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Viermal durften die SGE-Frauen in der zweiten Halbzeit jubeln. Foto: IMAGO / HMB-Media

Hoher Sieg nach Halbzeitrückstand: Eintracht-Frauen ziehen ins Achtelfinale des Europa Cups ein

Die Fußballerinnen von Eintracht Frankfurt stehen im Achtelfinale des Europa Cups. In der 2. Runde ließen die Frankfurterinnen auf den 1:0-Hinspielsieg beim isländischen Teilnehmer FH Hafnarfjörður ein deutliches 4:1 im Rückspiel folgen.  Im Stadion am Brentanobad taten sich die Adlerträgerinnen lange schwer, bevor starke Minuten nach Wiederanpfiff alle Zweifel am Weiterkommen beseitigten.

Nach dem 6:1 beim  DFB-Pokalspiel rotierte Cheftrainer Niko Arnautis seine Startelf einmal kräftig durch. Für Hanna Bennison, Amanda Ilestedt, Danique Tolhoek, Ainhoa Amores, Paulina Krumbiegel und Larissa Mühlhaus begannen diesmal Sara Doorsoun, Pia-Sophie Wolter, Noemi Ivelj, Ereleta Memeti, Rebecka Blomqvist und Laura Freigang. Im Tor feierte Janne Krumme ihr Pflichtspieldebüt für das Profiteam der Eintracht-Frauen. Dafür erhielt Sophia Winkler nach ihrem Comeback wieder eine Pause.

In der dritten Minute war Krumme direkt zum ersten Mal gefordert, als Doorsoun nach einem langen Ball ihrer Gegenspielerin Nia Christopher nicht hinterherkam. Die SGE-Torhüterin spielte gut mit und kam rechtzeitig vor der Angreiferin an den Ball. Auf der anderen Seite kam wenig später Laura Freigang aus spitzem Winkel zum Abschluss, Gästetorhüterin Aldis Gudlaugsdottir lenkte den Ball aber ins Toraus (10.). Nach einem Chipball von Wolter tauchte Freigang eine Minute später wieder vorm gegnerischen Tor auf, erwischte den Ball aber nur unkontrolliert.

Früher Rückstand

Keine weiteren 60 Sekunden darauf gingen die Gäste aus dem Nichts in Führung: Hrönn Haraldsdottir durfte auf der rechten Seite zu einfach flanken. In der Mitte verwandelte die eingelaufene Christopher aus kurzer Distanz zum 1:0 für Hafnarfjörður. Nach dem Rückstand übernahmen die Frankfurterinnen mehr Spielkontrolle, gefährliche Torraumszenen fehlten jedoch vorerst. In der 31.Minute reagierte Gudlaugsdottir stark gegen einen Versuch von Hayley Raso, die nach einer Hereingabe von Nina Lührßen am zweiten Pfosten an den Ball kam.

Aber auch die Isländerinnen kamen zu einer weiteren Möglichkeit. Nach einer missglückten Kopfballrückgabe von Ivelj musste Doorsoun im Sechzehner einen Abschluss von Christopher blocken, die ansonsten freie Fahrt zum Eintracht-Tor gehabt hätte (34.). Von der SGE-Offensive kam im ersten Durchgang ernüchternd wenig. Mit der letzten Aktion vor dem Halbzeitpfiff tankte sich Raso nochmal auf rechts durch. Der Abpraller ihrer flachen Hereingabe landete genau vor den Füßen von  Dilara Acikgöz, die ihren Schuss aus rund zehn Metern rechts vorbei setzte.

Torflut nach der Pause

Arnautis reagierte auf die enttäuschenden ersten 45 Minuten seiner Mannschaft mit einem Doppelwechsel. Bennison und Mühlhaus kamen für Aciköz und Ivelj in die Partie. Änderungen, die sich keine Minute nach Wiederanapfiff zum ersten Mal auszahlen sollten. Mühlhaus dribbelte in den Strafraum, kam dabei ins Straucheln und spitzelte den Ball im Fallen flach ins lange Eck zum 1:1. Ein Ergebnis, das der Eintracht zum Weiterkommen reichen würde. Die Adlerträgerinnen wollten nun aber mehr.

In der 52. verfehlte Mühlhaus per direktem Freistoß aus 20 Metern Entfernung den linken Pfosten knapp. Drei Minuten später köpfte Blomqvist nach einer Flanke von Benison aus kurzer Distanz zu zentral aufs Tor, um Gudlaugsdottir in Verlegenheit zu bringen. Es sollte aber nicht mehr lange bis zum Führungstreffer dauern. Mackenzie Smith klärte den Ball nach einer weiteren Bennison-Hereingabe direkt zu Freigang, die per platzierter Direktabnahme das 2:1 erzielte (56.). Die Eintracht spielte mittlerweile komplett befreit auf. Ein Versuch von Raso im Fünfmeterraum wurde erst abgeblockt, bevor Bennison den Nachschuss zum 3:1 nutzte (62.).

Raso belohnt sich per Abstauber

Auf der Gegenseite durfte sich dann auch mal wieder Krumme auszeichnen. Einen Distanzschuss von Ingibjörg Magnusdottir lenkte die Torhüterin mit einer starken Parade ins Toraus (69.). Vier Minuten später dann wieder die Eintracht mit einer guten Chance: Auf Vorlage von Memeti scheiterte Raso aber an der gut reagierenden Gudlaugsdottir. In der 79. Minute belohnte sich die Australierin für ihren Aufwand dann endlich mit ihrem ersten Tor des Tages. Einen Abschluss der kurz zuvor eingewechselten Vivienne Lia wehrte die isländische Torhüterin unglücklich ab, sodass Raso an der Torlinie zum 4:1-Endstand abstauben konnte.

Somit ziehen die Frauen der SGE dank einer einer enormen Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel in die nächste Runde ein. An den Auftritt der zweiten Halbzeit gilt es in den kommenden Wochen nun anzuknüpfen. In der Bundesliga geht es für die Adlerträgerinnen diesen Samstag (17:55 Uhr) mit dem Heimspiel gegen den Spitzenreiter Bayern München weiter. Die Auslosung des Europa-Cup-Achtelfinales findet am Freitag um 13 Uhr statt.

3 Kommentare

Avatar 1. SGE-SCOPE 30. September 26, 21:23 Uhr

Leider fehlte die Ernsthaftigkeit in Hälfte 1. Aber durch kluge Wechsel kamen sie dann auf die Siegerstraße. Wäre das 1:0 nicht im Liegen gefallen, hätte es wohl ohnehin Strafstoß gegeben. Jetzt kommen am Samstag die Bayern und dann wird uns hoffentlich nicht gleich Wolfsburg zugelost.

Gruß SCOPE

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Fallback Avatar 2. sge66 30. September 26, 21:42 Uhr

Jo, in Hz. 1 hab ich gedacht da spielen die so einen Müll und der Trainer fordert mehr CL Plätze das passt irgendwie nicht so zusammen. Aber mit Bennison und vor allem Mühlhausen (wieso spielt sie nicht von Anfang an) kam Struktur in unser Spiel. Wolfsburg bitte erst im Finale.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 3. Boris 30. September 26, 22:36 Uhr

Wolfsburg hat auch nur gegen einen kleinen Zweitligisten gespielt, Graz und vor allem Sand sind keine Gegner und beide gerade formschach. Wolfsburg hat auch gegen Hoffenheim verloren, die sind nicht unschlagbar. Bayern ist schon immer die größere Bedrohung, auch wenn kurz gewankt haben. Bremen ist nicht zu unterschätzen, die Trainerin Fritzy Cromp wird ziemlich gefeiert für Platz 4 bis jetzt in der Liga.

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