Real Madrid und Toni Kroos feiern den CL-Titel. (Foto: IMAGO / Agencia EFE)

Jetzt ist es offiziell: Eintracht Frankfurt wird nächstes Jahr in der UEFA Europa League spielen.

Die Eintracht hatte es in der vergangenen Saison geschafft, den sechsten Tabellenplatz bis zum Ende zu verteidigen. Das bedeutete, dass man das europäische Geschäft klargemacht hatte. Was allerdings noch nicht klar war war, welcher europäische Wettbewerb es werden würde. Auf jeden Fall sicher war die Europa League, aber dadurch, dass Borussia Dortmund im Champions League-Finale antrat, bestand im Falle eines „Schwarz-Gelben“ Sieges sogar die Chance, sich für die Königsklasse zu qualifizieren.

Die Westfalen traten im Finale gerade im ersten Durchgang sehr beherzt auf und waren sogar die bessere Mannschaft. Zur Halbzeit war eine Qualifizierung zur Königsklasse für viele Frankfurter durchaus vorstellbar. Diese Hoffnungen durchkreuzten Daniel Carvajal und Vinicius Junior allerdings eiskalt mit ihren Toren im zweiten Durchgang. Am Ende kann man den Dortmundern allerdings dennoch zu einem wirklich guten Auftritt gegen die mutmaßlich beste Vereinsmannschaft der Welt gratulieren – ein geringer Trost allerdings.

Finanzieller Verlust, emotionaler Gewinn?

Jetzt, nach dem Ende des Finals und der schmerzhaften Niederlage Dortmunds ist klar: Die Frankfurter treten nächstes Jahr in der Europa League an. Dem Wettbewerb, den die Hessen so sehr lieben und 2022 in einer atemberaubenden internationalen Saison sogar gewinnen konnten. Auch wenn die Chance auf die Champions League durchaus bestand, so werden die Anhänger der SGE auch gut mit der Europa League leben können. Finanziell ist es für die Frankfurter Eintracht ein signifikanter finanzieller Verlust, emotional – zumindest für die Fans – wohl aber kein Rückschlag. Im Gegenteil halten nicht wenige Fans die Europa League sogar für den leidenschaftlicheren Wettbewerb.

- Werbung -

57 Kommentare

  1. Zum Politischen: Es ist ein bekannter Trick der Rechten, JEDEN Anlass und JEDES Thema zu nutzen, um ihr Thema Ausländerfeindlichkeit zu platzieren. Und dann laut aufzuschreien, man dürfe hier ja gar nichts mehr sagen. Mannheim als Stichwort in diesem EL/CL-Thread einzubringen, ist schon dreist… Also Obacht: Unser Zweitname ist nicht umsonst United Colors of Bembeltown.
    Zum Spocht: Klar wäre es für die Eintracht finanziell attraktiver gewesen, in der CL zu spielen. Aber für uns Fans werden die EL-Spiele vermutlich nicht weniger attraktiv sein. Und für diejenigen, die Karten fürs Stadion bekommen, ist RTL+ deutlich günstiger als DAZN und Amazon im Doppelpack. Das sollte an dieser Stelle vielleicht nicht unerwähnt bleiben. Ich jedenfalls freue mich auf die SGE in der EL. Warum auch nicht. Es ist, wie es ist. Der CL nachzutrauern, ist vergossene Milch.

    85
    140
  2. Eintracht Frankfurt hat in den letzten 10 Jahren, die ich in meiner Bewertung einfließen lasse, eine durchschnittliche Platzierung von Platz 9 erreicht. Hierfür haben wir im Schnitt 12 Siege, 10 Remis und 12 Niederlagen geholt und ein Torverhältnis von 51:51 sowie insgesamt 46 Punkte benötigt. Ich würde sagen, das wir dieses Jahr eine durchschnittliche Saison gespielt haben.

    Wir haben uns – wie Hellmann als Zielsetzung ausgegeben hat – als Bundesligist etabliert und sind nun statistisch auch unter den TOP-10 zu Hause. In den letzten 5 Jahren haben wir sogar im Schnitt einen Tabellenplatz von 7,6 und haben dafür im Schnitt 48 Punkte gebraucht. Dadurch haben wir uns über die Liga in den letzten 5 Jahren dreimal für Europa qualifiziert. Das finde ich persönlich sensationell gut und zeigt, das wir auf den richtigen Weg sind. Da wir keinen Investor oder wirklich starken Finanzpartner haben, sondern im Gegensatz dazu ein „popeliger“ Traditionsverein, sind wir im internationalen Geschäft den Großen Bayern, Dortmund, Leipzig und Leverkusen auf der Spur, aber eben noch nicht in Reichweite – dazu fehlt es eben noch an Geld und vor allem an jahr(e)(zehnte)langer Erfahrung inklusive Belastungssteuerung sowie am Standing auf CL-Ebene. Mit dem Pokalsieg (2018) und dem EL-Sieg (2022) haben wir sicherlich Aufmerksamkeit erregt und uns in dieses Geschäft der Großen gedrängt. Wir haben durch solides Wirtschaften und Kreativität die Wettbewerbsnachteile des fehlenden Investors oder großen Geldgebers aufgeholt und zeigen wie es gehen kann. Eben nur kann, denn es bedeutet aber auch, das man die ganz großen Fleischtöpfe noch nicht selbst über die Liga erreichen kann.

    Wie Folke schon richtig dargestellt hat, sind wir Profi-Verein ein Wirtschaftsunternehmen und da geht es erstmal darum, das wir Platzierungen erreichen, die uns einfach besser machen. Die ECL und EL nehme ich gerne mit, die CL ob verdient oder unverdient eben auch. Wenn man 17 andere Vereine es nicht schaffen, uns von Platz 7 in der Hinrunde und Platz 6 in der Rückrunde abzufangen und aus dem internationalen Geschäft zu kegeln, da rede ich nicht drum, ob es verdient ist oder nicht. Da rede ich nicht um die Art und Weise, denn die ist am Ende unwichtig. Welche Erwartungshaltung nehmen den einige Leute hier an?

    Wir haben durch die verschiedenen Verkäufe von Leistungsträgern nicht nur die pandemischen Umsatzausfälle ersetzt, sondern vor allem das Eigenkapitalkonto aufgefüllt. Das ist ganz klar die Aufgabe eines Wirtschaftsunternehmens, welches mittelfristig bis langfristig ihre internationalen Ziele erreichen möchte. Hierzu gehört eben nicht das kurzfristige Denken eines Fans, welches gerne sofort Titel haben möchte (um dann im mit Flasche Bier und Bollerwagen durchs Dorf zu fahren) oder einen Gala-Abend im Stadion verbringen möchte. Nein, es geht erstmal darum, die wirtschaftlichen Hausaufgaben zu machen, um dann sich sportlich zu entwickeln. Die große Kunst ist es beides gleichzeitig hinzubekommen und im normal ist es, das man nur eine Seite hinbekommt: Entweder sportlicher Erfolg oder Fußball-Kunst. Und dazu: Erstmal Tagesgeschäft Fußball-Bundesliga, dann erst DFB-Pokal und Europapokal.

    Im Tagesgeschäft musst du anders auftreten, als im Pokal und in Europa. Den Transfer hat kein Trainer bis jetzt hinbekommen. Das ist auch das Schwierigste. Vor allem dann, wenn uns die Leistungsträger verlassen und ersetzt werden müssen. Man muss aber auch sagen, das wir vielleicht den Schwerpunkt auf Wirtschaft gesetzt haben und nicht das Halten von Leistungsträgern aussieht. [Ich denke Gladbach hat vorgemacht, wie man es nicht macht. Unsere Leistungsträger, die wir abgegeben haben, haben uns Geld in die Kasse gespült und aber die aufnehmenden Vereine haben deutlich weniger profitiert.]

    Die Art und Weise wie wir gespielt haben, hat mir auch nicht gefallen, keine Frage und es sicherlich noch einiges zu tun. Seit gestern ist klar, das wir EL spielen und nicht CL. Seit gestern kann der Kader seriös geplant werden und dementsprechend geschaut werden, was passiert. Sowohl Leistungsträger schauen, ob sie woanders CL spielen. Eventuelle Neuzugänge wissen auch, in welchen Wettbewerben Sie spielen.

    Das schon vor der Saison ein Trainer angezählt wird, finde ich nicht gut. Natürlich war nicht alles Gold was glänzt und sicherlich gibt es noch einige Themen, die zu verbessern sind. Dennoch gibt es immer noch einen inhaltlichen Lerneffekt über eine Sommerpause hinaus, immer noch gibt es eine Sommervorbereitung (in der beispielsweise ein Hugo Etikete die volle Vorbereitung mitmachen kann und wird) und dazu kennen wir den Spielplan überhaupt nicht. Und das wichtigste ist: Der Vorstand samt Aufsichtsrat haben sich dazu entschieden mit dem Trainer weiter zu machen. Und diese Kontinuität ist vielleicht unser Trumpf, der uns auszeichnet. Die Spieler brauchen genauso ein ganzes Jahr um anzukommen, wieso gibt man dem Trainer nicht auch ein zweites Jahr? Die Art und Weise ist nicht schön, aber wir spielen trotzdem in Europa und können immer noch den Weg weiter gehen, um die nächsten Schritte zu gehen.

    Was sind denn die nächsten Schritte? CL? Nein! Der nächste Schritt ist die Durchschnittsplatzierung der letzten 5 Jahre (7,6) in obere Drittel zu kommen.Also in die TOP-6. Selbst wenn man Deutscher Meister wird, haben wir es zwar einmal geschafft, aber wir wollen langfristig jedes Jahr wie Bayern, Dortmund, Leverkusen und Leipzig unter die ersten 6 Teams. Wir sind dabei der erste Verfolger zu werden. Das hätte keiner vor 5 Jahren geglaubt, vor allem nicht nach dem Beinahe-Abstieg 2016. Wir haben seit dem sehr viel erreicht und sind schneller nach oben, als es „normal“ ist. Da darf man auch mal demütig mit einem „beschissenen“ (Sorry an die Redaktion) Fußball auf Platz 6 abschneiden.

    Bei mir ist das Glas auch halbvoll. Das wichtigste ist mir persönlich das die Ergebnisse stimmen und wir wenn möglich immer punkten. Natürlich am liebsten viele Siege, aber wenn es nicht möglich ist, eben auch nur Remis. Insofern sind mir Spielzeiten auch Willkommen, in der wir eben wenig Niederlagen haben. Denn jeder Punkt hilft am Ende weiter. Erst dann kommt die Art und Weise des Wies. Natürlich wäre eine attraktive Spielweise toll, aber schön spielen und absteigen will auch keiner. Anders herum, unattraktiv spielen und Vize-Meister werden (Schalke) auch nicht. Der Chelsea mag keiner, sind aber CL-Sieger geworden. Will sagen: Hurra-Fußball ist toll, aber nur Hurra bringt einen auch nicht weiter. Die Balance muss stimmen. Aber entscheidend ist, das man nicht immer ausbalanciert sein kann. Dann muss man eben zufrieden sein, das man Platz 6 erreicht und keinen tollen Fußball sieht. Gibt eben schlimmeres, wesentlich schlimmeres.

    Ich traue DT zu, die nächsten Schritte zu gehen. Darum geht es nicht. Es geht darum, das Vorstand und Aufsichtsrat DT zutrauen, die nächsten Schritte zu gehen. Und hier vertraue ich den handelnden Personen, weil diese wesentlich näher sind und dementsprechend mehr mitbekommen als ich. Warum soll ich das auch nicht? Bei der Entwicklung der letzten 10 Jahre und der letzten 5 Jahre sehe ich keinen Grund den handelnden Leute nicht zu vertrauen. Da halte ich doch die Fuße still, beobachte und genieße Platz 6.

    114
    11
  3. @Sammy94

    Natürlich kann man auch Fan von Eintracht Frankfurt sein, wenn man die AfD wählt.

    CDU, SPD, Grüne und FDP haben bisher regiert. Die letzten 20 Jahre gehts abwärts. Also wieso sollte man diese Parteien wählen? Für all die Probleme, die es gibt, ist nicht die AfD verantwortlich, sondern zum aller größten Teil CDU und SPD.

    Und nur weil der Peter „Schwätzer“ Fischer Hass und Hetze betreibt, kann ich doch wählen, was ich möchte und auch Fan von Eintracht Frankfurt sein. Peter Fischer hat eine Meinung, die ich nicht teile. Ich bin froh, dass der endlich nicht mehr Präsident ist. Zum Schämen war das.

    Auch hier gibt es ein paar Leute, die rechts verurteilen und keinen Unterschied zu rechtsradikal machen. Ihr tut mir wirklich leid.

    Wäre Deutschland nicht die meiste Zeit rechtskonservativ regiert worden, würde es uns allen schon deutlich früher schlecht gehen. Unfassbar, wie man rechts verurteilen kann! Junge Junge, da komme ich in Fahrt. Verurteile rechtsradikale und linksradikale und Islamisten. Aber rechts und links ist legitim.

    Wenn man sich anschaut Freitag und Samstag…

    Mehrere Messerattacken und Schießereien. Aber natürlich darf man darüber nur sprechen, wenn die Täter Michael und Marco heißen. Sind die Täter die Bekannten, dann darf man da auf gar keinen Fall darüber sprechen. Ihr schaufelt euch euer eigenes Grab und merkt es nicht!

    177
    164
  4. Was ist den das hier schon wieder für ne Scheiße?
    Ich dachte wir hätten uns auf, hat hier nix zu suchen geeinigt?

    77
    11
  5. Letzte Warnung:
    Hört auf mit der politischen Diskussion!
    Wir sind nicht die Plattform! Es geht um Eintracht Frankfurt hier. Wer dazu nichts zu sagen hat, möge einfach bitte schweigen

    Hier ein Verweis auf die Diskussionsregeln:
    https://www.sge4ever.de/interaktiv/diskussionsregeln/

    Update: Die Kommentarfunktion unter diesem Artikel ist ab jetzt deaktiviert, um die nicht endende Diskussion zu beenden. Sorry an alle, die über die SGE diskutiert haben. Unter dem nächsten Artikel gerne wieder.

    93
    109

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -