Am zweiten Spieltag in der Frauen-Bundesliga ist die Frankfurter Eintracht nicht über ein Unentschieden hinaus gekommen. Gegen den FC Nürnberg stand am gestrigen Sonntag am Ende ein 1:1. Den Ausgleichstreffer erzielte Danique Tolhoek. Nach dem Auftaktsieg gegen Köln lässt die Mannschaft von Cheftrainer Niko Arnautis damit erstmals Punkte liegen.
Im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen Paris Saint-Germain unter der Woche gab es gleich sieben Veränderungen in der Startelf. Jamilla Rankin, Sara Doorsoun, Pia-Sophie Wolter, Danique Tolhoek, Hayley Raso, Jarne Teulings und Noemi Ivelj rotierten bei diesem Heimspiel neu in die erste Elf. Die Gästinnen aus Nürnberg starteten mit viel Energie in die Partie und so liefen sie die Frankfurter Mannschaft früh und mit viel Intensität an. Die Adlerträgerinnen leisteten sich wenige Fehler, hatten aber Probleme ihr Offensivspiel aufzubauen. So blieben Strafraumaktionen in der Anfangsviertelstunde Mangelware. Die SGE kam zwar zu Halbchancen, richtig zwingend wurde es aber nicht. In der 25. Minute wurden dann die Nürnbergerinnen erstmals gefährlich. Einen Weitschuss von Lara Meroni konnte Lina Altenburg entschärfen. Nur vier Minuten später stand die Eintracht-Keeperin wieder im Fokus. Dieses Mal klärte sie einen gefährlichen Abschluss zur Ecke. In der 32. Minute kamen die Club-Frauen erneut vor das Frankfurter Tor und belohnten sich schließlich für ihren Aufwand. Ein unglücklich geklärter Ball landete bei Louna Lapassouse, die völlig freistehend zur Führung einschieben konnte. Die Antwort der Eintracht-Damen ließ auf sich warten. Erst rund fünf Minuten vor der Pause schien sich die Mannschaft erneut zu berappeln. So scheiterte Raso aus kurzer Distanz an Lourdes Romero und auch der Nachschuss von Hanna Bennison fand nicht den Weg ins Glück. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatten Ivelj und erneut Bennison noch einmal beste Chancen auf den Ausgleich. Am Ende ging es aber mit dem knappen Rückstand in die Pause.
Ausgleich kommt zu spät
Der zweite Durchgang startete mit einem Nackenschlag für die Eintracht. Die zur Halbzeit eingewechselte Larissa Mühlhaus verletzte sich nach einem Zusammenprall am Oberschenkel und musste nach rund zehn Minuten den Platz wieder humpelnd verlassen. Auch die erste Chance ging an die Nürnbergerinnen. Emöke Pápai setzte sich mit einem starken Dribbling gegen die Frankfurter Hintermannschaft durch und umkurvte schließlich auch Altenburg. Ihr Abschluss rollte dann aber knapp am Tor vorbei. Zuvor hatte sich die Eintracht erneut einen Fehlpass tief in der eigenen Hälfte geleistet. Nach rund 60 Minuten kam die Heimmannschaft dann besser ins Spiel und setzte die Gegnerinnen mehr unter Druck. Die Nürnbergerinnen kämpften aber mit viel Herz und klärten Flanke um Flanke. So dauerte es bis zur 86. Minute ehe die Zuschauer im Stadion am Brentanobad erlöst wurden. Ereleta Memeti setzte sich durch und bediente Tolhoek, die den Ball mit einem satten Abschluss in die Maschen beförderte. Der Treffer fiel ausgerechnet in einer Phase, in der der FC Nürnberg wieder stärker wurde. In den Schlussminuten drängte die Mannschaft von Trainer Arnautis dann auf den Führungstreffer. Am Ende kam dieses Aufbäumen aber zu spät und so blieb es beim 1:1-Unentschieden. Die Eintracht hatte sich für diese Partie sicherlich mehr erhofft. Insgesamt ist das Remis aber wohl auch ein Ergebnis der vielen Wechsel in der Startelf. Für die Damen von Eintracht Frankfurt geht es bereits am kommenden Mittwoch weiter. Dann trifft man auswärts auf PSG im Playoff-Rückspiel um die Champions League-Qualifikation.






8 Kommentare
Die schlechte Nachricht ist die Verletzung von L. Mühlhaus. Sie kann gerade gegen PSG nicht gleichwertig ersetzt werden.
Ansonsten ist es immer die Frage der Rotation. Man merkte, dass die Frauen zu Beginn gegen Nürnberg ohne die starken Memeti, Açikgöz und Mühlhaus deutlich schwächer waren. Auch Doorsoun hat inzwischen Schwierigkeiten mit dem Tempo.
War wohl nicht so unser Wochenende. Aber das kann ja nur besser werden.
Kopf hoch, das wird schon.
Der 2te. Anzug passt noch nicht so ganz. Nürnberg entwickelt sich langsam zu einem Angstgegner. Ist was bekannt wie schwer Larissa verletzt ist.
Mal ein Wort zum Kommentator, also neutral geht anders. Die ganzen 90 Min. zu hören wie toll Nürnberg spielt hat schon arg genervt.
Ohne Memeti und Mühlhaus reicht das nicht. Doorsoun ist nach ihrer Rückkehr aus den USA nur noch die Hälfte wert. Zu langsam. -- Die Kommentatorin auf Magenta Sport war ja wohl das Allerletzte! Furchtbare Stimme, dauernde Entschuldigungen (sie hatte wohl nur das TV-Bild) und sehr parteiisch. Bei der ARD haben sie gute Kommentatorinnen.
Zitat: sge66
Mal ein Wort zum Kommentator, also neutral geht anders. Die ganzen 90 Min. zu hören wie toll Nürnberg spielt hat schon arg genervt.
Nun: Erstens war's eine Kommentatorin...
Und: Zweitens sah ich das völlig anders:
Die junge Frau hat durchaus eintrachtminded-loyal kommentiert!
Aber: Sie war zudem tatsächlich auch noch kompetent und ehrlich, und hat sich die sonstigen "Dumpfbacken-Kommentare" gespart und lieber die Wahrheit gesagt und fair zugegeben, dass sie von der gezeigten Leistung der Mannschaft enttäuscht war!!
Der Start war offensichtlich vercoacht: Es war leider so, dass wir gegen den aktuellen Tabellenletzten, der im letzten Spiel - nach 2:0-Führung - in der zweiten Halbzeit sagenhafte 8 Dinger kassiert hatte... ca. 70 Minuten nicht ebenbürtig waren! Mit richtig viel Glück hat Tolhoek in der 86. Minute den Ausgleich geschafft. Bis dahin hatten wir 5,- Berlin 11 Chancen!! Und hätten die Berlinerinnen bei ihren Chancen auch nur noch einmal das Tor auch getroffen, hätten wir jetzt sicher 3 Punkte weniger...
Es bleibt sehr zu hoffen, dass endlich und schnellstmöglich Sophia Winkler ins Tor kommt!
Und ohne Lührßen, Memeti, Mühlhaus , Blomqvist und Krumbiegel werden wir in der Liga auch gegen Mannschaften der zweiten Tabellenhälfte größere Schwierigkeiten haben.
Und nebenbei: Warum spielt Sofie Lundgaard nicht? Sie hatte bei Ihrem Debut durchaus einen guten Eindruck gemacht...
Ich muss die Ecken von Jamilla Rankin hervorheben, die waren echt stark. Ansonsten wurde schon alles gesagt, die Rotation war für Mittwoch notwendig. Am Schluss gab es ausreichend Chancen für ein 2:1. Die Nürnbergerinnen sind giftig und forderten volle Konzentration. Das Privatduell zwischen Laura und der Nürnberger Nr. 9 war schon einige Male drüber. Da können sie froh sein, dass es keine Karten gab.
Gruß SCOPE
Welche Berlinerinnen?
Ich habe das Spiel auf DAZN gekuckt und da war es ein Kommentator.
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