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Adi Hütter wird ab 1. Juli wieder Eintracht-Trainer sein. Eine emotionale Rückkehr an den Main. Foto: IMAGO / Shutterstock

Emotionale Eintracht-Rückkehr für Hütter: „Stolz, dass es nochmal klappt“

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Jetzt ist es also offiziell. Wie angekündigt, hat Sportvorstand Markus Krösche noch vor der Weltmeisterschaft (Start am 11. Juni) mit Adi Hütter den neuen Trainer für die Frankfurter Eintracht gefunden. Der 56-Jährige übernimmt ab dem 1. Juli die Geschicke des hessischen Bundesligisten und unterschrieb einen Arbeitsvertrag bis 2029. Natürlich ist die Verpflichtung des Österreichers mittlerweile keine große Überraschung mehr und dennoch eine außergewöhnliche, denn Hütter stand zwischen 2018 und 2021 bereits an der Seitenlinie in Frankfurt. Dementsprechend besonders ist die Situation für den Trainer selbst, wie er im Interview mit „EintrachtTV“ verriet: „Meine Rückkehr freut mich natürlich auch besonders und ich bin sehr, sehr stolz, dass es noch einmal geklappt hat. Es fühlt sich erst einmal super an und es ist auch sehr, sehr emotional.“

Hütter verfolgte die Entwicklungen seines Ex-Vereins nach seinem Abgang im Jahr 2021 Richtung Gladbach weiter. Der sportliche Aufstieg der SGE ging weiter. Während der Fußballlehrer und die Fohlen sich nach nur einem Jahr wieder trennten, gewann die SGE mit Nachfolger Oliver Glasner die Europa League und qualifizierte sich unter Dino Toppmöller erstmals über die Liga für die Champions League. Für Hütter ging es zwischen 2023 und 2025 etwas länger als zwei Jahre in Monaco weiter, wo er im Herbst 2025 entlassen wurde. „Was sie erreicht haben, ist schon großartig mit dem Erfolg in der Europa League, aber auch die zweimalige Teilnahme an der Champions League. Das sind schon großartige Folgen, tolle Transfers und tolle Spiele“, so Hütter über die Erfolge seines Ex-Klubs während seiner Abwesenheit.

Ziel: Kreaktiver Fußball im letzten Drittel und Restverteidigung

Eine erste Delle in der Frankfurter Erfolgskurve stellt die gerade abgelaufene Spielzeit inklusive mehrerer Trainerwechsel dar. Die Hessen verpassten das europäische Geschäft. Das Ziel und die Erwartungshaltung an Albert Riera-Nachfolger Hütter dürften klar sein. Die Eintracht will in der kommenden Saison wieder international dabei sein. Der Kader enttäuschte über weite Strecken. So dürfte nicht nur wegen des neuen Mannes an der Seitenlinie ein Umbruch anstehen.

Hütter erinnerte sich an seine erste Amtszeit zurück, als in der Offensive die „Büffelherde“ für Furore sorgte. Die Frankfurter spielten damals unter Hütter mit viel Dynamik und Wucht in den Zweikämpfen. Etwas, das viele Fans zuletzt vermissten. In der Zwischenzeit hat sich der Spielstil von Hütters Mannschaften nach eigener Aussage etwas weiterentwickelt: „Klar mag ich es, begeisternden Fußball zu spielen, dass man versucht, nach vorne zu spielen und die Spiele zu gewinnen. Aber auf der anderen Seite muss ich mich fragen: Wie verteidigen wir? Wenn wir hoch verteidigen, brauchen wir eine richtig gute Restverteidigung. Was ich in den Jahren gelernt habe, speziell in Monaco: Wir brauchen klare Lösungen im letzten Drittel. Wenn eine Mannschaft tief steht, müssen wir kreativen Fußball spielen“, beschrieb er seine Idee vom Fußball.

„Stadion in Frankfurt ist was Besonderes“

Zuvorderst geht es darum, erfolgreichen Fußball zu spielen. Das schaffte Hütter, der 2018 auf Niko Kovač folgte, in seinen drei Jahren in Frankfurt zumeist. In seiner ersten Saison am Main gewann man in der Gruppenphase der Europa League alle sechs Spiele und kam später bis ins Halbfinale. Im Jahr darauf stieß man bis ins Halbfinale des DFB-Pokals vor und in seiner letzten Saison in der Mainmetropole führte der Fußballlehrer sein Team über den fünften Platz in der Liga in die Europa League – ausgerechnet in der so ungewissen Corona-Zeit ab 2020. „Es war schon sehr, sehr schwierig, ohne Zuschauer zu spielen. Viele haben uns prophezeit, dass wir eher abstürzen würden in der Tabelle, weil in Frankfurt natürlich die Fans der zwölfte Mann sind, aber das haben wir super gemeistert“, blickte Hütter zurück. Gerade auf das Wiedersehen mit den Fans im Stadion freue er sich: „Ich habe schon viele Stadien gesehen, aber dieses Stadion in Frankfurt ist schon etwas ganz Besonderes. Diese Begeisterung müssen wir wieder entfachen.“

Hütter räumt Fehler bei Abgang 2021 ein

Mit seinem unglücklichen Abgang in Richtung Mönchengladbach fiel Hütter in weiten Teilen des Umfelds der Eintracht allerdings in Ungnade. Aus heutiger Sicht hätte Hütter sich einen anderen Abgang von beiden Seiten gewünscht, gab er zu. Er selbst würde die Situation heute anders lösen. Speziell eine Aussage rund um den Wechsel, wonach sich nur die Farben für ihn ändern würden, dürfte vielen Fans negativ im Gedächtnis geblieben sein. Diese Aussage würde Hütter so heute nicht mehr treffen und räumte seinen Fehler ein: „Das ist natürlich absoluter Schwachsinn, das kann man in der Form überhaupt nicht machen und das war in der Situation ganz klar ein großer Fehler.“ Es scheint jedenfalls, als hätten viele Fans dem Cheftrainer seinen damaligen Abgang mittlerweile verziehen. Hörte man sich im Umfeld um, reagierten viele positiv auf die Rückkehrsgerüchte.

So oder so gibt es für alle Seiten – Klub, Fans und Trainer – nun die Chance, die erfolgreiche Geschichte von damals weiterzuschreiben. „Ich freue mich auf die ganze Eintrachtfamilie, dass wir wieder gemeinsam einen erfolgreichen Weg gehen“, bestätigte Hütter. Die Story scheint noch nicht fertiggeschrieben zu sein. Auch wenn von der Eintracht von 2021 nicht mehr viel übrig ist. Die Mannschaft ist eine andere und auch die Erwartungshaltung ist noch ein Stück weit größer geworden. Für den Verein und seinen neuen Coach wird es nach der turbulenten letzten Saison darum gehen, wieder Ruhe hineinzubekommen und so zurück auf den Erfolgspfad zu kommen. Da könnte der neue Trainer, der für Klarheit und Disziplin steht, der Richtige sein.

13 Kommentare

Avatar 1. mandy oeller 31. Mai 26, 14:07 Uhr

Extrem authentisches, glaubhaft emotionales und irgendwie auch rührend nervöses Interview. Er scheint viel Wert darauf zu legen, mit den Fans im Reinen zu sein und hier wieder voll anzukommen. Aber nicht nur menschlich überzeugt er. Sportlich macht er in ein paar Sätzen klar wie er sich weiterentwickelt hat und welchen Fußball er spielen will. Ich wollte erstmal abwarten und nicht zu früh wieder in den Hype Train einsteigen aber ZU SPÄT!!!! 🚅🦅🦅🦅🚃🚃🚃

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Fallback Avatar 2. g-block1978 31. Mai 26, 14:14 Uhr

Klingt alles gut, mal sehen obs klappt, wäre zu wünschen.
Bin trotzdem etwas skeptisch, Eintracht hatte mit Trainerrückkehrern in der Vergangenheit nicht viel Glück (Veh, Steppi), muss nichts sagen, ............................ .
Wir hatten ihn ja gut verkauft, von daher ist das längst verziehen und Glasner hat sich den Pot geholt, den er sich hätte holen können. Das hat ihn sicher gewurmt und jetzt hofft er da hinzukommen, wie gesagt, wir wollen es hoffen.
Er wird an dem gemessen was er in Frankfurt gezeigt hat, wird es nicht so gut laufen, wird es gleich lauter, den Schuh zieht er sich selber an.

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Fallback Avatar 3. hund hardy 31. Mai 26, 14:14 Uhr

Sehr gute Wahl nach Timo und Albert ein Trainer der Erfahrung hat und uns hoffentlich wieder eine Mannschaft baut die Die Fans mit nimmt und guten Fussball zeigt.

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Fallback Avatar 4. burghasungen 31. Mai 26, 14:24 Uhr

Gut is🦅

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Fallback Avatar 5. ffm71 31. Mai 26, 14:29 Uhr

Na gut Adi. Aber jetzt wollen wir auch wieder den Hausmeisterkittel sehen^^.

Willkommen zurück und viel Erfolg.

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Fallback Avatar 6. stadtwaldadler528 31. Mai 26, 14:35 Uhr Zitat - ffm71 Na gut Adi. Aber jetzt wollen wir auch wieder den Hausmeisterkittel sehen^^. Willkommen zurück und viel Erfolg. Path

Stimmt, den hatte er zum Ende seiner Amtszeit immer getragen, hat nur noch der braune Hut gefehlt dann wäre er Hausmeister Krause schon sehr nahe gekommen…😄

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Fallback Avatar 7. frankfurter jung 31. Mai 26, 14:37 Uhr

Eine nachvollziehbare Lösung, auch und gerade für MK, die mit dem wahrscheinlich geringsten Risiko.
Eine Entscheidung, die viel Rückhalt finden dürfte. Hütter ist ja nicht Osram. Die Rückkehr Hütter's zu altbekannter Stätte wird natürlich auch ihre Kritiker haben, ich sehe diese eher als Vorteil.
Eintracht und Hütter, das wird passen.
Ich bin da sehr zuversichtlich und die alten Geschichten müssen jetzt endgültig passe' sein.

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Fallback Avatar 8. drobbe 31. Mai 26, 14:44 Uhr

Willkommen zurück!

Und willkommen bei der Arbeit! Ich sehe drei lösbare Probleme aus der ersten Zeit:
1. Restverteidigung. Weiß er scheint's selber.
2. Ballbesitz und knacken tiefstehender Gegner. Weiß er auch selber.
3. Integration des Nachwuchs'. Wird hoffentlich besser, wobei jetzt auch besserer Nachwuchs da ist.
Und 4. haben wir eine Standard-Malaise.
Wenn er das hinkriegt, wird es eine geile Saison.

Forza SGE!

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Fallback Avatar 9. stadtwaldadler528 31. Mai 26, 14:48 Uhr

Off Topic: Auch wenn ich die endlose Torwartdiskussion nicht wieder aufmachen möchte, bin ich der Meinung, dass wir uns hier mit einer neuen Nummer 1 verstärken müssen, da sowohl Zetterer als auch Santos für mich keine Torhüter sind mit denen man die Top 6 der BL angreifen kann, bei Santos steht ja nach wie vor in den Sternen, ob er es überhaupt jemals auf Strecke schaffen kann, der Junge muss erst einmal gesund sein und bleiben….

Mir ist hier ein Kandidat eingefallen, an dem der Abstieg von VW ganz klar nicht gelegen hat, im Gegenteil er war oftmals bester Mann…

https://www.transfermarkt.de/kamil-grabara/profil/spieler/346551

Kann nach dem Abstieg bestimmt wechseln, ist 27 Jahre alt, also im Idealen Alter und ist mit 1,95m nur wenig kleiner als Santos, aber dennoch relativ deutlich größer als Zetterer, mal so als Kandidat in den Raum geworfen, meiner Meinung nach benötigen wir unbedingt einen guten verlässlichen Torwart, dazu 1-2 IV und endlich einen echten 6er, das wären die Positionen wo nachgeschärft werden muss selbst wenn der Kader ansonsten so bestehen bleiben würde, was er ja nicht tun wird…

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Avatar 10. fatzke 31. Mai 26, 14:50 Uhr

Top. Da weiß man wenigstens was man bekommt.

Die ehemalige Büffelherde hat (samt Kostic) aktuell einen Marktwert von gerade mal 10,7 Millionen Euro. Nur mal so. 😄

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Fallback Avatar 11. Werner 31. Mai 26, 14:58 Uhr

Ich gebe jedem eine Chance auch eine 2.

Jetzt aber mal was anderes.

So schlecht war es doch eigentlich nicht, natürlich waren wir alle von den letzten Jahren verwöhnt.

Ich kann mich noch an Zeiten der Anstiege erinnern, das war richtig grausam.

Darum nicht vergessen wo wir her kommen und den Trainer nicht nach einem schlechten Spiel in der Luft zereissen.

Ich freu mich schon auf die Saison und hoffe das wir wieder einen guten offensiv Fußball sehen werden.

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Fallback Avatar 12. janzer 31. Mai 26, 15:06 Uhr

Ich bin insgesamt froh, dass Hütter wieder unser Trainer ist. Ich glaube sein Charakter ist genau der, der derzeit zur Mannschaft passt und den das Umfeld vielleicht braucht.

Etwas mehr Sorgen habe ich beim Spielstil: Das Konterspiel aus seiner Zeit bei uns ist nicht mehr wirklich der aktuell modernste und erfolgreichste Ansatz. Daher haben mich die Worte bezüglich der "klaren Lösungen im letzten Drittel" etwas beruhigt.
Ich erwarte, dass wir wieder etwas weniger Ballbesitzfussball spielen, aber auch hart erarbeitete Errungenschaften der letzten Jahre unter Toppmöller sollte man nicht komplett verwerfen.

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Fallback Avatar 13. pfalzadler11 31. Mai 26, 15:16 Uhr

Ich bin noch immer ungläubig das er er zurück ist...ich dachte es ist ein Witz...dann mal herzlich willkommen Adi...hoffentlich kannst Du Oliver übertrumpfen was die Erfolge angeht....

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