Nach der souveränen Hessenliga-Meisterschaft laufen bei der U21 der Frankfurter Eintracht bereits die Vorbereitungen für die kommende Runde. Neben der Regionalliga-Südwest werden sich einige Jungadler im nächsten Jahr zusätzlich in der neugegründeten U21-Liga messen. Bei der zweiten Mannschaft der Eintracht steht neben dem sportlichen Erfolg vor allem die Entwicklung von vielversprechenden Spielern im Vordergrund. Dabei haben einige SGE-Akteure in der fünften Liga auf sich aufmerksam machen können. Daher lohnt sich ein genauerer Blick auf einige der zentralen Leistungsträger der abgelaufenen Saison und wie es für sie im Eintracht-Dress weitergehen könnte.
Amil Siljevic
Amil Siljevic kann auf eine lange Saison zurückblicken. Mit seinen 19 Jahren war er in diesem Jahr bereits Stammkeeper der zweiten Mannschaft. Abgesehen von Abstellungen für die bosnische U21-Nationalmannschaft und die Profimannschaft der SGE stand er dabei in nahezu allen Spielen zwischen den Pfosten. Dabei wahrte der gebürtige Frankfurter zehn Mal eine weiße Weste und hat damit großen Anteil daran, dass seine Mannschaft die beste Defensive der Liga gestellt hat. Gleichzeitig hütete er auch in allen Youth League-Spielen das Tor und konnte dabei durchaus auf sich aufmerksam machen. Im Profitraining ist er mittlerweile Stammgast und durch Verletzungen durfte er auch einige Male Kader-Luft schnuppern, sogar in der Champions League. Siljevic verfügt zweifelsohne über großes Potenzial und die Regionalliga könnte der nächste richtige Schritt für seine Entwicklung sein. Auch eine höherklassige Leihe könnte in naher Zukunft eine Option werden. Ob der Deutsch-Bosnier aber jemals eine ernsthafte Option für die erste Mannschaft sein wird, erscheint zum jetzigen Zeitpunkt mehr als fragwürdig. Dennoch scheint man bei der Eintracht intern viel von dem jungen Torhüter zu halten. Nicht umsonst wurde sein Vertrag erst kürzlich bis 2029 verlängert.
Fousseny Doumbia
Auch Fousseny Doumbia durfte in dieser Saison erstmals Profiluft schnuppern. Insgesamt sieben Mal stand der Innenverteidiger im Bundesliga-Kader und zweimal nahm er in der Königsklasse auf der Bank Platz. In der Hessenliga war er in der Defensive absolute Stammkraft. Der U20-Nationalspieler Malis zeichnet sich durch seine Physis und Präsenz aus. Mit seinen 1.90-Metern ist er in der Luft eine echte Bank und auch seine vier Vorlagen sind durchaus beeindruckend für einen Verteidiger. Das blieb auch anderen Vereinen nicht verborgen und so hat sich Doumbia für eine höherklassige Leihe in Position gebracht. In der kommenden Saison wird er für Energie Cottbus in der zweiten Liga auflaufen. Der Sprung von der Hessenliga ins deutsche Unterhaus ist freilich ein großer. Allerdings hat die SGE in den vergangenen Jahren durchaus gute Erfahrungen mit ähnlichen Leihgeschäften gemacht. Sollte Doumbias Entwicklung auch in Liga zwei weitergehen, dürfte er sicherlich im Sommer 2027 eine Chance am Main erhalten.
Jeremiaha Maluze
Der gebürtige Duisburger wechselte vor der Saison vom ambitionierten Regionalligisten Rot-Weiß Erfurt an den Main, wo er unangefochtener Stammspieler war. Dementsprechend entwickelte sich Jeremiaha Maluze recht schnell zu einem der besten Innenverteidiger der Hessenliga. Der 21-Jährige ist 1,93-Meter groß, verfügt aber zusätzlich zu seiner Kopfballstärke über eine sehr gute Technik. Auch seine Zahlen sind mehr als beeindruckend: In 26 Auftritten im SGE-Dress erzielte er drei Tore selbst und legte zehn Tore auf. Um Maluze aus dem Osten nach Frankfurt zu lotsen, wurde ihm sicherlich auch eine Perspektive im Profi-Kader in Aussicht gestellt. „Über die Spielpraxis in der U21 wollen wir ihm perspektivisch den Schritt in den Profibereich ebnen“, sagte damals Sportdirektor Timmo Hardung bei der Verpflichtung. So durfte der Defensivspieler in dieser Saison schon des Öfteren im Profitraining mitmischen und kam auch in einigen Testspielen zum Einsatz. In der kommenden Saison scheint die Regionalliga mit der Eintracht für ihn eine gute Station zu sein. Dazu wird er auch sicherlich weiterhin Gelegenheiten bekommen, bei der ersten Mannschaft vorzuspielen. Allerdings dürfte Maluzes klarer Anspruch sein in Zukunft im Profibereich aktiv zu sein. Sollte er es also bei der Eintracht trotz fortsetzender Entwicklung nicht schaffen, könnte er sich auch durchaus nach einem anderen Verein umsehen.
Metehan Yildirim
Auch Metehan Yildirim wagte für die SGE den Schritt aus seiner Heimat nach Hessen. Der 21-Jährige durchlief seine komplette fußballerische Ausbildung bei Viktoria Berlin, ehe er im Januar 2025 nach Frankfurt wechselte. Allerdings hatte der Mittelfeldspieler in seinem ersten halben Jahr in Frankfurt zunächst mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Erst in den letzten beiden Saisonspielen schien der Knoten zu platzen und er erzielte gleich drei Treffer. Auch in den anschließenden Testspielen der Profis machte er mit starken Leistungen auf sich aufmerksam. In der abgelaufenen Saison wurde der gebürtige Berliner unangefochtener Stammspieler bei der Eintracht. Mit 15 Treffern war er der zweitbeste Torschütze der U21. Zudem legte er seinen Kollegen auch sieben Tore auf. Zweifelsohne verfügt er über großes Potenzial. Seine Leistung muss er jetzt allerdings in der nächsthöheren Klasse bestätigen. Yildirim besitzt noch Vertrag bis 2027. Allerdings wird er aktuell mit dem österreichischen Bundesligisten FC Blau-Weiß Linz in Verbindung gebracht. Seine Zukunft am Main scheint also offen.
Ebu Bekir Is
In der Jugend der Eintracht gilt Ebu Bekir Is als eines der größten Talente. Bereits in der vergangenen Saison feierte er sein Profi-Debüt in der Europa League und auch zu Saisonbeginn durfte er mit ins USA-Trainingslager. Dabei überzeugte er in den Testspielen und erzielte zudem einen sehenswerten Treffer gegen Aston Villa. Danach wurde es allerdings ruhiger um den 17-Jährigen. Es folgten keine weiteren Nominierungen für den Bundesliga-Kader. Dennoch spielte der Mittelfeldspieler eine starke Saison in der Hessenliga, in der ihm zwei Vorlagen gelangen. Ohnehin ist Is kein Spieler, der sich anhand von Statistiken greifen lässt. Der gebürtige Frankfurter ist technisch hoch veranlagt und bringt eine bemerkenswerte Ruhe am Ball mit. Auch seine Einsätze gegen die besten Jugendmannschaften Europas in der Youth League konnten überzeugen. Bei dem U19-Nationalspieler wird die Eintracht im Sommer eine Entscheidung treffen müssen. Zweifelsohne wird der Youngster irgendwann ein Kandidat für eine Leihe und sich würde es auch jetzt schon Interessenten geben. Allerdings ist Is immer noch sehr jung. Erst im kommenden Oktober wird er seinen 18. Geburtstag feiern. Daher erscheint es auch sehr wahrscheinlich, dass sich der Adlerträger noch mindestens eine weitere Saison im gewohnten Frankfurter Umfeld entwickeln und in der Regionalliga weitere Erfahrungen sammeln soll.
Marvin Dills
Auch Marvin Dills durfte Profiluft schnuppern. In der Champions League gab er gegen Tottenham sein Debüt für die erste Mannschaft. Dazu sprang in dieser Saison für den offensiven Mittelfeldspieler auch die erste Bundesliga-Kadernominierung heraus. In der Hessenliga gehörte der 19-Jährige zum Stammpersonal und in 29 Spielen gelang ihm ein Treffer und fünf Vorlagen. Auch in der Youth League wusste er zu überzeugen. In sieben Einsätzen schoss er zwei Tore und legte weitere drei auf. Dills hat gezeigt, dass er im Herrenbereich bestehen kann. Vor allem sein Spielwitz fiel immer wieder positiv auf. Bei ihm wird im Sommer wohl vieles davon abhängen, wie die Verantwortlichen seine Entwicklung einschätzen. Aufgrund seines Alters könnte er schon ein Kandidat für eine höherklassige Leihe sein. Trotzdem scheint es aber auch gut möglich, dass die SGE ihn zunächst ein weiteres Jahr in der Regionalliga Erfahrungen sammeln lassen wird. Der amerikanische U19-Nationalspieler wird sicherlich in der Vorbereitung wieder die Chance erhalten, sich bei den Profis zu präsentieren.
Nico Ochojski
Nico Ochojski wechselte vor der Saison von Jahn Regensburg an den Main, wo er sich direkt zum Stammspieler entwickelte. In der Hessenliga verpasste der 27-Jährige nicht eine einzige Minute. Dazu belegen seine überragenden 20 Torvorlagen, welchen Stellenwert er für die Mannschaft hatte. Ergänzend gelangen ihm zusätzlich sechs Treffer. Ochojski ist eigentlich gelernter Rechtsverteidiger, spielte in dieser Saison aber auch auf der Sechs, in der Innenverteidigung und im rechten Mittelfeld. Das spricht ebenfalls für die Vielseitigkeit des Adlerträgers. Die Eintracht plant fest mit ihm. Sein Vertrag läuft noch bis 2028. Daher soll Ochojski sicherlich auch in der kommenden Regionalliga-Runde wieder ein wichtiger Faktor sein, der Erfahrung in die sonst so junge Mannschaft bringt. Sollte er aber auch in der vierten Liga ähnliche Leistungen zeigen, könnte er sich ebenfalls in Zukunft für höhere Aufgaben in Stellung bringen. Immerhin hat der 27-Jährige bereits 99 Drittligapartien auf dem Buckel.
Keito Kumashiro
Erst im Winter wechselte Keito Kumashiro aus seiner Heimat nach Frankfurt, wo er über die zweite Mannschaft an die Profis herangeführt werden soll. Nicht umsonst unterschrieb der Japaner langfristig bis 2030. Der 18-Jährige brauchte nicht lange, um sich fußballerisch in Deutschland einzuleben. In der Rückrunde gelangen dem Mittelstürmer in elf Partien direkt zehn Treffer. Der U19-Nationalspieler seines Heimatlandes ist technisch sehr gut ausgebildet und verfügt zudem über einen ausgeprägten Torriecher sowie ein gutes Stellungsspiel. Kumashiro soll in der kommenden Saison die nächsten Erfahrungen in der Regionalliga sammeln und wird sicherlich auch das ein oder andere Mal im Profitraining dabei sein. Sollte sich seine starke Entwicklung fortsetzen, könnte er in Zukunft auch sicherlich ein Thema für den Profikader werden.






3 Kommentare
Ob Siljevic JEMALS eine Option für die erste Mannschaft wird, erscheint MEHR als FRAGWÜRDIG ?
Ich musste 3 Mal lesen, ob ihr das wirklich so geschrieben habt.
Total daneben, vermutlich der schlechteste Satz, den ich hier jemals gelesen habe.
Ist er dermaßen schlecht und untalentiert ?
Da musste ich auch mehrfach lesen. Totaler Unsinn.
Irgendwie scheint man bei der Eintracht zu glauben, dass die eigenen Nachwuchsleute nie soweit sind.
Bei anderen Vereinen klappt das merkwürdigerweise verblüffend oft.
Es ist schon lange meine Meinung, dass es in der sportlichen Leitung kein Konzept gibt, Nachwuchs langsam heranzuführen.
Selbst bei einem 5:0 in der 85. Minute würde ein Skiri eher eingewechselt werden als ein Dills.
Ich meine nicht die Eintracht, sondern den unverschämten Kommentar des Autors.
Das hat ja nichts damit zu tun, wie unsere Verantwortlichen denken.
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