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SGE-Trainer Adi Hütter will mit seiner Mannschaft in Dortmund an den Heimsieg gegen Köln anknüpfen. Foto: IMAGO / osnapix

Hütter vor Duell mit dem BVB: „Wir müssen auf uns schauen“

Eintracht Frankfurt hat am morgigen Samstag (18:30 Uhr) ein schweres Auswärtsspiel vor der Brust. Nachdem die SGE vergangene Woche gegen den 1. FC Köln erstmals in dieser Bundesligasaison die Null halten konnte, wird es in Dortmund vor allem auch darum gehen, diese Defensivleistung gegen einen stärkeren Gegner zu bestätigen. Vor dem Duell mit dem BVB spricht Eintracht-Cheftrainer Adi Hütter über den kommenden Gegner, die Personalie Can Uzun und die emotionale Mitgliederversammlung am Montag.

Personell werden die Frankfurter in Dortmund fast vollständig aus dem Vollen schöpfen können. Lediglich Malik Pimpong droht wegen Oberschenkelproblemen, auszufallen. Anlass für viele Wechsel in seiner Startelf sieht Hütter nach dem jüngsten Heimerfolg nicht: „Es schaut nicht danach aus, dass ich nach dem 1:0 gegen Köln besonders viel verändern werde. Es wird aber Veränderungen geben. Wichtig ist, dass man als Trainer viele Optionen hat.“

„In Dortmund zu bestehen, ist nie einfach“

In Dortmund gab es in den vergangenen Jahren für die Eintracht selten etwas Zählbares zu holen. Von den letzten 15 Auswärtsspielen gegen den BVB haben die Hessen nur eines gewonnen. Trainer beim Sieg vor mehr als fünf Jahren: Adi Hütter. „Ich kann mich noch sehr gut an das 2:1 erinnern. Flanke Kostic, Kopfball Silva. Es ist ein wichtiger Sieg gewesen“, weiß der Österreicher noch. „In Dortmund zu bestehen, ist natürlich nie einfach, weil sie einfach zu den Topmannschaften in Deutschland gehören.“ Eine gute Verbindung hat Hütter zum Dortmunder Coach Niko Kovac, der ebenfalls eine erfolgreiche Eintracht-Vergangenheit vorzuweisen hat. „Mit Niko haben sie einen Trainer, mit dem ich gut befreundet bin. Er hat eine ganz klare Idee von Fußball.“

Um das Auswärtsspiel gegen den BVB erfolgreich zu gestalten, erwartet der SGE-Trainer von seiner Mannschaft ähnliche Tugenden wie bei der Partie gegen Köln. „Wir müssen auf uns schauen und an die Leistung gegen Köln anknüpfen“, betont er. „Speziell was das Läuferische, Kämpferische und Taktische anbelangt. Das brauchen wir unbedingt in Dortmund.“

Lobende Worte findet Hütter zudem für die zurückliegende Trainingswoche. „Nach einem Sieg ist es immer ein bisschen einfacher. Die Woche zuvor nach dem 0:6 in Leipzig war natürlich weit schwieriger. Aber die Mannschaft hat sich zurückgekämpft und diese wichtigen drei Punkte geholt“, beschreibt der Trainer. „Wenn wir so auftreten, wie wir trainiert haben, machen wir ein gutes Spiel. Aber Training ist Training und Spiel ist Spiel.“

Hütter über Uzun: „Ich erwarte Konstanz“

Beim Sieg gegen Köln ohne Spielzeit blieb Can Uzun. Dem 20-Jährigen, der zuvor jedes Spiel der neuen Saison in der Startelf gestanden hat, blieb über 90 Minuten diesmal nur die Zuschauerrolle. Auf die Personalie Uzun angesprochen sagt Hütter: „Er ist ein sehr guter Spieler. Jetzt hat er ein einziges Mal nicht gespielt, deshalb kann ich nicht verstehen, dass da jetzt so ein Thema draus gemacht wird. Was er vielleicht ändern muss, ist, dass er versucht, seine Leistungen konstant zu wiederholen. Darüber, dass er ein sehr guter Fußballer ist, braucht man nicht diskutieren. Aber ich erwarte Konstanz.“

Weiter führt der Trainer aus: „Can Uzun ist ein großes Talent. Ich habe mit ihm schon öfters darüber gesprochen. Ich glaube, dass das nicht reicht, auch in Zukunft, egal wo sein Werdegang noch hingehen wird. Ich bin nur hier, um ihn zu unterstützen, aber auch, um ihm die Augen zu öffnen, dass es im Fußball zwei Richtungen gibt und es ein Mannschaftssport ist.“ Uzun sei zwar ein Unterschiedsspieler, aber eben auch Teil einer Mannschaft. „Dahingehend haben wir auch unsere Gespräche“, sagt Hütter. „Umso schneller er versteht, dass Fußball ein Mannschaftssport ist, wo er seine Fähigkeiten einbringen kann, wird er eine sehr große Karriere machen. Wenn nicht, wird er sich möglicherweise selber im Weg stehen.“

Hütter über Krösche-Abschied: „Es war sehr emotional“

Für den Hütter persönlich sei die vergangene Woche, angefangen mit dem Heimsieg gegen Köln, sehr intensiv gewesen. Nur zwei Tage später wurde dann die Trennung von Sportvorstand Markus Krösche auf dessen eigenen Wunsch bekanntgegeben. „Er hat mich am Sonntagvormittag informiert“, erzählt der Trainer. „Wir haben uns bei mir in der Wohnung getroffen und anderthalb Stunden ein tolles Gespräch geführt. Ich rechne Markus hoch an, dass er persönlich bei mir vorbeigeschaut hat, um mir das mitzuteilen.“ Auf der Mitgliederversammlung am Montag hatte Krösche dann die Gelegenheit, sich auch von den anwesenden Eintracht-Fans persönlich zu verabschieden. „Markus hat den Applaus und die Anerkennung für das, was er die letzten fünf Jahre geleistet hat, voll mitbekommen. Es war wirklich sehr emotional.“

Auch für Hütter war der Tag der Mitgliederversammlung ein Besonderer. Gemeinsam mit seinem langjährigen Co-Trainer Christian Peintinger schloss er eine lebenslange Mitgliedschaft bei der Eintracht ab. „Nachdem ich zurückgekommen bin, bin ich an den Verein herangetreten, dass  uns das ein Anliegen ist, weil uns die ersten drei Jahre hier sehr viel bedeutet haben“, berichtet der Österreicher. „Ich möchte dahingehend auch zeigen, wie wichtig mir der Klub ist. Deshalb freue ich mich extrem, dass ich die ewige Mitgliedschaft bei Eintracht Frankfurt habe.“

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. g-block1978 23. Oktober 26, 14:14 Uhr

10 Mann hinten rein und auf einen Konter spekulieren für Younes, wird hässlich, aber vielleicht hilfts was.

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