Die Frauen von Eintracht Frankfurt nehmen drei Punkte aus der Hauptstadt mit. Das Spiel im Stadion an der Alten Försterei gegen Union Berlin endete mit 1:0 für die Adlerträgerinnen. Nachdem SGE-Kapitänin Laura Freigang im ersten Durchgang zur Führung einköpfte, sicherte in der zweiten Halbzeit vor allem eine konzentrierte Defensivleistung den Auswärtsdreier. Damit rückt das Team in der Frauen-Bundesliga zunächst auf den dritten Tabellenplatz vor.
Cheftrainer Niko Arnautis veränderte seine Startelf im Vergleich zur Niederlage (1:5 nach Verlängerung) in der Champions-League-Qualifikation gegen Paris Saint-Germain auf drei Positionen. Für Marthine Østenstad sowie Paulina Krumbiegel komplettierten gegen Union Berlin Sara Doorsoun und Pia-Sophie Wolter die Abwehrkette. Im Mittelfeld startete Noemi Ivelj derweil für Hanna Bennison.
Hektische Anfangsphase an der Alten Försterei
Fehlpässe und ein ständiges Hin und Her prägten die Anfangsphase der Partie. Keines der beiden Teams schaffte es in der ersten Viertelstunde, die Hektik aus dem Spiel zu nehmen. Lediglich einige Weitschüsse, darunter die Versuche von Dilara Açıkgöz (9.) und Freigang (18.), lieferte das Frankfurter Offensivspiel zunächst. Auf der anderen Seite spielten sich die Berlinerinnen in der 19. Spielminute eine vielversprechende Gelegenheit heraus. Naika Reissner fand während des Konters Stürmerin Lisa Heiseler, die knapp am Tor vorbeischoss. Kurz danach scheiterte SGE-Stürmerin Hayley Raso zweimal nacheinander an der blockenden Tomke Schneider, ehe Union-Torhüterin Nadine Böhi den Nachschuss von Erëleta Memeti parierte.
Die Führung für die Frankfurter Eintracht entstand dann in der 26. Spielminute: Der gut getretene Freistoß von Memeti fand den Hinterkopf von Kapitänin Freigang, die so zum 1:0 verwandelte. Daraufhin präsentierten sich die Adlerträgerinnen zwingender, denn lediglich einige Minuten später traf Innenverteidigerin Amanda Ilestedt fast zum 2:0. Ihr Kopfballversuch nach Eckball kam jedoch zu zentral auf Torhüterin Böhi. Auch der Foulelfmeter in der 35. Spielminute sollte nicht zum zweiten Frankfurter Treffer führen. Nachdem zunächst Rebecka Blomqvist im Strafraum gefällt wurde, parierte Böhi den halbhoch geschossenen Elfmeter von Doorsoun. Die Unioner Torhüterin sah wiederum aufgrund von Provokationen während des Strafstoßprozesses die Gelbe Karte. So ging es nach weiteren zehn Minuten ohne zwingende Torchancen für beide Mannschaften in die Kabine.
Union mit Offensivbemühungen, Eintracht hält die Null
Nach dem Wiederanpfiff drückte dann eher Union Berlin auf den Ausgleich. Die Adlerträgerinnen zogen sich derweil immer weiter zurück und pressten nicht mehr ganz so hoch wie noch in den ersten 45 Spielminuten. Union-Cheftrainerin Marie-Louise Eta reagierte dann in der 61. Minute und wechselte gleich dreifach: Für Judith Steinert, Reissner und Heiseler kamen Judit Pujols, Nele Bauereisen und Sophie Weidauer in die Partie. Auch Arnautis brachte daraufhin Krumbiegel für Offensivspielerin Raso.
In der 73. Minute war es dann Memeti, die während eines Frankfurter Konters zu lange brauchte, sich für den eigenen Schuss zu entscheiden. Die Abwehrkette von Union Berlin bereinigte die Situation im Verbund. Nur eine Minute später zeigte Schiedsrichterin Nadine Westerhoff Ivelj die Gelbe Karte, nachdem diese Weidauer im Zweikampf am Bein traf. Zur 80. Minute wechselte die Eintracht dann erneut defensiv: Stürmerin Blomqvist verließ das Feld, während Mittelfeldspielerin Bennison ihren dritten Bundesliga-Einsatz feierte. Fast hätten sich daraufhin die Berliner Bemühungen ausgezahlt, denn die gut platzierte Flanke von Jill Janssens fand ziemlich genau Eileen Campbell im gegnerischen Strafraum. Der Schussversuch der Österreicherin stellte jedoch kein echtes Problem für SGE-Keeperin Lina Altenburg dar. Doch auch die Adlerträgerinnen scheiterten im zweiten Durchgang mehrfach an der gegnerischen Torhüterin. Açıkgöz tauchte in der 90. Minute zwar frei vor Böhi auf, die Schweizerin gewann allerdings auch diese Eins-gegen-eins-Situation. Nichtsdestotrotz hielt die Arnautis-Elf bis zum Ende der Partie die Null und sicherte sich somit wichtige drei Punkte gegen eine Mannschaft, die noch in diesem Sommer als direkter Konkurrent der SGE gehandelt wurde.






2 Kommentare
Laura Freigang Fußballgöttin
Verdiente 3 Punkte auch wenn die Mädels so einiges haben liegen lassen. Ich verstehe den Trainer nicht, da haben die meisten Mädels 120 min. vom Mittwoch in den Beinen und er wartet bis kurz vor Schluss mit den Wechseln, von Bennison mal abgesehen.
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