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Jonathan Burkardt erzielte das 1:0. Foto: Imago / HMB-Media

Nächster erfolgreicher Test: Eintracht Frankfurt schlägt Hull City

Für die Frankfurter Eintracht stand nach den erfolgreichen Testspielen und intensiven Tagen im Trainingslager in Grassau bereits das nächste Vorbereitungsspiel auf der Agenda. Zu Gast war am heutigen Samstagnachmittag ein durchaus attraktiver Gegner: Hull City, ein traditionsreicher Verein aus dem Nordosten Englands, der in der vergangenen Saison Platz sechs in der Championship erreichte und über die Playoffs die Rückkehr in die Premier League meisterte. Gespielt wurde im 18 Kilometer entfernten maxworx Sportpark in Dreieich, wo normalerweise die zweite Mannschaft der SGE ihre Heimspiele austrägt und insgesamt 120 Minuten, sprich zweimal 60 Minuten, sodass jeder Spieler die Chance bekam, sich zu zeigen. Sowohl Fans der Hessen als auch Anhänger der „Tigers“ sind zahlreich erschienen, sorgten für super Stimmung und sahen einen spannenden Sommerkick bei 30 Grad. Nach intensiven 120 Minuten bezwang die Eintracht Hull City mit 2:0 und gewann damit auch das vierte Testspiel.

Hütter erklärt Verzicht auf Trio

Cheftrainer Adi Hütter setzte üblicherweise auf das 4-2-2-2-System. Große Änderungen gab es gegenüber dem knappen Sieg in Mannheim vor einer Woche nicht. Statt Ansgar Knauff und Oscar Höjlund starteten Neuzugang Raphael Onyedika und Younes Ebnoutalib. Nnamdi Collins und die beiden Neuverpflichtungen Noël Aséko und Otávio waren hingegen nicht mit von der Partie. „Bei Nnamdi (Collins, Anm. d. Red.) versuchen wir in den nächsten Tagen, für das Problem gute Lösungen zu finden, sodass er wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Bei Noël Aséko ist es so, dass wir ihn aufgrund von Knieproblemen langsam und behutsam aufbauen müssen, weil ich finde, dass es fürs Knie zu intensiv ist. Ich denke, dass er auch in den nächsten Tagen das Training mitmachen kann. Ich gehe davon aus, dass er gegen FSV Frankfurt schon zu sehen ist. Bei Otávio ist es so, dass er physisch noch nicht in der Verfassung ist, wie ich mir das vorstelle. Deswegen haben wir die Jungs aus Schonungsgründen nicht dabei“, gab Hütter im Nachgang der Partie zu Protokoll. So startete die SGE: Kaua Santos – Keita Kosugi, Julian Etse, Robin Koch, Elias Baum – Hugo Larsson, Raphael Oynedika, Can Uzun, Ritsu Doan – Jonathan Burkardt, Younes Ebnoutalib. Auf der Ersatzbank saßen dagegen Michael Zetterer, Arthur Theate, Jeremiah Maluze, Ansgar Knauff, Niels Nkounkou, Mario Götze, Oscar Höjlund, Farés Chaibi, Love Arrhov, Malik Pimpong, Jean-Mattéo Bahoya und Ayoube Amaimouni-Echghouyab.

Santos mit Torvorlage: Burkardt zur Führung

Angepfiffen wurde um Punkt 15:00 Uhr im maxworx Sportpark. Die Eintracht erwischte einen guten Start und ließ über das gesamte Spiel defensiv kaum etwas anbrennen. Vorne setzte die Hütter-Elf immer wieder Nadelstiche, die bereits nach 17 Minuten hätte in Führung gehen können. Eine Flanke von rechts setzte Burkardt knapp am langen Pfosten vorbei. Drei Zeigerumdrehungen später meldeten sich die Gäste von der Insel erstmals vorm Frankfurter Tor, ein Schuss von Bobby Moore aus der Distanz segelte aber deutlich vorbei. Die beste Gelegenheit bis dato verzeichnete Doan in Minute 24, als der japanische WM-Teilnehmer nach einem Steckpass von Larsson mit einem flachen Schuss an Schlussmann Lewie Coyle scheiterte. Dann dauerte es knapp 20 Minuten, bis es zur nächsten nennenswerten Offensivaktion kam. Auf der anderen Seite fand eine gefährliche Hereingabe von links Oliver Mc Burne, dessen lässiger Versuch allerdings am Kasten vorbei ging (42.). Fünf Zeigerumdrehungen später fasste sich im Gegenzug der eher unauffällige Ebnoutalib ein Herz aus der zweiten Reihe und verpasste das Ziel deutlich. Erst vier Minuten vor dem Kabinengang belohnte sich der Bundesligist für einen engagierten Auftritt. Vorausgegangen war eine Abseitsposition von Hull City. Den darauffolgenden Freistoß führte Santos schnell aus und fand den durchgestarteten Burkardt. Der Torjäger nahm den Ball mit dem ersten Kontakt super mit und schob ihn wuchtig an Coyle vorbei ins Tor. Mit der verdienten Führung im Rücken aus Adler-Sicht ging es für beide Teams nach einer anstrengenden Stunde in die Pause.

Arrhov mit der Entscheidung

Hütter nutzte die Gelegenheit, um die komplette Elf auszutauschen. Für die zweiten 60 Minuten standen auf dem Feld: Zetterer – Knauff, Maluze, Theate, Nkounkou – Höjlund, Götze, Chaibi, Arrhov – Pimpong, Bahoya. Nach dem Seitenwechsel blieb die Mannschaft von Hütter zunächst die aktivere Mannschaft. Besonders Arrhov konnte mit einer starken Leistung auf sich aufmerksam machen. Der 18-jährige Schwede war aktiv unterwegs und erhöhte in der 72. Minute mit einem klasse Treffer auf 2:0. Ausgangspunkt war ein Angriff über links. Theate verlagerte die Murmel auf Nkounkou, der Chaibi auf die Reise schickte. Der Algerier legte ab auf Bahoya, der wiederum auf den schussbereiten Arrhov weiterleitete. Der Youngster legte sich das Spielgerät zurecht und schlenzte es von der Strafraumlinie sehenswert ins lange Eck. Ein Treffer mit Vorentscheidungscharakter, denn aufseiten von Hull City blieb die Reaktion auf das zweite Gegentor aus. Das führende Team schaltete in den Verwaltungsmodus, weshalb das Spiel vor sich hinplätscherte. Erst in der 97. Minute probierte es Chaibi, doch sein Schuss wurde zur Ecke abgefälscht. Für die Schlussviertelstunde entschied sich Hütter nochmal für einen Wechsel. Pimpong machte Platz für Wahi (105.), außerdem trat Amaimouni-Echghouyab für die letzten zehn Minuten für Bahoya in Aktion. Von den Gästen kam nichts mehr, außer in der 106. Minute. Hull gab einen Schuss ab, der ebenfalls abgefälscht wurde. Die letzte Aktion geschah fünf Minuten vor dem Ende, als es Höjlund aus der Distanz probierte.

Nach spannenden und intensiven 120 Minuten stand für Eintracht Frankfurt ein glanzloser, aber unter dem Strich verdienter 2:0-Erfolg gegen Hull City zu Buche. Damit gelingt den Adlern der vierte Sieg im vierten Test. Zudem bleibt die SGE zum dritten Mal in Folge ohne Gegentor. Am kommenden Mitttwoch steht schon die nächste Aufgabe auf dem Programm. Die Eintracht ist zu Gast am Bornheimer Hang, dort kommt es zum Frankfurter Duell mit dem FSV.

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. Weltenlenker 08. August 26, 22:52 Uhr

Wie war es denn so mit den neuen Spielern? Wie waren die Torhüter?

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