Zum Inhalt Zum Hauptmenü

Jeremiaha Maluze durfte im DFB-Pokal erstmals bei einem Pflichtspiel für die Profimannschaft der SGE auflaufen. Foto: IMAGO / Maximilian Koch

Maluze über seine Zukunft bei der Eintracht: „Ich bin für jeden Weg gewappnet“

Jeremiaha Maluze feierte noch vor ein paar Monaten als einer der Schlüsselspieler der Eintracht-U21 den Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Mit seinen Leistungen in der Hessenliga geriet der Innenverteidiger auch in den Fokus des Bundesligakaders, der auf seiner Position zum aktuellen Zeitpunkt ohnehin dünn besetzt ist. So absolvierte der 21-Jährige die komplette Vorbereitung mit dem Team von Cheftrainer Adi Hütter und feierte in Krefeld beim 11:0-Pokalsieg gegen den SC St. Tönis sein Pflichtspieldebüt bei den Profis.

„Das war etwas sehr Besonderes. Ich wohne nur 15 Minuten entfernt vom Grotenburg-Stadion“, erzählt der gebürtige Duisburger im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“. „Es waren meine Mutter und acht Jungs von mir da, die mich alle unterstützt haben. Ich habe mit Tyler Nkamanyi, der Nummer 11, sogar noch einen Kindheitsfreund, der bei St. Tönis spielt. Deswegen war das ein krankes Debüt für mich. Es hätte nicht besser laufen können.“ Was sein Kumpel nach dem Spiel zu ihm gesagt habe? „Er meinte, wir hätten nicht so übertreiben sollen. Ich habe geantwortet, dass wir das so ernst nehmen wie jedes Spiel und er mir leid tut.“

Die Zeit im Trainingslager bezeichnete Maluze bereits in einer früheren Podcastfolge als „die beste seines Lebens“. Nun durfte er auch nach der Abreise aus Grassau vorerst bei den Profis bleiben. „Seitdem wir aus dem Trainingslager zurück sind, bin ich immer noch die ganze Zeit in der ersten Mannschaft gewesen und konnte alles mitnehmen, was ich mitnehmen konnte“, beschreibt der 21-Jährige. „Das Training und  die Tipps helfen mir sehr. Auch der Bond zwischen einigen Spielern wird immer enger. Es ist echt super hier und ich kann mich einfach nur bedanken und hoffen, dass ich so lange ich kann, hier bleibe.“

Feedback vom Trainer

Besonders hilfreich sei auch ein persönliches Gespräch mit Adi Hütter gewesen. „Adi hat auch schon mit mir geredet und mir Feedback aus der ganzen Vorbereitung und von bestimmten Spielen gegeben“, sagt Maluze. „Er hat mir auch schon gesagt, woran ich arbeiten muss, und mich trotzdem aufgemuntert und gesagt, dass ich ein klasse Spieler werden kann.“ Was dem Coach schon gefällt gefällt: „Er hat meine langen Bälle gelobt, wie den in Mannheim vor dem 1:0. Meinen Chipball in Gießen fand er auch nice.“

Der Innenverteidiger verrät aber auch, in welchen Bereichen Hütter noch Verbesserungspotenzial in ihm sieht: „Er meinte, dass ich immer versuche, nach vorne zu verteidigen, was eigentlich sehr gut ist und was ich auch oft hinkriege. Ich muss nur noch das Gefühl dafür finden, wann ich hinter dem Mann bleibe, aber ihn trotzdem rausdrücke.“ Außerdem müsse er noch daran arbeiten, seine Konzentration über 90 Minuten aufrechtzuerhalten, um seine Fehler zu minimieren. „Wenn ich 90 Minuten ohne Fehler schnörkellos mein Ding mache, sieht das eigentlich sehr gut aus, meinte Adi.“

„Ich muss immer noch 110% gebem“

Als für ihn größte Herausforderung im Training bei der Bundesligamannschaft beschreibt Maluze die Umgewöhnung von der Hessenliga-Saison bei der U21. „Ich habe letztes Jahr auch schon ein paar Mal oben mittrainiert und es war halt wirklich jedes Mal ein krasser Umschwung von der Hessenliga. Also die U21 von uns hat auch kein Hessenliga-Niveau. Das geht eher in Richtung obere Regionalliga, vielleicht untere 3. Liga gewesen. Wenn du dann aber gegen Johnny, Can oder Ansgar spielst, ist das trotzdem etwas komplett anderes.“ Sich auf dem für ihn neuen Niveau einzufinden, sei auch mental eine schwere Aufgabe. „Seitdem ich jetzt über eine längere Periode hier war, habe ich mich ein bisschen angepasst. Ich muss aber immer noch 110% geben, sonst machen die mich nass. Deswegen ist das schon sehr anstrengend, auch für den Kopf.“

Vor allem wegen seiner Stärken mit dem Ball  sieht sich Maluze vom Spielertyp her als einen modernen Innenverteidiger. Auf diesen Weg gebracht hat ihn einer seiner ehemaligen Trainer: „In Erfurt hat mein damaliger Trainer Fabian Gerbert mich im dritten oder vierten Spiel einfach mal auf die Sechs gepackt. Ich habe das einigermaßen gut gemacht und dann hat er mich einfach die ganze Saison auf der Sechs gelassen. Dadurch hatte ich ein paar Freiheiten und habe gemerkt, dass ich es mag, den Ball nach vorne zu treiben und ein paar Chipbälle zu spielen“, beschreibt er die Anfänge seiner heutigen Spielweise. „Bei den defensiven Aufgaben, die ich als Innenverteidiger schon hatte, habe ich diesen Part dann noch mit reingenommen. Das ist dann auch der moderne Innenverteidiger, der ich zu sein versuche.“

Maluze über Brentford: „Haben unsere Lehren daraus gezogen“

Der für die SGE größte Rückschlag während der Sommervorbereitung dürfte sicherlich das 0:7 beim FC Brentford gewesen sein, das die teilweise noch großen Schwächen im Kader gnadenlos aufgezeigt hat. „Brentford war natürlich ein sehr unglückliches Spiel. Das ist jetzt aber raus aus unseren Köpfen. Da nachzuhaken hilft uns nicht weiter. Wir haben unsere Lehren daraus gezogen und ich glaube, wir haben das alle gut verarbeitet“, erzählt Maluze über den Umgang mit dieser Niederlage.

Geholfen habe auch der Kantersieg im DFB-Pokal: „Das 11:0 gegen St. Tönis war dann auch wichtig für unser Selbstbewusstsein, auch wenn das ein Klassenunterschied war. Aber auch gegen Union haben wir gute Chancen. Wenn wir unseren Plan umsetzen, dann sieht das, glaube ich, sehr gut aus.“ Was aus Sicht des Innenverteidigers für einen erfolgreichen Bundesligaauftakt spricht: „Die Mannschaft hat Bock, die Jungs sind fit. Wir haben einen ganz klaren Plan und jeder will sich an diesen halten. Wir haben alle dieselbe Mentalität. Jeder weiß wirklich, was abgeht.“

„Die Bundesliga hat die Besten der Besten in Deutschland“

In der Liga dann auch bei den Profis eingesetzt zu werden, ist der große Traum von Maluze, der schon bald in Erfüllung gehen könnte. „Die Bundesliga hat die Besten der Besten in Deutschland und teilweise auch international. Sich mit denen messen zu können, ist schon ein Privileg. Und dann auch noch mit so einem Verein mit solchen Fans und einem solchen Stadion. Für mich ist das einfach nur top-notch, besser geht es nicht.“ Bereits beim Pokalspiel in Krefeld sei er überrascht von der Lautstärke der Fans gewesen. „Wenn man auf dem Platz steht, ist das immer nochmal etwas komplett anderes. Das habe ich auch gegen St. Tönis gemerkt. Ich saß neben Jean-Matteo und Ansgar und habe gesagt, Jungs, ist das immer so laut? Ich konnte nicht mal normal mit ihnen reden.“

Aber auch, falls es in den kommenden Wochen für den 21-Jährigen zurück zur U21 gehen sollte, will er diese Aufgabe mit derselben Seriosität angehen. „Egal wo ich spiele, ich gebe Gas. Ich bin auch mit dem Mindset hierhergekommen, dass es passieren könnte, dass ich vielleicht bei den Profis bleibe. Aber es könnte auch passieren, dass ich hier trainiere, aber nicht spiele. Und es könnte auch passieren, dass sie mich komplett runterschicken“, sagt Maluze und stellt klar: „Ich bin für jeden Weg gewappnet und egal, welcher es wird, da gebe ich dann Gas.“

7 Kommentare

Fallback Avatar 1. mainesge 28. August 26, 17:33 Uhr

Wieder mal Gerüchte über einen Abgang von Krösche. Hoffentlich medialer bullshit.
Wann kehrt endlich wieder ein bischen Ruhe ein.

5
Avatar 2. braumerganedruebberedde 28. August 26, 18:33 Uhr

Interessant, dass gerade unsere beiden 'Verletzten' gerüchtet werden.
Doan und Larsson.
'Hugo Larsson befindet sich derzeit in England, um über einen möglichen Abschied von Eintracht Frankfurt zu verhandeln. Zwei englische Klubs befinden sich – nach Sky-Informationen – im Rennen um den schwedischen Mittelfeldspieler.
Für einen festen Transfer steht eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro im Raum.'
Quelle: ntv, sky

Währenddessen soll man sich mit Rennes nun über Brassier einig sein und der Deal soll noch am Wochenende fix gemacht werden. 8,5m+boni

5
Avatar 3. lebbegehtweida 28. August 26, 18:40 Uhr

Was für Perspektiven: Doan und Larsson weg? Chaibi und Bahoya bleiben? Okay...kann man so machen...
Ich hoffe auf etwas anderes.

7
Fallback Avatar 4. capullus 28. August 26, 19:05 Uhr Zitat - lebbegehtweida Was für Perspektiven: Doan und Larsson weg? Chaibi und Bahoya bleiben? Okay...kann man so machen... Ich hoffe auf etwas anderes. Path

Tja, wenn keine Angebote reinkommen… Larsson: 25 Mio erscheint mir etwas wenig … Andererseits: Wenn wir dadurch nochmal nachlegen können , zB für einen Stürmer oder einen Aussenverteidiger…
Aseko und Onyedika sind natürlich jetzt hier und machen einen Verlust verkraftbar. Wir haben einfach ein anderer Stelle größere Baustellen und wenn wir nur so Geld generieren können, dann muss man das wohl so machen, vorausgesetzt, das Gerücht stimmt überhaupt.

4
Fallback Avatar 5. zeugeyeboahs73 28. August 26, 19:37 Uhr Zitat - braumerganedruebberedde Interessant, dass gerade unsere beiden 'Verletzten' gerüchtet werden. Doan und Larsson. 'Hugo Larsson befindet sich derzeit in England, um über einen möglichen Abschied von Eintracht Frankfurt zu verhandeln. Zwei englische Klubs befinden sich – nach Sky-Informationen – im Rennen um den schwedischen Mittelfeldspieler. Für einen festen Transfer steht eine Ablöse von rund 25 Millionen Euro im Raum.' Quelle: ntv, sky Währenddessen soll man sich mit Rennes nun über Brassier einig sein und der Deal soll noch am Wochenende fix gemacht werden. 8,5m+boni Path

Ich war sehr irritiert, als ich das gerade gelesen habe. Umbruch schön und gut, aber mit den möglichen Abgängen, die gerade kursieren, hätte ich in dem Maße nicht gerechnet.
Brown
Kristensen
Amenda
Skhiri
Bats
Dahoud
Wahi
Ebimbe
Futkeu

Gerüchtet :
Doan
Larsson
Zetterer
Bahoya
Theate
Chaibi
Nkounkou.

Ja, von Einigen musste man sich trennen, aber die ganze Auflistung der Namen ist dann doch enorm.
Es werden vermutlich die 3 spannendsten Tage der Transferfenster-Historie.

2
Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 6. SGE74 28. August 26, 19:43 Uhr

Feiner Junge. Selbstreflektierend und Bodenständig. Maluze hat auch schon sehr gute Ansätze. Gefällt mir 👍

0
Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 5 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 7. blackforest 29. August 26, 12:27 Uhr Zitat - zeugeyeboahs73 Ich war sehr irritiert, als ich das gerade gelesen habe. Umbruch schön und gut, aber mit den möglichen Abgängen, die gerade kursieren, hätte ich in dem Maße nicht gerechnet. Brown Kristensen Amenda Skhiri Bats Dahoud Wahi Ebimbe Futkeu Gerüchtet : Doan Larsson Zetterer Bahoya Theate Chaibi Nkounkou. Ja, von Einigen musste man sich trennen, aber die ganze Auflistung der Namen ist dann doch enorm. Es werden vermutlich die 3 spannendsten Tage der Transferfenster-Historie. Path

Hatte ich so erwartet. Nach Krösches PK war mir klar, dass die halbe Mannschaft minimum zur Debatte steht.
Nichts als ein Neuanfang ist nun sinnvoll. Der Schlendrian steckt in den Köpfen und geht nicht raus, daher geht nur Wechsel.

0

Du musst eingeloggt sein, um einen Kommentar zu schreiben.