Kein Europa, verflogene Euphorie, ganz viel Frust! So lässt sich das Saisonfinale von Eintracht Frankfurt zusammenfassen. Der hessische Großstadtklub beendet die Spielzeit auf Platz 8 und lässt dabei viele Wünsche offen. Die nächste Saison wird also nur Bundesliga und DFB-Pokal für die Adlerträger und ihre Fans bereithalten. Wir haben die verschiedenen verantwortlichen Teile des Vereins einmal analysiert und stellen ein begründetes Saison-Zeugnis aus!
Sportliche Leitung
In der Abschlusspressekonferenz gab sich Sportvorstand Markus Krösche äußerst selbstkritisch. Er nahm einen Großteil der Schuld am sportlich enttäuschenden Abschneiden auf sich. Auch wenn sein Auftreten sehr löblich war und Hoffnung auf Besserung aufkommen lässt muss man konstatieren: Stimmt! Denn viele Probleme der Eintracht in der vergangenen Saison gehen tatsächlich auf Fehlentscheidung der Führungsetage zurück. Zwei große Baustellen muss man hier knallhart beleuchten. Zum einen der unausgewogene Kader, zum anderen die Trainer-Entscheidungen.
Kader
Schauen wir zunächst auf den Kader. Im vergangenen Sommer wurden mit Jonathan Burkardt und Ritsu Doan gleich zwei Königstransfers für vergleichsweise viel Geld verpflichtet. Die Abwehr wurde mit Ausnahme von Tuta gehalten und im Tor ließ man Kevin Trapp abwandern und wollte ihn mit Kaua Santos und dem transferierten Michael Zetterer ersetzen. Hugo Ekitiké wurde für viel Geld an Liverpool abgegeben. Insgesamt fiel das Fazit etlicher Experten, auch bei uns, sehr positiv aus. Die Mannschaft wurde beisammen gehalten und punktuell verstärkt. Aber die Baustelle im zentralen und defensiven Mittelfeld wurde auch hier schon aufgedeckt und kritisiert. Und bis zum Ende der Saison wurde kein Spieler verpflichtet, der diese klaffende Lücke auch nur ansatzweise ausreichend hätte kompensieren können. Das muss man als riesigen Fehler der sportlichen Leitung ankreiden. Wenn man Ballbesitzfußball spielen lassen möchte, kann man eine solch neuralgische Position nicht offen lassen. Dass Ellyes Skhiri dieser Spieler nicht ist, war allen Beteiligten schon zum Start der vergangenen Saison klar. Dass Oscar Höjlund dieser Spieler noch nicht sein würde, war ebenso klar. Hugo Larsson steckte schon zum Ende der vergangenen Saison hin eher in einem Loch und auch wollte man nicht wesentlich auf Mo Dahoud bauen. Was also war der Plan? Unklar! Auch muss man konstatieren, dass das Torwart-Experiment krachend (!) gescheitert ist. Santos erlebte eine Seuchensaison und auch Zetterer machte seine Sache „nur“ solide.
Im Winter wurde dann im Sturm nachgebessert, weil Burkardt lange ausfiel. Younes Ebnoutalib wurde verpflichtet und Ayoube Amaimouni-Echghouyab wurde für schlappe 200.000 Euro von der Hoffenheimer TSG verpflichtet. Auch Arnaud Kalimuendo wurde ausgeliehen. Während Ebnoutalib sich ebenfalls länger verletzte und danach keine Duftmarken mehr setzen durfte, zeigte „Jupp“ überraschend gute Leistungen, war torgefährlich und etablierte sich als Sofort-Hilfe. Auch Kalimuendo zeigte, oft positionsfremd auf dem Flügel, gute Leistungen.
Insgesamt waren die Transferentscheidungen der sportlichen Leitung größtenteils nachvollziehbar. Dass Doan nicht zündete, lag auch daran, dass die Trainer ihn selten auf seiner angestammten Position einsetzten. Dass Burkardt sich verletzte ist ärgerlich, war aufgrund seiner Historie aber durchaus zu erwarten. Dennoch erzielte der Stürmer in seiner Debütsaison für die SGE 15 Tore (2 Assists) in 29 Spielen. Nicht verkehrt. Richtig anlasten kann man der Leitung aber die Torwart-Frage. Das eingegangene Risiko ging ordentlich nach hinten los. Und auch das Nicht-Verpflichten eines spielstarken Sechsers ist – von außen betrachtet – schwer nachvollziehbar.
Die Trainer-Frage
Dino Toppmöller hatte massives Pech mit Verletzungen im Kader. Etliche Leistungsträger fielen aus, was die Spieltagsaufstellungen erschwerte. Dennoch hatte man gegen Mitte der Hinrunde das Gefühl, dass der Trainer seine Mannschaft nicht mehr so recht erreichte. Ein Spielsystem war, wenn überhaupt, nur in Ansätzen zu erkennen. Die sportliche Leitung beurlaubte den Trainer dann im Januar. Drei Spieltage nach der Winterpause. Der Zeitpunkt war also fragwürdig. Wieso nicht vor der Winterpause die Trennung vollziehen, sodass ein neuer Trainer noch Mitspracherecht für Transferentscheidungen hat und vor allem noch etwas Zeit, mit der Mannschaft zu trainieren? Sinnvoller wäre es gewesen, Toppmöller nach dem 0:6 gegen Leipzig oder spätestens nach dem blutleeren Auftritt kurz vor Weihnachten gegen den Hamburger SV zu entlassen. Mit genug Zeit für einen neuen Trainer, Mannschaft und Umgebung kennenzulernen.
Die Entscheidung, Dennis Schmitt und Alex Meier als Interimstrainer auftreten zu lassen ging ebenfalls krachend in die Unterbekleidung. Exakt 0 Punkte holten die beiden Trainer in vier Spielen. Wieso gab man ihnen so viel Zeit, während das Weiterkommen in der Champions League noch möglich war? Schon nach dem ersten Spiel waren eklatante Mängel zu erkennen. Dass dies noch drei weitere Spiele so weiterging, kann uns muss hinterfragt werden.
Dann Albert Riera zu holen war vielleicht die größte Fehlentscheidung. Dass er zunächst die Abwehr stabilisiert und die Gegentorflut stoppte ist ihm hoch anzurechnen. Seine prahlerischen Presseauftritte mit teilweise vollkommen verqueren Vorstellungen von Journalismus schadeten nicht nur seinem eigenen Image, sondern auch dem des Vereins. Spieler wurden auf falschen Positionen eingesetzt und in kürzester Zeit wurden immer mehr Gerüchte zu Problemen mit Spielern laut. Riera und Frankfurt: Das passte im Endeffekt gar nicht.
Note (insgesamt): 4-
Trainer
Dino Toppmöller: Kritiker sagen schon länger, dass der Erfolg in der letzten Saison vor allem auf Einzelspieler wie Omar Marmoush und Hugo Ekitiké zurückging. Ob das stimmt, sei dahingestellt. Fakt ist: Der Fußball war wenig ansehnlich, die Gegentorflut viel zu dramatisch und ab einem gewissen Zeitpunkt schien die Situation vollkommen festgefahren zu sein. Dennoch: Toppmöller hatte massiv mit Verletzungssorgen zu kämpfen bei seinen Spielern und als er ging, stand die SGE auf dem 7. Tabellenplatz mit einem Drei-Punkte-Polster nach unten. Nicht gut, aber auch nicht katastrophal.
Note: 3-
Albert Riera: Auf große Worte folgten wenig Taten. Ja, er stoppte zunächst die Gegentorflut. Dennoch hatte er mit einem Punkteschnitt von 1,21 einfach wenig Argumente für eine Weiterbeschäftigung. Vor allem, weil seine Presseauftritte wirklich häufig fragwürdig waren. Dass was Riera auf den Pressekonferenzen versprach, zeigte sich einfach nicht auf dem Rasen. Dazu Probleme mit Spielern wie Burkardt, Doan und Götze. Es ist das gute Recht eines Trainers, auf andere Spieler zu setzen, als seine Vorgänger. Dass aber so viele Baustellen sich binnen kürzester Zeit auftaten, ist schon ungewöhnlich. Am Ende muss sich Riera an den Fakten messen lassen. Das Verspielen von Europa, ein miserabler Punkteschnitt und ein fragwürdiges Bild nach außen. Das hat nicht gepasst!
Note: 4-
(Das Interimsduo Dennis Schmitt und Alex Meier bewerten wir bewusst nicht, weil nie geplant war, langfristig auf die beiden zu setzen. Sie waren eher „Feuerwehrmänner“ die in einer sportlich prekären Situation überbrücken sollten für den neuen Trainer)
Mannschaft
Das war viel zu wenig vom Team der Eintracht. Dass der Kader gespickt ist, mit Edeltechnikern, Talenten und Qualitätsfußballern, zeigte sich zu selten. Es gab Höhepunkte wie das 5:1 in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul, aber ebenso auch Tiefpunkte wie das 0:6 gegen RB Leipzig. Gerade in Phasen, wo es wirklich um Alles ging, ließen sich die Spieler hängen und zeigten nicht den unbändigen Willen, den man in Frankfurt sehen will. Lethargisch, teilweise vollkommen verunsichert und ideenlos zeigten die Spieler einen Fußball zum Abgewöhnen. Dass insgesamt drei Trainer in dieser Saison gehen mussten, ist auch die Schuld der Spieler, die neue Impulse scheinbar nicht umsetzen konnten oder wollten. Ein Team mit Namen wie Robin Koch, Can Uzun, Mario Götze, Nathaniel Brown und Jonathan Burkardt muss einfach mehr Punkte holen als 44. Dass die Mannschaft keine „5“ bekommt, liegt nur daran, dass es immerhin der achte Tabellenplatz war am Ende. Fehlende Ergebnisse können passieren. Auftritte wie gegen den Hamburger SV kurz vor Ende der Saison sind aber nahezu unverzeihlich. Der Notendurschnitt der SGE4EVER.de-Leserschaft für die Spieler beträgt 3,42 – wir sehen das Team leicht schlechter als das.
Note: 4
Fans
Die Fans von Eintracht Frankfurt sind traditionell das Faustpfand schlechthin für die SGE. Immer dabei, immer laut. In Guten wie in schlechten Zeiten. Dennoch war zu beobachten, dass die Gesänge auf den Rängen ab einem gewissen Zeitpunkt kaum noch etwas mit dem Geschehen auf dem Rasen zu tun hatten. Egal wie schlechte die Mannschaft spielte, es kam kaum Echo von den Rängen. Auch wurde wenig aufgepeitscht. Vielleicht hätte hier der eine oder andere Impuls und Ansporn auch von den Rängen kommen können? Das war schonmal mehr. Am letzten Spieltag, in einem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart war das Stadion nicht einmal ausverkauft. Eigentlich undenkbar in Frankfurt! Klar, der Fußball war schlecht. Aber, deswegen nicht mehr zu kommen ist untypisch für Frankfurt-Fans. Immerhin: Gegen Ende der Saison zeigten die Fans der Mannschaft dann ihren Unmut. Denn ja: Bei schwachen Willensleistungen der Spieler dürfen Fans auch mal pfeifen und schimpfen. Das muss genauso dazugehören, wie das Abfeiern und jubeln bei guten Leistungen. Dass dann aber Feuerwerkskörper geworfen wurden, bei denen sogar Menschen verletzt wurden ist ein absolutes No-Go! Ohne Diskussion ist so ein Verhalten nicht zu dulden. Es war die erste Saison seit Jahren ohne richtige sportliche Höhepunkte. Viele Fans scheinen vom Erfolg verwöhnt zu sein. In der nächsten Saison wird spannend zu beobachten sein, wie sich die Kurve entwickelt. Es bleibt zu hoffen, dass sie wieder etwas lebendiger wird. Aber eben ohne geworfene Pyrotechnik.
Note: 4






13 Kommentare
Jetzt sind wir auf eure Noten gespannt, nachdem ihr unsere gesehen habt! Wie bewertet ihr die Vereinsteile der SGE in dieser Saison?
Bezogen auf dino - in meinen Augen ist das Spiel in Gladbach symptomatisch gewesen ...man hat bis zur 60. Minute einen 6:0 Vorsprung herausgespielt....haben wir da unansehnlichen Fussball gespielt? Und dann kam plötzlich das nicht mehr korrigiert werden konnte. Für mich ist dieses Spiel wo sich vieles ins negative gedreht hatte. Die note zu dino passt.
Riera passt auch.. Mannschaft sehe ich eher bei 5+...,der Rest passt auch.
Bin bei 4 für Leitung
DT 4 AR 4 Mannschaft 5.
DT deswegen 4, weil auch da der Fußball teilweise unerträglich war und nur OM und HE uns den Arsch gerettet haben.
Bin positiv gespannt wer,wie, was alles verändert wird.
Mal abgesehen von den Noten, wo kommt eigentlich diese Statistik 29 Spiele/15 Tore/2 Assists bei Johnny her? Schon oft gelesen und ich kann auch verstehen, dass man die Assists bei rausgeholten Elfern nicht zählt aber laut kicker sind es in der BuLi 22/13/4, Pokal 2/0/0 und CL 5/3/1.
Das sind für mich 29/16/5, was sich angesichts von 7 Einwechslungen nach der 60. Minute noch besser liest.
Sehe ich genauso, die größte Enttäuschung war für mich die seelenlose und oft blutleer wirkende Mannschaft, und das lag m.E. nicht an der Kaderzusammenstellung, da lag/liegt mehr im Argen.....
Wahi, der bei uns einfach nicht in Form kam, warum auch immer..., gestern mit einem Doppelpack für Nizza zum Klassenerhalt. Gute und nicht unbedeutende Nachrichten für Eintracht.
Die Kaderplanung war mit der größte Fehler, für die vergangenen Saison. Wenn man sich die Datenlage näher betrachtet, dann wird einem sehr schnell klar, wo die Probleme waren und sind. Unsere Außenverteidiger bewegen sich im soliden Bundesliga-Mittelfeld, was die Geschwindigkeit betraf. Dazu kam ein Flügel-Zentriertes Defensivproblem und so entstanden bei gegnerischen Kontern oft riesige Räume hinter den Außenverteidigern. Spieler wie Robin, Rasmus oder Aurèle sind was ihre Geschwindigkeit angeht nur Bundesliga-Durchschnitt, dafür aber ist ihr Stellungsspiel weit besser als der Durchschnitt. Leider half das wenig, weil durch die unzureichende Absicherung auf den Außenbahnen geriet die Innenverteidigung um Robin Koch permanent unter Druck, was zu einer ligaweit unterdurchschnittlichen Defensivquote führte. Für die neue Saison, ist dass die größte Baustelle und ich bin gespannt wie MK und der neue Trainer die Mannschaft verändert.
U.A. Tuta nicht ersetzt, defensives Mittelfeld nicht verstärkt etc.
Ohne defensive Stabilität kann kein System erfolgreich sein, keines.
Die Kaderplanung so hoch zu hängen finde ich persönlich falsch. Sehr viele Experten, Journalisten und der Großteil hier hat zu Saisonbeginn den Kader gefeiert. Beste Abwehr, vorne irres Potenzial. Das Mittelfeld, ja, da fehlt jemand. Vermutlich wurde hier auch vergessen, dass laut Transfermarkt einige 6er im Gespräch waren, aber es nicht geklappt hat.
Da stehe ich Krösche bei, der klar sagt maximal Betrag x und fertig. Sonst wirst du ausgenommen wie eine Weihnachtsgans.
Dazu bin ich mir sicher, dass wir im kriselnden Herbst ohne diese Verletzungsflut und teilweise unfitten Spielern nicht so schlecht geworden wären.
Hier gibt es also zwei Dinge, die halt vorkommen.
Trotz dem, dass ich Toppmöller sehr schätze, gibt es zwei für mich sehr große Kritikpunkte:
Erstens: Nehmt das erste CL-Spiel. 5:1 klang saugeil, war es auch. Mir sind aber als es noch knapp war mehrere Szenen im Kopf, die uns auch schnell mit 2 Toren hätten zurückliegen lassen.
Die 6:0 Führung gegen Gladbach war dann die Spitze: die anderen Mannschaften haben uns im Spätsommer und Herbst verstanden und sich entsprechend eingestellt und daher kommt meiner Meinung nach auch diese Gegentorflut.
Zweitens: ich war in Stuttgart dabei, nah an der Trainerbank. Und ich war wirklich schockiert, wie wenig von Außen an Energie kam, Ansagen, Motivation, was auch immer, nahezu nichts. In der Situation, in der das Spiel gerade zu kippen begann. Als spielt die Mannschaft ohne Trainer.
Wie das vorher war, weiß ich nicht. Aber dann hatte ich die Trennung auch kommen sehen.
Einer verunsicherten Mannschaft nichts geben können, da schließt sich mir der Kreis mit der Verunsicherung der Mannschaft.
Da setzt Riera an. Denke er ist immer noch ein Top Trainer und die Medienkritik war für mich mehr als berechtigt. Die Presse kann nicht nur anpampen, sondern muss auch einstecken können.
Sein Manko in meinen Augen: Sturheit. Die anfangs besprochenen klaren Lösungen waren sichtbar, das Scheunentor geschlossen. Dann kam leider seine Sturheit ein System nach vorne anzuwenden, das mit den Spielern nicht funktioniert. Da liegt für mich grundsätzlich ein Rätsel: muss man als Trainer nicht flexibel sein und mehrere Systeme können...?
Burkhardt auf sein BMI anzusprechen gehört zu seinem Job. Wer weiß wie viel besser er noch sein kann mit weniger Kilo.
Wäre hier etwas weniger Sturheit vorhanden, Flexibilität im System, dann wird m.M.n. Riera auch ein guter Trainer, sofern das Äußere nicht nur heiße Luft ist.
Mannschaft:
Für mich war Koch von Anfang an kein Kapitän und ich hoffe ein neuer Trainer nimmt ihm die Last ab.
Grundsätzlich bei aller oben genanntem Verständnis für die Probleme sehe ich die Mannschaft aber dennoch kritisch, weil Kämpfen und Rennen geht auch ohne Trainer.
Fazit: Athletik, Fitness bitte verbessern, Trainer, den flexibel ist und wachrütteln kann und viele Spieler auf den Prüfstand stellen.
Stelle mich auf die größte Kaderveränderung der letzten Jahre ein und bin sehr zuversichtlich. Wird gerade bei uns so viel aufgeräumt und durchleuchtet wie gefühlt bei anderen Mannschaften nach einem Abstieg.
Freue mich auf die Pause.
Off-topic:
Interessanter Artikel zu den Pyro-Vorfällen und Ultra-/Vereins-/Politik-Thematik in der FAZ-Online von Peter Heß.
Da liest man von Dingen und Vorgängen in der Kurve, die mir nicht bekannt waren und die durchaus erschreckend sind, wenn all dies zutrifft.
Nach meiner Einschätzung liegt dem Artikel eine gute und ausführliche Recherche zu Grunde.
https://www.kicker.de/huetters-vertragsunterschrift-in-frankfurt-rueckt-naeher-1223880/artikel
Weiterhin pro Adi Hütter. Er wird seine eigene Meinung haben, mit natürlicher Autorität (egal ob es dem trotzdem sehr geschätzten Wolfgang Steubing passt), die Mannschaft wird fit sein und begeisternden Fußball kann er auch spielen lassen. Früher Vertragsabschluss mit Hütter und wir haben eine Baustelle geschlossen, bei der Bearbeitung der anderen Baustelle ist er dann ganz vorne dabei. So könnte es gehen.
'Dino Toppmöller hatte massives Pech mit Verletzungen im Kader.'
'Verletzungspech' ist zwar ein gern benutztes Wort, doch das gibts m.E. gar nicht. Es gibt immer Gründe für Verletzungen:
-mangelnde Rotation (bsp Kristensen, Theate, Koch,..)
-schlechte Entscheidungen der Sportwissenschaftler (Bsp Kristensen..viel zu früh gebracht und dann viel zu viel gespielt..da muss die medizinische Abteilung ein klares 'NO!' kommunizieren, weil der Spieler noch nicht soweit und das Risiko einer Folgeverletzung noch viel zu hoch ist)
-verletzungsanfällige Spieler (Bsp Burkardt)
-schlechte Fitness der Spieler
-unprofessionelle Spieler, die Trainingspläne nicht einhalten (und es ihnen dann an Fitness fehlt)
uswusw
Es hatte Gründe, warum wir in den letzten Jahren wenige Verletzungen hatten. Und es hatte Gründe, warum wir in dieser Saison viele Verletzungen hatten.
Pech gibts nicht.
Auch nicht bei Pfosten oder sowas. Entweder ist der Ball drin, weil ihn einer reinschießt oder nicht. Es gibt auch Gründe, warum PSG und Arsenal mehr 'Spielglück' hatten.
Ich finde, mit solchen Worten lenkt man von den tatsächlichen Ursachen ab bzw ist zu faul, sie zu ergründen bzw kann sichs nicht erklären.
Die meisten unserer Veretzungen sind tatsächlich ziemlich easy zu erklären..das hat nix mit Pech zu tun.
Nehmen wir Baum oder Batshuayi: Die Belastung war für ihr Fitnesslevel zu hoch, das ist offensichtlich. Wie dann am End die Verletzung genau passiert, ist eigentlich unerheblich. Man blickt auf die Statistiken der Spielzeiten und sieht sofort, was Sache ist.
Bei anderen Sportarten ist das genauso.
Nehmen wir die French Open: da ist eine Eva Lys, die Probleme mit Rheuma hat. Ein Boris Becker analysiert nach ihrer Niederlage, dass sie 'immer schlechter wird' und 'Hartplatztennis auf Sand' spielt. Das ist natürlich grober Unfug. Ich hab selbst semiprofessionell Tennis gespielt und weiß, wie wichtig der Rücken ist. Sie sagte, bei 3:1 im ersten Satz isses ihr in den Rücken gefahren..dann hat sie zwar nicht aufgegeben, weil sie dachte, dass es vielleicht nochmal besser wird..doch das wurds nicht. Am End gewann sie nach dem 'Rücken' kein einziges Spiel mehr (3:6, 0:6). Und jetzt erzählt mir nicht, dass bei ihrer Vorgeschichte (Rheuma) niemand mit sowas rechnen konnte. Über BB sag ich gar nichts in dem Kontext..kann sich jeder seine Meinung über unsere Experten machen.
Forza SGE
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