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Die Vorfreude auf das Spiel gegen Bayern ist auch bei Larissa Mühlhaus groß. Foto: IMAGO / HMB-Media

Mühlhaus vor Eintracht-Topspiel gegen Bayern: „Es ist wichtig, von Anfang an da zu sein“

Am 6. Spieltag der Frauen-Bundesliga wartet auf Eintracht Frankfurt ein echtes Topspiel. Am Samstagabend empfängt die SGE den FC Bayern München im Stadion am Brentanobad. Beide Mannschaften sind in der Liga noch ungeschlagen. Die Münchnerinnen führen die Tabelle mit 15 Punkten an. Die Eintracht liegt mit zwei Zählern weniger auf Rang zwei. Mit einem Sieg könnten die Adlerträgerinnen somit die Tabellenführung übernehmen. Vor der Partie äußerten sich Cheftrainer Niko Arnautis und Larissa Mühlhaus auf der Pressekonferenz über die Vorbereitung, die Stärken des Gegners und die eigene Herangehensweise.

Arnautis fordert mehr Mut

Viel Zeit zur Vorbereitung auf die Bayern blieb der Eintracht nicht. Erst am Mittwochabend hatte die Mannschaft im Rückspiel der zweiten Qualifikationsrunde des UEFA Europa Cup den Einzug ins Achtelfinale perfekt gemacht. Trotz der kurzen Regenerationsphase zeigte sich Arnautis vor dem Duell mit dem deutschen Meister zufrieden. Das Abschlusstraining sei gut verlaufen und die Mannschaft sei bereit. Gleichzeitig weiß der Trainer, dass seine Spielerinnen gegen die Bayern noch einmal eine Schippe drauflegen müssen.

„Wir müssen morgen mehr die Basics herausholen, einfach einen Schritt mehr machen und mutiger auftreten“, erklärte Arnautis. Zudem gelte es, sich an den eigenen Plan zu halten und „einfach an uns zu glauben“. Die Qualität des Gegners sei schließlich unbestritten. Bayern verfüge über zahlreiche Topspielerinnen, doch für die Eintracht komme es vor allem auf die eigene Leistung an. „Wir sind in der Lage, jedem Gegner in der Bundesliga wehzutun“, betonte der 46-Jährige. Dafür müsse die Mannschaft allerdings über die gesamte Spielzeit aufmerksam bleiben. Gleichzeitig brauche es eine maximale Leistung und die Bereitschaft, auch gegen den Ball konsequent zu arbeiten. Der SGE-Coach ist überzeugt, dass sich bei einer guten Vorstellung auch Chancen ergeben werden. Das Ziel sei daher klar: „Wir wollen punkten.“

Bayern soll unter Druck gesetzt werden

Auch taktisch will Arnautis gegen den Tabellenführer keine großen Veränderungen vornehmen. Die Eintracht wolle ihrer eigenen „DNA“ treu bleiben und sich nicht zu sehr am Gegner orientieren. Dennoch habe man sich in der Vorbereitung intensiv mit dem Spiel der Münchnerinnen auseinandergesetzt. Insbesondere das Verhalten gegen den Ball stand dabei im Fokus. Bayern mache unter Druck durchaus Fehler, erklärte Arnautis. Genau diese Schwächen wolle seine Mannschaft ausnutzen, indem sie die Münchnerinnen früh unter Druck setzt und Fehler provoziert. Dafür brauche es allerdings eine „große Energieleistung“ und die Bereitschaft, in den direkten Duellen voll da zu sein. „Wir selbst müssen zielgerichtet Fußball spielen“, forderte der Eintracht-Trainer. Im eigenen Spiel wolle man dabei möglichst wenig verändern, sondern die eigenen Stärken auf den Platz bringen.

Mühlhaus freut sich auf die Herausforderung

Auch Larissa Mühlhaus blickt mit Vorfreude auf das Duell. Die Offensivspielerin, die im Sommer von Werder Bremen nach Frankfurt gewechselt war, hat nach ihrer Oberschenkelverletzung zuletzt wieder zunehmend Spielpraxis gesammelt. Beim Europa-Cup-Rückspiel gegen Hafnarfjörður sorgte sie kurz nach der Pause mit ihrem Treffer zum 1:1 für den wichtigen Dosenöffner. Ihre Rückkehr auf den Platz habe ihr dabei geholfen, wieder in den Rhythmus zu kommen. „Ich merke auf jeden Fall, dass ich durch den Europa Cup mehr Spielfluss bekomme“, erklärte Mühlhaus. Die Verletzung habe sie zwar etwas zurückgeworfen, dennoch sei sie selbst überrascht gewesen, wie gut ihr Comeback bislang verlaufen sei. Normalerweise brauche sie etwas Zeit, um wieder richtig in die Spiele hineinzukommen. Nun könne sie „wieder richtig starten“.

Gegen Bayern wird es aus ihrer Sicht vor allem auf die richtige Einstellung ankommen. „Es ist wichtig, gegen Bayern von Anfang an da zu sein“, sagte die 23-Jährige. Die Münchnerinnen hätten eine hohe Qualität, weshalb die Eintracht „jede Sekunde wach“ sein müsse. Mühlhaus selbst wolle mit ihrer Leistung auf und neben dem Platz für ein gutes Gefühl sorgen und die Mannschaft bestmöglich unterstützen.

Gute Abstimmung mit Freigang

Dabei setzt Mühlhaus auch auf die gewachsene Verbindung zu ihren Mitspielerinnen. Besonders mit Laura Freigang funktioniere das Zusammenspiel bereits sehr gut. Die beiden müssten auf dem Platz nicht viele Worte wechseln, da die Abstimmung „sehr gut passt“. Gleichzeitig weiß die Offensivspielerin, dass gegen die Bayern nicht nur Tempo und Durchschlagskraft gefragt sind. „Wir brauchen Ruhe am Ball“, erklärte Mühlhaus. Die Mannschaft müsse in den entscheidenden Situationen einen kühlen Kopf bewahren und sich auch unter dem Druck des Gegners nicht von ihrem Spiel abbringen lassen.

Arnautis zufrieden mit der Entwicklung

Trotz der hohen Belastung der vergangenen Wochen sieht Trainer Arnautis seine Mannschaft auf einem guten Weg. Die Eintracht habe nach dem Umbruch immer besser zusammengefunden, neue Spielerinnen integriert und sich weiterentwickelt. Dabei nehme man nach jedem Spiel positive wie negative Situationen mit, an denen anschließend gearbeitet werde. In englischen Wochen sei die Zeit dafür allerdings begrenzt. Deshalb konzentriere sich die Mannschaft auf das, „was nötig“ sei, um für die nächste Aufgabe bereit zu sein. Genau das soll nun auch gegen Bayern gelingen. Arnautis möchte sein Team auf einem Topniveau sehen und zeigte sich zugleich erfreut darüber, dass die Mannschaft „klar bei sich“ sei und gemeinsam an den eigenen Schwächen arbeite.

Duell um die Tabellenführung

Damit ist die Ausgangslage vor dem Topspiel klar: Die Eintracht kann mit einem Heimsieg am FC Bayern vorbeiziehen und die Tabellenführung übernehmen. Gleichzeitig treffen im Stadion am Brentanobad die beiden einzigen noch ungeschlagenen Mannschaften der Liga aufeinander. Die Voraussetzungen für ein intensives Duell sind somit gegeben und die SGE will ihre Chance auf den Platz an der Spitze nutzen.

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3 Kommentare

Fallback Avatar 1. zeugeyeboahs73 03. Oktober 26, 18:44 Uhr

Ich war nie ein Fan vom Fußball der Frauen und habe jetzt diszipliniert 45 Minuten geschaut.
Ich bin enttäuscht. Auch wenn ich mich unbeliebt mache, es ist nachwievor wie Flippern.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. eldelabeha 03. Oktober 26, 19:53 Uhr Zitat - zeugeyeboahs73 Ich war nie ein Fan vom Fußball der Frauen und habe jetzt diszipliniert 45 Minuten geschaut. Ich bin enttäuscht. Auch wenn ich mich unbeliebt mache, es ist nachwievor wie Flippern. Path

Hast dir ein denkbar schlechtes Spiel ausgesucht. Das war von beiden Mannschaften sehr schwach.

Ich würde mich nicht als Fan bezeichnen, aber ich schaue gerne mal rein, wenn es sich gerade anbietet, bei unseren Mädels oder auch WM/EM und ich finde, dass die Entwicklung in den letzten zehn Jahren extrem positiv ist.

Natürlich sieht man abgesehen vom körperlichen auch im technischen Bereich noch große Unterschiede, aber das ist kein Wunder, weil die Förderung eine ganz andere ist.

Der viel größere Unterschied ist aber, dass die Mädels viel mehr als die Jungs einstecken können. Die schinden und schauspielern viel weniger und wenn bei denen mal eine länger liegen bleibt, hat sie sich meist auch wirklich verletzt.

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Fallback Avatar 3. sge66 03. Oktober 26, 20:09 Uhr

Also ich verstehe den Trainer nicht. Da nimmt er quasi als Mitgrund für die Niederlage die vielen Spiele die wir schon gespielt haben, wir haben 8 Feldspielererinnen auf der Bank und er wechselt nur 3 mal. Dazu in 90ten min. defensiv wohl um das 0:1 abzusichern. Kann ich nicht nachvollziehen.

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