Timothy Chandler rettete der Mannschaften wenigstens einen Punkt (Bild: imago images / Poolfoto)

„Es könnte auch mal ein 5:5 geben“, prophezeite Sportvorstand Fredi Bobic die „Corona-Spiele“ der Bundesliga. Gegen den SC Freiburg kam das Ergebnis der Mutmaßung schon recht nahe. Am Ende gab es ein 3:3 in der Frankfurter Arena. Mit 34 Torschüssen stellte Eintracht Frankfurt einen neuen Rekord auf. Einzig mit der Chancenverwertung musste man hadern. Denn während die Gäste aus dem Breisgau aus wenig viel kreierten, war es bei den Hessen andersherum.

Adi Hütter war im Vorfeld erneut schwer gefordert. Denn nach der 2:5-Niederlage gegen Bayern München musste und wollte er eine neue Startelf bringen. Mit Bas Dost und André Silva vertraute er einer Doppelspitze. Zudem spielten die beiden Japaner Makoto Hasebe und Daichi Kamada in der ersten Elf. Lucas Torro winkte ebenfalls ein Startelfplatz nach langer Verletzungspause. Danny da Costa, Evan N’Dicka, Gelson Fernandes und Mijat Gacinovic mussten auf der Bank Platz nehmen.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung gegen SC Freiburg der 15 zensierten Spieler den Wert 3,24. Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorieneingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 420 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels- Timothy Chandler: Dass er sich im Spätsommer seiner Karriere noch zu einem Goalgetter entwickelt, daran hätte Timothy Chandler wohl nicht mehr gedacht. Der Ex-Nationalspieler kam als Joker in die Partie und machte mit seinem ersten Ballkontakt den Deckel auf ein Wahnsinns-Spiel.

Sebastian Rode: Erneut in typischer Manier unterwegs. Sebastian Rode war sehr agil und dieses Mal auch deutlich ballsicherer als zuletzt. Machte eine gute Partie, bekam früh Gelb und musste dann später raus.

Martin Hinteregger: Kompromisslos im Zweikampf. Eisenschädel. Martin Hinteregger war das Symbol des Kampfgeistes der Hessen. Endlich hat Hütter erkannt, dass meine seine Offensiv-Qualitäten braucht, solange es vorne noch stottert.

Daichi Kamada: Daichi Kamada besitzt ein feines Füßchen. Machte wohl eines seiner besten Ligaspiele für die SGE. Machte sein erstes Tor und gab eine Vorlage. Die Schattenseite: Er vergab kläglich weitere Chancen und entschied sich auch gern für die falsche Option.

Mijat Gacinovic: Mijat Gacinovic war nicht ganz so präsent wie Kamada. Kam auch zu selten zu einer Aktion.

Makoto Hasebe: Wenn Makoto Hasebe wieder zu seiner Form gelangt, dann ist er nicht zu ersetzen. Endlich waren wieder Ansätze zu erkennen, dass er die Abwehr ordnet und führt. Beim ersten Gegentor fälschte er zwar noch unglücklich und damit unhaltbar für Kevin Trapp ab, aber über 90 Minuten gesehen war er ein Gewinn für die Mannschaft.

André Silva: Normalerweise hätte André Silva an diesem Dienstagabend alleine schon drei Tore erzielen müssen. Der Portugiese hatte Chancen en masse, konnte aber nur einen Abpraller verwerten.

Jonathan de Guzman: Jonathan de Guzman war der Standard-Spezialist nach seiner Hereinnahme. Machte es soweit ganz ordentlich, dafür, dass er eigentlich schon abgeschrieben war.

Filip Kostic: Ohne seine Vorlage wäre Filip Kostic wohl wieder ein schlechtes Spiel attestiert worden. So konnte man ihm zumindest wieder eine Steigerung zuschreiben. Insgesamt aber noch nicht wieder auf dem Höhepunkt.

Dominik Kohr: Dominik Kohr ist bekannt für einen strammen und präzisen Schuss. Dieses Mal war aber an Alexander Schwolow nur schwer ein Vorbeikommen möglich.

Kevin Trapp: Es ist lange her, dass man über Kevin Trapp schreiben konnte „mit seinen Aktionen rettete er seinen Mannen den Punkt“. Auch dieses Mal kann man ihm keine Schuld an den Gegentoren zuweisen, er wirkt zumeist einfach nur glücklos.

Lucas Torro: Überraschend stand Lucas Torro in der Startelf. Musste aber zur Pause schon wieder runter. Zu fehlerhaft in den Zweikämpfen. Da reicht es auch nicht, wenn er kopfballstark ist.

Almamy Touré: Ordentlich, so kann man den Auftritt von Almamy Touré bezeichnen. Keine groben Schnitzer oder Unkonzentriertheiten zu spüren. Aber dennoch viel Luft nach oben.

Bas Dost: Zu Beginn war Bas Dost noch ein Aktivposten. Vergab aber auch seine Chancen. Im späteren Verlauf nur noch abgemeldet. Wurde trotz Rückstandes vom Feld genommen.

Stefan Ilsanker: Stefan Ilsanker ist ein Kämpferherz. Er gab und gibt immer alles. Spielerisch läuft bei ihm in dieser schwierigen Zeit allerdings nicht viel rund.

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6 Kommentare

  1. Was ist eigentlich mit Kostic los? Einfach keine Lust mehr? Heiß auf einen Wechsel? Selbst wenn ihm kongeniale Partner fehlen, sollte er doch in der Lage sein, besser zu spielen; wenigsten Leidenschaft zu zeigen.
    Er scheint ohne Feuer und Leidenschaft zu sein, der Ofen ist aus….und ich fürchte, er geht bei uns oder zumindest in dieser Saison nicht mehr an – trotz Flanke zum 3:3…. schade, schade…

  2. Ja.., Stecker ist bei Kostic wohl gezogen. Kann ich aber auch nachvollziehen, es ist ja nicht so als würde er nicht kämpfen aber es sind 10% weniger als vorher. Und das Ganze fällt auch nur auf, weil er mindestens 6 Monate lang am Stück der beste Spieler auf dem Platz war. Deswegen gibt es auch keinen Grund zu meckern, wenn er mal durchschnittlich spielt wie viele, und dann kommen noch die Kameraden dazu, die völlig unter ihren Möglichkeiten spielen.

    Denke es ist ohnehin allen klar, dass er am Ende der Saison geht. Es geht nur noch um Klassenerhalt und dann Mannschaft neu ausrichten.

    Der eine liebt sein Mädsche und der andre liebt den Sport!

  3. zu Torro: „Zu fehlerhaft in den Zweikämpfen.“
    Dabei hatte er nach Dost und Toure (zusammen mit Kohr) mit 60% Zweikampfquote noch einen guten Wert, und das bei der noch in der ersten Halbzeit angezogenen Handbremse der Eintracht.

  4. Der einzige Neuzugang in der Winterpause bekommt mit unserem sehnlichst zurück erwartenden Stürmer Nr.1 ( so wurde er geholt) die schlechteste Note. Schon irgendwie bezeichnend. Dafür bekommen altbewährte Kräfte wie Chandler, Hasebe und auch de Guzman deutlich bessere Noten. Ein zweiten fitten Stürmer haben wir gerade nicht , deswegen muss man auf eine Steigerung von Dost hoffen, aber bei den anderen Dreien sollte sich Adi mal überlegen , ob er ( vor allem bei Chandler) nicht auf die drei
    ( teilweise)von Anfang an setzt. De Guzman fande ich persönlich auch ganz gut und war positiv überrascht. Er hatte gute Abspiele und Ruhe am Ball. Vielleicht im Abstiegskampf eine echte Verstärkung. Chandler sowieso, warum der nicht länger spielt weiß nur Adi alleine.

  5. AH sollte, soweit alle fit sind die gleiche Formation bringen. Die Jungs müssen sich einspielen. Und das sah am Dienstag nicht so schlecht aus. Einzigst Chandler würde ich für Toure bringen. Am Samstag muss es klappen mit einen Dreier.

    Forza SGE

  6. Sorry, ich bin erst heute wieder dabei und habe die Kommentare nach dem Freiburgspiel nicht gelesen. Ich war von einem Sieg sehr überzeugt und war/bin immer noch pro Hütter.
    Analyse: unsere Deckung traumhaft, allerdings für den Gegner, basketball-like.
    OM und Sturm klasse, wenn aus der Größtanzahl von absoluten Chancen zumindest der Siegtreffer erzielt worden wäre.
    Für den Mangel in der Chancenverwertung kann Adi nichts, die Spielanlage stimmte jedenfalls, Torgelegenheiten, wie noch nie.
    Deckungsverhalten und Chancenauswertung jedoch leider insgesamt schwach.
    Ich erinnere mich ungern an das Heimspiel gg Werder im Abstiegsjahr. Überlegenheit pur, nur Unentschieden, trotz klarster Torchancen.
    Es wird sehr eng nach unten, ein Sieg wäre die halbe Miete gegen den Abstieg gewesen.
    Es kam durch den Verkauf von Jovic, Haller, Rebic viel Geld in die Kasse. Meines Erachtens hätten zumindest Haller, oder Rebic gehalten werden müssen, das Angebot für Jovic konnte nicht ausgeschlagen werfen.
    Nicht ein einziger wurde adäquat ersetzt, das könnte teuer werden. Ein Abstieg würde uns Jahre zurückwerfen und dann hätten sich die erzielten Millionen als Trugschluß erwiesen.
    Harte Zeiten, für uns Alle. Bleibt gesund.

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