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Gut, dass er wieder zurück ist: Jonathan Burkardt Foto: IMAGO / Sven Simon

Burkardt spricht über Riera und seine WM-Chance: „Überzeugt, dass ich helfen kann“

Jonathan Burkardt arbeitet sich nach seiner Verletzungspause Schritt für Schritt zurück – und hat dabei auch ein großes Ziel im Blick. Der Angreifer von Eintracht Frankfurt sprach in einem Interview mit der „Bild“ über seine aktuelle Situation, Trainer Albert Riera und seine Chancen auf eine Teilnahme an der kommenden Weltmeisterschaft in Amerika.

Der 25-Jährige gehört zu den wichtigsten Offensivspielern der Eintracht und hat nach seiner Rückkehr bereits wieder erste Akzente gesetzt. Nach seiner Verletzung, die ihn über mehrere Monate außer Gefecht setzte, kämpft sich Burkardt aktuell zurück zu alter Form. Beim 2:3 gegen den FC Bayern meldete er sich beispielsweise mit einem verwandelten Elfmeter zurück und sorgte für Hoffnung bei der SGE. Mit neun Toren ist er trotz der langen Ausfallzeit zweitbester deutscher Stürmer in der Bundesliga. Über seine abermals schwere Verletzung sei er zwar enttäuscht gewesen, doch kleinkriegen lässt er sich davon nicht, ebenso gab es keine leisen Stimmen im Kopf, die hinterfragen, ob der Profisport überhaupt noch machbar ist: „Niemals. Ich hatte immer ziemlich schnell das Gefühl, dass ich trotzdem etwas Positives aus der Situation rausziehen und stärker zurückkommen kann, Und ich denke, das war auch sehr wichtig dafür, dass ich es jedes Mal geschafft habe.“

Springt Burkardt für seinen Coach vom Balkon? „Kommt drauf an, wie hoch der Balkon ist …“

Auch die Zusammenarbeit mit Trainer Albert Riera bewertet der Angreifer positiv. Burkardt lobte im Interview vor allem die Energie und Ansprache des Spaniers. Riera versuche, der Mannschaft Selbstvertrauen zu vermitteln und klare Ideen im Spiel zu etablieren. Der Stürmer beschreibt seinen neuen Coach wie folgt: „Positiv, spannend, taktisch sehr interessant, als Führungsfigur eine klare Richtung vorgebend und auf Disziplin achtend.“ Dass der Spanier mit seinen Aussagen teilweise in der Öffentlichkeit und Medienlandschaft kokettiert und Angrifsflächen bietet, birge „Potenzial für manche Leute, es negativ zu sehen“, doch Burkardt „mag das und für unsere Situation ist das sehr gut.“ Angesprochen auf sein nachhallendes Balkon-Spring-Zitat („Wenn ich Ihnen sage, dass sie vom Balkon springen sollen, dann springen sie“), lachte Burkardt und antworte schlagfertig: „Kommt drauf an, wie hoch der Balkon ist … .

Weltmeisterschaft ein Traum – Kontakt zur Nationalmannschaft nie abgerissen

Neben der Situation bei der Eintracht spielt für den Stürmer auch die Nationalmannschaft eine Rolle. Mit starken Leistungen in Frankfurt könnte er sich noch einmal in den Fokus für die kommende Weltmeisterschaft spielen. Der Offensivspieler machte jedoch deutlich, dass er sich in erster Linie auf seine Leistungen im Verein konzentriert und sich über gute Auftritte empfehlen möchte. Trotzdem sei die WM ein „sehr großer Traum und ein großes Ziel“, welches er gerne verwirklichen möchte. Kontakt mit dem DFB-Staff hält der Stürmer derweil weiterhin: „Im Dezember hat er [Anm. d. Red.: Julian Nagelsmann] mir geschrieben, mir gute Genesung und frohe Weihnachten gewünscht. Und nach dem Bayern-Spiel hat mir sein Co-Trainer Benjamin Hübner eine Nachricht geschickt, dass er sich über mein Comeback freut. Es ist schön. Ein Feedback zu bekommen und das Gefühl zu haben, dass der Kontakt nicht abreißt.“

Für die Eintracht kommt es nun darauf an, dass der ehemalige Mainzer nach seiner Verletzung wieder dauerhaft in seinen Rhythmus findet. Sollte ihm das gelingen, könnte Burkardt nicht nur im Saisonendspurt für Frankfurt zu einem entscheidenden Faktor werden, sondern auch seine Chancen auf eine WM-Teilnahme weiter erhöhen und „dann schauen wir mal. Ich fühle mich sehr gut und bin überzeugt davon, dass ich helfen kann.“ So klingt ein überzeugter und gleichzeitig respektvoller Profi.

Ein Kommentar

Fallback Avatar 1. Jay-Jay83 08. März 26, 13:57 Uhr

Sein Wunsch ist natürlich nachvollziehbar, aber ich tue mir schwer ihm diesbezüglich die Daumen zu drücken. Er hat jetzt bereits 14 Pflichtspiele verletzungsbedingt verpasst, da klingt ne verkürzte Sommerpause nicht wirklich nach der sinnvollsten Herangehensweise, um diese Ausfallquote nächste Saison zu reduzieren.

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