Sebastian Rode wird wohl gegen Vaduz erstmals wieder auf dem Platz stehen. (Bild: Heiko Rhode)

Wenn am morgigen Donnerstagabend um 20.30 Uhr das Flutlicht im Frankfurter Waldstadion angeht, knistert es wieder im weiten Rund, denn dann ist klar: Es ist wieder Europapokal-Feiertag in Frankfurt! Das Stadion wird mit 48.000 Zuschauern erneut ausverkauft sein, die Frankfurter Fanszene hat sich wieder etwas ausgedacht und ruft dazu auf, dass alle Anhänger der SGE in roter Kleidung kommen.

Und auch die Mannschaft freut sich auf das Rückspiel gegen den FC Vaduz. Nach dem 5:0-Sieg im Hinspiel vergangenen Donnerstag stehen die Hessen schon mit mehr als einem Bein in der Play-Off-Runde zur Europa League. Und obwohl auch Eintracht-Trainer Adi Hütter „kein Gefahrenpotenzial“ sieht, werden er und sein Team das Spiel gegen den Underdog aus Liechtenstein nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir haben eine Verpflichtung uns und den Fans gegenüber. Daher bin ich davon überzeugt, dass die Spieler die dementsprechende Einstellung zeigen werden. Wir wollen ackern, das Spiel gewinnen und uns von unserer besten Seite zeigen“, so Hütter am Tag vor der Partie. Sein Spieler Erik Durm pflichtet ihm bei: „Wir gehen auf den Platz, sehen, dass das Stadion ausverkauft ist. Ich weiß nicht, welche Gründe es geben sollte, nicht hochmotiviert zu sein. Wir wollen alles raushauen und es gibt keinen Grund, auch nur einen Gang zurück zu schalten.“

Hütter will rotieren – Rode einsatzbereit

Hütter kündigte an, vier Tage nach dem kräftezehrenden Pokalspiel in Mannheim und drei Tage vor Bundesligastart, etwas Rotation in seine Anfangsformation zu bringen. Es werde keine „zweite Garde“ auflaufen, „aber wir werden auf jeden Fall mehr rotieren als sonst“, so der Übungsleiter, der sich eigentlich sonst nicht mal ansatzweise in die Karten gucken lässt, wen er schlussendlich aufstellt. Doch bei einer Personalie gab Hütter schon jetzt grünes Licht: Sebastian Rode. „Wenn heute nichts mehr passiert“, so der Trainer, dann werde Rode wohl gegen Vaduz das erste Mal seit seiner schweren Knieverletzung aus dem Halbfinalspiel in London von Beginn an auflaufen.

Egal, wie die endgültige Elf dann aussehen wird: Jeder Spieler möchte noch einmal die Gelegenheit nutzen, um sich für das erste Bundesligaspiel am Sonntag gegen Hoffenheim zu empfehlen. Denn laut Hütter hat er seine finale Stammmannschaft noch nicht gefunden. „Es haben vielleicht einige einen Bonus vom letzten Jahr. Aber es kann sich auch am Donnerstag jeder Einzelne in die Startelf spielen“, gibt der Trainer einen extra Batzen an Motivation mit.

(Noch) kein konkretes Angebot für Rebic

Und dieses Mehr an Motivation sollte sich auch auf eine generell Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel in Mannheim auswirken. Da war Hütter trotz des 5:3-Sieges sehr unzufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „Dass ich nicht zufrieden war, war unübersehbar. Es gab Vieles, was nicht gepasst hat, vor allem in der ersten halben Stunde“, erinnert der Österreicher an die schwache Anfangsphase im Pokalspiel. Aber natürlich habe er auch gute Sachen gesehen. „Vor allem auch, wie wir nach dem Nackenschlag zum zwischenzeitlichen 3:2 zurückgekommen sind.“

Für dieses Comeback war vor allen Dingen Stürmer Ante Rebic verantwortlich, der mit einem Hattrick binnen zwölf Minuten den Sieg eintütete. Ob der Kroate auch nach der Schließung des Transferfensters am 2. September noch den Adler auf der Brust tragen wird, ist jedoch weiter ungewiss. Zu viele Gerüchte gibt es um den Angreifer. Hütter machte aber eines klar: „Wir haben noch kein konkretes Angebot für ihn und so lange ist er Spieler bei uns. An Spekulationen habe ich mich noch nie beteiligt.“

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12 Kommentare

  1. Wahrscheinlich werden Hütter, Bobic und Hübner jetzt stündlich gefragt,
    ob Rebic bleibt und wann der neue Stürmer kommt.
    Schon erstaunlich, wie höflich die dabei bleiben.

  2. @1: Da hast du Recht. Bei öffentlichen Auftritten reagieren sie kaum genervt. Finde ich eine tolle Eigenschaft.

    Rotation: Finde ich gut, dass keine B-Elf geschickt wird, aber trotzdem viel rotiert wird. Ich bin extrem gespannt! Für Rode zum rein kommen natürlich ziemlich perfekt. Trapp da direkt zu bringen finde ich auch gut. Ansonsten sollte man schauen, das man gezielt Stammkräfte schont, die in de rRegel ein hoher Pensum ablegen und intensiv spielen. Kostic darf z.B. gerne mal draußen bleiben, oder Abraham. Eigentlich auch Hasebe. Da Costa und Durm haben sich die Position letztens ja bereits geteilt. Vielleicht diesmal andersrum, dass Durm in der Startaufstellung steht.

  3. Jovelijc für den am Sonntag vermutlich Gonzo startet kann drin bleiben. Trapp (wenn er Spielpraxis haben möchte) auch gerne. Auf den anderen Positionen bitte komplett schonen für Sonntag. Russ und co sind Morgen an der Reihe.

  4. Rotation ist ja auch nur die halbe Wahrheit, viel besser passt da der neudeutsche Spruch von der Belastungssteuerung !
    Der Eine braucht wirklich eine Pause, der Andere ist noch nicht bei 100% und braucht noch einen Kick und der Dritte braucht noch die Abstimmung mit den Nebenmännern usw.
    Insofern, wir hatten bisher erst 4 Spiele und dabei nur 1 wirklich hartes, sind für mich die technischen und taktischen Feinheiten interessant sowie die Moral, Körpersprache und das bewusste Einbringen der eigenen Stärken. Ich möchte keine Rotation der Rotation wegen, sondern die Bestätigung, dass der Kader wirklich breiter ist und jeder einzelne einsatzbereit.
    Forza SGE !

  5. der neue Stürmer muss bald her, denn wenn Rebic zeitnah zum 2. September geht haben wir keine Zeit mehr zu reagieren…

  6. was soll das immer und bei jeder passenden und unpassende Gelegenheit, das Rebic geht ?
    Lasst doch den Ante einfach mal in Ruhe und für die SGE Fussball spielen.
    Forza SGE !

  7. Und das hatte sicher nichts mit den leichteren Gegnern und der schlechten Leistung des gesamten Teams zu tun

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