Diant Ramaj vertrat die Nummer 1 Kevin Trapp tadellos. (Bild: IMAGO images / Beautiful Sports)

Das 1:1 gegen den SC Freiburg beschließt nun offiziell die Hinrunde der Saison 22/23. Mit 31 Punkten rangiert Eintracht Frankfurt damit auf Platz 4 der Tabelle. Wie knapp es aktuell zugeht, zeigt ein genauerer Blick auf das Tableau. Zwischen dem Tabellenzweiten Union Berlin (33 Punkte) und dem Tabellensiebten VfL Wolfsburg (29 Punkte) liegen nur vier Punkte. Hop oder Top – wo es für die Hessen am Ende hingeht, wird die Rückrunde zeigen. Hier steht am Samstag im Topspiel das Duell mit Tabellenführer Bayern München an. Mausert sich das Team von Oli Glasner noch einmal zum Bayernjäger?

Bitter wiegt der Ausfall von Junior Dina Ebimbe, der mit einer Syndesmosebandverletzung die nächsten Wochen definitiv ausfallen wird. Ob und wann der Franzose in dieser Saison noch einmal zurückkehrt, ist nicht klar. Durch seinen Wegfall rutschte Christopher Lenz in die Partie, Ansgar Knauff wechselte die Seite und agierte fortan rechts. Kevin Trapp fiel kurzfristig wegen einer Erkältung aus und wurde durch Diant Ramaj ersetzt. Faride Alidou stand bereits zum zweiten Mal nicht im Kader.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen SC Freiburg der dreizehn zensierten Spieler den Wert 3,31. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 250 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Diant Ramaj: Kurzer Schock vor Spielbeginn, als der Ausfall von Trapp bekannt wurde. Dann nach 90 Minuten Erleichterung: Der junge Torwart ersetzte die Nummer 1 mehr als zufriedenstellend. Solch einen Ersatzmann brauchst du in diesen Situationen. Keine Spur von Nervosität. Er strahlte bei brenzligen Situationen Sicherheit aus, kommunizierte lautstark mit seinen Vorderleuten und ging beherzt zur Sache. Am Gegentor traf ihm selbstredend keine Schuld. Weiter so!

Sebastian Rode: Nach der Hereinnahme von Kapitän Sebastian Rode stabilisierte sich das bis dato löchrige Mittelfeld. Zwar kam die Eintracht auch danach nur sehr sporadisch in gefährliche Situationen, dafür bekam die Abwehr eine gewisse Stabilität.

Randal Kolo Muani: Randal Kolo Muani erzielte sehenswert die 1:0-Führung vor der Halbzeit mehr oder weniger aus dem Nichts. Musste aber über weite Strecken des Spiels die Freiburger Härte spüren, verlor teilweise dadurch die Lust am Spiel. Dass der Shootingstar so hart angegangen wurde, ärgerte auch den Cheftrainer maßlos.

Aurelio Buta: Sein zweiter Auftritt im Adlerdress, nun mit etwas weniger Glanz und keinem Tor. Seine Schnelligkeit wird immer ein Faktor sein. Gegen die Breisgauer konnte er es aber nicht so gewinnbringend umsetzen.

Hrvoje Smolcic: Das war ein Spiel zum Lernen und Erfahrung sammeln für Hrvoje Smolcic. Bekam minütlich Stress mit der Offensive und wurde vor allem in der ersten Hälfte oft zu einfach ausgehebelt. Mal ein Luftloch hier, mal ein verpatzter Zweikampf dort. Sicher eines der schwächeren Spiele des Kroaten.

Christopher Lenz: Christopher Lenz braucht bekanntlich immer ein paar Wochen Spielpraxis bevor es bei ihm erfolgreich wird. Gegen Freiburg spielte er solide, ohne besondere Höhepunkte. Kugelte sich früh den Finger aus, spielte aber unbeirrt weiter. Deutlich wurde deutlich, dass die linke Seite weiter ein Schwachpunkt in der Offensive ist. Hier sollten die Verantwortlichen möglicherweise noch einmal einen Transfer in Betracht ziehen.

Tuta: Ähnlich verläuft es auch bei Tuta. Nach Verletzungen braucht er immer ein wenig, um in den gewohnten Spielrhythmus zu kommen. Keine großen Böcke, aber stabil stand er sicher auch nicht. Gewann nur 38 Prozent seiner Zweikämpfe, dafür aber die wichtigen. Im Vergleich gewann Smolcic 71 Prozt seiner Zweikämpfe. Hier wurde es aber deutlich gefährlicher.

Mario Götze: Den entscheidenden Pass vor dem 1:0 spielte Mario Götze. Immer wieder gab es solche Momente, in denen er den Überblick behielt und auf engem Raum das Maximale rausholte. Dazwischen gab es aber auch immer wieder schöpferische Pausen.

Jesper Lindström: Die Freiburger bekamen die Qualität von Jesper Lindström anders als die Schalker gut in den Griff. Ging viel Risiko, wurde aber nur selten dafür belohnt. Bekam aber ebenfalls oft genug auf die Knochen.

Evan N’Dicka: Evan N’Dicka gewann nur 18 Prozent seiner Zweikämpfe. Erstaunlich, denn das Spiel des Franzosen war subjektiv gesehen stark verbessert im Vergleich zum Heimspiel gegen die Knappen. Ging resolut zur Sache, lief viele Situationen ab und ließ sich auch beim Pressing des Gegners nicht ins Bockshorn jagen.

Djibril Sow: Djibril Sow trug die Kapitänsbinde der Hessen, nachdem weder Trapp, noch Hasebe oder Rode auf dem Platz standen. Spulte sein gewohntes Pensum ab, war aber zu selten in Situationen, in denen er die Ruhe und den Blick für die freien Räume fand.

Ansgar Knauff: Ansgar Knauff befindet sich noch ein wenig in der Winterpause. Er rannte und rannte und verdiente sich den Namen Ansgar Lauff, aber viel Ertrag erntete er nicht.

Daichi Kamada: Kein guter Auftritt von Daichi Kamada. Ließ sich ein wenig von der brandheißen Atmosphäre anstecken und bekam sein Spiel nicht aufgezogen. Beim 1:1 verlor er Matthias Ginter aus den Augen. Lamentierte viel und war am Ende auch Gelb-Rot gefährdet ausgewechselt worden.

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2 Kommentare

  1. Freut mich riesig für Ramaj! Solche Erlebnisse muss er auch mal haben, damit er uns nicht davon läuft.

    Und Rode einfach nur ein Phänomen. In der Form seines Lebens. Mal wieder. Bei der ganzen Vorgeschichte gepaart mit dem Alter. Ein Segen für uns.

    Das alles vor dem Hintergrund einen durchwachsenen Gesamtleistung natürlich.

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  2. @1. Bei ramaj mache ich mir auch nicht ins Hemd, wenn er ran darf/muss. Irgendwann wird er mal nen Bock machen, dann sieht man ob er damit umgehen kann. Das zeichnet einen Torhüter aus. Aber er wirkt so cool, denke er wird es abhaken können. Tja, der Seppl ohne Worte!

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