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Eintrachts Sportvorstand übernimmt Verantwortung. Foto: Imago / Jan Huebner

Selbstkritik statt Ausreden: Krösche analysiert Frankfurts enttäuschende Saison

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Die Saison 2025/26 ist, zumindest aus Sicht der Frankfurter Eintracht, vorbei. „Endlich“, dürfte bei vielen Fans der erste Reflex sein. Schließlich kann keiner zufrieden sein, weder die Anhängerschaft, noch die Beteiligten im Verein selbst. Am Ende steht ein trostloser achter Platz in der Bundesliga zu Buche, der nicht für die Teilnahme am internationalen Wettbewerb berechtigt, dazu die schwache Ligaphase in der Champions League und das frühe, unglückliche Aus im DFB-Pokal. Alles in allem hätte sich die SGE das Ganze anders vorgestellt. Aus diesem Anlass blickte Markus Krösche ehrlich und kritisch auf die vergangene Spielzeit auf der Saisonabschluss-Pressekonferenz zurück.

Lob für die Frauen und den Nachwuchs

Dabei stellte sich der Sportvorstand des hessischen Bundesligisten schützend vor die Mannschaft sowie vor den seit vorgestern geschassten Albert Riera und dessen Trainerteam. Krösche übernahm die komplette Verantwortung und zeigte sich selbstkritisch. Sogar von schlaflosen Nächten sprach der Boss, aber an einem Abgang habe er nie gedacht. Doch der Reihe nach, beginnen wir mit dem Positiven, denn Saisonrückblick heißt auch, die komplette Spielzeit Revue passieren zu lassen. Trotz einer titellosen Saison kann die Frauenmannschaft auf ein erfolgreiches Abschneiden zurückschauen. „Es war ein großer Umbruch im Sommer. Viele Spielerinnen haben uns verlassen, viele neue Spielerinnen sind dazu gekommen. Am Ende muss man sagen, wir waren im Europa-League-Halbfinale, sind leider unverdient gegen Häcken ausgeschieden. Jetzt haben wir es geschafft, wieder die Liga auf einem internationalen Platz abzuschließen. Da muss man ein großes ein Kompliment an Niko Arnautis, Katharina Kiel und Babett Peter machen.“ Lob gab es auch für die Jugend. „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden mit unserem Nachwuchs. Wir sind auf einem sehr sehr guten Weg. Wir stellen die meisten deutschen U-Nationalspieler mit Bayern München und Borussia Dortmund. Wir haben eine herausragende Youth-League-Runde gespielt und sind am Ende die letzte deutsche Mannschaft gewesen, die in diesem Youth-League-Wettbewerb war.“ Die U21 ist Oberligameister geworden. „Wir sind in die Regionalliga aufgestiegen. Glückwunsch ans NLZ, weil es am Ende wichtig ist, dass wir in der Regionalliga spielen und und so den besten Übergang zum Profibereich bekommen.“

„Keines unserer Ziele erreicht“

Über das Abschneiden der Profi-Männermannschaft fiel das Urteil des Vereinsbosses dagegen deutlich kritischer aus. Krösche legte den Finger in die Wunde. „Wir müssen ehrlich mit uns selber sein. Wir haben keines unserer Ziele erreicht, die wir uns gesteckt haben. Das ist sicherlich enttäuschend“, gestand Krösche und nahm das schwache Saisonresultat auf seine Kappe. „Am Ende ist es meine Verantwortung, dass wir diese Ziele nicht erreicht haben. Wir, vor allem auch ich, haben dieses Jahr Entscheidungen getroffen, die nicht funktioniert haben, wie ich es mir vorgestellt habe“, so die ehrlichen Worte des Managers. Diese Entwicklung ist sicherlich erstaunlich, zumal der Start in die Saison vielversprechend war: Man denke an die furiose 5:1-Gala gegen Galatasaray in der Königsklasse und die zwei Siege in der Liga gegen Bremen und Hoffenheim. Doch das Problem war: „Über die Monate Richtung Weihnachten haben wir es sportlich nicht hinbekommen, Konstanz und Stabilität reinzubekommen.“ Das habe dazu geführt, „dass wir in der Champions League zu wenig Punkte geholt haben. Mit vier Punkten war es auch für uns zu enttäuschend. Mit der Auslosung war es auch nicht so einfach gewesen, trotzdem war es unser Anspruch, mindestens in die Playoffs zu kommen. Das haben wir nicht geschafft.“

Krösche über Riera-Aus: „Es war meine Fehleinschätzung“

Ein Faktor sei auch die Verletzungsmisere gewesen. „Wir haben im Winter nochmal nachgelegt, um der Verletzungsmisere entgegenzuwirken. Wir sind dann ordentlich gegen Dortmund gestartet mit einem guten Spiel, aber haben dann leider in der Woche gegen Stuttgart und Bremen an den Leistungen aus der Hinrunde angeknüpft.“ Die Konsequenz war ein Trainerwechsel, Dino Toppmöller wurde nach erfolgreichen 2,5 Jahren von seinen Aufgaben entbunden. Für vier Spiele übernahm das Interimsduo Dennis Schmitt und Vereinslegende Alex Meier. „Das hat leider auch nicht funktioniert“, stellte Krösche fest. Nach der Pleite gegen Qarabag Agdam war das Aus in der Königsklasse besiegelt. Auch die nächsten drei Partien gingen verloren, „was nicht an Dennis und Alex lag“, nahm Krösche beide in Schutz. „Sondern es lag an meiner Entscheidung, weil ich sie in einer schwierigen Situation gebracht habe mit zwei Bundesliga- und zwischendurch auch Champions-League-Spielen, wo sie keine Möglichkeiten hatten, mit der Mannschaft zu arbeiten.“ Es folgte die Verpflichtung von Albert Riera, die aber nach einer Anfangseuphorie und positiven Ergebnissen wirkungslos blieb und nicht den erhofften Turnaround brachte. Auch hier sieht Krösche Fehler bei sich und sprang für den exzentrischen Fußballlehrer in die Bresche. „Auch das war meine Entscheidung“, betonte der gebürtige Hannoveraner, „und in dieser Entscheidung war es so, dass ich ihn in diese Situation gebracht habe, wo er kaum eine Möglichkeit hatte, erfolgreich zu sein. Ein Trainer aus dem Ausland, der nicht die Sprache spricht, die Liga nicht kennt und noch keine Erfahrung in der Bundesliga hat.“ Ihn in diese Situation zu bringen, „war meine falsche Entscheidung, meine Fehleinschätzung.“ Es stellt sich somit die Frage, warum man dem Spanier nicht die faire Chance mit der Sommervorbereitung und neuem Kader gegeben hat. Krösches Antwort: „Am Ende muss man sagen, dass es zu viele Themen gab. Deswegen haben wir lange darüber und über die letzten drei Monate gesprochen, sodass wir dann gemeinsam entschieden haben, dass es besser ist, einen Neuanfang zu machen, um auf der einen Seite für ihn und auf der anderen Seite für uns dann wieder den richtigen Weg einzuschlagen.“

Krösche pflichtet Riera bei: „Interna bleiben Interna“

Unter Riera konnte die Mannschaft nicht nur nicht sportlich überzeugen, sondern zu viele Störgeräusche außerhalb des Platzes belasteten die Atmosphäre im Umfeld des Clubs. Riera polarisiert mit seiner direkten und markanten Rhetorik. Krösche wusste, auf was er sich einlässt. „Ich habe mich nicht in den Menschen getäuscht, weil wir am Ende viele Gespräche geführt haben. Letztendlich war es auch gewollt, eine starke Persönlichkeit, einen starken Charakter zu haben, einen Leader zu haben.“ Problematisch sei jedoch das Enthüllen von Interna, beispielsweise der Auseinandersetzung mit Jonny Burkardt, was Riera auf einer Pressekonferenz zu einer Brandrede veranlasste. Krösche will dem künftig nachgehen. „Das ist keine gute Geschichte, muss man ehrlicherweise sagen, wenn Interna rauskommen, vor allem aus einem Inner Circle. Das ist immer schlecht, das ist auch schlecht für eine Organisation. Das ist schlecht, weil es die Wahrscheinlichkeit, die Ziele zu erreichen, minimiert. Von daher ist es sicherlich ein Thema, wo der Fokus drauf sein sollte.“ Man könne zwar nicht alles kontrollieren und man könne nicht verhindern, dass im Umfeld über interne Dinge gesprochen wird, „aber im Großen und Ganzen gilt es für eine Organisation, wie wir es sind und da habe ich den Anspruch an die Mitarbeiter und an die Spieler, dass Interna Interna bleiben“, stellte der Sportvorstand klar. „Wir können intern auch mal kritisch miteinander sein, auch mal streiten und unterschiedlicher Meinung sein und auch mal Konflikte haben.“ Das Entscheidende sei aber, „dass wir gemeinsam einen Konsens finden und rausgehen.“ Wenn Interna an die Öffentlichkeit gelangen, „ist es nie gut fürs Klima, fürs Team und für die Ziele, die wir erreichen wollen. Von daher ist es ein ganz ganz wichtiges Thema, was für mich in der Zukunft entscheidend ist, dass wir das abstellen.“ 

Boss bekennt sich zur SGE: „Bin keiner, der wegläuft“

Damit verriet Krösche sozusagen auch, dass er seine Zukunft weiter bei der Eintracht sieht. Im März tauchte ein Bericht auf, wonach der 45-Jährige an einen Abschied denke. Zudem wurde der Ex-Profi mit dem FC Bayern und Borussia Dortmund in Verbindung gebracht, doch Krösche nahm diesem Gerücht endgültig den Wind aus den Segeln. „So ein Jahr gehört manchmal auch dazu. Das ärgert mich und wir sind alle enttäuscht und ich bin enttäuscht. Natürlich habe ich zu viele Fehleinschätzungen getroffen.“ Aber ein Abschied kommt definitiv nicht infrage. „Aber ich bin keiner, der wegläuft. Am Ende muss man gemeinsam durch. Man muss die richtigen Dinge jetzt einleiten und die richtigen Entscheidungen treffen, anpacken und weitergehen. Du kannst hinfallen, das ist kein Problem, aber das Wichtigste ist, wieder aufzustehen.“ Zumal die SGE dem Vereinschef am Herzen liegt. Der ausbleibende Erfolg in der abgelaufenen Saison „macht natürlich was mit mir. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, ‚interessiert mich nicht, berührt mich gar nicht.‘ Die letzten drei Monate habe ich nicht so viel geschlafen, weil ich weiß, welche Verantwortung ich habe. Falsche Entscheidungen zu treffen sind für mich die schwierigsten Situationen, weil ich mit mir selbst unzufrieden bin. Ich bin perfektionistisch.“ Für Krösche sei es wichtig, „dass ich aus meinen Fehler lerne und dass ich in Zukunft mehr gute als schlechte Entscheidungen treffe.“ Eine richtige Entscheidung, die Krösche auf jeden Fall treffen muss, ist, bei der Suche den passenden Nachfolger für Albert Riera ausfindig zu machen. „Es geht darum, dass wir eine gewisse Stabilität bekommen. Am Ende geht es darum, jemanden zu finden, der eine klare Idee hat, wie er Fußball spielen will, dass wir auch eine gewisse Intensität in unser Spiel bekommen.“ Vorgänger Dino Toppmöller pflegte das Umschaltspiel, Riera setzte dagegen mehr auf kontrolliertem Ballbesitz. Krösche wünscht sich vom neuen Trainer eine Flexibilität aus beidem. „Es geht darum, dass wir eine Mischung bekommen aus Umschalt- und Ballbesitzfußball, weil wir am Ende beide Themen beherrschen müssen, um regelmäßig um die internationalen Plätze kämpfen zu können.“ Der neue Mann an der Seitenlinie soll jedenfalls bald feststehen. „Wir sind in Gesprächen. Wir wollen zeitnah eine Lösung finden.“

Neustart mit Plan: Krösche bindet neuen Trainer in Kaderumbau ein

Nur mit einem neuen Trainer lösen sich aber die Probleme nicht in Luft auf. Aus der schwachen Saison will man wichtige Lehren ziehen und dem Riera-Nachfolger einen konkurrenzfähigen Kader bereitstellen. Die Kaderplanung für die neue Saison ist deswegen fest mit dem neuen Trainer verbunden. „Wir müssen grundsätzlich immer Transferüberschüsse erwirtschaften. Das ist ganz normal. Daher wird es definitiv Kaderbewegungen geben. Das ist nun mal so. Am besten steht der neue Trainer dann aber schon fest, damit wir die Kaderplanung gemeinsam vorantreiben können. Jetzt haben wir dieses Jahr noch eine WM, das heißt, es wird noch viel passieren. Natürlich ist es aber unser Ziel, den neuen Trainer beim Thema ‘Zugänge’ mit einzubinden. Das ist klar.“ Das Nicht-Qualifizieren für das europäische Geschäft sei kein großes Hindernis, neue Spieler zur Eintracht zu lotsen. Krösche führt aus: „Ich glaube schon, dass wir uns in den letzten Jahren zu einer Marke entwickelt haben, die dafür steht, dass junge Spieler sich bei uns weiterentwickeln können und hier den nächsten Step zu machen. Wir haben die Expertise und Erfahrung dafür. Das ist der Hauptgrund.” Natürlich sei es hilfreich, international zu spielen, wenn es darum gehe, Spieler vom Projekt „SGE“ zu überzeugen. „Wir haben mittlerweile so eine starke Wahrnehmung in Europa, was die Entwicklung und Spielzeit von Spielern angeht, dass das keinen großen Einfluss haben wird.“ Dass es nicht nur um Zugänge, sondern auch um potenzielle Abgänge gehen wird in diesem Sommer, liegt auf der Hand. Angesprochen auf Can Uzun und Nathaniel Brown, die an Marktwerten sicherlich besonders herausstechen aus dem Kader, ließ sich Krösche nicht in die Karten blicken. „Das sind zwei wichtige Spieler für uns. Zwei richtig gute Spieler, die noch große Karrieren vor sich haben. Es ist schon unser Ziel, sie zu halten. Aber das sind Themen, die sich in den nächsten Wochen herauskristallisieren werden. Wir sind froh, dass sie hier sind. Sie haben sehr gute Entwicklungen genommen. Alles andere in der Zukunft wird man sehen.“ Angesprochen auf Noel Futkeu, der der beste Torschütze der zweiten Bundesliga wurde und dessen Rückkaufoption die Frankfurter Eintracht schon gezogen hat, ließ Krösche alle Möglichkeiten offen: „Noel hat eine hervorragende Entwicklung genommen. Wenn man sieht, dass er bei einem Klub, der unten in der Tabelle stand 19 Tore geschossen hat, dann spricht das einfach für eine gewisse Qualität. Das freut mich für ihn und seine Entwicklung. Daher haben wir uns auch entschieden, ihn zurückzuholen. Alles weitere werden wir sehen.“

Kader soll reduziert werden

Der Kader ist zu groß. Das stellte Krösche mehr als einmal fest auf der Pressekonferenz. Nicht nur bei der Einbindung von Jugendspielern sei das in der vergangenen Saison ein Problem gewesen, auch ohne den internationalen Wettbewerb muss der Kader verkleinert werden. „Wir müssen schauen, dass wir den Kader perspektivisch – das werden wir nicht innerhalb eines Jahres hinbekommen – auf 17 Spieler reduzieren, die wirklich auf Top-Niveau sind. Dann sollen die Positionen 18, 19, 20 aus dem eigenen Nachwuchs kommen. Das wäre das richtige Zeichen an das Nachwuchsleistungszentrum. Also, dass wir auf sie setzen und mit ihnen arbeiten wollen. Auf der anderen Seite ist es auch immer eine Frage des Budgets. Wir sind im Wettbewerb mit Klubs, die deutlich mehr finanzielle Möglichkeiten haben. Aber auch international ist das so. Wir müssen im Gesamtblick auf die Dinge schauen, dass wir die Budgets, die wir zur Verfügung haben, bestmöglich zu konzentrieren. Das geht nur über die Reduzierung von Kadergrößen und die Orientierung hin zu einem Kernkader. Statistisch ist es so, dass Mannschaften, die weit im internationalen Geschäft kamen, 90 Prozent der Spielminuten von etwa 17 Spielern getragen wurden. Die restlichen 10 Prozent fallen auf die Positionen dahinter. Und so müssen wir auch agieren. Wir müssen unser Budgets auf diese 17 Spieler konzentrieren. Wir müssen als Eintracht Frankfurt schauen, dass wir eine Kadergröße haben, die auf der einen Seite eine hohe Qualität hat, aber auf der anderen Seite eine Kaderstruktur aufweist, bei der auch Nachwuchsspieler sinnvoll integriert werden können.“

18 Kommentare

Avatar 1. freund50 19. Mai 26, 18:15 Uhr

Respekt
Wir werden wieder angreifen

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. SGE74 19. Mai 26, 18:25 Uhr

Sehr gute Selbstreflexion, ja absoluter Respekt!

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 3. Fozzi 19. Mai 26, 18:43 Uhr

Schöne Frage, Emre. Schade, dass Krösche die Frage mMn nicht 100% sauber beantwortet hat.

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Fallback Avatar 4. Reebok 19. Mai 26, 19:34 Uhr

Ich fand die Aussage zur Ziel-Kadergröße sehr interessant. Noch zwei Ergänzungen von meiner Seite:
1. Die genannten 17 "Topspieler" beziehen sich auf Feldspieler.
2. Krösche hat sehr klar gesagt, dass dieser Zielkorridor in einem Sommer kaum erreicht werden kann.

Gerade letzteres finde ich nicht unwichtig zu erwähnen, sonst ist hier wieder was los... ;-)

Meine Einschätzung: Damit wird es für Kalimuendo schwer zu bleiben, auch wenn Wahi geht. Selbst dann haben wir noch Burkardt, Ebnoutalib, Batshuayi und Futkeu auf der Liste für die zentrale Spitze, das ist nach dieser Rechnung deutlich zu viel. Eher zwei der genannten plus Staff, wenn man ihn nicht für die Regionalliga einplant.

Genauso kann man die anderen Positionen durchgehen, wäre ja mal spannend. Was ist eure Einschätzung zum Zielkader unter der von MK genannten Prämisse? (also: Wen würdet ihr behalten, wen gehen lassen? - ein bisschen Fußballmanager in der Sommerpause darf man ja mal wagen...)

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Ansonsten kann man, denke ich, einfach nur froh sein, dass wir Krösche haben. Klare Gedanken, klare Struktur. Da werden scheinbar die Finger in die verschiedenen Wunden gelegt und hoffentlich sauber aufgearbeitet. Geschont hat er sich und seine Entscheidungen jedenfalls nicht. Klar, er steht jetzt natürlich unter Druck, für die kommende Saison zu liefern - aber ich habe ein gutes Gefühl. Kein Schöngerede, das ehrt ihn schon mal (und sicherlich nicht jede Schuld, die er auf sich genommen hat, hatte er alleine zu verantworten)!

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Fallback Avatar 6. hadabambata 19. Mai 26, 19:46 Uhr

Der Mann hat einfach eine klare Haltung, Prinzipien und Stil.

Als er für seine Transfers gefeiert wurde, hat er das Lob an die Scouts weitergereicht und sprach immer von Entscheidungen, die im Team getroffen werden.
Wenn's wie in dieser Saison schief läuft, nimmt er die komplette Verantwortung auf sich.

Chapeau, Herr Krösche. Seit heute sind sie nochmal in meiner Wertschätzung gestiegen.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 7. Block42 19. Mai 26, 19:54 Uhr

Die beste Pressekonferenz seit langer Zeit! Dem ist nichts hinzuzufügen und es scheint einen Plan zu geben!

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Avatar 8. 1899international 19. Mai 26, 20:22 Uhr

Ich kann nur wärmstens empfehlen, die Pressekonferenz in voller Länge anzuschauen. Krösche, von dem ich ohnehin sehr viel halte, hat mich heute insbesondere menschlich sehr beeindruckt. Natürlich kann man der Meinung sein, dass er als Sportverstand definitiv die Verantwortung für die sportlichen Belange trägt. Aber die Art und Weise wie er heute Verantwortung übernommen hat, finde ich beeindruckend und sehr menschlich. Ich hatte zwischenzeitlich den Eindruck, dass er sehr berührt war.

Krösche hat heute sehr viel Positives über Riera gesagt. Zum Beispiel, das er eine starke Persönlichkeit, ein starker Charakter, ein Leader sei, eine klare Meinung habe und direkt sage, was er denkt. Klingt für mich alles wertschätzender als "exzentrisch" wie hier im Bericht. Auch in Sachen guter Stil und respektvolles Miteinander hat Krösche heute so manchem Medienvertreter gezeigt, wie man das auch machen kann.

Ich muss sagen, bei alldem Frust, den ich diese Saison spürte, hat mich diese Pressekonferenz, obwohl ja faktisch bis jetzt noch nichts passiert ist, einfach ein Stück weit versöhnt.

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Fallback Avatar 9. rheinadler70 19. Mai 26, 21:39 Uhr

Alle Achtung Herr Krösche
In der heutigen Zeit gibt keiner mehr Fehler zu, deshalb ein besonderes Lob, für alle den Kopf hinzuhalten. Super , deshalb bester Manager in der BL

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Avatar 10. okocha4life 19. Mai 26, 21:47 Uhr

Hut ab Maggus! Das war mal ein ehrlicher, kohärenter und somit respektabler Auftritt.
Wäre er Politiker, ich würde ihn wählen.
Weitermachen!

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Fallback Avatar 11. pfalzadler11 19. Mai 26, 21:51 Uhr Zitat - Reebok Ich fand die Aussage zur Ziel-Kadergröße sehr interessant. Noch zwei Ergänzungen von meiner Seite: 1. Die genannten 17 "Topspieler" beziehen sich auf Feldspieler. 2. Krösche hat sehr klar gesagt, dass dieser Zielkorridor in einem Sommer kaum erreicht werden kann. Gerade letzteres finde ich nicht unwichtig zu erwähnen, sonst ist hier wieder was los... ;-) Meine Einschätzung: Damit wird es für Kalimuendo schwer zu bleiben, auch wenn Wahi geht. Selbst dann haben wir noch Burkardt, Ebnoutalib, Batshuayi und Futkeu auf der Liste für die zentrale Spitze, das ist nach dieser Rechnung deutlich zu viel. Eher zwei der genannten plus Staff, wenn man ihn nicht für die Regionalliga einplant. Genauso kann man die anderen Positionen durchgehen, wäre ja mal spannend. Was ist eure Einschätzung zum Zielkader unter der von MK genannten Prämisse? (also: Wen würdet ihr behalten, wen gehen lassen? - ein bisschen Fußballmanager in der Sommerpause darf man ja mal wagen...) Path

Ich habe die PK auch gesehen....das mit der Kadergröße war auch der Punkt wo ich genau hingehört habe.

Das funktioniert auch nur wenn man polyvalente spieler in den eigenen Reihen hat...so einer wie z.B. brown (LV, LM, dm) ...der riera hat z.B den amenda als RV spielen lassen, da war hier im Forum das Gemaule groß...ich denke das war das Thema in die Riera und kroesche anfangs wahrscheinlich perspektivisch gedacht haben ..... Das mit der Kadergröße Reduzierung wird noch ca. 4 Transferperioden benötigen bis die letzten "faulen Verträge" auslaufen.....
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Fallback Avatar 12. deraldesack 19. Mai 26, 21:54 Uhr

Respekt Markus Krösche!
Er hat Klartext gesprochen , die Verantwortung übernommen und dazu noch klargestellt das seine Zukunft bei uns ist. Die ganzen Aussagen stimmen mich zuversichtlich bezüglich der nahen Zukunft.
Auch der klare Plan des Kaderaufbaus für die Zukunft ( ich hoffe auf die übernächste Saison) nimmt mich voll mit.
Ein Kern von 17 Topspielern ,ergänzt durch Spieler aus der eigenen Jugend. Hört sich sehr gut an.
Bin gespannt wer der Trainer wird.
Sieht aber sehr nach Adi Hütter aus.
Krieg zwar Magensäure wenn ich an seinen Abschied denke, er hat aber Reue gezeigt und sich auch mit unseren Verantwortlich ausgesöhnt.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 50 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 13. keineahnungvieldavon 19. Mai 26, 22:14 Uhr

Da hat MK tatsächlich ziemlich blank gezogen was seine Fehler waren.
Ehrlich, authentisch Stellung bezogen und die volle Verantwortung übernommen.
Hut ab und damit wäre eigentlich auch alles gesagt zu dieser Saison.
Einzig die Spieler kommen mir zu gut weg dabei. Niemand hat ihnen verboten Gras zu fressen.
Ich habe jetzt Reset gedrückt und freue mich auf alles was kommt oder geht , Hauptsache wir bekommen eine runderneuerte Mannschaft, die zusammensteht für den Erfolg von Eintracht Frankfurt, neben ihrem eigenen.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 50 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 14. Weltenlenker 19. Mai 26, 22:30 Uhr

Vielleicht könnte man ja hier eine Abstimmung über die 17 aus dem jetzigen Kader instalieren. Plädiere aber dafür, dass Chandler und Götze zu den Nachwuchsspielern zählen.

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Fallback Avatar 15. Muetzelchen 20. Mai 26, 09:04 Uhr

Wahre Größe zeigt, wer sein eigenes Denken hinterfragt. Herr Krösche, ihre Analyse und ihr eigenes Verständnis für die Fehler der Vergangenheit, spricht für ihren Charakter!

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Fallback Avatar 16. PeKa 20. Mai 26, 09:21 Uhr

Es steht schon in der Bibel: Wer von Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein.
Wenn man die Verantwortung nicht hat, ist es immer leicht, anderen die Fehler vorzuhalten.
Ich find's gut, wie er die Dinge anspricht. Fehler passieren nun mal. Es müssen halt die richtigen Schlüsse gezogen werden. Aber das traue ich denen zu.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 17. Boris 20. Mai 26, 12:57 Uhr

Also jetzt selbstkritisch zu sein, finde ich gut, aber es bleibt ihm auch nichts anderes übrig. Ansonsten würde er sich lächerlich machen und alle gegen sich aufbringen. Das hat Krösche gut gemacht so hat er sicherlich viele Eintracht-Fans wieder vereint.

Ein paar Aussagen muss man dennoch kritisch hinterfragen: scheinbar ist man davon ausgegangen, die CL Gruppe zu überstehen und das war nach diesem Los einfach unrealistisch. Es haben sich ja alle die stärksten Gegner gewünscht, ich nie, denn nach dem Los war das Ausscheiden quasi schon besiegelt. Ich habe es dann jede Woche aus Neue null verstanden, warum die sich überhaupt Hoffnungen auf das Weiterkommen gemacht haben und Spieler in der Liga für die CL geschont haben. So lief dann beides scheiße, die Liga und die CL, na Bravo... Nach dem unglaublich harten Los hätte man direkt alles nur auf Liga und Pokal setzen sollen und die CL Spiele als kleinen Bonus für die Jugend ohne jeglichen Druck angehen sollen, also ruhig auch Baum, Dills, Staff, Dzanovic, vielleicht wäre einer eskaliert und es wäre der neue Star der Eintracht geboren. So wäre kein großer Druck mehr gewesen und sie hätten frei aufspielen können. Da man jedoch zu hohe Erwartungen geschürt hat, hat Toppmöller sich eben nicht mehr getraut, die unerfahrenen Kräfte einzubauen, was eigentlich eine Stärke von ihm war. So haben die Leichtigkeit und der jugendliche Esprit gefehlt. War es etwa Vorgabe des Vereins, sich auf die CL zu fokussieren? Deswegen lief es dann in der Liga schlecht, die Spieler waren ausgepowert und verletzungsanfällig und dafür war Toppmöller der Buhmann, dabei war der Plan von vornherein scheiße. Sein Rausschmiss kam mir dann wie eine unüberlegte Kurzschlussreaktion vor. Das hat sich bestätigt, weil man ja nicht mal direkt einen klaren Nachfolger benennen konnte, sondern noch 4 Spiele kopflos rumgerannt ist. Wenn man einen Trainer nach einem Unentschieden(nicht etwas nach einer klaren Niederlage gegen einen schwachen Gegner) feuert, dann kann man das machen, wenn der neue Trainer bereits hinter der Bühne wartet, aber doch nicht so.

Nach Toppmöllers Abgang wurde dann nichts besser, man hätte ihn einfach die Saison noch auf den 7ten Platz retten lassen sollen, das hätte er schon geschafft. Zum Zeitpunkt des Rauswurfs hatte die Eintracht nur 2 Punkte Rückstand auf Platz 6, vergesst es nie, alle diejenigen, die hier immer "Toppmöller raus" geschrien haben. Es geht mir nicht darum, dass ich mir Toppmöller zurück wünschen würde, ein frischer Wind kann der Eintracht gut tun und die Pressekonferenzen waren absolut unerträglich, aber insbesondere der Zeitpunkt war einfach falsch.

"Ich glaube schon, dass wir uns in den letzten Jahren zu einer Marke entwickelt haben, die dafür steht, dass junge Spieler sich bei uns weiterentwickeln können und hier den nächsten Step zu machen. Wir haben die Expertise und Erfahrung dafür."

Ja diese Expertise und Erfahrung im Aufbauen von Talenten, für die die Eintracht über Jahre stand, hat man ja teilweise mit rausgeschmissen. Klar war das nicht allein Toppmöllers Mist gewachsen, aber er war bekannt dafür, junge Spieler zu fördern. Der gute Ruf dafür bleibt ja nicht automatisch erhalten, wenn die Spieler nicht mal wissen, wer sie trainieren wird und ob dann weiterhin die Talente gefördert werden. Da malt sich Krösche die Welt zu sehr rosarot. Wenn der Kader total aufgebläht ist, gibt es wenig Chancen auf Spielzeit. Es kriegen ja bereits die bestehenden Spieler, insbesondere die Jugend, viel zu wenig Spielzeit. Wenn man noch nicht mal weiß, wer kommt und wer geht, geschweige denn wer die Mannschaft trainieren wird, dann kann man eben aufstrebende deutsche Supertalente wie Lenz oder Eichhorn vergessen. Die entscheiden sich dann halt eher für das internationale Geschäft, aber auch für ein funktionierendes Gespann aus Manager und Trainer(Ilzer und zwei Kollegen sind gemeinsam zu Hoffenheim gewechselt), zumal die Eintracht gar nicht mehr Knete bieten kann als die Konkurrenz.

Das Ausdünnen des Kaders sollte schon schnell voran gehen, da kann man auch mal Spieler günstig abgeben, Hauptsache man hat die von der Payroll und man hat einen festen Stamm. Dann hat man auch wieder Platz und Kohle, um ein paar Neuzugänge mit dem neuen Trainer abzustimmen.

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Fallback Avatar 18. mainhesse 20. Mai 26, 14:38 Uhr

Ehrlich gesagt, ich kann die Lobhudelei a la "übernimmt Verantwortung" nicht nachvollziehen.
Er bleibt ja im Amt und will versuchen seine eigenen Fehler auszubügeln.

Mal abgesehen davon, daß Riera die größte Fehlbesetzung auf der Trainerbank in der Vereinsgeschichte war, auch das Interimsduo Schmidt/AMFG war ein Griff ins Klo.
Und schon Toppmöller war eigentlich der falsche Trainer für den Kader, den Krösche zusammengestellt hat. Wobei an dem Kader auch ganz andere Kaliber gescheitert wären.
Krösche hat 2021 einen funktionierenden Kader mit einer klaren Hierarchie und mehreren Führungsspielern (Hase, Hinti, Rode, Trapp, Kostic), die neben Führungsqualitäten auch sportlich stark waren, übernommen.
Von der Mannschaft, die dann 2022 die Europa League gewann, ist nur noch Knauff da, Chandler und Grahl auch, aber die spielen sportlich keine Rolle mehr.

Aktuell sehe ich im ganzen Kader keinen einzigen unangefochtenen Führungsspieler mehr, am ehesten kann noch Burkhardt diese Rolle ausfüllen.

Diese Leerstellen thematisiert Krösche nicht, stattdessen wird über die Kadergröße gesprochen und die Kaderplanung mit einem Trainer, der noch in de nSternen steht.
Die Vorstellung, daß möglicherweise wieder wichtige und entwicklungsfähige Spieler wie Brown oder Uzun verkauft werden, um neben den irrsinnigen Vorstandgehältern den aufgeblasenen Staff und die Ablöse für Kalimuendo zu finanzieren ist absurd.

Hoffentlich kommen sie nicht auf die Idee, Futkeu gleich wieder zu verkaufen.
Der wurde immerhin Torschützenkönig bei einem Abstiegskandidaten. Wie oft hätte der wohl bei einem Spitzenteam getroffen ?
Er wurde übrigens schon von Toppmöller vollkommen ignoriert, obwohl er auch in unserer Regionalligamannschaft eine erstaunliche Trefferquote hatte.
Und ich würde mir wünschen, daß besonders das Scouting verbessert wird.
Den führenden der Torjägerliste der Zweiten Liga findet auch ein Laie im kicker.
Ich würde mir also ein Scouting wünschen, das solche Talente schon in Heddernheim, Kalbach oder wenigstens Gießen erkennt.

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