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Der Sportvorstand möchte bei den Frauen eine ähnliche Transferstrategie wie bei den Männern etablieren. Foto: Imago / Sven Simon

Krösche will künftig mehr Nachwuchsspieler in den SGE-Profikader integrieren

Die Saison 2025/26 verlief für Eintracht Frankfurt fußballerisch nicht auf allen Ebenen enttäuschend. In der UEFA Youth League kam die U19 der SGE bis ins Achtelfinale und schied in dieser Runde knapp mit 0:1 gegen Sporting Lissabon aus. Die U21 holte nach dem Abstieg der vergangenen Saison souverän die Hessenliga-Meisterschaft und wird in der kommenden Saison wieder in der Regionalliga Südwest spielen. Unglücklich scheiterten die Fußballerinnen der SGE im Europa-Cup-Halbfinale an BK Häcken, dafür erreichten sie aber in der Bundesliga ihr Minimalziel: Der dritte Tabellenplatz berechtigt die Eintracht-Frauen dazu, auch in der kommenden Saison im internationalen Wettbewerb zu spielen. In der Saisonabschluss-Pressekonferenz gibt Sportvorstand Markus Krösche einen Einblick darauf, wie die zukünftige Ausrichtung der Nachwuchsmannschaften und die des Frauenteams geplant sind.

Krösche plant bei Frauen „die gleiche Strategie“ wie bei den Männern

Laut Krösche will die Eintracht bei den Frauen auf ein ähnliches Konzept wie das setzen, das der Männermannschaft in den letzten Jahren bereits Erfolge beschert hat: „Am Ende ist es die gleiche Strategie. Wir müssen genauso wie bei den Männern auch dort immer wieder Transfererlöse erwirtschaften. Die eine oder andere Spielerin werden wir verlieren. Das ist schade, aber im Frauenfußball mittlerweile auch so.“ Der Sportvorstand begründet dies mit den höher gewordenen Geldsummen, die nun auch im Frauenfußball fließen: „Der Transfermarkt hat sich da in den letzten vier bis fünf Jahren extrem verändert“, erklärt er.

„Mittlerweile gibt es Investoren, die in Clubs investieren. Zudem gibt auch der Markt in Amerika bei den finanziellen Themen nochmal mehr Möglichkeiten her. Von daher ist es auch im Frauenfußball für uns notwendig, Transfererlöse zu erwirtschaften und Spielerinnen abzugeben. Das passiert und ist nichts anderes als es letztendlich im Männerfußball auch ist. Der Frauenfußball ist da jetzt in ähnlichen Mechanismen unterwegs, wie es bei den Männern schon seit Jahrzehnten der Fall ist“, so Krösche weiter.

Mehr Chancen für Spieler aus dem Nachwuchs

Bei den Männern strebt Krösche eine Entwicklung an, die es erlauben soll, künftig mehr Spieler aus dem Jugendbereich in den Profikader einzubinden: „Grundsätzlich haben wir immer junge Spieler, wir versuchen aber trotzdem auch die Spieler aus dem eigenen Nachwuchs einzubinden. Das war dieses Jahr ehrlicherweise ziemlich schwierig. Mit der Qualität, die wir im Nachwuchs haben, hat das nichts zu tun, sondern eher mit der Kadergröße, die wir im Profibereich haben. Da hatten wir einen zu großen und breiten Kader. Somit hatten die Spieler aus dem Nachwuchs nicht wirklich die Chance, sich zu zeigen oder sogar Minuten zu sammeln.“

Um Jugendspielern einen leichteren Übergang zu den Profis zu erleichtern, möchte der Sportvorstand in der Zukunft mit einem kleineren Kader arbeiten: „Eine Lehre aus diesem Jahr ist sicherlich, dass wir den Kader in Zukunft so ausrichten, dass die Anbindung aus dem Nachwuchsbereich deutlich größer ist. Das war aufgrund der Kaderstruktur in diesem Jahr nicht möglich.“

Mehr Fokus auf Individualisierung

Sich verändern soll außerdem die Förderung der Eintracht-Nachwuchsspieler: „Die Ausbildung unserer Spieler wird der wichtigste Punkt sein. Im NLZ wollen wir den Fokus noch mehr darauf legen, beim Übergangsbereich zwischen Jugend- und Profispieler noch besser zu arbeiten. Wir wollen den Fokus mehr auf Individualisierung lenken“, betont Krösche. „Den Schwerpunkt im NLZ wollen wir mehr auf die Entwicklung von Spielern setzen, um diese mit einer höhern Wahrscheinlichkeit in den Profikader zu bekommen. Im besten Fall kommen die dann nicht nur auf ein paar Minuten, sondern werden sogar Stammspieler.“

8 Kommentare

Fallback Avatar 1. PeKa 20. Mai 26, 14:11 Uhr

Sorry, aber das mit den nicht eingesetzten Nachwuchsspielern und der Kadergröße ist Quatsch.
Die eigenen Nachwuchsspieler kamen in den letzten Jahren kaum zum Zug, weil die Trainer immer wieder Spieler eingesetzt haben, an denen sie, warum auch immer, einen Narren gefressen hatten, egal wie schlecht sie gespielt haben.
Für mich hat das eher etwas mit mangelnder Risikobereitschaft zu tun, da setzt man lieber auf das vermeintlich Altbewährte, irgendwie typisch deutsch. Die Trainer haben Angst davor, dass der eingesetzt Jugendspieler einen Bock baut und es wieder auf den Trainer zurückfällt. Da muss man auch mal Haltung zeigen. Auch nicht jedem so sein Ding.
Natürlich ist es einfacher, einen 17-jährigen neben 10 Weltklassespieler einzusetzen, wie es die Bauern machen, da kann eigentlich nicht viel passieren.
Aber ich predige schon seit Jahren, gebt den Jungen doch mal reelle Chancen und baut sie auf.

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Fallback Avatar 2. deraldesack 20. Mai 26, 14:34 Uhr

Wir haben sportliche Ziele.
Einen Tabellenplatz der für den Europa Cup reicht.
Im Dfb Pokal und Europa Cup (wenn wir qualifiziert sind) soweit wie möglich kommen.
Sagen wir mal Marvin Dills spielt aufgrund von Verletzungen und Sperren im Entscheidenden Spiel um die Europa League als Einwechselspieler. Und spielt schlecht und verursacht ein Gegentor. Und wir qualifizieren uns nicht.
Was meint Ihr ,was für ein Geschrei hier im Forum wäre.
" Es müssen mehr erfahrene Spieler her"
"Es kann nicht sein, das wir unerfahrene Jugendspieler in solchen Spielen einsetzen"
Genau das will die Eintrachtführung aber machen.
17 "erfahrene" Profis plus eigene Jugend.
Da wird es sehr schnell dazu kommen, das unsere Jugendspieler auch tatsächlich spielen. Auch in solchen Spielen die richtungsweisend sind.
Also kann es auch mit dieser Kaderpolitik sein, das wir unsere sportlichen Ziele mal nicht erreichen. Langfristig wird es uns aber die Möglichkeit geben, qualitativ hochwertige Profis zu haben, und zu halten.
Da wir dann schlicht und einfach mehr Gehalt pro Spieler zahlen können.

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Das Nachwuchszentrum und die Arbeit mit jungen Spielern wurde die letzten Jahre komplett neu aufgestellt. Das braucht Zeit und der Aufstieg der U21 ist da ein ganz wichtiger Schritt. Der Schritt zu den Profis ist weiter riesig. Daher finde ich den Ansatz der 17 Profis plus fest eingeplante Plätze für den Nachwuchs ein sehr guten Ansatz. Das wäre vor zwei Jahren wahrscheinlich noch undenkbar gewesen. Es wäre ja auch der totale Wahnsinn so viel Geld in ein Nachwuchszentrum zu stecken, ohne das Ziel zu haben, dort Spieler für die Profis auszubilden. Daher hoffe ich, dass wir da auf einem guten Weg sind und da ist ein Jahr mit viel Trainingszeit wahrscheinlich auch sehr hilfreich.
Ich bin gespannt, wie man so viele Spieler loswerden kann, damit am Ende noch punktuell neue kommen können und man noch einen kleineren Kader hat. Götze, Doan, Burkhardt, Koch, Kristensen, Theate, Younes, Uzun, Baum, Brown, Knauf sind ja schon 11 die ich auch in Zukunft bei uns sehe... das wird sehr spannend in den nächsten Wochen!

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Fallback Avatar 4. drobbe 20. Mai 26, 16:54 Uhr

Wenn man die zweite Saisonhälfte eh abschenkt, hätte man auch ordentlich Jugendspieler durchrotieren können. Das Gekicke hätte sicher nicht gelitten. Für mich war das einer der großen Fehler dieser Saison.

Sowohl Schmitt wie Riera hätten das problemlos umsetzen können: "das ist meine Philosophie, in jedem Spiel einem NLZ-Spieler eine Chance zu geben," den Satz hätte jeder im Umfeld akzeptiert. Und wenn es nur 15 Minuten pro Spiel gewesen wären.

Hoffen wir, daß sich der Nachfolger das ins Stammbuch schreibt.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. Boris 20. Mai 26, 17:59 Uhr Zitat - drobbe Wenn man die zweite Saisonhälfte eh abschenkt, hätte man auch ordentlich Jugendspieler durchrotieren können. Das Gekicke hätte sicher nicht gelitten. Für mich war das einer der großen Fehler dieser Saison. Sowohl Schmitt wie Riera hätten das problemlos umsetzen können: "das ist meine Philosophie, in jedem Spiel einem NLZ-Spieler eine Chance zu geben," den Satz hätte jeder im Umfeld akzeptiert. Und wenn es nur 15 Minuten pro Spiel gewesen wären. Hoffen wir, daß sich der Nachfolger das ins Stammbuch schreibt. Path

Schmitt hat doch Staff mal 15 min gegeben und Dills m, vielleicht noch anderen

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Fallback Avatar 6. drobbe 20. Mai 26, 18:37 Uhr Zitat - Boris Schmitt hat doch Staff mal 15 min gegeben und Dills m, vielleicht noch anderen Path

Stimmt schon. Aber so konsequent war das nicht, gerade als diverse Seuchen durch den Kader gingen (Dahoud im Sturm), hätten Staff und Is eine Chance bekommen können.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 7. Boris 20. Mai 26, 22:28 Uhr

Riera hat fast null auf den Nachwuchs gesetzt, aber das Schmitt im gleichen Atemzug vorzuwerfen ist Quatsch. Es war eh schon mutig überhaupt Talente einzusetzen in den ersten 3 Spielen

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Fallback Avatar 8. drobbe 20. Mai 26, 23:37 Uhr Zitat - Boris Riera hat fast null auf den Nachwuchs gesetzt, aber das Schmitt im gleichen Atemzug vorzuwerfen ist Quatsch. Es war eh schon mutig überhaupt Talente einzusetzen in den ersten 3 Spielen Path

Fair enough, Riera war schlimmer dahingehend. Bei Schmitt hatte ich in der Tat zumindest mal wahrgenommen daß wir Nachwuchsspieler haben. Aber da geht noch mehr! Da sollte man dem neuen Trainer vertraglich drauf festnageln oder so.

Leider war Hütter 1.0 auch nicht der große Jugendforscher. Gleichzeitig war damals auch nicht die Qualität von heute im NLZ.

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