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Ritsu Dōan startet am kommenden Sonntag in seine zweite Weltmeisterschaft mit Japan. Foto: IMAGO / AFLOSPORT

So stehen die WM-Chancen der Eintracht-Stars

Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika startet am kommenden Donnerstag die Weltmeisterschaft 2026. Rund einen Monat lang wird dann zwischen 48 Nationen ausgespielt, wer den prestigeträchtigen WM-Pokal in die Höhe stemmen darf. Die Frankfurter Eintracht schickt dabei gleich neun eigene Spieler ins Rennen. Doch wie weit können die SGE-Stars mit ihren Nationalteams kommen? Werden sie dabei als Stammspieler agieren oder eher eine Jokerrolle einnehmen? SGE4EVER.de blickt auf die Chancen der Adlerträger beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko:

WM-Check: So stehen die Chancen der Adlerträger

Aurèle Amenda (Schweiz): In Gruppe B trifft die Schweiz auf Bosnien-Herzegowina, Katar und Co-Gastgeber Kanada. Für die „Nati“ ist das Weiterkommen damit eine Pflichtaufgabe. Im Idealfall gelingt dabei sogar der Gruppensieg, um in einem möglichen Sechzehntelfinale auf einen vermeintlich leichteren Gegner zu treffen. Spätestens im Achtelfinale dürfte dann aber Schluss sein, sollte das Team nicht überraschenderweise überperformen. Unter Nationaltrainer Murat Yakin sind Manuel Akanji (Inter Mailand) und Nico Elvedi (Borussia Mönchengladbach) in der Innenverteidigung gesetzt. Zudem bildeten sie in der Vorbereitung bereits einige Male eine defensive Dreierkette mit Mittelfeldspieler Denis Zakaria (AS Monaco). Daher nimmt Eintracht-Verteidiger Aurèle Amenda voraussichtlich zunächst auf der Bank Platz, dürfte aber einige Spielminuten nach Einwechslung erhalten.

Ayoube Amaimouni-Echghouyab (Marokko): Das vergangene halbe Jahr verlief für den 21-Jährigen nahezu traumhaft. Zunächst wechselte Amaimouni-Echghouyab von der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim aus der 3. Liga zu Eintracht Frankfurt und damit in die Bundesliga. Nun gipfelt seine Reise in einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko. Durch seinen mutigen Spielstil vom rechten Flügel könnte er regelmäßig als Joker zum Einsatz kommen. In Gruppe C gelten die Marokkaner derweil als Favorit auf den zweiten Platz. Während mit Brasilien ein echtes Schwergewicht wartet, geht es danach gegen Schottland sowie Haiti. Insbesondere gegen Haiti dürfte Amaimouni-Echghouyab bestenfalls einige Spielminuten sammeln. Nach dem Halbfinaleinzug bei der WM 2022 sind die Erwartungen an Marokko durchaus gestiegen. Auch diesmal erscheint das Erreichen des Viertelfinals realistisch.

Can Uzun (Türkei): Erst kürzlich traf der 20-Jährige zum ersten Mal für seine Nationalmannschaft beim 4:0-Testspiel-Erfolg über Nordmazedonien. Ob als Stammspieler oder von der Bank: Uzun könnte sich bereits bei der WM 2026 zu einer wichtigen Stütze der türkischen Nationalmannschaft entwickeln. Mit Australien, Paraguay und Co-Gastgeber USA bekam die Türkei eine vermeintlich leichtere Gruppe zugelost. Womöglich könnte die Türkei diesmal überraschen: Spieler wie Uzun, Kenan Yıldız (Juventus Turin) und Arda Güler (Real Madrid) hätten definitiv das Potenzial dazu. Weiter als ins Viertelfinale werden aber auch sie voraussichtlich nicht vorstoßen können.

Nathaniel Brown (Deutschland): Gegen alle Erwartungen stand Brown anstelle von David Raum (RB Leipzig) in den vergangenen beiden Testspielen der deutschen Nationalmannschaft in der Startelf. Somit erscheint es durchaus möglich, dass der 22-jährige Linksverteidiger auch gegen Curaçao starten könnte und somit als Stammspieler ins Turnier geht. In Gruppe E wird sich Deutschland auf Rang eins durchsetzen müssen: Auch die Elfenbeinküste sowie Ecuador zählen nicht zum erweiterten Favoritenkreis. Die deutsche Nationalmannschaft wird unter Bundestrainer Julian Nagelsmann derweil alles daran setzen, so weit wie möglich zu kommen. Obwohl Nationen wie Frankreich, Spanien und Portugal besonders in der Breite deutlich besser aufgestellt sind, ist es Deutschland ebenfalls zuzutrauen, das Viertel- oder Halbfinale zu erreichen.

Elye Wahi (Elfenbeinküste): Kurz vor der WM setzten sich die „Elefanten“ in einem Testspiel mit 2:1 gegen Titelfavorit Frankreich durch. Daher dürfte die Elfenbeinküste hoch motiviert sein, in der Gruppenphase mit Deutschland gleich das nächste Schwergewicht zu besiegen. Der 23-jährige Wahi gehört seit seinem Verbandswechsel zum festen Stammpersonal der Ivorer und wird dafür sorgen wollen, dass sein Team zunächst mindestens als Gruppendritter weiterkommt. Bereits im Sechzehntelfinale dürfte dann aber aufgrund der starken Konkurrenz Schluss sein. Eintracht Frankfurt wird derweil auf einige Tore des Stürmers hoffen, um das Interesse auf dem Transfermarkt an Wahi weiter zu steigern.

Ritsu Dōan (Japan): Dōan gehört im Team der japanischen Nationalmannschaft zu den absoluten Stars. Daher wird der 27-jährige Flügelspieler voraussichtlich in jedem Spiel Japans starten. Mindestens als Gruppendritter dürften es die „Samurai Blue“ in die K.-o.-Phase schaffen, wobei die Gruppe F relativ ausgeglichen erscheint: Die Niederlande, Schweden und Tunesien kämpfen ebenfalls ums Weiterkommen. Obwohl die Japaner mit einer vielversprechenden Mannschaft ins Turnier starten, könnte je nach Gegner bereits im Sechzehntel- oder Achtelfinale die Endstation erreicht sein.

Ellyes Skhiri (Tunesien): Zusammen mit Rani Khedira (1. FC Union Berlin) bildet Skhiri die nominelle Doppelsechs der tunesischen Nationalmannschaft. Durch seine Erfahrung aus insgesamt 200 Bundesliga-Spielen gehört der 31-Jährige zudem zu den Anführern seines Teams. Gleichzeitig wird er es wohl von allen Eintracht-Stars bei der WM am schwierigsten haben: Bereits der Einzug in ein mögliches Sechzehntelfinale wäre für den Verband ein absoluter Erfolg. Gegen Japan, die Niederlande und Schweden erscheint aber das Gruppenaus am realistischsten.

Arthur Theate (Belgien): Immer wenn ein großes Turnier anstand, galt Belgien für viele Fußballfans in den vergangenen zehn Jahren als geheimer Titelfavorit. Mittlerweile glichen sich die Erwartungen vieler jedoch an die Realität an. Die „goldene Generation“ um Eden Hazard (Karriereende), Kevin De Bruyne (SSC Neapel) und viele weitere prominente Namen gewann nämlich nie einen Titel. Zum neuen, weniger gehypten Gesicht der Belgier gehört SGE-Innenverteidiger Theate. Dieser wird mit seinem Team die Spitze der Gruppe G erobern und sich dafür gegen Ägypten, Iran und Neuseeland durchsetzen wollen. Direkt in der ersten Partie Belgiens trifft er dann also auf Ex-Eintracht-Star Omar Marmoush (Manchester City). Für Belgien dürfte der Einzug ins Achtelfinale möglich sein, unter guten Bedingungen könnte sogar ein Viertelfinaleinzug realistisch erscheinen.

Farès Chaïbi (Algerien): Die algerische Nationalmannschaft hat mit Spielern wie Rayan Aït-Nouri (Manchester City), Mohamed Amoura (VfL Wolfsburg) oder Riyad Mahrez (Al-Ahli) einige bekannte Stars in ihren Reihen. Chaïbi dürfte dennoch mindestens als eine wichtige Option von der Bank gelten. Schließlich ist der 23-Jährige flexibel einsetzbar. Gegen Österreich und Titelverteidiger Argentinien trifft das Team von Nationaltrainer Vladimir Petković auf zwei starke Gegner. Durch einen möglichen Sieg gegen Jordanien werden sie aber versuchen, mindestens als Gruppendritter weiterzukommen. Da Algerien in diesem Szenario auf einen vermeintlich stärkeren Gegner treffen würde, könnte spätestens im Sechzehntelfinale Schluss sein.

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