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Alexander Richter leitet seit April 2022 das Nachwuchsleistungszentrum der Frankfurter Eintracht. Foto: IMAGO / Niklas Heiden

NLZ-Leiter Richter wünscht sich mehr Einsatzzeit für SGE-Talente bei den Profis

Für nahezu alle Jugendjahrgänge der Frankfurter Eintracht ist die Spielzeit 2025/26 abgeschlossen. Besonders die Hessenliga-Saison der U21 dürfte noch lange in Erinnerung bleiben: Die Mannschaft von Cheftrainer Dennis Schmitt stellte mit 90 Punkten und 100 erzielten Toren jeweils neue Bestmarken auf. Zudem erreichte die SGE das Achtelfinale der UEFA Youth League und schied erst gegen Sporting Lissabon aus dem Wettbewerb aus. Nun zog Alexander Richter, der Leiter des Nachwuchsleistungszentrums am Riederwald, auf der vereinseigenen Streamingplattform „EintrachtTV“ ein Saisonfazit.

Es war eine sehr intensive, eine lange Saison mit vielen, wirklich sehr positiven Elementen. Aber auch mit ein paar Sachen, die man für die nächste Spielzeit und auch mittelfristig mitnehmen kann, um sie besser zu machen. Mich freut es erst einmal sehr, dass wir es geschafft haben, direkt mit der U21 in die Regionalliga Südwest zurückzukehren. Das war sehr wichtig im Hinblick auf unser Credo: ‚Spieler im Mittelpunkt‘. Ich glaube, das ist aktuell die beste Plattform, um unsere jungen Spieler auszubilden“, ordnete der 55-Jährige die Saison ein.

Richter setzt auf Entwicklung statt Siege

Obwohl das Frankfurter Nachwuchsleistungszentrum klar den Fokus auf die Entwicklung der eigenen Spieler setze, heiße das nicht, dass die SGE somit automatisch jedes Spiel verlieren müsse. Ganz im Gegenteil: Durch erfolgreiche Arbeit der Ausbilder kämen die Ergebnisse nach einer gewissen Zeit von ganz allein. „Zum einen ist es schon so, dass wir die Ergebnisse bei uns nicht ausschließen. Das heißt: Wenn bei uns ein Spiel anfängt, versucht jede Mannschaft, das Spiel auch zu gewinnen. Sonst macht der Grundgedanke des Fußballspiels ja auch keinen Sinn“, sagte Richter. In der nun abgeschlossenen Hessenliga-Saison habe diese Herangehensweise innerhalb der U21 besonders gut funktioniert, was auch an der Aufarbeitung nach dem Abstieg aus der Regionalliga liege: „Dass wir uns mal zusammengesetzt haben, uns auch mal intensiv und hier und da ein bisschen lautstärker auseinandergesetzt haben: Was ist eigentlich passiert, warum ist das passiert? Und diese Fähigkeit, sich selbst zu reflektieren, mal einen Fehler zuzugeben, ist heutzutage auch nicht selbstverständlich. Das war damals schon der erste Schritt in die richtige Richtung.“ Zudem habe daraufhin das Trainerteam um Schmitt sowie die Spieler jeden einzelnen Spieltag angenommen, was schlussendlich zum erfolgreichen Saisonverlauf geführt habe.

Vor vier Jahren wurde die U21 der Frankfurter Eintracht wieder eingeführt. Zu den selbst auferlegten Zielen gehöre laut Richter auch, die Spanne zwischen der Jugendabteilung und den Profis immer weiter zu verringern. „Ich stelle schon fest, bei der Eintracht im NLZ, aber auch drumherum, dass seit vielen Jahren ein großer, großer Wunsch da ist, die eigenen Talente im Deutsche Bank Park, im Waldstadion zu sehen. Und das kriegen wir auch ganz gut hin. Also die Spielerqualität ist da, wir müssen sie aber auch liefern, wir müssen jeden Tag hart dafür arbeiten. Von selbst passiert das nicht, dieses Niveau, das die Profis haben, zu erreichen“, sagte er.

Ich hätte mir mehr Minuten gewünscht, die Spieler sowieso

Dennoch wünsche er sich zugleich, dass künftig noch mehr junge Talente, die am Riederwald ausgebildet wurden, eine Chance bei den Profis der Eintracht bekämen. „Wir sind da natürlich eng im Austausch. Man hätte sich mehr Minuten gewünscht. Ich hätte mir mehr Minuten gewünscht, die Spieler sowieso. Das ist aber auf der anderen Seite auch kein Wunschkonzert. Also müssen wir schon gucken, dass wir die Jungs auf ein Top-Level bringen, dass sie es sich eben dann auch im Profibereich verdienen, eingesetzt zu werden“, ordnete Richter die eigene Arbeit ein. Klappe der Übergang von der U21 zu den Profis bei den jeweiligen Spielern nicht, dann sei es seine Verantwortung, diesen Spielern einen neuen Weg aufzuzeigen, auch wenn dieser nicht in Frankfurt weitergehe.

Mit Daniel Starodid (Alemannia Aachen) und Fousseny Doumbia (Leihe zu Energie Cottbus) wechseln in diesem Sommer tatsächlich zwei Jungadler in den Profifußball und schließen sich Vereinen an, bei denen sie den nächsten Schritt ihrer Karriere gehen können. Richter freue sich auch über solche Wege seiner Schützlinge: „Wir können noch ein paar hinzufügen, wie einen Mehdi Loune, der nach zwei Kreuzbandrissen eine richtig gute Saison bei Alemannia Aachen gespielt hat. Starodid wechselt jetzt zu ihm, das ist ja auch unser Prinzip. Irgendwann ist dann halt Exit. Es ist ja nicht so, dass die Spieler uns weggenommen werden und wir sie nicht mehr halten können, sondern im Gegenteil: Wir müssen dann dafür sorgen, dass sie den nächsten Schritt gehen können.

Daran sehen wir auch, wie wichtig eben diese Mannschaft ist

Ergänzend könne der NLZ-Leiter aber ausschließlich positive Schlüsse aus der Wiedereinführung der U21 ziehen: „Daran sehen wir auch, wie wichtig eben diese Mannschaft ist, dass wir sie wieder eingeführt haben vor einigen Jahren. Weil, wenn wir die nicht hätten, dann würden die beiden jetzt nie im Leben auf dem Level, zweite Liga Cottbus oder dritte Liga Aachen, weiterspielen können. Die wären wahrscheinlich irgendwo in der Oberliga, vielleicht in der Regionalliga jetzt.“ Schlussendlich zeigte sich Richter also überwiegend zufrieden mit der Spielzeit 2025/26.

5 Kommentare

Avatar 1. uwebindewald 19. Juni 26, 08:11 Uhr

Irgendwo aus dem OFF erscheint die Stimme eines kleinen Mädchens:

"Und ich wünsch mir ein Pony!!!"

Schönen Tag @all ;)

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Fallback Avatar 2. Sammy94 19. Juni 26, 08:17 Uhr

Bravo Tim Lohwasser, Du sprichst mir sowas von aus der Seele:

Recht hat er der Mann, völlig Recht, aber wenn man einen Elias Baum am langen Arm verhungern lässt, so dass er sich wünscht zur ELV wegen Aufstieg zurückzudürfen wird das nicht klappen, Staff&Co. wurden von Dino endlich gebracht, ohne Not wurde Dino auf EC-Platz geschasst, man kann halt auch mit dem Hintern alles wieder einreißen, was man sich über Jahre aufgebaut hat.

Die Eintracht Amateure sind endlich wieder Regionalliga und alle machen den Abflug weil sie wissen, heute in einem Jahr heißt es wieder Zwangsabstieg in die Oberliga Hessen !!!

Die Schwachsinnslösung mit der U21-Bundesliga, gleichzeitig Hessenliga, gepaart mit dem erstmaligen Ausscheiden der A- und B-Jugend in Vor- und Zwischenrunde der Bundesliga zeigt das ganze Dilemma, die ganze tolle NLZ-Arbeit der letzten 15 Jahre wirkt sinnlos, weil keine Durchlässigkeit zu den Profis gegeben ist,

So bleiben wir halt nur ein Ausbildungsverein.
Und zu den Profis: Wenn wir es bei der SGE nicht schaffen, auch mal eine Mannschaft zwei, drei Jahre zusammenzuhalten und nicht immer Preisschilder nach 3 Monaten umzuhängen, wird das nix...

Ich bin halt zu blöd, aber wenn mir einer jetzt mal erklären kann warum wir trotz 60 Mio CL-Einnahmen 35 Mio Transfer+ erwirtschaften müssen und wie das dann nächstes Jahr um dieselbe Zeit aussehen soll?

*Ironie on
weine kennd isch weine...
Aber es kommen hoffentlich auch wieder bessere Zeiten. *Ironie off

Was ist eigentlich aus unserem Zusammenhalt geworden, auch in der Fanszene???

#aufjetzt

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 3. Boris 19. Juni 26, 10:12 Uhr Zitat - Sammy94 Bravo Tim Lohwasser, Du sprichst mir sowas von aus der Seele: Recht hat er der Mann, völlig Recht, aber wenn man einen Elias Baum am langen Arm verhungern lässt, so dass er sich wünscht zur ELV wegen Aufstieg zurückzudürfen wird das nicht klappen, Staff&Co. wurden von Dino endlich gebracht, ohne Not wurde Dino auf EC-Platz geschasst, man kann halt auch mit dem Hintern alles wieder einreißen, was man sich über Jahre aufgebaut hat. Die Eintracht Amateure sind endlich wieder Regionalliga und alle machen den Abflug weil sie wissen, heute in einem Jahr heißt es wieder Zwangsabstieg in die Oberliga Hessen !!! Die Schwachsinnslösung mit der U21-Bundesliga, gleichzeitig Hessenliga, gepaart mit dem erstmaligen Ausscheiden der A- und B-Jugend in Vor- und Zwischenrunde der Bundesliga zeigt das ganze Dilemma, die ganze tolle NLZ-Arbeit der letzten 15 Jahre wirkt sinnlos, weil keine Durchlässigkeit zu den Profis gegeben ist, So bleiben wir halt nur ein Ausbildungsverein. Und zu den Profis: Wenn wir es bei der SGE nicht schaffen, auch mal eine Mannschaft zwei, drei Jahre zusammenzuhalten und nicht immer Preisschilder nach 3 Monaten umzuhängen, wird das nix... Ich bin halt zu blöd, aber wenn mir einer jetzt mal erklären kann warum wir trotz 60 Mio CL-Einnahmen 35 Mio Transfer+ erwirtschaften müssen und wie das dann nächstes Jahr um dieselbe Zeit aussehen soll? *Ironie on weine kennd isch weine... Aber es kommen hoffentlich auch wieder bessere Zeiten. *Ironie off Was ist eigentlich aus unserem Zusammenhalt geworden, auch in der Fanszene??? #aufjetzt Path

Also teilweise kann ich dir Recht geben, als alle fast 3 Jahre lang "Toppmöller raus" geschrien haben ich habe die ganze Zeit darauf hingewiesen, dass es dann nicht automatisch besser wird und eventuell dann auch das, was funktioniert hat, nicht mehr funktioniert. So kam es dann. Das war eine Kurzschlussreaktion und ich habe mehr von Krösche erwartet. Den Trainer mitten in der Saison zu feiern, obwohl man auf einem internationalen Platz ist, da hat er mit seinen eigenen Prinzipien gebrochen, das war seine Hybris.

Damit hat man aber keineswegs alles mit'm Arsch wieder eingerissen, die Erfolge mit Platz 6 und Platz 3 und der ersten direkten Qualifikation für die CL bleiben natürlich bestehen. Die Eintracht hat derzeit zu hohe Ausgaben, weil der Kader viel zu groß ist, sobald min. 8 Spieler verkauft sind,sieht das wieder ganz anders aus. Da die Verträge stark prämienbasiert sind, sind die Ausgaben in einer Saison ohne internationale Beteiligung sofort viel geringer, da wird seit etlichen Jahren sehr vernünftig gewirtschaftet.

Die neue U21-Liga(eigentlich -turnier) ist keineswegs ein Nachteil, sondern einer der Gründe, warum England, Portugal und Frankreich viel mehr Talente produziert als Deutschland, da würde einfach endlich nachgebessert und da waren sich am Ende alle einig, das war überfällig. Indem die Jugend immer auch ein deutschlandweites Turnier spielt, können sie sich auf ganz anderem Niveau testen und zeigen, das hat nur Vorteile. Es ist ohnehin schwer, allen U19- und U21-Dpiekern genug Spielzeit zu geben, das bessert einfach die Situation, denn die Youth League gibt es ja immer nur für CL-Teilnehmer.

Alexander Richter sagt als Top-Experte ja genau das Gegenteil von dir, er sagt, dass diese Jungs es ohne die U21 niemals so weit geschafft hätten, dass sie ein großer Gewinn ist. Starodid ist jetzt 22, da ist es nur toll, dass er es noch in den Profisport geschafft hat, aber die neue Sturmhoffnung der Eintracht war er nie. Er hat die Spielzeit gekriegt, weil der erste Stürmer Sonnenwald verletzt war und weil Alexander Staff in der Youth League ran durfte(nur bis 19 Jahre möglich). Sonst hätte Starodid die Chance gar nicht gekriegt. Wenn man aufsteigt, ist eine gewisse Fluktuation selbstverständlich, weil man noch ein paar Verstärkungen für die höhere Liga holt, ein paar müssen dann auch gehen. Sie haben es in der Hessenliga gut gemacht und können sich jetzt eine Stufe höher beweisen. Die Spieler wechseln hauptsächlich, weil der Pool an Talenten zu groß ist und sie bei der Eintracht deswegen entweder nie die Chance kriegen würden oder eben erst in 3 Jahren. Kumashiro beispielsweise wurde aus Japan geholt und er hat direkt ein Tor pro Spiel gemacht, da ist es naheliegend, dass Hassfeld wechselt. Staff, Gaul Souza und Kumashiro sind einfach zu stark, da ist kein Durchkommen. Auch Dzanovic abzugeben schmerzt irgendwie, aber Dills ist eben in der U21 auf seiner Position, der ist U21-Nationalspieler und gilt als Top-Talent, der hat 5 Treffer in der Youth League gemacht, wie soll er denn an dem vorbei kommen? Sie gehen deswegen, weil die Konkurrenz zu stark ist. Es bringt ihnen und der Eintracht nichts, wenn sie mit ihrem durchaus auch großen Talent nur auf der Tribüne sitzen.

Ich bin auch der absoluten Überzeugung, dass die Eintracht II in den nächsten Jahren nicht wieder in die Hessenliga absteigt. In der Abstiegssaison haben sie zu wenig erfahrene Spieler dabei gehabt und nur auf die U16 gesetzt, diesen Fehler haben sie auch eingeräumt und das passiert nicht noch einmal. Die jungen Spieler brauchen ein paar Orientierungspunkte wie Kirchhoff, Ochojski und eben Sonnenwald, die bereits erfolgreich Regionalliga gespielt haben und den Herrenfußball kennen. Der Einsatz dieser jüngsten Spieler hat ihnen allerdings wichtige Erfahrungen geliefert, das hat direkt zur goldenen Fritz-Walter-Medaille von Staff geführt, das ist doch kein Zufall. Er hatte nicht das größere Talent als Lennart Karl, aber mehr Einsätze, dadurch mehr Tore und auch mehr Jugend-Nationalmannschaftseinsätze und -tore. Deswegen hat er halt Gold gekriegt und nicht Karl, da werden Erfolge gewertet, nicht Talent. Karl war zu dem Zeitpunkt noch ohne Bundesliga-Einsatz. Das heißt jetzt nicht automatisch, dass Staff bei mehr Bundesliga-Einsatzzeiten Staff direkt genauso abgeliefert hätte. Im Großen und Ganzen gibt es also keinerlei Grund für Fatalismus und Verzweiflung.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 4. Boris 19. Juni 26, 10:16 Uhr

Guter Artikel Tim Lohwasser, da hat sich aber eine Ungenauigkeit eingeschlichen:

Wenn Messi zu Klose an WM Toren aufschließt, dann hat er gleich viel und den Rekord eingestellt. Die Hessenliga-Mannschaft hat mit 90 Punkten sowie 100 geschossenen Toren beide Rekorde überboten und gebrochen!!

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Fallback Avatar 5. Werner 19. Juni 26, 11:13 Uhr

Sommerloch "mit adi" wird es wohl nicht viel mehr Einsatz Zeiten geben. Er war bekannt dafür das er fast immer die gleiche Start Aufstellung gewählt hat.
Dafür ist er von den einen Fans gelobt worden und die anderen wollten ihn dafür in die Wüste schicken..
Ich lasse mich einfach überraschen.
Zur Zeit schau ich lieber auf die Spieler der eintracht bei der WM bzw ex Spieler.

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