Die Eintracht kann zum Rückrundenauftakt einen 3:1-Erfolg gegen den SC Freiburg feiern.

Zum Rückrundenauftakt siegte die Eintracht gegen den SC Freiburg mit 3:1. Die Hessen machten es nach einer 3:0-Führung zur Pause durch Tore von Haller (36. Minute), Rebic (39.) und Jovic (45.) in der zweiten Hälfte nochmal spannend. Petersen (69.) traf für die Breisgauer zum Anschluss, die SGE brachte den Sieg aber über die Zeit.

Startelfdebut für Rückkehrer Rode – Büffelherde vereint

Adi Hütter machte schon vor dem Anpfiff klar, dass für ihn nur der Sieg zählt. Die Büffelherde um Ante Rebic, Sebastién Haller und Luka Jovic durfte ebenso wie Rückkehrer Sebastian Rode gleich von Beginn an ran. Für ihn musste Jonathan de Guzman auf die Bank. Aber auch in der Defensive gab es gute Nachrichten für die Eintracht-Fans, denn Hütter konnte auf seine beste Dreierkette zählen. Kapitän David Abraham und Libero Makoto Hasebe wurden rechtzeitig zum Auftakt fit und bildeten mit dem jungen Franzosen Evan N’Dicka vor Kevin Trapp die Dreierreihe, flankiert von den beiden Außenbahnspielern Danny da Costa und Filip Kostic im gewohnten 3-4-1-2 System. Neben Rode komplettierte Gelson Fernandes das zentrale Mittelfeld. Auch Hütters Gegenüber Christian Streich setzte auf ein System mit Dreier- beziehungsweise Fünferkette, um den drei Stürmern der Hessen defensiv Paroli bieten zu können. Und auch bei der Auswärtsmannschaft feierte mit Vincenzo Grifo ein Rückkehrer sein Comeback.

Eine halbe Stunde Leerlauf – dann schlägt die Büffelherde zu

Die Frankfurter mussten in der Anfangsphase erst einmal mit viel Ballbesitz klarkommen. Die Freiburger überließen der SGE das Feld und beschränkten sich zunächst darauf, gezielte Konter zu setzen. Es dauerte bis die Hütter-Elf Betriebstemperatur aufnahm, das offensive Pressing funktionierte noch nicht richtig. Bis Minute Sechzehn als Rebic und da Costa den Ball auf der rechten Seite eroberten und der Ball bei Rode landete, der den Weg in die Tiefe suchte. Seine Hereingabe von der Grundlinie konnte gerade noch so zur Ecke geklärt werden, die dann N’Dicka am zweiten Pfosten knapp verpasste. In der 22. Minute konnte sich da Costa am Strafraum durchsetzen und hob den Ball auf den langen Pfosten, wo Rebic lauerte. Der Kroate konnte sich im Kopfballduell mit Gulde aber nicht entscheidend durchsetzen. Die ersten echten Chancen des Spiels waren dann aber den Freiburgern vergönnt. Waldschmidt und Niederlechner (29.) versuchten sich mit zwei Tempoläufen samt Abschlüssen. Der Schuss des Ex-Frankfurters ging am Kasten von Kevin Trapp vorbei, den von Niederlechner konnte Frankfurts Schlussmann zur Seite abwehren. In der Folge taten sich die Hessen schwer.

Viele lange Bälle aus der Defensive heraus verpufften und der SC erstarkte. Gelson Fernandes holte sich gegen seinen Ex-Klub dann auch seine fünfte gelbe Karte ab, als er im Zweikampf mit Gondorf klar zu spät kam. Der Schweizer wird in Bremen fehlen. Ein langer Ball fand dann aber doch seinen Abnehmer. In der 36. Minute leitete Jovic den Ball weiter auf Rode, der wieder in den Strafraum eindringen konnte und den Ball versuchte von der Grundlinie in die Mitte zu bringen. Auch diesmal war ein Freiburger Bein dazwischen. Doch die anschließende Ecke spielten die Frankfurter kurz über Kostic und Rode. Letzterer wieder mit Tempo Richtung Tor und einer Flanke, die Rebic per Kopf weiterleitete auf Haller, der den Ball zur Führung einnickte. Das sollte die Initialzündung gewesen sein. Denn plötzlich spielten die Frankfurter befreit auf. Drei Minuten fasste sich Rebic ein Herz, ließ Haberer und Niederlechner einmal kurz ins Leere laufen, legte sich den Ball auf den schwachen linken Fuß und zog aus der Distanz unhaltbar für Schwolow ins rechte Eck ab. Nachdem seine beiden Sturmkollegen schon erfolgreich waren, ließ sich auch Luka Jovic nicht bitten. Der Serbe klaute Robin Koch, der sich als letzter Mann einen katastrohpalen Stoppfehler leistete in der 45. Minute den Ball und stürmte auf Schwolow zu und ließ dem Freiburger Schlussmann mit einem trockenen Schuss keine Chance. Mit dem deutlichen 3:0 ging es dann in die Pause.

Frankfurt lässt Freiburg zurückkommen – Petersen zum Anschluss

Die Freiburger, schon fünf Minuten früher als die Frankfurter auf dem grünen Rasen, wechselten nach dieser gleich doppelt. Topjoker Nils Petersen und Lucas Höler kamen für Niederlechner und Waldschmidt in die Partie. Doch nach einem kurzen Aufbäumen der Breisgauer legte die Frankfurter Offensive wieder los. Rebic (51.) nach einem Zuckerpass von Jovic fand allerdings diesmal in Schwolow seinen Meister. Auch Kostic (53.) scheiterte nach einer schnellen Balleroberung und anschließendem Tempolauf an der Vorentscheidung. In Minute 59 musste Makoto Hasebe sein ganzes Können, als er Hölers Schussversuch nach dessen Tempodribbling gerade noch so blocken konnte. Auf der Gegenseite war es N’Dicka (61.) mit einer schönen Spielverlagerung auf da Costa, dessen Hereingabe Jovic in den Frankfurter Nachthimmel bolzte. Höler (63.) hätte dann die Chance auf den Anschlusstreffer gehabt. Nach Pass von Grifo ließ der Freiburger Hasebe aussteigen, brachte den Ball aber anschließend nicht mehr aufs Tor. Glück für die Hessen.

SGE bringt Vorsprung über die Zeit 

Die dann aber doch noch bestraft worden für ihre Nachlässigkeiten. Kübler schickte Gondorf in den Strafraum, er das Auge für Petersen hatte. Der Freiburger Edeljoker musste nur noch den Fuß hinhalten (69.). Rückkehrer Rode hatte dann kurz später, bereits gelbverwarnt und schwer ausgelaugt, Feierabend nach einem starken Comeback. Für ihn kam Jonathan de Guzman ins Spiel. Das große Schwimmen konnte aber auch er nicht verhindern. Vorne mit deutlich weniger Druck und im Mittelfeld mit weniger Zugriff ließen die Männer von Adi Hütter den SC wieder unnötig ins Spiel kommen. Doch Jetro Willems hatte noch einen parat. Der Holländer fasste sich in der 78. Minute wie Rebic in Durchgang Eins ein Herz und zog unbedrängt aus der Distanz ab. Schwolow streckte sich gegen den abgefälschten Ball vergebens. Aber Rebic hatte bei seiner Vorlage ein vermeintliches Foul begangen, Köln meldete sich bei Schiedsrichter Sven Jablonski und der nahm das Tor zurück. Bitter für die Eintracht. Das wäre die Vorentscheidung gewesen. Stattdessen musste sich Trapp (82.) bei einem Distanzschuss vom eingewechselten Pascal Stenzel nochmal richtig strecken. In der Schlussphase wurde die Partie dann zu einer Abwehrschlacht, in der die Frankfurter kaum noch Mittel zur Entlastung fanden. De Guzman, Rebic und Kostic vergaben ihre Chancen (90.) zum 4:1 kläglich. Grifo scheiterte ebenfalls in der Nachspielzeit noch am gut aufgelegten Trapp. Bitter: Kurz vor Schluss musste der erst eingewechselte Willems wieder verletzt runter. Für ihn bekam Marc Stendera doch ein paar Spielminuten. Er durfte noch mithelfen, das 3:1 über die Zeit zu retten, was den Frankfurtern am Ende gelang.

Aufstellung Eintracht Frankfurt:

Trapp – Abraham ©, Hasebe, N’Dicka – da Costa, Fernandes, Rode (72. de Guzman), Kostic – Rebic – Haller, Jovic (68. Willems/90. Stendera)

Die Leistung der Spieler könnt ihr wie immer hier bewerten.

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13 Kommentare

  1. Wenn Hertha morgen nicht gewinnt dann sind es schon fünf komfortable Punkte auf Platz sieben. Euroleague muss unser Ziel sein, könnte klappen Stand Jetzt.

  2. In der ersten HZ haben wir zweieinhalb Chancen und machen drei Tore, in der zweiten mindestens drei hundertprozentige und vergeben kafkaesk…
    Ich liebe dieses Team. Jeden Einzelnen. Wenn du dir ein Spiel der SGE anschaust, weißt du zu keiner Minute mehr, wohin das Pendel ausschlägt.
    Gleich dem BVB die Daumen drücken und wir liegen 1 Punkt hinter CL. Sorry Kameraden, aber das ist mein(!!) Anspruch.
    So lange die Füße der Büffelherde tragen…

  3. @2
    Du musst dich überhaupt nicht entschuldigen..ich finde das genau richtig ! Es darf nie unser Anspruch sein tief zu stapeln. Das ist zumindest meine Meinung

  4. Gewonnen, drei Punkte, alles gut.
    Trotzdem ein selten seltsames Spiel. Gut eingestellte Freiburger, die es in der ersten Halbzeit schaffen
    sowohl die Mitte wie auch die Außen zuzustellen und trotzdem drei Tore fangen.
    Dann kommen unsere Jungs im Gefühl des sicheren Sieges aus der Kabine, spielen etwas lockerer und
    lässiger und wundern sich, dass es statt 5 : 0 plötzlich 3 : 1 steht.
    Und dann kann ein Spiel, das mit 6 : 1 schon sicher im Kasten sein muss auf einmal auch 3 : 2 stehen.
    Ich frage mich, ob wir am Ende bewusst Freiburg das Mittelfeld geschenkt haben, oder einfach
    nicht mehr konnten. Wie gesagt, alles sehr seltsam.

  5. @2. Ich finde es auch legitim solche Ziele zu formulieren. Die Bayern kommen richtig in Schuß, sind aber ohnehin nicht der Maßstab, und dann sind da noch Dortmund und Gladbach. Aber mir scheint keiner, incl. unserer Elf, vor einem Negativlauf sicher. Nutzt man evtl. die Situation auf und netzt wie wir heute in HZ1 und hat noch ein bisserl Glück, dann darf man solche Träume haben und muß sich auch nicht dafür entschuldigen. Dieses devote Gefasel in den letzten Jahren, wenn wir mit oben dabei waren, war ohnehin irgendwann mal durch. Unsere Offensive kann das schaffen, keine Frage.
    Ansonsten, wirklich seltsames Spiel. 3 Schüsse, 3 Tore und in HZ2 kann es 5:0, oder auch schnell 3:2 stehen. Chancenwucher auf beiden Seiten. Ergebnis passt, der Sebi war auch recht ordentlich, und jetzt bitte die Fischköpfe kurz einnorden!

  6. @5 wirklich „Hauptsache gewonnen“ passt am besten. Es ist derzeit noch viel Luft nach oben, aber wir haben auch schon unglücklich verloren, jetzt mal gewonnen. So ist Fußball

  7. @5 wahr, wirklich „Hauptsache gewonnen“ passt am besten. Es ist derzeit noch viel Luft nach oben, aber wir haben auch schon unglücklich verloren, jetzt mal gewonnen. So ist Fußball

  8. Schön, dass wir Freiburg mal wieder zuhause schlagen konnten. In den letzten Jahren klappte das ja eher selten. War für mich immer ein kleiner Angstgegner. Wenn wir gegen Bremen gewinnen sollten, haben wir eine tolle Ausgangsposition! Einfach schön Abstand nach unten herstellen muss unsere Devise sein.

  9. Ich fand Trapp, Hasebe, Rode und unsere Büffel wirklich gut. In Halbzeit 2 war aber ihrgendwie die Luft raus, oder wie kann man solch guten Chancen vergeben? Was bleibt ist ein perfektes Ergebnis zum Start der Rückrunde. War glaube ich in der Vergangenheit nicht immer so..

  10. Freiburg hatte sich ziemlich gut auf die Art und Weise der Spielweise der Eintracht eingestellt: Pressing geduldig ausspielen, gezielt über die hochstehenden Aussenverteidiger attackieren, lange Pässe über die Aussen, mit anderen Worten: Gut eingestellt und eigentlich, vor allem in der zweitem Halbzeit, mit Wissen, wie man so eine Art der aggresiven Vorwärtsverteidigung der Eintracht bekämpfen kann.

    Das war eines der kuriosen Spiele, die einem imer wieder verblüffen und gleichzeitig faszinieren: Unsere Eintracht hatte in der ersten Halbzeit 3 Chancen und macht damit 3 Tore (eins davon zum 3:0 geschenkt von einem grotesken Fehler), also eine fast unglaubliche Chancenverwertung. Freiburg ging wahrscheinlich in die Halbzeitpause mit der internen Frage, was haben wir eigentlich falsch gemacht.

    Zweite Halbzeit wurde geprägt von einer recht klaren Dominanz von Freiburg, ohne aber wirklich deutliche Chancen rausspielen zu können: Taktisch überlegen, aber eigentlich fruchtlos. Ganz im Gegenteil, wenn unsere Eintracht ihre klaren Konterchancen genutzt hätte, wäre kurioserweise ein 5:1 oder sogar ein 6:1 im Bereich des Möglichen gewesen, gerade in den letzten Minuten (Gutman, 2x Rebic, Kostic).

    Unterm Strich bleibt ein komisches Gefühl. 3 Punkte mit Hocheffiziens in der ersten Halbzeit, Überlegenheit des Gegners in der zweiten Halbzeit mit schlampiger Chancenverwertung der Konterchancen dagegen. Die Absicherung .

    Rode ist ein Gewinn. Die Absicherung über die Aussen muss besser organisiert werden. Auch wenn es allgemein bei der Eintracht gerade von Vorstandsseite abgetritten wurde: Die Vorbereitung in den USA blieb sichtbar nicht in den Kleidern stecken.

    Also froh sein über den gelungenen Einstand in die Rückrunde mit 3 Punkten und mit Selbstbewusstsein und gleichzeitig kritisch klarer Vorstellung ran die Werderaner. Es gilt, etwas gutzumachen. Das Hinspiel in Frankfurt war für mich die unglücklichste Niederlage der Vorrunde.
    FORZA EINTRACHT

  11. Über das Spiel denke ich wurde genug gesagt. Freue mich auch über den geglückten Start in die Rückrunde aber, und das macht mich doch sehr nachdenklich, das Spiel sah für mich wie eins am Ende der Hinrunde aus! Geistig und vor allem körperlich hatte ich den Eindruck das die Jungs nicht gerade taufrisch daher kamen. Ich habe nach diesen Eindrücken das bescheidene Gefühl das daß eine lange Rückrunde werden kann. Dann geben wir noch Ergänzungsspieler ab, was die Möglichkeit der Rotation zusätzlich einschränkt. Hoffentlich ist das nur eine Momentaufnahme. Werden es sehen forza sge

  12. @12 Ich glaube eher, daß das dem Umstand des USA Trainingslagers incl. der damit verbundenen letzten Woche in Frankfurt ist. Da wurde am Mittwoch das erste mal trainiert, was meiner Meinung nach für den Rhytmus auch nicht gerade förderlich ist. Da kann man von „Wir sind Profis und Tennisspieler haben das ständig…“ erzählen wie man will (was soll er auch anderes sagen). Die Spieler haben sich dazu ja auch vorsichtig kritisch geäußert. Hinzu kommt, das Hasebe, Rebic, Abraham, Rode das erste mal seit 5-8 Wochen unter Wettbewerbsbedingungen gespielt haben. Ich denke, daß in Bremen alles auf Normalzustand ist. Zum Thema Abgänge und Ergänzungsspieler. Bobic und Konsorten sind nicht dämlich. Da kommt mit Sicherheit noch etwas, bzw. wird schon im Hintergrund gearbeitet !

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