Bei der 2:3-Auswärtsniederlage gegen Borussia Dortmund ist die Eintracht dank des frühen Treffers durch Can Uzun in der 2. Minute eigentlich perfekt ins Spiel gestartet. Ein Doppelschlag des BVB kurz vor der Pause leitete dann aber die zweite Frankfurter Niederlage in Folge ein. Anschließend agierten die Adler über weite Strecken zu passiv, um der Borussia ihren Sieg streitig zu machen. Damit die SGE am letzten Spieltag überhaupt noch eine Chance auf den Einzug in die Conference League hat, darf Freiburg am Sonntag gegen den HSV nicht gewinnen.
„Ich bin vom Ergebnis enttäuscht, weil wir in unserer Situationen Punkte brauchen, um unser Ziel noch zu erreichen“, betont auch Trainer Albert Riera auf der anschließenden Pressekonferenz. Zufrieden zeigt er trotzdem mit dem Spiel seiner Mannschaft. „Innerlich bin ich dankbar für diese Leistung. Es war die beste, seit ich bei diesem Team bin.“ Dieses Aufbäumen kam aber zu spät, wie auch der Spanier anmerkt: „Das Problem ist nicht unser heutiger Auftritt, sondern, dass wir in den letzten Wochen nicht so wie heute gespielt haben.“
„Die Basis ist, so wie heute zu performen“
Ausführliche Einblicke gibt der Coach in die Vorbereitung auf das Freitagabendspiel und was er von dem auf dem Platz gesehen hat: „Wir haben diese Woche über drei verschiedene Dinge geredet, die wir in Dortmund brauchen. Das erste sind erfahrene Spieler. Junge Spieler brauchen erfahrenere Mitspieler an ihrer Seite, um einen Schritt nach vorne gehen zu können“ , benennt er einen Grund, warum unter anderem Dahoud, der lange außen vor war, in Dortmund wieder in der Startelf gestanden hat. „Darüber hinaus wollten wir als Team auftreten. Heute haben wir uns auf dem Platz wie ein Team gefühlt und füreinander gekämpft. Zudem haben wir uns vorgenommen, kompakt aufzutreten. Wir haben zusammen angegriffen und mussten gegen den Ball oft zusammen leiden, weil der Gegner uns dazu gezwungen hat. Die Basis ist, so wie heute zu performen.“
Gerade Dahoud war bei den Frankfurtern einer der besten auf dem Platz. Das Tor von Uzun bereite er auf überragende Weise vor, indem er sich im gegnerischen Strafraum gegen mehrere Dortmunder behauptete. „Über Dahouds Trainingsleistungen konnte ich mich aber nie beschweren. Er hat in den letzten Wochen entweder aus taktischen Gründen nicht gespielt oder, weil jemand anderes noch vor ihm war. Wir haben viele Spieler auf seiner Position“, erklärt Riera warum der zentrale Mittelfeldmann zuvor so wenig Spielzeit unter ihm erhielt. Gegen den BVB habe Dahoud „einen fantastischen Job“ gemacht. Auch über Götzes Einsatz nach dessen Einwechslung findet der Trainer lobende Worte: „Nachdem er reinkam, hat er sein Maximum gegeben. Genau das brauchen wir von unseren erfahren Leuten, weil sie ein Vorbild für die jüngeren Spieler sein müssen.“
„Hätten aggressiver agieren müssen“
Die entscheidendsten Minuten der Partie waren sicherlich die, in denen die Eintracht ihre Führung kurz vor der Pause noch aus der hand gegeben hat. Trotz ausreichender Strafraumbesetzung waren die Frankfurter jeweils einen Schritt langsamer als ihre Gegner. „Bei den zwei Gegentoren vor der Halbzeit hätten wir vielleicht aggressiver agieren müssen“ gibt der Trainer zu, bevor er aber auch sein Team in Schutz nimmt: „Wenn ich zu meinen Spielern gehen und sie fragen würde, ob sie den Ball gewinnen wollen, würden sie natürlich ‚ja‘ sagen. Fehlender Wille ist nicht das Problem. Wenn wir ein Gegentor kassieren, liegt es nicht immer daran, dass wir schlecht waren. Manchmal hat der der Gegner es auch einfach gut gemacht.“
Ob Riera nach Abschluss der Saison Trainer in Frankfurt bleiben wird, gilt derzeit als unsicher. Der Spanier selber möchte sich laut eigener Aussage nur mit dem beschäftigen, was er beeinflussen kann: „Wie viel Zeit ich erhalte, ist nicht meine Entscheidung, sondern die des Vereins. Was ich kontrollieren kann, ist unsere Spielweise. Darauf konzentriere ich mich, der Rest liegt nicht in meinen Händen. Ich brauche Zeit und Vertrauen. Ich schaue nach vorne und bin positiv gestimmt, die aktuelle Situation zu lösen






8 Kommentare
Man liegt 3:1 hinten, was macht Trainer, klar man nimmt den einzigen Stürmer den man hat vom Platz, gewinnen will man ja dann nicht mehr, nur nicht so hoch verlieren. Jonny darf erst in der 82. ran, zu dumm da trifft der auch noch 5 Minuten später.
Jonny hat ihm danach "Liebesbekundungen" gesendet, die 2 werden keine Freunde mehr.
Schickt AR endlich in die Wüste
Jeder weiß, dass Riera nach der Saison Geschichte ist. Die Verantwortlichten haben sich von ihm einen klaren Kurswechsel und eine Aufbruchstimmung gewünscht. Die Mannschaft sollte aus ihrem Tiefschlaf aufgeweckt werden. Das hat Riera in Ansätzen auch gemacht, aber es passt halt einfach nicht zusammen. Da muss jetzt nicht jede Entscheidung und Aussage noch auf die Goldwaage gelegt werden. Das letzte Spiel schaffen wir jetzt auch noch und dann ist diese Saison erledigt. Eigentlich sollte es DIE Saison werden mit Championsleague, große Gegner, geilen Europa Abenden und und und.
Dann werden wir halt nächstes Jahr DFB Pokalsieger und spielen wieder um Europa mit. Da haben wir schon viel schlimmere Zeiten hinter uns, wobei ich selten so wenig Emotionen und Einsatz erlebt habe. Aber das ist nächste Woche um 18 Uhr alles egal! Dann muss für die neue Saison geplant werden und aufgeräumt werden! Daran werden die Verantwortlichen bereits arbeiten! Und dann wird unser Adler auch wieder auferstehen!
Noch ein Spiel und die Saison ist zu Ende. Was bleibt ist ein Eindruck der Hilfslosigkeit. Vielleicht sind wir verwöhnt, von all den Erfolgen der letzten Jahren, doch die Art und Weise wie wir in dieser Saison gespielt haben, lässt mich persönlich mit vielen Fragenzeichen zurück. Der Kader, der Trainer, der Manager und auch der Vorstand, wird nach der Saison in aller Ruhe hoffentlich alles auswerten und ohne übereilte Aktionen die Lehre darausziehen. Auch mit der ganzen Enttäuschung, ich bin und bleib ein Fan von Eintracht Frankfurt und das aus tiefer Überzeugung!
Interessant... Für mich ist das ein genetischer Defekt, der seit meinem Großvater aktiv ist und die Familie plagt.
Ich würde mich gerne für bodenständige Arbeit wie in Freiburg oder die Rolle des Underdog-Bayern-Jägers Dortmund begeistern, aber leider macht mich das überhaupt nicht an. Ich scheine eine Schwäche für Chaos zu haben und die Eintracht bedient das perfekt.
Den Ball über die Linie schieben - dazu muss man kein Profi sein. Burkhardt hat vorher nicht gut gespielt, aber wer hat das schon. Ob er den Trainer mag ist Scheiss egal, er soll besser Fussball spielen! Riera wird am letzten Spieltag höchstwahrscheinlich verabschiedet werden und das wird eher mit durchwachsenen Erfolg geschehen. Ich finde es gut das am letzten Tag eine saubere Trennung vollzogen werden wird. Alles andere wäre nicht nachvollziehbar.
Frage mich was ihr macht wenn er unser Trainer bleibt 🤔😂
Keine Sorge, letztendlich hätte er gegen Bild keine Chance.
Wenn er bleiben würde, ich würde ihm und Eintracht alles Gute wünschen,was sonst.
Der BVB wollte nicht und wir konnten nicht.
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