Besser hätte Younes Ebnoutalib persönlich kaum in die neue Bundesliga-Saison starten können. Der Angreifer von Eintracht Frankfurt erzielte beim 3:3 gegen den 1. FC Union Berlin alle drei Treffer der Hessen und avancierte damit zum überragenden Mann der Partie. So richtig freuen konnte sich Ebnoutalib über seinen Dreierpack nach dem Abpfiff trotzdem nicht. Schließlich hatte die SGE zwischenzeitlich mit 3:1 geführt und musste sich nach zwei späten Gegentreffern noch mit einem Punkt begnügen. Entsprechend gemischt fiel das Fazit des Stürmers aus.
Dabei hatte die Partie für die Eintracht alles andere als optimal begonnen. Früh gerieten die Hessen an der Alten Försterei in Rückstand. „Es ist schon schwierig, wenn man gleich am Anfang ein Gegentor kassiert. Das ist schwierig auch für den Kopf“, gestand Ebnoutalib bei „Eintracht TV“. Die Reaktion der Mannschaft gefiel ihm allerdings: „Aber wir haben es zum Glück gut wieder hinbekommen.“
Ebnoutalib beweist den richtigen Riecher
Einen großen Anteil daran hatte der Angreifer selbst. Bei seinem ersten Treffer bewies Ebnoutalib genau den Torriecher, den sich die Eintracht von ihm erhofft. Als der Ball zu Jeremiaha Maluze kam, spekulierte der Stürmer bereits auf dessen Weiterleitung. „Ich dachte, dass ich ihn irgendwie bekomme und dann reinhaue, wenn er ihn zu mir köpft“, beschrieb Ebnoutalib die Szene. Entscheidend war dabei auch seine Positionierung: „Ich habe mich da hingestellt, wo ich mich in dieser Situation am wohlsten gefühlt habe. Das war zum Glück richtig.“ Noch stärker erarbeitete sich Ebnoutalib seinen zweiten Treffer selbst. Zunächst hatte er gar nicht vor, den Berliner Gegenspieler mit letzter Konsequenz anzulaufen. „Am Anfang bin ich nicht zu einhundert Prozent angelaufen, weil ich dachte, dass er ihn sowieso lange schlägt“, erklärte er. Dann erkannte der Angreifer jedoch seine Chance: „Als ich den Kontakt dann gesehen habe, dachte ich mir, dass der Kontakt von ihm schlecht war und ich Vollgas geben muss.“ Ebnoutalib setzte nach, eroberte den Ball und traf. Kurz musste er allerdings um seinen zweiten Treffer zittern. Ein Union-Spieler klärte den Ball. „Ich dachte am Anfang, dass der Ball auf jeden Fall reingeht. Dann hat er ihn noch geklärt, da dachte ich kurz: Mist“, berichtete der Frankfurter. Die Technik brachte schließlich Gewissheit. Der Ball hatte die Linie bereits vollständig überquert. „Am Ende war er deutlich über der Linie, ich dachte, das war knapper.“
Doch zwei Tore waren Ebnoutalib an diesem Nachmittag nicht genug. Auch beim dritten Treffer war seine Aufmerksamkeit entscheidend. Während Elias Baum zum Abschluss kam, spekulierte der Angreifer bereits auf einen möglichen Abpraller. „Ich war die ganze Zeit wach, weil ich dachte, dass der Ball vielleicht abgefälscht wird“, erklärte er. Deshalb habe er sich bewusst so positioniert, dass er schnell reagieren konnte. Genau dieser Fall trat ein. Baums Versuch wurde geblockt und landete bei Ebnoutalib. „Da dachte ich mir: ‚Perfekt, der Ball kommt zu mir‘. Dann habe ich direkt umgeschaltet und draufgehauen.“
Dass ein solcher Saisonstart etwas mit einem jungen Angreifer macht, wollte Ebnoutalib gar nicht leugnen. „Ich würde sagen, das gibt sehr viel Selbstvertrauen. Das macht etwas im Kopf aus“, sagte er. Gleichzeitig will er verhindern, dass aus dem Traumstart Zufriedenheit wird: „Aber man darf jetzt nicht weniger machen. Ich will genauso weitermachen und fleißig arbeiten.“
Atubolu lässt Ebnoutalib staunen
Nicht nur Ebnoutalib erwischte einen starken Nachmittag. Auch Noah Atubolu stand direkt nach seinem Wechsel erstmals für die Eintracht zwischen den Pfosten. Obwohl der neue Keeper dreimal hinter sich greifen musste, verhinderte er mit mehreren starken Paraden weitere Gegentreffer. Das sorgte selbst bei seinen neuen Mitspielern für Staunen. „Mir gibt es sehr viel Sicherheit, wenn ich sehe, wie er uns ab und zu gerettet hat. Das war sehr krass“, lobte Ebnoutalib den Schlussmann. Bei einigen Szenen konnte er kaum glauben, dass Atubolu den Ball noch erwischte: „Bei einigen Paraden habe ich die Mitspieler angeschaut und gedacht: ‚Wie hat er den denn gehalten?‘“
Ebnoutalib ärgert sich über Standards
Trotz Atubolus Paraden reichte es für die Eintracht nicht zum Sieg. Besonders bei hohen Bällen und Standardsituationen hatte die SGE Probleme mit den körperlich starken Berlinern. „Es war sehr schwierig, sie haben sehr viele große Spieler“, analysierte Ebnoutalib. Union habe deshalb immer wieder den Weg über Flanken gesucht. „Wir hätten sie besser stören müssen, wenn sie hochgehen. Es war sehr ärgerlich.“ Auch mit dem eigenen Spiel in Ballbesitz war der Angreifer nicht vollständig zufrieden. Gerade gegen die groß gewachsenen Innenverteidiger der Berliner sei es nicht immer die beste Lösung gewesen, mit langen Bällen zu operieren. „Wir müssen ab und zu ruhiger spielen und nicht so viele Bälle lang schlagen“, forderte Ebnoutalib. Für die Frankfurter Offensive sei es dadurch schwer gewesen, die Zuspiele festzumachen. Am Einsatzwillen habe es dagegen nicht gelegen. „Wir haben bis zum Ende Gas gegeben und jeder hat sich reingehauen“, betonte der Dreifachtorschütze. Genau deshalb schmerzte der späte Ausgleich umso mehr: „Daher war es ärgerlich und schade, dass der Ball am Ende reingeflutscht ist.“
„Die drei Punkte hätten uns geschmeckt“
So überwog unmittelbar nach dem Abpfiff trotz seines persönlichen Traumstarts die Enttäuschung. „Ich fand es schade, dass wir nach einer 3:1-Führung noch Unentschieden gespielt haben. Die drei Punkte hätten uns geschmeckt“, erklärte Ebnoutalib. Viel Zeit mit dem verpassten Sieg verbringen möchte er aber nicht: „Es ist jetzt passiert und wir müssen es abhaken und uns auf die kommende Partie fokussieren.“ Dass er seine ersten drei Saisontore bereits auf dem Konto hat, nimmt der Angreifer trotzdem gerne mit. „Natürlich freut man sich, erst recht als Stürmer, wenn man im ersten Spiel auch nur einmal trifft, bei mir waren es jetzt sogar drei Tore“, sagte er. Komplett wäre der Nachmittag für ihn allerdings erst mit einem Sieg gewesen: „Es wäre viel schöner gewesen, wenn wir es noch mit einem Sieg zu Ende gebracht hätten.“
Beim kommenden Spiel gegen den FC Augsburg will Ebnoutalib deshalb wieder bei null anfangen. „Ich gehe so wie gegen Union in das Spiel, als hätte ich vorher null Tore geschossen“, kündigte er an. Diese Einstellung habe er bereits während seiner Zeit in Elversberg gelernt: „Man muss so rangehen, als hätte man nichts erreicht.“ Der Dreierpack soll für Ebnoutalib also Antrieb und kein Ruhekissen sein. „Ich will weiter fleißig arbeiten und mich nicht ausruhen auf den drei Toren“, stellte der Stürmer klar. Gelingt das, ist er auch mit Blick auf das nächste Spiel optimistisch: „Dann bin ich zuversichtlich, dass wir das nächste Spiel gewinnen.“






11 Kommentare
OT: Ich bin so gespannt, was heute und morgen noch passiert. Das ist wieder mal eine sehr spannende und aufrührende Transferperiode, "garniert" mit hoffentlich völlig haltlosen Gerüchten um Markus Krösche.
So oder so, ich werde sehr froh sein wenn Dienstag vorbei ist und auch die Aufsichtsratsitzung am Mittwoch rum ist und hoffentlich nichts zu vermelden sein wird!
Ich bin ganz klar Team Markus Krösche. Ich finde er hat gut zu seinen Fehlern der letzten Saison gestanden. Und auch wenn ich bis Dienstag noch Verstärkungen und Abgänge erhoffe. Ich sehe im Ganzen, dass er einen sehr guten Job macht.
Nur kein Schnellschuss, eine Ablösung MK's zum jetzigen Zeitpunkt wäre doch sehr überraschend und fragwürdig. Wenn die Eintracht-Macher jetzt Krösche verabschieden würden, müssten sie eine absolut überzeugende Lösung präsentieren können. Da dürfte man sehr gespannt sein.
Trotz, manch auch berechtigter Kritik, hat Krösche in dieser -auch noch andauernden - Wechselphase, eine Riesen-Herausforderung bewältigt. Natürlich wünschen wir uns, dass noch einige von den bekannten Lücken geschlossen werden. Dass MK auch an diesen Transfers gearbeitet hat, arbeitet, das sollte jedoch unbestritten sein, aber nicht jeder ist für Eintracht bezahlbar und auch andere Clubs haben ihre Angeln ausgeworfen.
Brassier ist lt. Transfermarkt heute beim Medizincheck. Ich hoffe, er schlägt ein. Einige Foristen sind ja aufgrund der Leistungsdaten im Vergleich zu Theate eher skeptisch. Da ich ihn nicht kenne, hoffe ich einfach, dass Hütter sehr wohl weiß, was er kann. Dann wäre zumindest mal eine Verstärkung für die Abwehr da. Ich und ich glaube, wir alle sind noch sehr gespannt, was noch passiert bis morgen Abend.
Da es in allen Threads, egal welche Überschrift, natürlich nur noch um unsere Transfersituation geht, mache ich da mal mit.
Mich nervt der Stand jetzt enorm und ich weiß nach wie vor nicht, wie es dazu kommen konnte.
Ich bin absolut Team Krösche, aber irgend etwas muss hinter den Unruhen stecken. Ich gehe tatsächlich davon aus, dass in dieser Woche eine Bombe platzt, ich weiß nur nicht in welche Richtung.
Fakten sind :
-Wir sind im Zuschauerschnitt und den Preisen oben dabei.
- im Merch liegen wir im oberen Drittel.
- Transfererlöse sind bei uns in den letzten Jahren sehr hoch. Die Kategorie Bremen, Augsburg etc liegen da meilenweit hinter uns.
- Wir haben 2 × CL und 1 × EL gespielt
Warum brauchen wir SO hohe Transfererlöse ?
Corona-Löcher mussten alle stopfen, in die Infrastruktur investieren auch alle.
Ja, wir haben im Schnitt zu hohe Gehälter für mittelmäßige Spieler, aber exorbitant sind die auch nicht.
Ich bin sehr auf Mittwoch gespannt.
Der HR schreibt heute morgen:
"Die Bild berichtet nun, dass der Sportvorstand den Klub noch 2026 verlassen werde. Wann genau? Darauf wollte sich die Zeitung nicht festlegen."
Die Bild benennt sogar schon fünf Nachfolger. Na super, so säht man Unruhe und kann noch nicht mal auf die Aussage festgenagelt werden.
"Auch die Frankfurter Rundschau schreibt davon, dass die Trennung von Krösche näher rücke. Laut Kicker arbeite derzeit jedoch niemand explizit auf eine Trennung hin - also weder Klub noch Krösche."
Sagt mal, frühstücken die ganzen Journalisten von Bild, Kicker und FR eigentlich jeden Morgen mit Krösche und dem Aufsichtsrat zusammen, dass die so detaillierte Information haben wollen?
Ich vermute, dass hier Unstimmigkeiten zwischen Aufsichtsrat und Krösche, die es wahrscheinlich schon zu geben scheint, massiv ausgeschlachtet und übertrieben ausgeweitet werden.
Sollte das so sein, ist es wieder mal ein Beleg für die ausgesprochen außergewöhnliche Stellung der Medien in Frankfurt.
Mein "Lieblingssatz" aus dem HR Bericht lautet übrigens:
"Allerdings, so die hr-sport-Infos: Passiert nichts völlig Überraschendes, passiert eben erstmal nichts."
Dazu fällt mir nur noch ein Zitat von Basti Red (in einem anderen Zusammenhang) ein:
" Jetzt reg ich mich doch wieder auf!"
https://www.hessenschau.de/sport/fussball/eintracht-frankfurt/transfer-showdown-und-kroesche-spekulationen-unruhe-bei-eintracht-frankfurt-v1,eintracht-kroesche-transfers-100.html
Ach, ja, ebenfalls aus dem Artikel:
"Krösche-Trennung bei Aufsichtsratssitzung wohl kein Thema."
Das Ganze ist ein "wunderbarer" Rahmen dafür, dass wir in der kompletten Hinrunde weiterhin jederzeit mit Unruhe versorgt werden dürften. Danke für nix.
Laut TM.de arbeiten wir mit Hochdruck an der Leihe von Kali. Eventuell mit Kaufoption, oder Kaufpflicht. Das MUSS klappen, ansonsten sehe ich schwarz im Sturm. Keine Alternative bekannt. Johnny wird diese Saison wieder einige Spiele ausfallen, davon muss man einfach ausgehen.
Hoffentlich gibt es keine außerordentlichen Gründe, welche die "Bombe zum Platzen" bringen könnten, sondern nur persönliche Spekulationen. Der Verlauf der aktuellen Transferphase bietet meines Erachtens keine Erfordernis für eine jetzige Entlassung MK's. Wenn die vergangene Saison das Corpus Delicti" gewesen wäre, hätte man das Arbeitsverhältnis mit Krösche schon vorher beendet.
Hoffentlich gibt es keine außerordentlichen Gründe, welche die "Bombe zum Platzen" bringen könnten, sondern ist es nur deine persönliche Spekulation. Der Verlauf der aktuellen Transferphase bietet meines Erachtens keine Erfordernis für eine jetzige Entlassung MK's. Wenn die vergangene Saison das Corpus Delicti" gewesen wäre, hätte man das Arbeitsverhältnis mit Krösche schon vorher beendet.
Die blöd-zeitung ist wirklich ein Sch..ßblatt. Bringt schon Nachfolger ins Gespräch, der Gipfel hierbei sind Schäfer und Salihamidzic! fehlt doch eigentlich nur noch der Versager Reschke.
Das der HR-Online dieses Käseblatt zitiert ist schon fahrlässig.
HR schüttelt mal eure Sport-Redaktion und werft die gut dotierten Jung Schreiber raus.
Das sind in der Tat tolle hr-Infos. Hört sich an wie "Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich's Wetter oder es bleibt wie es ist."
Also mich würde es extrem freuen, wenn es am Mittwoch nach der Sitzung heißt "Was, Krösche? Ne, haben wir nicht drüber gesprochen, war kein TOP."
Einfach, damit allen klar wird, wie billig hier voneinander abgeschrieben, gemutmaßt und sich was aus den Fingern gesaugt wurde.
Die 3 einzigen Sachen, die hier immer wieder aufgewärmt wurden, sind ja die:
1. "Hütter wollte fertige Spieler" - Das heißt also, bei den ersten Gesprächen auf Malle haben Adi und Markus komplett aneinander vorbeigeredet und dann auf der PK gesagt "Unsere Ideen sind deckungsgleich" Echt jetzt?
2. "Das Verhältnis mit dem AR ist seit dem Interesse des AC Milan belastet"
Also Krösche wird 2 Mal Manager des Jahres und Bayern, Liverpool etc werden seit Jahren gerüchtet und jetzt bietet Milan 10m im Jahr und den Wiederaufbau eines absolut legendären Vereins mit Kohle im Rücken und einer wunderschönen Stadt.
Und das hat Krösche nicht zu interessieren, sonst sind die Granden hier eingeschnappt?
3. Diese Immobiliengeschichte. Nicht schön, nicht sauber aber es gab auch keine nachgewiese Compliance-Verletzung o. Ä. Eher so ein Thema, "da bleibt auf jeden Fall was hängen".
Ich bleibe dabei, wenn diese 3 Dinge den AR dazu bringen, Krösche abzusägen und einen Brazzo, Kehl oder Kahn hier hinzusetzen, haben wir ganz andere Probleme.
Zumal laut Bild hart am Kalimuendo-Deal gearbeitet wird. Wenn das klappt, Brassier was kann und noch 2 von der Payroll gehen, kann man sich nicht wirklich über diesen Transfersommer beschweren.
Danke Dir für die kompakte Auflistung dieser wirklich schwer wiegenden, vertrauensschädigenden und eine weitere Zusammenarbeit unmöglich machenden Ereignisse.😂
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