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Quo vadis, Markus Krösche? Foto: IMAGO / HMB-Media

Causa Krösche: Das ist der Stand bei Eintracht Frankfurt!

Anders als „turbulent“ kann man die Zeit um den Saisonstart bei Eintracht Frankfurt kaum beschreiben. Auch nach dem Bundesligauftakt (3:3 bei Union Berlin) klaffen eklatante Lücken im Kader der Hessen. Deswegen gerät wohl SGE-Sportvorstand Markus Krösche immer weiter in die Kritik. Mittlerweile häufen sich Aussagen von Experten und Verantwortlichen zu dieser Thematik. Plötzlich erscheint ein Aus des in Frankfurt eigentlich so erfolgreichen Managers nicht mehr ausgeschlossen. Klarheit könnte eine Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch bringen.

„Sehr ordentliches Verhältnis“

Größter Kritikpunkt dürfte wohl die Transferpolitik sein. Knapp zwei Tage bleiben noch, um dem Kader dringend benötigte Verstärkungen in der Innenverteidigung, auf den defensiven Außenbahnen und im Sturm zuzuführen. Cheftrainer Adi Hütter soll der „Bild-Zeitung“ zufolge sehr schlecht auf Krösche zu sprechen sein. Er habe sich fertige Spieler gewünscht, die ihm in der Saisonvorbereitung möglichst früh zur Verfügung gestellt worden wären. Gekommen sind wichtige Spieler mit Stammplatzqualität bis heute nur im Tor mit Noah Atubolu und auf der Sechs mit Raphael Onyedika. Zu dem Bericht passt, dass Hütter nach dem Bundesligaspiel in Berlin sehr ausweichend auf Fragen in Richtung Krösche reagierte: „Nach einem Bundesligaspiel, wo ich mich mehr über das Ergebnis ärgere, möchte ich mich gar nicht dazu äußern. Wir haben ein sehr ordentliches Verhältnis.“ Krösche hingegen wurde auf eine Art noch deutlicher, denn er versperrte sich komplett vor der Thematik: „Wir sprechen über Fußball“, antwortete der Sportvorstand auf Fragen nach seiner persönlichen Zukunft. „Lasst es uns beim Fußball belassen“, blieb er auch auf erneute Nachfragen hartnäckig bei seiner Position. Ein „Sky“-Interview sagte der 45-Jährige kurzfristig ab.

Gegenüber „Sky“ und „RTL“ äußerte sich Krösche mittlerweile noch einmal ausführlicher: „Ich habe mich vor dem Spiel ganz bewusst dazu entschieden, irgendwelchen Artikeln schlicht keinen weiteren Raum zu geben. Niemand muss daraus mehr interpretieren. Ich bin mit dem Aufsichtsrat in einem sehr guten und vertrauensvollen Austausch. Zu meiner vertraglichen Situation ist hinlänglich alles gesagt. Mein voller Fokus liegt darauf, die Transferphase weiterhin positiv zu gestalten und uns die bestmöglichen Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison zu schaffen.“

„Kein Anlass, über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren“

Dazu passt grundsätzlich auch die Aussage von Eintracht-Präsident Mathias Beck über die anstehende Sitzung der Chefetage. Gegenüber dem „Wiesbadener Kurier“ sagte er: „Die Aufsichtsratssitzung am Mittwoch ist eine lange geplante turnusmäßige Sitzung. Selbstverständlich wird es um alle Themen des Sommers, auch um die sportlichen gehen. Fakt ist, er hat einen laufenden Vertrag, sich vor zwei Monaten klar zu Eintracht Frankfurt bekannt und befindet sich mit seinem Team auf der Zielgeraden des Transferfensters. Es besteht also kein Anlass, über die Zukunft von Markus Krösche zu spekulieren.“

„Glaube, dass die Wege sich trennen werden“

Was bei all diesen Aussagen fehlt, ist echte Rückendeckung und das Wort „Vertrauen“. Nicht zuletzt deswegen geben verschiedene TV-Experten eher düstere Prognosen zu einer Weiterbeschäftigung Krösches in Frankfurt. Etwa Lothar Matthäus sprach bei „Sky“ am Rande des Bundesligaspiels am gestrigen Samstag über die Situation rund um den Sportvorstand: „Es knirscht schon seit Wochen und Monaten sehr schwer. Ich glaube, die Harmonie, die Frankfurt über Jahre zwischen den ganzen Verantwortlichen gehabt hat, ist ein bisschen beschädigt. Man muss mit allem rechnen.“ Auch Didi Hamann äußerte sich ähnlich: „Je mehr ich höre und je mehr ich sehe, umso mehr glaube ich, dass die Wege sich trennen werden.“

Klarheit wird nach der Vorstandssitzung am kommenden Mittwoch bestehen. Dann ist das Transferfenster geschlossen und die Frankfurter Verantwortlich werden ein Fazit ziehen. Womöglich auch über die Zukunft von Markus Krösche. Dass wirklich alles in Ordnung ist, erscheint angesichts so vieler unterschiedlicher Berichte unwahrscheinlich. Die entscheidende Frage wird sein: Ist eine Weiterarbeit Krösches in Frankfurt auf einer professionellen Ebene sinnvoll? Es bleibt spannend bei Eintracht Frankfurt.

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51 Kommentare

Fallback Avatar 51. rossel 30. August 26, 18:42 Uhr Zitat - einesgehtnochrein Ich bin froh, dass wir Meinungsfreiheit haben und jeder hier seine Meinung zum besten geben darf. Wenn ich deine Kommentare so lese, bekomme ich den Eindruck, dass alle die nicht deiner Meinung sind, Schreiberlinge sind, die Lügen verbreiten. Am liebsten hättest du wohl, wenn die Redaktion hier ihrer Verantwortung nachkommt und alles löscht, was deiner Meinung nicht entspricht. Vielleicht solltest du mal einen Gang runter schalten und andere Meinungen akzeptieren. Ich geb zu, das ist nicht immer einfach. Path

Finde das Forum sehr angenehm weil verschiedene Meinungen zu lesen sind und vor allem auf Geschwurbel, unreflektiertem Geblabber adäquat Reagiert wird. Somit muss ich dir entschieden widersprechen, denn es sind eigentlich die die mit Kritik nicht umgehen können, die nicht möchten dass durch Kommunikation Austausch stattfindet, diejenigen die Kommentarspalten abschaffen.
Nur durch solche Foren zeigen sich Widersprüche wie deine...
Einerseits für Meinungsfreiheit sein, aber gleichzeitig Meinungen anderer als diktatorisch bzw undemokratisch zu diffamieren. Da kann sich jeder selbst ein Bild machen.
Und da muss ich sagen Chapeau sge4ever in der Rundschau, angetriggert durch populistische Artikel wirst du bei Appelen doch mal objektiver zu argumentieren gleich geteert und gefedert durchs Stammtisch-Dorf getrieben.

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