-Spielern in den dazu "passenden" Medien, machen zudem bewusst nachdenklich darüber, wie sich Eintracht in dieser prekären Situation präsentiert. Da sollte vielen zu denken geben. Alles Gute, Capitano.

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Fallback Avatar 3. Werner 06. Mai 26, 09:45 Uhr

Jetzt ist es Mittlerweile gut.. Das Thema ar ist ausgereizt..
Bitte die Saison ordentlich zu Ende bringen, jeder sollte jetzt alles für den Verein tun.

Danach müssen sich auch alle mal an die eigene Nase fassen. Auch ein krösche muß sich hinterfragen.
Jeder kann mal fehler machen, einfach dazu stehen und die gemeinsam korrigieren.

Und jetzt einfach mal in Dortmund gewinnen.

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Fallback Avatar 4. frankfurter jung 06. Mai 26, 09:54 Uhr Zitat - Werner Jetzt ist es Mittlerweile gut.. Das Thema ar ist ausgereizt.. Bitte die Saison ordentlich zu Ende bringen, jeder sollte jetzt alles für den Verein tun. Danach müssen sich auch alle mal an die eigene Nase fassen. Auch ein krösche muß sich hinterfragen. Jeder kann mal fehler machen, einfach dazu stehen und die gemeinsam korrigieren. Und jetzt einfach mal in Dortmund gewinnen. Path

Unser Capitano David Abraham darf sich jederzeit äußern, er sollte es noch viel öfter tun.

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Avatar 5. Hooliganverachter 06. Mai 26, 09:59 Uhr

Jones, Sobotzik und Streit wurden noch nicht befragt...

So leid es mir tut, selbst wenn wir gegen Dortmund und Stuttgart gewinnen würden, der Trainer (bekanntlich die ärmste Sau) wird nach all den Schmähungen und Beschädigungen nicht mehr zu halten sein.

Man wird wenig Lust verspüren eine halbe Mannschaft vom Hof zu jagen (Verdient hätten die es!). Also ist das schwächste Glied der Kette dran. Verbucht wird das dann als (teures?) Missverständnis.

Bei Schalke (sorry) kann man sehen, was ein Trainer mit einer mittelmäßigen Truppe erreichen kann. Kein schöner Kick, aber gute Charaktere in der Mannschaft. Von denen haben wir definitiv zu wenig.

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Fallback Avatar 6. FD-Adler 06. Mai 26, 10:38 Uhr

Capitano, ab in den nächsten Flieger, vergiss die Fussballschuhe nicht. Deine Anwesenheit wird unseren Adlern Flügel verleihen.

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