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Kristensen stieß das Tor für die Königsklasse auf: Letztes Jahr. Foto: IMAGO / Sports Press Photo

Immer wieder Freiburg! Rückblick auf die vergangenen Saisonfinals der SGE

Zwei Spieltage vor dem Ende der aktuellen Saison steht Eintracht Frankfurt buchstäblich mit dem Rücken zur Wand. Das Szenario, dass die Frankfurter kurz vor Ende der Saison tatsächlich noch die Teilnahme am europäischen Geschäft verspielen, ist auf einmal sehr realistisch geworden. Nicht nur verloren die Hessen am vergangenen Wochenende mit 1:2 zuhause gegen die Aufsteiger vom Hamburger SV, die Art und Weise war – gelinde gesagt – erschreckend. Emotionslos, ohne Kampf und ohne Wille trabten die Adlerträger 90 Minuten über den Rasen. Feuer im Kampf um Europa war vergeblich gesucht worden an diesem Samstagnachmittag. Mit den verbleibenden zwei Bundesliga-Spielen haben die Mainstädter zwar noch die Chance, sich für Europa zu empfehlen – durch den Punkt der Freiburger am vergangenen Sonntag gegen den VfL Wolfsburg, liegt es aber nicht mehr alleine in der eigenen Hand. Kurzum: Frankfurt muss mehr Punkte erspielen als der SC Freiburg, wenn die Teilnahme an Europa noch gelingen soll.

In dieser brisanten Phase der Saison wagen wir einmal einen Blick zurück und schauen uns an, wie die Situation der Eintracht in den vergangenen drei Jahren jeweils war, zwei Spieltage vor Schluss.

2022/2023: Es sollte die letzte Saison von Europa League-Siegertrainer Oliver Glasner werden. Die Erwartungen waren riesig, nachdem die Frankfurter im Vorjahr in einer lauen Sommernacht in Sevilla den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte gefeiert hatte. Diese Erwartungen konnten die Frankfurter aber in der Folgesaison nicht vollständig bestätigen. Gerade gegen Ende der Saison bleiben die sportlichen Erfolge vermehrt aus. Zwei Spieltage vor Schluss stand die Eintracht mit 46 Punkten auf Rang 8 der Tabelle. Die internationalen Plätze waren bei noch zwei zu spielenden Partien aber immer noch in Sichtweite. Der VfL Wolfsburg stand mit 49 Zählern auf Platz 6 und Bayer 04 Leverkusen mit ebenfalls 49 Punkten auf Platz 7. Am 33. Spieltag kam die SGE nicht über ein 2:2 gegen die akut abstiegsbedrohten „Knappen“ vom FC Schalke 04 hinaus. Es ging am letzten Spieltag also mal wieder um alles. Gegner: Na klar, der SC Freiburg. Nach dem die Breisgauer dann am 34. Spieltag mit 1:0 in Führung gingen, folgte eine furiose Schlussphase. Toptorjäger Randal Kolo Muani sorgte in der 83. Minute für den Ausgleich vor heimischer Kulisse. Die Stimmung war gut, ein 1:1 aber zu wenig für Europa. Und so kam es, dass Junior Dina Ebimbe in der ersten Minute der Nachspielzeit das 2:1-Siegtor erzielte und damit den Weg in eine Conference League-Saison ebnete. Diese wurde dann aber nicht mehr von Glasner begleitet. Der Spielleiter und die SGE trennten sich mehr oder weniger glücklich übereinander am Ende der Saison.

2023/2024: Bayer 04 Leverkusen stand schon als gefeierter Deutscher Meister fest und auch die Debütsaison von Cheftrainer Dino Toppmöller neigte sich dem Ende entgegen. Die Eintracht stand mit 45 Punkten auf Platz 6 der Bundesligatabelle. An die fünftplatzierten Dortmunder war kein Rankommen mehr. Mit 15 Punkten hatten sich die Westfahlen abgesetzt. Für die SGE ging es nur noch darum, den sechsten Tabellenplatz gegen die Verfolger vom SC Freiburg zu verteidigen. Die Breisgauer standen mit 41 Punkten auf Rang 7. Das komfortable Polster auf die Mannschaft von Christian Streich betrug vier Punkte. Und das Polster sollte noch verdammt wichtig werden. Im Schlussprogramm der Hessen standen noch Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig. Während die Gladbacher eine vermeintlich einfache Aufgabe darstellen sollten, war Leipzig die gewohnte harte Nuss. Gewinnen konnte Frankfurt keines der Spiele mehr. Zwei Pünktchen wanderten noch auf das Konto der Toppmöller-Elf. Während Freiburg nur noch einen Punkt holte und damit die Saison auf Platz 10 beendete, holte aber die TSG aus Hoffenheim auf. Erst schlugen die Sinsheimer Darmstadt 98 mit 6:0 und danach bezwangen sie sogar den FC Bayern München am letzten Spieltag mit 4:2. Am Ende reichte das Polster der Frankfurter, das inzwischen auf nur einen Punkt geschmolzen war, knapp und sie konnten den Europa League-Startplatz verteidigen.

2024/2025: Letztes Jahr um diese Zeit war in Frankfurt wieder einiges los. Die Hessen hatten eine sehr gute Liga-Saison hinter sich und standen nach 33 Spieltagen auf Platz 3 der Tabelle. Schon 57 Punkte hatte das Team von Toppmöller erbeutet. Jedoch wollte man sich dann auch mit der Teilnahme an der Champions League belohnen. Das war aber alles andere als sicher, denn ein anderer Verein hatte da noch ein Wörtchen mit zu reden. Die Rede ist, selbstverständlich, mal wieder vom SC Freiburg. In der letzten Saison von Christian Streich hatten die Breisgauer Platz 4 inne und bei noch zwei übrigen Spielen betrug der Abstand zur Eintracht nur zwei Punkte. Das brisante: Es stand noch das direkte Duell beider Mannschaften an. Frankfurt hatte derweil schon den einen oder anderen Matchball verspielt. Früh schon hätten die Hessen alles klar machen können, aber hinten raus ging der SGE der Saft aus. Gegen Mainz 05 sprang nur ein Punkt heraus am 32. Spieltag, am 33. Spieltag konnte man auch gegen den FC St. Pauli nur Unentschieden spielen. Der zwischenzeitliche Abstand zum SC Freiburg von vier Punkten war auf die oben genannten zwei Zähler zurückgegangen. Und somit kam es am letzten Spieltag der Saison zum Showdown. Der heutige Adlerträger Ritsu Doan stand damals noch für die Freiburger auf dem Platz und erzielte das zwischenzeitliche 1:0 für die Streich-Elf. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es Ansgar Knauff, der mit einem wunderschönen Solo den Ausgleich für die Hessen erzielte und die Hoffnung zurückbrachte. Rasmus Kristensen und Ellyes Skhiri machten dann mit ihren Toren alles klar. Das Spiel ging 3:1 zu Gunsten der Eintracht aus und die Freude über die erste Champions League-Qualifikation über die Liga in der Geschichte von Eintracht Frankfurt war groß.

Die Vorzeichen für eine erneute Teilnahme am internationalen Geschäft stehen in der aktuellen Spielzeit nicht gut. Wieder ist der SC Freiburg der wichtigste Konkurrent der Eintracht. Wollen die Hessen die Situation noch einmal spannend machen, so muss dringend gegen Borussia Dortmund gewonnen werden. Sollte Frankfurt verlieren, während Freiburg gegen den HSV gewinnt, dann könnte die Hoffnung auf Europa dieses Jahr schon am 33. Spieltag sterben.

5 Kommentare

Fallback Avatar 1. Sammy94 07. Mai 26, 14:15 Uhr

Die Hoffnung stirbt zuletzt also kämpfen und siegen, dann schlagen wir halt diesen Scheiß-BvB...

(OZ Peter Fischer)

#aufjetzt

Das klingt nach Durchhalteparolen, morgen um 22:33 sind wir schlauer !!!

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Fallback Avatar 2. frankfurter jung 07. Mai 26, 14:26 Uhr

Hellmann abgetaucht, MK eiert, Riera enteiert, Mannschaft platt und antriebsarm, da kommt Dortmund als Aufbaugegner doch gerade zur rechten Zeit. Wenn gegen die nicht gewonnen wird, wann dann...

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Fallback Avatar 3. ostfriesland 07. Mai 26, 14:46 Uhr

Alles andere als ein Sieg für uns wäre eine Überraschung.
Dortmund hat die Saison abgehakt.
Jetzt erst recht

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Ob Stehblock, VIP-Loge, Currywurst oder Handkäs-Häppchen - Hauptsache SGE4EVER.de! Denn der User unterstützt das Onlinemagazin mit einem monatlichen oder jährlichen Betrag und genießt zudem besondere Vorteile: Werbefreiheit, Gewinnspiele etc. 4. Block42 07. Mai 26, 14:48 Uhr

Der Eintrachtblock wird auch in Dortmund voll sein und die Mannschaft kann sich auf den Support verlassen. Freitag Abendspiel! Auf gehts Eintracht kämpfen und Siegen!

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Fallback Avatar 5. pfalzadler11 07. Mai 26, 14:50 Uhr

Aufbau Gegner ? - Ja, SGE für den BvB

Wir haben einmal dort gewonnen. Erwartungshaltung sollte man keine haben...

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