Alex Meier freut sich über seinen Treffer.

Die Eintracht fährt gegen den Hamburger SV drei wichtige Punkte im Kampf um Europa ein. Beim Comeback von Alex Meier trafen Marius Wolf (31.) und Omar Mascarell (77.) und der „Fußballgott“ höchstpersönlich (91.) zum 3:0-Heimerfolg.

Ungewohnt defensiv wirkte die Aufstellung, die Niko Kovac zu Beginn des Spiels wählte. Mit Da Costa, Chandler, Willems und Wolf standen vier potenzielle Außenverteidiger auf dem Platz. Mit Boateng, Abraham und Salcedo kehrten zudem drei Spieler in die erste Elf zurück, die zuletzt verletzungsbedingt ausfielen. Das Ganze ordnete sich dann trotzdem in einem 5-2-2-1 an, mit Chandler als rechtes Glied einer Dreierkette. Rebic fiel kurzfristig krankheitsbedingt aus, Alex Meier durfte wie angekündigt gegen seinen Ex-Klub auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der HSV agierte hingegen in einem 4-1-4-1.

Hamburg mit vermeintlicher Führung – Wolf bringt SGE in Front

Die Eintracht versuchte aus der vermeintlich defensiven Grundordnung heraus gezielt in die Spitze zu spielen. Bei den Hamburgern wurde Schlussmann Julian Pollersbeck stets wie ein Libero eingebunden. In seinem Strafraum war er bei Ballbesitz der eigenen Mannschaft nur selten anzufinden. Gerade in der ersten Viertelstunde agierten beides Teams sehr zerfahren mit wenig Spielfluss. Ein Schuss von Willems (12.), mit seinem schwachen rechten Fuß über das Tor, war noch die beste Gelegenheit des Spiels bis dato. In der 17. Minute musste Niko Kovac dann schon erstmals wechseln. Für Timothy Chandler ging es nicht weiter, Marco Russ ersetzte ihn positionsgetreu. Kurze Schrecksekunde als danach auch Omar Mascarell nach einem Zweikampf mit Holtby liegen blieb. Der Spanier allerdings konnte zunächst weitermachen. Genau in diese Phase hinein kamen die Hamburger zu ihrem ersten gefährlichen Abschluss, der gleich saß. Ito überwand nach einem Pass von Hunt in die Schnittstelle Hradecky (25.). Doch Schiedsrichter Deniz Aytekin nahm kurz darauf mitten im Jubel der Hanseaten den Treffer zurück. Eine knappe Entscheidung in jedem Fall. Die Frankfurter machen es dann auf der Gegenseite besser. Willems legte den Vorwärtsgang ein, spielte den Ball in die Mitte auf Haller, der Wolf in den Strafraum schickt. Der ehemalige Hannoveraner trifft mit einem Pickenschuss durch die Beine von Pollersbeck (31.) zur 1:0-Führung. Sein fünfter Saisontreffer. Im Anschluss kam die Eintracht auch besser ins Spiel. Eine Hereingabe von Wolf (34.) konnte Pollersbeck noch gerade so ablenken. Ebenso wie einen Schuss von Mascarell (36.), der wieder von Haller gekonnt in Richtung Strafraum geschickt wurde. Der Spanier fand aber im 1:1 gegen Pollersbeck kein Durchkommen. Mit dem knappen Vorsprung ging es dann in die Pause.

Mascarell und Meier machen alles klar

Dort blieben gleich zwei Norddeutsche draußen. Ekdal und der quirlige Ito mussten Kostic und Waldschmidt weichen. Und man merkte den Hamburgern an, dass sie das Spiel noch drehen wollten. Mit Kostic und Waldschmidt auf den Außen und Hunt, der in die Mitte rückte, hatte die Elf von Christian Titz deutlich mehr vom Spiel. Wirklich zwingend wurde es aber nicht. Ein Kopfball von Papadopoulos (55.) ans Außennetz und ein Distanzschuss von Santos (63.) waren in dieser Phase noch das Höchste der Gefühle. Auf der Gegenseite wurde Boateng nah an der Strafraumgrenze zu Fall gebracht (58.), die Pfeife von Aytekin blieb aber stumm. Hradecky durfte sich dann ebenfalls noch im Eins-gegen-Eins beweisen. Bobby Wood prüfte den Schlussmann (67.), der parierte aber glänzend. Erneut Santos probierte es mit einem Distanzschuss. Den konnte Hradecky in seinem 100. Bundesligaspiel für die SGE gerade noch so an den linken Pfosten lenken (69.), von dort sprang der Ball zu Holtby, der den Ball ins Tor köpft, aber aus einer klaren Abseitsposition. Die Eintracht machte es dann erneut besser. In der 76. Minute war es erneut Haller mit einem herausragenden Pass auf Willems, der frei vor Pollersbeck scheitert. Der Abpraller kommt aber über Umwege zu Mascarell. Der jagt den Ball, der noch abgefälscht wird zum 2:0 ins lange Eck. Der erste Bundesligatreffer des 25-Jährigen. Die Hamburger mussten jetzt kommen, was den Frankfurtern wiederum Räume öffnete. Zu diesem Zeitpunkt begannen dann auch die Sprechchöre von den Rängen, die die Einwechslung des „Fußballgottes“ lauthals forderten. In der 87. Minute war es dann soweit. Nach fast einem Jahr Verletzungspause betrat Alex Meier das Spielfeld. Und wurde Teil einer Geschichte, die wohl nur der Fußball schreiben kann. Er war keine fünf Minuten auf dem Platz, da stand er genau richtig und verwandelte eine punktgenaue Flanke vom nach vorne gestürmten Abraham per Volley zum 3:0-Endstand. Die Frankfurter Fans hatten allen Grund zum Jubeln und feierten noch Minuten nach Abpfiff Alex Meier und die gesamte Mannschaft. Mit dem Dreier gegen den HSV wahrt sich die SGE die Chancen auf den direkten Einzug in die Europa League und liegt einen Punkt hinter dem Sechstplatzierten RB Leipzig.

Aufstellung Eintracht Frankfurt:

Hradecky – Chandler (17. Russ), Abraham, Salcedo – da Costa, Fernandes, Willems – Mascarell, Wolf (67. Gacinovic) – Boateng – Haller (87. Alex Meier)

Die Leistung der Spieler könnt ihr wie immer hier bewerten.

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4 Kommentare

  1. Die 90. Minute war für mich ein klassischer Eintracht Moment. Wenn das unfassbare auf einmal wahr wird. Ich hatte darauf gehofft Meier wird eingewechselt. Als er auf dem Platz war dachte ich mir: Man wenn der jetzt noch ein Ding macht… Keine Minute später haut der das Ding Volley rein. Chapeu Fußballgott, Chapeau!
    Klasse Auftritt von der Mannschaft und die Schiedsrichter wollten nach dem Hertha Spiel wohl wieder was gutmachen.

  2. Klarer Heimsieg! Fußballgott trifft! yes! typische Nörgler und Schwarzseher-Kommentare hier ausgeblieben, was will man mehr ? 😉 SGE wieder defensiv souverän, Willems und Mascarell mit starken Momenten. Boateng ist enorm wichtig für uns geworden!!! Starker Typ !
    Obwohl insgesamt der geregelte Spielaufbau oft vermisst wurde…
    Natürlich göttliche Geschichte von Alex, der mit gefühlten 2. Kontakt ein Tor macht !!! Wannsinn wenn mit ihm nicht verlängert wird.
    Alle haben sich lieb und nächsten Samstag kann die Saison gekrönt werden!

  3. Wie geil war das denn, ich habe es Ihm so gewünscht das er reinkommt und dann das entscheidende Tor schiesst, bin aber auch zufrieden das er es so geil hinbekommen hat, jetzt noch etwas Spielpraxis gegen Schalke und Alex schießt das Siegtor im Pokal, dann würde sich der Kreis schließen (letztes Spiel Pokalendspiel) wie geil wäre das denn. !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  4. Da rettet der Alex dem K buchstäblich den A… denn ohne den Druck der Fans hätte es heute kein Comeback gegeben.

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