Einige Sekunden waren erst gespielt, da wurde schon deutlich, dass die Partie beim SC Paderborn wohl ein wenig erfolgreiches Erlebnis werden könnte. Schildenfeld, der auch öffenltich angezählte Sündenbock des Sonntags, drosch den Ball erst wenig bedrängt ins Seitenaus und darauffolgend noch unbedrängter zur Ecke. Schon da spürte man, dass am Sonntag Nachmittag nicht viel gehen würde.

Die folgenden 90 Minuten waren dann die Bestätigung, was im Fußball passiert, wenn man den Gegner und dessen Platz unterschätzt und den Hebel auch, nachdem man sogar ein 2-0 egalisierte, nie wirklich umlegen kann. Zu viele Leistungsträger, die in den letzten 3 Wochen überzeugten, blieben unter ihren Möglichkeiten und zeigten eine Leistung, die taktisch, kämpferisch und spielerisch einem Armutszeugnis glich. Fehlpässe en masse, ein Zweikampfverhalten wie eine, Zitat Franz Beckenbauer, „Schülermannschaft“ und keine mannschaftliche Geschlossenheit haben dazu geführt, dass man bei einem Mitkonkurrenten um den Aufstieg 4:2 verloren hat.

Heiko Butscher, der ebenfalls eine schwache Leistung abgab, stellte sich in der gestrigen Sendung des Heimspiels und äußerte sehr offen, was alles falsch lief. Gehen die Spieler selbstkritisch mit dieser „Leistung“ um, dann hat man gewonnen und kann in den nächsten Wochen wichtige Schritte nach vorne machen. Die Konkurrenz lässt nämlich inzwischen auch Federn. St. Pauli und Fortuna Düsseldorf spielten gegen Braunschweig und Aachen, welche die SGE beide daheim besiegen konnte, nur 0:0. Somit entkommen die Adler mit einem leicht angeschwollenen Auge und dürfen weiterhin auf dem 2. Platz stehen.

Aber – das wichtigste in dieser Situation ist nun die Ruhe zu bewahren. Es war die erste richtige „Bankrottleistung“ der Mannschaft in dieser Saison, die bislang auch bei den Niederlagen in München und St. Pauli und auch bei den schon etwas schwächeren Spielen gegen Ingolstadt oder Aue, immer noch positive Funken versprühen konnte, sei es durch Tore oder durch kämpferische Leistungen. Diesmal allerdings versagte man auf ganzer Linie – das ist menschlich und kann eben einmal passieren!

Entscheidend ist nun, dass die richtigen Schlüsse gezogen werden – vom Trainerteam und auch von den Spielern. Wer nicht verstanden hat, dass man in jedem Spiel bis zur Leistungsgrenze gehen muss, um erfolgreich zu sein, der hat sich einen Stammplatz verdient… nämlich auf der Tribüne des Waldstadions!

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19 Kommentare

  1. es hat sich gezeigt, dass diese saison die gegner im europapokal einfach noch eine nummer zu gross sind. nächstes wochenende gehts ja zum glück mit zweiter liga weiter.

  2. Auszug aus der FNP:

    In Paderborn aber war von Schildenfeld die Unruhe ausgegangen. Schon in den ersten beiden Minuten hatte er unbedrängt Bälle ins Aus geschossen. Bereits da habe er gespürt, sagte Veh, „dass das heute nichts wird“.

    Warum wird dieser nicht sofort ausgewechselt ???

  3. @douglaurent

    … und ich dachte, dass wir am Sonntag gegen die polnische Mannschaft Cottbuska spielen 😉

  4. @Christopher
    Gefällt mir Dein Artikel, holt mich aus einem tiefen Loch. Seltsamerweise liege ich meistens bereits mit dem Anstoß richtig, wie das Spiel der Eintracht ablaufen wird. Gutes Spiel mit Einsatz, ist man heiß, oder ist man halt nicht bei der Sache und man gewinnt höchstens durch Glück, oder Unvermögen der Gegner. Am Sonntag war es wieder so. Anstoß “ ach ja man muss ja mal los laufen, wo ist meine Position?, ach ja da, was hat der Trainer gesagt? Ach egal. Ach mein Kollege läuft ja auch nicht, ach wir sind eh besser – das liest man schon nach einer Minute. Hier wundere ich mich auch immer über die Trainer, dass sie das nicht sehen und eingreifen. Die agieren meistens erst ab der 75 Minute. Aber kalr die sind ja auch meistens höchstens 2 Jahre Eintrachtler, während ich über 45 Jahre Erfahrung habe, he he he.

  5. Übrigens dieser Sören Gonther von Paderborn der mit uns in Verbindung gebracht wird, kam aufgeweckt und sympathisch im Interview bei sky rüber. Meine auch rausgehört zu haben das die Tendenz nach Frankfurt geht, falls wir aufsteigen. Leider hat er ja einen Kreuzbandriss, also habe ich bedenken – Naja Schnee von morgen.

  6. seit dem 3:4 gegen uns hat aachen nicht mehr verloren. darunter ein sieg gegen pauli und unetnschieden gegen dd und 1860.
    find ich echt nett von denen 😀

    hoffe auf folgende aufstellung im nächsten spiel:

    oka
    jung – anderson – amedick – butscher
    rode – schwegler
    kittel – löhler
    meier
    hoffer

    auch wenn lehmann besser geworden ist, kommt er mmn nicht an schwegler und rode vorbei.
    die doppelsechs würde ich auch erstmal beibehalten, weil
    1. rode dort weitaus besser ist als auf rechts und
    2. idrissou im moment noch so außer form, dass zwei spitzen nicht sinnvoll sind.

    und dann kittel mal auf rechts probieren. dürfte ihm eher liegen als links und matmour schätze ich trotz seiner tore als schwächer als köhler ein.
    und wenn kittel auf dem platz steht, muss der arme benni ja auch nicht mehr die ecken schießen 😀

    @christopher:

    guter artikel. so ne zusammenfassung der lage mit eigener meinung find ich klasse, gerne mehr davon!

  7. Hätte es wegen des Gegentores des FSV Straftraining anstatt zwei Tage trainingsfrei gegeben, hätten wir nicht verloren. Aber auf mich hört ja keiner…snif

  8. ich würde mal den nikolov ausm Kasten nehmen. Der brauch auch mal ne Pause. Genau wie Schildenfeld

  9. nun ja er hat ja nur verhindert dass wir mit 7:2 nach hause geschickt werden aber gut..

  10. @ Christopher

    Gute Darstellung der Lage. Wäre eine schöne Dauerrubrik, um dann in der Folge die Zeit bis zum nächsten Spiel jeweils dort zu diskutieren. Dann verstreut sich das nicht auf mehrere Beiträge, und Neuigkeiten könnte man über Updates nachlegen.

    Also Daumen hoch und gerne mehr davon

    @ eldelabeha

    Die Aufstellung würde ich auch gern sehen.

    @ speedy

    Dasd mit Nikolov diente doch offenkundig nur der Provokation.

  11. was nikolov auch immer mit der niederlage zutun hatte frag ich mich…

    da gabs meiner meinung nach wenig zu retten seiner seits!

    die schlafmützigkeit war vor dem tor, nich in dem tor!

  12. Erst einmal vielen Dank für die positiven Kritiken. Darüber hinaus freut mich, dass, wie damals schon beim Gekas-Kommentar, fleissig und vor allem sachlich diskutiert wird!

    Wie es die Zeit zulässt werde ich probieren so etwas öfter einzustreuen, damit man nicht nur „nüchterne“ Informationen anbietet ;-).

    Ich überlege mir, wie sich das machen lässt.

    GLG
    Christopher

  13. Ich will einfach den Kessler im Tor. Der hat von der Pieke auf das aktuelle Spielsystem inne. Und nicht das von vor 15 Jahren. Schlechter ist der Kessler auch net. Der brauch nur Spielpraxis. Ich kann Oka einfach nicht mehr sehen.

  14. @alpi1984:

    also solange oka keine fehler macht, wird ihn veh nicht raus nehmen und dazu hat er auch keinen grund.

    vor allem wenn jetzt die abwehr umgebaut wird, ist es von vorteil jemanden im tor zu haben, der ganz ruhig und abgeklärt seine sache macht und die abwehr dirigert.

    bisher hatte schildenfeld ja die aufgabe zu dirigieren. anderson scheint dafür nicht der typ zu sein und amedick wird es wohl nicht gleich können.

    mittelfristig habe ich aber auch überhaupt kein problem mit einem wechsel im tor.
    solange freue ich mich einfach darüber so ein urgestein noch ein bisschen länger in unserer mannschaft zu sehen 🙂

  15. Super kommentar das trifft es auf den punkt…

    Es hatte auch anders laufen konnen wenn hollywooddorf und st. Pauli gewonnen hätten…so sind wir wirklich nochmal gut davon gekommen….

    Am sonntag siehst alles wieder anders aus und es wird wieder gekämpft und sichere bälle gespielt….ich hoffe es…

    Tippe mal auf ein 3:0 fur uns und alles ist wieder gut…

    Ein leben fur die SGE!!!

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