Der Abschied von Markus Krösche von der Frankfurter Eintracht ist weiterhin das beherrschende Thema rund um die SGE. Nachdem der 45-Jährige auf eigenen Wunsch von seinen Aufgaben als Sportvorstand entbunden wurde, stellt sich bei den Hessen nicht nur die Frage nach seiner Nachfolge, sondern auch danach, wie die Hintergründe der Trennung waren. Nun hat sich mit Lothar Matthäus einer der prominentesten deutschen Fußballexperten zu Wort gemeldet. Gegenüber der „BILD“ bedauerte der ehemalige Weltfußballer den Abgang des langjährigen Frankfurter Kaderplaners ausdrücklich. Gleichzeitig äußerte er Verwunderung über die zuletzt zunehmende Kritik an Krösche und deutete an, dass möglicherweise auch vereinsinterne Unruhe zur Trennung beigetragen haben könnte.
„Krösche wird eine große Lücke hinterlassen“
Für Matthäus steht außer Frage, dass die Eintracht mit dem Abschied von Krösche einen wichtigen Bestandteil ihrer sportlichen Führung verliert. Der ehemalige Nationalspieler würdigte insbesondere die Arbeit, die der Sportvorstand in den vergangenen Jahren für die Entwicklung des Klubs geleistet hat. „Ich bedauere es für ihn und Frankfurt. Markus Krösche wird eine große Lücke hinterlassen, die schwer zu schließen ist“, erklärte Matthäus. Dabei wollte der 65-Jährige die Bedeutung Krösches ausdrücklich nicht auf dessen Transfergeschäfte reduzieren. Zwar hatte sich der ehemalige Sportvorstand mit der Verpflichtung und dem gewinnbringenden Verkauf zahlreicher Spieler einen Namen gemacht. Nach Ansicht von Matthäus gingen seine Qualitäten allerdings weit über das rein Sportliche und Wirtschaftliche hinaus: „Da geht es nicht nur um seine Kontakte, das Sportliche, spektakuläre Transfers oder die Erlöse, sondern auch um seine menschliche Seite.“ Krösche hatte die sportliche Entwicklung der Eintracht über mehrere Jahre entscheidend mitgeprägt. Unter seiner Verantwortung verfolgten die Frankfurter eine Transferstrategie, bei der junge, entwicklungsfähige Spieler verpflichtet und im Idealfall später mit erheblichen Gewinnen weiterverkauft wurden. Gleichzeitig gelang es dem Klub, sich sportlich auf einem hohen Niveau zu etablieren.
Auch wenn die Entwicklung zuletzt nicht mehr durchgehend den Erwartungen entsprach, sieht Matthäus die Gesamtbilanz des ehemaligen Sportvorstands ausgesprochen positiv.
Matthäus sieht „Herkulesaufgabe“ für Nachfolger
Entsprechend schwierig dürfte es aus Sicht des Rekordnationalspielers werden, einen geeigneten Nachfolger zu finden. Denn der neue Verantwortliche muss nicht nur die Kaderplanung übernehmen, sondern auch das bestehende sportliche Konzept weiterentwickeln und die Mannschaft nach den jüngsten Rückschlägen wieder auf einen erfolgreichen Weg führen. „Krösches Nachfolger steht vor einer Herkulesaufgabe. Es ist ein spannender Job, aber er wird sehr schwierig“, warnte Matthäus.
Die Herausforderungen sind tatsächlich vielfältig. Nach den personellen Veränderungen der vergangenen Monate befindet sich die Eintracht in einer Phase des Umbruchs. Zahlreiche junge Spieler müssen integriert werden, während gleichzeitig die sportlichen Erwartungen an den Klub hoch bleiben. Hinzu kommt, dass Krösche über Jahre ein weitreichendes Netzwerk im internationalen Fußball aufgebaut und zahlreiche Transferentscheidungen persönlich verantwortet hat. Diese Strukturen und Kontakte lassen sich nicht ohne Weiteres ersetzen. Der künftige Sportvorstand wird deshalb nicht nur an seinen eigenen Entscheidungen gemessen werden. Er muss sich zwangsläufig auch mit der erfolgreichen Arbeit seines Vorgängers vergleichen lassen.
„Ich glaube, die Beziehung hat einfach nicht mehr funktioniert“
Besonders bemerkenswert sind allerdings Matthäus‘ Aussagen zu den Hintergründen der Trennung. Der ehemalige Bayern-Profi vermutet, dass das Verhältnis zwischen Krösche und den weiteren Verantwortlichen der Eintracht zuletzt erheblich belastet gewesen sein könnte. Dabei stellte er ausdrücklich die Bedeutung gegenseitigen Vertrauens heraus: „Er war mit ganzem Herzen dabei und hat wahrscheinlich auch gemerkt, dass das Vertrauen nicht mehr da war, das man braucht, um solche Dinge mit voller Überzeugung zu machen.“
Für Matthäus ist ein solches Vertrauensverhältnis eine wesentliche Voraussetzung, um auf der sportlichen Führungsebene erfolgreich arbeiten zu können. Gerade bei langfristigen Entscheidungen über Transfers, Trainer und die grundsätzliche Ausrichtung eines Vereins müsse ein Sportvorstand die Rückendeckung der Verantwortlichen spüren. Nach seiner Einschätzung könnte diese Grundlage bei der Eintracht zuletzt gefehlt haben: „Ich glaube, die Beziehung hat einfach nicht mehr funktioniert.“
Noch deutlicher wurde Matthäus mit Blick auf die Diskussionen, die den Klub in den vergangenen Monaten begleitet hatten. Dabei deutete er an, dass die öffentliche Unruhe möglicherweise nicht ausschließlich von außen an die Eintracht herangetragen worden sei: „Dazu passt die ganze Unruhe, die teilweise – das befürchte ich – von anderen Leuten aus dem Verein kam.“
Eine bemerkenswerte Einschätzung, mit der Matthäus indirekt die Frage aufwirft, welche Rolle interne Differenzen bei der Trennung gespielt haben könnten. Konkrete Personen nannte er allerdings nicht. Seine Aussagen bleiben damit eine persönliche Vermutung und kein Beleg für vereinsinterne Vorgänge. Dennoch dürfte diese Einschätzung die Diskussionen rund um den Abschied des Sportvorstands weiter befeuern.
Kritik an Krösche für Matthäus überzogen
Auch die zunehmende Kritik an Krösches sportlicher Arbeit kann Matthäus offenbar nur bedingt nachvollziehen. Zwar räumte er ein, dass die Verantwortlichen in Frankfurt zuletzt nicht bei allen Entscheidungen richtiggelegen hätten. Fehler gehören aus seiner Sicht allerdings zum Geschäft und sollten nicht dazu führen, die Leistungen der vergangenen Jahre grundsätzlich infrage zu stellen: „Natürlich war in den letzten Monaten nicht alles perfekt. Bei dem, was er für den Verein geleistet hat, hat mich das Ausmaß der Kritik aber verwundert.“
Damit stellt sich Matthäus deutlich hinter den ehemaligen Frankfurter Sportvorstand. Gerade angesichts der Erfolge, die die Eintracht während Krösches Amtszeit feiern konnte, erscheint ihm die zuletzt geäußerte Kritik offenbar unverhältnismäßig. Zur Verdeutlichung zog er einen Vergleich mit dem FC Bayern München. Auch beim deutschen Rekordmeister seien in der Vergangenheit Transfers getätigt worden, die sich im Nachhinein nicht wie erhofft entwickelt hätten: „Selbst in München hat man Spieler verpflichtet, die letztlich nicht das gebracht haben, was man erwartet hatte. Trotzdem sind die Verantwortlichen, die sie verpflichtet haben, immer noch da.“
Mit diesem Vergleich macht Matthäus deutlich, dass einzelne Fehleinschätzungen auf dem Transfermarkt aus seiner Sicht nicht ausreichen, um die grundsätzliche Qualität eines Sportvorstands infrage zu stellen. Schließlich gehört es zu den Risiken der Kaderplanung, dass nicht jeder Neuzugang die erhoffte Entwicklung nimmt. Entscheidend sei vielmehr, wie die Gesamtbilanz eines Verantwortlichen ausfällt. Und diese bewertet Matthäus bei Krösche offensichtlich deutlich positiver als manche seiner Kritiker.
AC Mailand? Matthäus traut Krösche viel zu
Während die Eintracht nach einem Nachfolger sucht, wird bereits über die sportliche Zukunft von Markus Krösche spekuliert. Zuletzt tauchten Gerüchte über ein mögliches Engagement beim italienischen Traditionsverein AC Mailand auf. Matthäus würde dem ehemaligen Frankfurter Sportvorstand eine solche Aufgabe ohne Weiteres zutrauen: „Wenn er nur annähernd so gut arbeitet wie in Frankfurt, ist Markus Krösche für jeden Verein ein großer Gewinn.“ Besonders für die Mailänder könnte Krösche nach Einschätzung des früheren Weltfußballers eine interessante Personalie sein. „Für AC Mailand wäre er das in der aktuellen Situation umso mehr“, erklärte Matthäus. Ob es tatsächlich zu einem Wechsel nach Italien kommt, ist allerdings weiterhin nicht offiziell.
Ganz ohne Humor wollte Matthäus die Spekulationen um einen möglichen Wechsel zur AC Mailand allerdings nicht kommentieren. Der frühere Weltfußballer spielte zwischen 1988 und 1992 selbst für Inter Mailand und ist seinem ehemaligen Klub bis heute verbunden. Dass Krösche ausgerechnet beim großen Stadtrivalen anheuern könnte, betrachtete Matthäus deshalb mit einem Augenzwinkern: „Die liegen gerade ja zum Glück sehr weit hinter Inter Mailand. Sollte Markus dort wirklich übernehmen, wird er die Lücke hoffentlich nicht zu schnell schließen.“
Das Lob für Krösche verband Matthäus damit mit einem kleinen Seitenhieb gegen die Rossoneri. Einerseits traut er dem ehemaligen Eintracht-Verantwortlichen zu, auch in Mailand erfolgreich zu arbeiten. Andererseits würde er es als ehemaliger Inter-Spieler offenbar bevorzugen, wenn der Stadtrivale sportlich nicht allzu schnell aufschließen würde.






22 Kommentare
Alles schön und gut was der liebe Herr Matthäus so im Laufe einer Woche von sich gibt. Hätte da mal einen Vorschlag für ihn - langsam mal an Rente denken und dann einfach mal den Mund halten. Wer die Hintergründe nicht kennt sollte sich einfach raushalten - bis heute ist da nichts nach außen getrunken und man hat sich mit super Anstand und Stil getrennt - Applaus an die Führung der SGE und auch insbesondere an Markus Krösche.
MK fügt sich ein in die Reihe derer, die hervorragende Dienste für unsere Eintracht geleistet haben. Dass sein Abgang natürlich dankbares Futter für Medien und ihre handelnden Personen ist, gehört dazu, ebenso wie Spekulationen und selbst ausgedachtes.
Bruchagen sagte schon "wenn einer geht, kommt ein anderer". Der Friedhof ist voll mit "Unersetzlichen". Stimmt leider auch.
Alle guten Wünsche für MK und viel Glück für seinen Nachfolger bei uns.
Kann schon sein, daß Krösche kein Vertrauen mehr hatte zu den Vereinsfunktionären, als dessen Prototyp man ja Hellmann sehen kann.
Denn Krösche hätte bestimmt auch lieber den Kader verstärk als ihn ständig durch Verkäufe und damit notwendige Umbrüche zu schwächen.
Aufgrund der geforderten Transferüberschüsse war das aber notwendig.
Krösche hat diese Forderungen ja immer erfüllt, aber er hat sie ja nicht erfunden.
Trotzdem wurde er hauptsächlich deshalb kritisiert. Und vielleicht will er einfach nicht mehr den Schwarzen Peter für andere spielen.
Gibt so ältere Herren, die meinen, ihre Meinung sei überall gefragt. Ist sie aber meistens nicht.
Ich mag am liebsten Berichte über das Training und dessen Inhalten, Gesundheitszustand von verletzten Spielern, Verpflichtungen und Abgängen usw.
Ich hatte die letzten Wochen auch so das gefühlt er wird Weg geekelt, bis zum Gedanken „wie lange er das noch mitmachen wird“
Ich hab MK auch oft kritisiert, aber ebenso viele lobende Worte gefunden. Ist nicht schwarz und weis.
Ein guter Ansatz: "Wer die Hintergründe nicht kennt sollte sich einfach raushalten."
Wenn das jeder - also auch die Foristen hier - so berücksichtigen würde, dann käme dieses Forum und ein Großteil der Presse zum vollständigen Stillstand und Erliegen. Ich werde mir diesen Satz merken und gerade den Verfasser und somit Vordenker ein wenig im Fokus behalten. Dann schauen wir mal, ob jemand Wasser predigt und Wein trinkt.
Zu Loddar: Man kann von dem "Nicht-Bayern-Greenkeeper" halten was man möchte. Mit seinem Fußballverstand und seinen Connections steckt der hier jeden in seine rechte Gesäßtasche. Also ... ist - so denke ich - ein wenig mehr Respekt geboten.
Auch bei der Art der Kritik an MK kann man geteilter Meinung sein. Aus meiner Sicht hat MK sehr viel mehr richtig als kaputt gemacht. Die Riera - Nummer und die Immobilienkiste waren dann final der Turningpoint, aber letztlich hat MK der SGE sehr viel Gutes gebracht.
Fußball ist für alle da, also auch für Lothar. Und im Prinzip darf und kann jeder seine Meinung dazu geben. Jedenfalls solange es normalen Umgangsformen entspricht. Machen wir hier ja auch. Lothar spekuliert und hat sicher noch bessere Infos als wir hier wo auch jeder wild spekuliert. Ist das besseres spekulieren weil wir Eintracht Fans sind? Und wen es nicht interessiert, auch verständlich.
Das passt auch zum Thema:
Original Ausschnitt aus HR:
Axel Hellmann zum Thema, wo das ganze Geld hin ist und stellte dazu klar: "Sämtliche Transfer-Erlöse der Vergangenheit haben wir wieder investiert. Wir haben alles in die Mannschaft reinvestiert. Weil wir kein Bankkonto führen, sondern in den Sport investieren."
Alleine unter MK haben wir über 324Mios. € an Transfereinnahmen generiert. Er will ernsthaft behaupten, dass wir das ganze Geld binnen 5 Jahre in den Kader reinvestiert haben?
Habe ich etwa Transfers jenseits der 50Mios. verpasst, oder wie geht seine Rechnung auf??
Bitte klärt mich auf! Ich stehe auf dem Schlauch!
Da bin ich auch drüber gestolpert.. wahrscheinlich rechnet er auch Gehälter mit rein.. das trägt sich nicht aus dem laufenden Betrieb.
Faktencheck wohl kaum möglich, oder?
"In die Mannschaft investiert..." ist doch irgendwie eine weit deutbare Aussage.
Sollten nicht Transfererlöse in jedem neuen Geschäftsjahr eingeplant worden, dringend erforderlich sein?
Ob Hellmann das noch konkret erklären wird, nicht nur Journalisten werden nachfragen.
Bei Loddar bin ich nachtragend (#Grabowski). Trotzdem muss ich anerkennen, dass er Fußballverstand hat.
Was die inneren Differenzen betrifft: So was kommt in den besten Familien vor. Und dann ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende. Vielleicht, eher sogar wahrscheinlich, ist da etwas dran. Aber keiner kann das wissen. Auch Loddar nicht. (siehe auch in diesem Bericht: "deutete an", "möglicherweise", "könnte"). Das wissen wir erst dann, wenn Vorstand oder Krösche selbst etwas (ehrliches) dazu sagen.
Aber, falls es diese inneren Differenzen gab: Sie waren mit Sicherheit nicht der alleinige Grund. Die Medienlandschaft hatte da auch heftig die Finger im Spiel. Und deshalb finde ich es ... hmmm... sagen wir mal vorsichtig: verwunderlich, dass Loddar sich ausgerechnet in dem Presseorgan, das da heftig mitgemischt hat, darüber beschwert, dass man mit Krösche unfair umgegangen ist.
So was nenne ich scheinheilig - oder nüchterner: Tja, so ist halt leider das Geschäft.
Seit wann gehört Hellman und seine Vorstandskollegen zum Kader?
sehe ich genauso; gerade die selbsternannten Experten und deren Spekulationen haben meiner Meinung nach sehr viel Unruhe in den Verein gebracht. Mit der Zeit zermürbt so ein Verhalten und man zieht aus Selbstschutz die Reißleine. Von daher sind die Aussagen doch irgendwie geheuchelt. Nach riesigen Knatsch sah die Trennung nun doch wirklich nicht aus.
Klar ist Krösche an Vorgaben und hätte lieber gerne mehr Spieler gehalten bzw. mehr oder bessere Spieler geholt.
Aber drei Dinge sollte man bedenken:
1. Die Vorgaben sind ja nicht einfach aus der Luft gegriffen. Es gibt Lizenzauflagen und ein Verein muss die auch erfüllen, wenn es mal eine Zeitlang nicht so gut läuft und entsprechend finanziell vorbauen.
2. Dass er bei einem Verein wie uns in finanziellen Zwängen steckt, wusste er von Anfang an. Das war jetzt nichts, was ihn unvorbereitet getroffen und überrascht hat.
3. Er ist der führende Kopf in der Kaderplanung. Er entscheidet letztlich, wer kommt, wer geht, welche Gehälter und Handgelder gezahlt werden, was Berater bekommen usw.
Dass wir die Gehälter (wohl) nicht aus dem laufenden Betrieb zahlen können, war auch eine bewusste Entscheidung von ihm. Götze, Koch, Doan, Skhiri - das man die holt und damit Spitzenverdiener, die vermutlich keine Transfererlöse generieren werden, waren ebensolche bewussten Entscheidungen (die ich hier keinesfalls von der Grundidee her kritisieren will).
Ich vermute etwas anderes:
Ich glaube, Krösche ist ein ziemlicher Machtmensch, muss man vermutlich bis zu einem gewissen Grad in seiner Position auch sein. Durch ein gutes Händchen hat er sich intern ein so großes Vertrauen aufgebaut, dass ihm - in gewissen finanziellen Schranken - zuletzt bei der Kaderplanung mehr oder weniger freie Hand gelassen wurde.
In den letzten eineinhalb Jahren kamen vermehrt Entscheidungen von ihm, die nicht die erhoffte Wirkung entfaltet haben. Doan, Wahi und Burkardt waren sehr teuer und haben die Erwartungen nicht erfüllt. Die Kader wirkten unrund. Sein Festhalten an Toppmöller und erst recht die Verpflichtung von Riera wurden extern und intern gesehen - kurz: seine Entscheidungen wurden hinterfragt.
Und ich glaube, diese Entwicklung hat ihm nicht gefallen und war letztlich mit ausschlaggebend fur seinen Abschied.
Alles in allem, hat er uns einen gewaltigen Schritt voran gebracht. Genau wie Bobic und Kovac für mich untrennbar mit dem Pokalsieg zusammenhängen, gilt das für Krösche und Glasner mit dem EL-Titel.
Und dafür werde ich ihnen für immer dankbar sein.
Was soll ich sagen. Gerade Herr Hellmann ist derjenige, der sich im Erfolg der Mannschaft sehr gerne badet und gerne voran geht, wenn es um Statements und Glückwunsch Entgegennahme geht. In sportlichen Krisenzeiten, als Markus sicherlich mehr Rückendeckung gutgetan hätte, als es mit Riera in den Vollkrisenmodus ging, da taucht der Strahleman Hellmann sinngemäß ab. Klar! Wer hat den schon Bock auf Stressinterviews, da schickt man gerne den Krösche vor. Ich lese mir die jährlichen veröffentlichten Bilanzzahlen durch und kann immer nur staunen, wie unsere Eintracht wirtschaftet. Ich frage mich ernsthaft, wo stünden wir, hätte Fredi und Markus, unabhängig vom sportlichen Erfolg, nicht die Erlöse erbracht?! Und das die oberen Herren um Hellmann sich zu den bestbezahlten Managern der Liga befördern, steht auf einem anderen Blatt. Nicht der Krösche hätte gehen sollen, schließlich hat er mit Bravour die Vorgaben der Erlöse umgesetzt, sondern Hellmann, der die Eintracht nutzt, um sein Größenwahn ausleben zu können.
Was solll ich sagen. Unser Sonnenkönig. Ich kenne ihn nur aus den Medien. Da weiß er sich schon recht clever darzustellen. Ich vermute aber, dass er ein begnadeter Networker ist und Leute zusammenbringt und zwischen Ihnen vermittelt. Und das hat für den Verein einen immensen Wert. Leider ist er darüber hinaus eher für das große zuständig. Keine Idee kann für ihn zu groß sein ohne angepackt und verfolgt zu werden. Das kann auf Dauer richtig teuer werden, insbesondere wenn der Finanzvorstand nicht das standing hat um sein Veto einzulegen. Was mich aber am meisten stört, dass er keine Ahnung von einer Mannschaft zu haben scheint. Das ist für mich eine Grundvoraussetzung, um die Arbeit des Trainers und der sportlichen Leitung zu beurteilen.
Der Text wurde doch mit KI künstlich aufgebläht oder? Liest sich irgendwie komisch, hoffe das wird nicht allzu oft benutzt.
Gute Frage. Von den Einnahmen gehen immer nochmal 10-20% an Handgeldern, Beratern, etc. weg. Bzw. bei Einkäufen muss man auch noch mehr zahlen, als die reine Transfersumme.
Hellmann selbst sprach in einem Podcast davon, dass sie allen Spielern die Ausstiegsklauseln abgekauft haben, bzw. in neuen Verträgen keine mehr reinnehmen. Dafür fließen in der Regel entsprechende Gelder. Er sprach davon, dass die Eintracht jetzt überall das Heft des Handels selbst in der Hand hat.
Wir haben auch gut eingekauft (teilweise teure Spieler, die bei uns keine Rolle spielen (Hauge, etc.)) und vor allem letztes Jahr einen sehr großen Kader gehabt. Durch die CL-Teilnahme wurden verhältnismäßig hohe Prämien ausbezahlt (es ist ja generell gut, dass wir leistungsbezogene Verträge haben. Läuft es nicht, zahlt man weniger, hat man Erfolg, zahlt man verhältnismäßig mehr).
Nagelt mich bitte nicht auf die einzelnen Werte fest. Quelle sind die Eintracht Podcasts mit den jeweiligen Vorständen.
Nicht zu vergessen die Corona-Delle, die gerne mit 40-60 Mio für Traditionsvereine angegenben wird (entgangene Ticketerlöse, etc.). (hier habe ich keine Quelle)
Das alles summiert sich ganz schön. Ich halte das nicht für unrealistisch.
KI und Matthäus? Da gibt es schon Parallelen. Beide durchstöbern das Gedruckte und bilden daraus ihre „Meinung“. Ähnlich wie beispielsweise bei Effenberg. Ihr Fußball Sachverstand in Ehren, aber abgesehen von ihren Ergüssen über Topclubs vernehme ich von ihnen meist nur eine Zusammenfassung von Medienberichten mit Schwerpunkt Bild.
das alles sehe ich genauso
Hallo, ich denke Matthäus hat mit ziemlich viel was er sagt recht- aber Fakt ist das M. Krösche seit dieser Saison nicht mehr zu der Eintracht passt. Das Prinzip Durchlauferhitzer hat jahrelang gut funktioniert, ich glaube der Verein hat nun andere Prioritäten weil in diesem Transferfenster von den englischen Klubs kein Geld mehr in Umlauf gebracht wurde. Die Eintracht will nun einen Sportvorstand der den Durchlauferhitzer ausbremst. Meiner Meinung nach die richtige Richtung, denn wenn ein Transfer Fenster zukünftig wieder so schwierig würde, wäre das unser finanzieller Gau.
Guter Kommentar!
Dino und Riera waren beide Krösches Wahl. Adi wurde ihm von Hellmann & Co. vorgesetzt. Ich hab bei der Antritts-PK von Hütter sehr genau auf Krösche geachtet und konnte das damals schon erkennen. An Kleinigkeiten: Alleine die Art und Weise..wenn das DEIN Trainer ist, den du haben wolltest und nun vorstellen darfst..dann hat man schlichtweg andere Emotionen. Die Emotionen von Hütter waren echt .. bei Krösche gabs keine.
In kurz: Krösche wurde schon vorher bei seinen Kompetenzen beschnitten.
Die Gründe hast du gut erläutert.
Die Trennung war ne Frage der Zeit..und der Zeitpunkt war von ihm gut gewählt.
Hardung bleibt wohl erstmal, bis der neue Sportvorstand hier ist. Zwei Leute zu ersetzen war Hellmann etwas zu viel (Arbeit).
Das macht ja auch Sinn, Hardung trifft bei uns ja keine wichtigen Entscheidungen.
Für mich ist diese Trennung auch ein Fail des Datenscoutings. Ja, wir hatten teilweise echt gute Kicker..aber nie ne gute Mannschaft. Und eigentlich ging das schon nach dem EL-Sieg los. Bei den meisten unserer Spieler fehlt(e) 'der letzte Biss'.
Ich denke, es wurde unter Krösche stets mehr nach Talenten geschaut als nach Spielern, die zur SGE oder dem Spielstil des Trainers passen. Ob die dem Druck standhalten, professionell oder ehrgeizig sind, charakterlich schwierig oder Topjungs sind, konstant Leistung abrufen, groß oder klein, schnell oder langsam sind: egal! Hauptsache, sie entwickeln sich als Spieler und bringen damit zukünftig Kohle für den Verein. Nach 1-2 Jahren sind die ja eh wieder weg.
Und das ging bei uns über Jahre...daneben.
Bei den, übertrieben ausgedrückt, 500 Spielern, die wir seit Krösches Antritt holten, waren auch ein paar unglaublich geile Spieler wie Pacho und Marmoush dabei. Dafür aber auch sehr viele Gurken.
Und dieses Geschäft hat sich am Ende nicht gelohnt. Ich gehe schon davon aus, dass der Frankfurter Weg 'Krösches Weg' war.
Von wem soll er denn sonst sein? Bei uns hat sonst keiner im Aufsichtsrat oder beim Vorstand Ahnung von Fußball. Die lassen sich doch alle blind von Krösche belabern und nicken ab...weil sie selbst nie solche Entscheidungen trafen. Spitz ausgedrückt.
Derzeit haben wir GAR KEINEN in offizieller Position mit sportlichen Kompetenzen. Nur Adi Hütter, der dementsprechend jetzt an Einfluss gewinnt und (wenn auch wohl nur temporär) zu nem Team-Manager englischer Art aufsteigt. Ob er das bleibt oder nicht ließ sich die SGE zumindest mal offen ('Noch nicht sicher, ob der Neue den Titel Sportvorstand trägt').
Ich bin Krösche am meisten dankbar für die Rückkehr der zweiten Mannschaft. Das ging auf ihn und wird uns in Zukunft noch viel Freude bereiten.
Auch beim Damenteam stehen wir national innerhalb kürzester Zeit ziemlich gut da..sind das drittbeste dt. Frauenteam. Das war auch ein guter Job!
Wenn Hellmann meint, dass viele bis alle Transfereinnahmen in Beine geflossen sind, dann dürfen wir die Kosten der zweiten Mannschaft nicht vergessen.
Und: man muss Krösche zugute halten, dass er in seiner ersten Saison sehr viel richtige Knöpfe gedrückt hat. Sonst wären wir nicht EL-Sieger geworden.
Ein Problem hab ich aber:
Wenn Hellmann jetzt sagt, dass alle Transfereinnahmen in Beine gesteckt wurden: dann muss ich konstatieren, dass die Zeit unter Krösche mit Ausnahme des ersten Jahres vier verlorene Jahre waren.
Als Glasner kam, waren wir ne Mittelfeldmannschaft, die mal oben anklopft. Und jetzt: sind wir ne Mittelfeldmannschaft, die mal oben anklopft.
Rein sportlich gabs keine Verbesserung, wenn man das Pokalabschneiden und die Bundesliga mit einbezieht. Das hatte ich schon mal aufgedröselt.
Und was man nicht außer Acht lassen sollte: Spieler wurden bei uns nicht mehr anhand ihrer Qualität gerechnet, sondern anhand ihrer Wiederverkaufswert. Wenn einer bei uns gut spielt, sagt Reporter xy aus Gründen: 'der wird nicht mehr lange bei der SGE spielen!' und hat recht damit. Spätestens ein Jahr später spielt Spieler XY nicht mehr bei uns.
Klar, manche muss man gehen lassen..aber manchmal muss man auch für Spieler kämpfen, damit sie dem Verein erhalten bleiben. Das wurde bei Kostic gemacht und der Verbleib (selbst wenn er nur ein Jahr länger bei uns war) hat sich ausgezahlt.
Damals hatten Bobic und Manga den Finger drauf und sagten: 'der bleibt!'
Und das gabs unter Krösche nie, so dass sich rund um den Verein eine 'Jeder ist ersetzbar-Mentalität' breit machte.
Das führte dann so weit, dass die Journalisten bei den Antritts-PKs der Spieler schon fragten, wohin sie denn als nächstes wechseln möchten. Sick! Mal ganz abgesehen von den selbst lancierten Preisschildern nach nur wenigen Monaten, Moneyball etc
Von daher bin ich schon froh, dass Krösche weg ist. Natürlich hat er keinen schlechten Job gemacht, sonst wären wir schon in der zweiten Liga. Aber er hat halt auch keinen besonders guten Job gemacht.
Und wenn Hellmann nun sagt, dass die ganzen Einnahmen in Beine gesteckt wurden, dann war es nicht nachhaltig.
Nachhaltige Arbeit gabs dagegen bei den Frauen, der Jugend und der zweiten Mannschaft. Und dafür: Danke Markus!
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