Frankfurts Trainer Adi Hütter will mit seiner Mannschaft das Achtelfinale der Europa League erreichen.

Mit 47.000 verkauften Tickets ist das Rückspiel in der Europa League gegen Schachtar Donezk (Do., 18.55 Uhr) ausverkauft. Wie schon bei den drei Heimspielen in der Gruppenphase darf sich Europa auf die nächste spektakuläre Choreo im Waldstadion freuen. Nach dem 2:2 letzte Woche in Charkiw hat sich die Eintracht vom Ergebnis her eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Dennoch kann morgen alles passieren. Frankfurts Trainer Adi Hütter vertraut seiner Mannschaft und ihren Fans, dass auch dieses Spiel das Potenzial hat, zu einer magischen Europanacht zu werden.

Hütter geht es nur ums Weiterkommen

Im Hinspiel haben die Adlerträger mit dem 2:2 ein gutes Auswärtsresultat geholt, das aber auch nicht ganz ungefährlich ist. Hütter lässt sich davon aber nicht verunsichern, denn „ein Sieg in Charkiw wäre auch keine Garantie gewesen weiterzukommen.“ Trotz der vielen Topspiele der letzten Wochen ist das Spiel gegen Donezk womöglich das wichtigste Spiel der Saison für die Hessen. „Wir haben schon viele wichtige Spiele gehabt. In einer schwierigen Gruppe haben wir uns souverän durchgesetzt. Es geht jetzt nur noch um das Weiterkommen. Das morgige Spiel hat eine absolut hohe Bedeutung, einen riesigen Stellenwert“, betonte der Eintracht-Coach. Hinten den Kasten sauber halten und vorne Gefahr ausstrahlen. Mit dieser Taktik wollte die Eintracht auch das Hinspiel gewinnen, aber Schachtar Donezk traf in Unterzahl zum 2:2-Ausgleich. „Man hat gesehen: Im Hinspiel haben wir mit einem Spieler mehr Donezk trotzdem Räume angeboten. Da konnten sie uns mit ihrer Dynamik und Schnelligkeit weh tun. Wir können nicht nur nach vorne laufen und glauben, wir können Tore schießen. Wir haben auswärts ein gutes Ergebnis erzielt. Es gilt in erster Linie, dieses Ergebnis auch zu verteidigen. Wir müssen morgen kein wunderschönes Spiel leisten. Es geht darum, eine Runde weiter zu kommen“, so Hütter. Dass es morgen später werden kann, ist dem 49-Järigen bewusst. „Man weiß natürlich nie was passiert und macht sich Gedanken rund um das Spiel und über den Spielverlauf. Mir wäre es lieber, wenn wir nach neunzig Minuten eine Runde weiter kommen“, hofft der Österreicher mit einem Schmunzeln im Gesicht. Elfmeterschießen lässt Hütter im Abschlusstraining aber nicht üben: „Das im Training zu üben, bringt nichts. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, es interessiert nicht, was du vorher ohne Zuschauer und Druck gemacht hast. Wenn es darauf ankommt, musst du konzentriert sein und den Ball reinhauen.“

Fernandes fällt aus – Hasebe als Sechser?

Eine spannende Frage bleibt, wer im Mittelfeld auf der Doppelsechs auflaufen wird. Gelson Fernandes wird es wohl nicht, dafür könnte Makoto Hasebe vielleicht zurück ins Mittelfeld rücken, wenn David Abraham sein Comeback in der Innenverteidigung feiern kann. „Bei Fernandes wird es unwahrscheinlich – bei David Abraham und Sebastian Rode schauen wir mal. Ich werde mir bis zu dem Spiel Gedanken machen. Wir haben trotz allem genügend Optionen“, verriet Hütter. Hasebe könnte eben eine der Optionen heißen. Der Japaner spielte lange Zeit im zentralen defensiven Mittelfeld, bevor er zum Innenverteidiger umgeschult wurde. „Makoto ist ein universeller Spieler. Er kann aufgrund seiner Erfahrung überall spielen“, lobte Hütter den 35-Jährigen. An dem Japaner wird es nicht scheitern. Wieder im Mittelfeld aufzulaufen traut sich Hasebe jedenfalls zu: „Ich muss immer bereit sein und bin ein erfahrener Spieler. Meine Aufgabe ist es, immer konstant zu spielen.“ Die Personalfrage beim Gegner ist nicht leichter. Mit Taras Stepanenko (Gelb-Rot-Sperre) und Serhiy Kryvtsov (Gelb-Sperre) fehlen bei Donezk zwei wichtige Stammkräfte im Mittelfeld. Dennoch kann Schachtar vor allem über Taison, der im Hinspiel ein Tor erzielte, gefährlich sein. „Taison ist ein sehr guter Spieler. Er ist schnell und technisch super, aber wir müssen einfach alle zusammen verteidigen“, warnte Hasebe.

Hütter interessiert nur die Gegenwart

Vielen Fans ist nach dem 2:2 in Charkiw das Porto-Spiel vor fünf Jahren wieder in die Köpfe gekommen. Die Angst vor dem Déja-vu ist spürbar – das selbe Ergebnis, der selbe Trainer, die selbe Ausgangslage. Dass sich das Rückspiel wieder zu einem Spektakel wie im Jahr 2014 gegen den FC Porto entwickeln könnte, davon hält Hütter überhaupt nichts. „Ich habe mit der Vergangenheit nichts am Hut, sie interessiert mich nicht. Ich beschäftige mich ausschließlich mit der Gegenwart“, so der 49-Jährige. Die besondere Vergangenheit mit Porto ist für ihn von keiner Bedeutung: „Es geht darum, dass wir ein absolut gutes Spiel machen.“ Auch Makoto Hasebe, der zu dieser Zeit noch das Trikot des 1.FC Nürnbergs trug, glaubt deshalb nicht an ein Ausscheiden. „Fünf Jahre sind weit weg. Wir sind eine ganz neue Mannschaft. Unserer toller zwölfter Mann steht hinter unserem Rücken“, appellierte er an die Fans. Von den Parallelen zu Porto lassen sich Hasebe und Hütter nicht irritieren. Beide wollen ihre Geschichte mit der SGE in Europa weiterschreiben – am besten über das Rückspiel gegen Donezk hinaus. Denn dann würde das bittere Aus gegen Porto endlich aus den Köpfen der Eintracht-Fans verschwinden.

 

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4 Kommentare

  1. Hmm.. wie erwartet. Wir müssen das Ergebnis verteidigen. Also geht er wirklich auf eine Null (zu Null, notfalls). Grottenkick und Kartenschlacht. Ich hoffe, es gibt keine weiteren Verletzten mehr. Und wenn Schachtar das 1:0 macht, machen wir den Ausgleich in der 93. Minute und Abpfiff. Bin dabei.

  2. Mal tierisch betrachtet muss unsere Büffelherde die Verteidigung niedertrampeln , aus den Mittelfeldkätzchen müssen Tiger werden , die Abwehr zu Dinosauriern mutieren und mit ein bisschen Schwein werden alle Adler im Stadion glücklich sein. AUF GEHT´S

  3. OT; hat sich wer mal den Spaß erlaubt und ist den Tabellenrechner im Kicker die RR durch gegangen ? Kommen wir morgen weiter, könnte es wirklich einiges bewirken und evtl sowas wie einen Selbstläufer bewirken durch steigerndes Selbstvertrauen der Jungs. Sieht man sich das Restprogramm an, so ist definitiv nichts abgeschrieben.
    Weder CL und schon gar nicht EL. Während wir am letzten Spieltag in München ranmüssen, müssen die Pillen am 33. Spieltag gegen die Bauern ran. Bin die Partien mal durch gegangen mit dem Ergebnis , dass wir auf dem 4. enden. 🙂 ( nein, wir haben nicht alle ausstehenden Spiele mit jeweils 3 Punkte beendet 🙂 )
    Zwischen 4 und 6 sind genau 2 Punkte , hierbei streiten sich die Pillen, die Dosen und wir um diesen begehrten Platz. Danach klafft erst mal ein Loch, ….dies sofern morgen ein Ergolgserlebnis verbucht werden kann, welches das Selbstbewusstsein der Jungs wieder stärkt und wir die Hinrunde nochmal toppen und wir vom Verletzungspech verschont bleiben. Auf gehts SGE…! Ihr habt es selbst in der Hand!!!

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