Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt stehen in den Champions-League-Playoffs. Im Finale des Miniturniers der 2. Qualifikationsrunde setzte sich die SGE gegen den schwedischen Tabellenvierten Malmö FF mit 2:0 durch. Im Stadion am Brentanobad erlebten die 2755 Zuschauer einen verdienten Heimsieg. Trainer Niko Arnautis bot dieselbe Startelf wie beim 8:0-Erfolg gegen Omonia Nikosia am vergangenen Mittwoch auf.
Gefährlich wurden die Frankfurterinnen erstmals in der 9. Minute: Laura Freigang kam nach einer flachen Hereingabe von Ereleta Memeti im Fünfmeterraum zum Abschluss, die Malmö-Torhüterin Zecira Musovic parierte jedoch mit einer starken Reaktion. Kurz darauf stand Musovic erneut im Mittelpunkt, als sie gegen einen Versuch von Memeti aus spitzem Winkel rechtzeitig die Arme hochriss. In der Folge traten die Gastgeberinnen weiter dominant auf. Den Schwedinnen gelang es zunehmend seltener, die eigene Defensive zu entlasten. Gleichzeitig taten sich die Adlerträgerinnen aber schwer damit, in der Offensive kreative Lösungen zu finden.
Führung nach Ecke
Noemi Ivelj (33.) und Acikgöz (35.) versuchten es jeweils mit Distanzschüssen, die beide ihr Ziel jedoch um gut einen halben Meter verfehlten. So musste für die Halbzeitführung ein Standard herhalten: Eine von Dilara Acikgöz getretene Ecke erreichte punktgenau den Kopf von Freigang, die aus kurzer Distanz nach links einköpfte (39.). Noch in der Nachspielzeit erhielt die Kapitänin die Möglichkeit auf ihren zweiten Treffer. Auf Zuspiel von Paulina Krummbiegel schoss sie aber zu zentral auf Musovic.
Nach dem Seitenwechsel dauerte es keine Minute bis zur nächsten guten Chance auf das 2:0. Krummbiegel flankte von der rechten Grundlinie in den Fünfmeterraum zu Hayley Raso, die knapp über die Latte köpfte. Anschließend entwickelte sich im zweiten Durchgang eine offenere Partie mit Angriffen auf beiden Seiten. In der 58 .kamen die Gäste zum ersten Mal gefährlich vor das Frankfurter Tor: Eine Ecke rutschte durch den Sechzehner zu Hlin Eiriksdottir, deren Schuss aus kurzer Distanz Freigang mit der Brust ins Toraus abwehrte .
Per Flachschuss zur Vorentscheidung
Mittlerweile agierten die Schwedinnen deutlich mutiger als noch in der ersten Halbzeit. Weil die Eintracht-Abwehr aber aus dem Spiel heraus wenig zuließ, erlebte Lina Altenburg im Frankfurter Tor dennoch einen insgesamt ruhigen Abend. Nachdem die SGE sich über einen längeren Zeitraum mit Offensivaktionen zurückhielt, stach Freigang in der 75. Minute aus dem Nichts zum zweiten Mal zu: Auf Vorlage von Raso traf die Kapitän per Flachschuss ins kurze Eck zur Vorentscheidung.
Gegen die weit aufgerückten Gäste ergaben sich für die Adlerträgerinnen nun weitere Großchancen. Den Versuch der eingewechselten Danique Tolhoek, der ansonsten wohl seinen Weg ins Tor gefunden hätte, entschärfte Courtney Nevin per Grätsche (83.). Nach einem Ballgewinn von Freigang in der eigenen Hälfte schickte Acikgöz die drei Minuten zuvor reingekommenen Jarne Teulings, die aus aussichtsreicher Position aber an Musovic scheiterte (90.+1).
Somit steht am Ende ein verdienter 2:0-Erfolg auf dem Papier, dank dem die Frankfurterinnen weiterhin von ihrer ersten Champions-League-Teilnahme seit der Saison 2023/24 träumen dürfen. Um diese zu erreichen, müssen die Eintracht-Frauen sich in den aus-Hin-und Rückspiel bestehenden Play-Offs gegen einen weiteren Gegner durchzusetzen. Stattfinden werden diese am 26. August und am 2. September. Die Auslosung steigt am kommendem Dienstag, dem 11. August um 13 Uhr. Im Falle eines Ausscheidens würde die SGE wie schon in der vergangenen Saison im Europa Cup antreten.






2 Kommentare
Glückwunsch den Mädels bzw. den Damen.
Am coolsten, dass sie so oder so europäisch spielen dürfen, entweder Champions League oder im Europa Cup.
Darauf big five!
Also die Dilara Acikgöz hat schon einen Riesenschritt mach vorne gemacht. Ich mochte ja die Spielweise von Gräwe, aber Bennison steht ihr in nichts nach. Insgesamt sehr stabile Leistung heute.
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