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Nathaniel Brown von der SGE wird mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht. Foto: IMAGO / IPA Photo

Brown blockt Bayern-Gerüchte ab: „Es geht um die WM“

Die Gerüchte um die Zukunft von Eintracht-Linksverteidiger Nathaniel Brown reißen nicht ab. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Brown mit dem deutschen Rekosrdmeister FC Bayern München einig sein soll. Bei einer digitalen Pressekonferenz ließ sich der 22-Jährige allerdings nicht aus der Reserve locken und blockte die Fragen zu seiner persönlichen Zukunft angesprochen.. Stattdessen sprach er über die WM, seine Rolle im DFB-Team, den Konkurrenzkampf mit David Raum – und machte deutlich, worauf sein Fokus derzeit liegt.

Gleich mehrfach wurde Brown auf die anhaltenden Spekulationen um seine Zukunft angesprochen. Medienberichten zufolge soll sich der Nationalspieler bereits mit dem FC Bayern über einen Wechsel einig sein. Brown selbst wollte die Berichte jedoch weder bestätigen noch dementieren. „Ich konzentriere mich voll und ganz auf die WM, deswegen werde ich das heute nicht kommentieren“, sagte der Eintracht-Profi. Sein Fokus liege ausschließlich auf dem Turnier: „Ich bin jetzt hier, freue mich, dass ich hier bin und lege den Fokus auf die WM.“ Auch bei der Nachfrage, ob er die Zukunftsfrage möglichst noch vor Turnierbeginn geklärt haben wolle, blieb Brown konsequent. „Wie gesagt, es geht um die WM. Darum kümmere ich mich jetzt“, erklärte er und blockte weitere Spekulationen ab.

Tatsächlich scheint die Vorfreude auf das Turnier derzeit sämtliche anderen Themen zu überlagern. „Von Tag zu Tag steigt die Vorfreude noch mehr“, berichtete Brown aus dem WM-Quartier in Chicago. Vor allem die Begeisterung rund um die Nationalmannschaft beeindrucke ihn: „Wir kommen aus dem Hotel raus und da sind so viele Fans, die auf uns warten. Das ist echt verrückt hier. Es macht sehr viel Spaß.“ Vor dem letzten WM-Test gegen die USA steht für die deutsche Mannschaft noch einmal eine wichtige Standortbestimmung an. „Das ist sehr wichtig für uns als Team“, sagte Brown. Das Spiel solle zeigen, „wo wir stehen“, bevor das Turnier beginnt. Entsprechend klar ist die Zielsetzung: „Das wollen wir positiv gestalten und wir freuen uns sehr auf das Spiel.“

Dass Brown überhaupt zum WM-Kader gehört, erfüllt ihn weiterhin mit Stolz. „Ich freue mich extrem, dass ich bei der WM dabei bin“, erklärte der Frankfurter. Natürlich hoffe er auf Einsätze, wolle sich aber nicht verrückt machen: „Natürlich räume ich mir schon Chancen ein, aber mal schauen, ob ich spiele oder nicht.“ Ein entscheidender Faktor dabei ist der Konkurrenzkampf mit David Raum, der ebenfalls um den Platz auf der linken Abwehrseite kämpft. Für Brown steht dabei das große Ganze im Vordergrund. „Wir verstehen uns sehr gut“, sagte er über seinen Konkurrenten. Raum unterstütze ihn regelmäßig mit Ratschlägen: „Er gibt mir auch ab und zu Tipps, weil er älter ist und mehr Erfahrung hat.“ Persönliche Eitelkeiten dürften bei einem Turnier dieser Größenordnung ohnehin keine Rolle spielen. „Da müssen wir die Egos oder die eigenen Ansprüche hinten anstellen“, betonte Brown. Sollte Raum den Vorzug erhalten, werde er ihn „unterstützen und pushen“.

Seine Rolle im DFB-Team ist dabei klar definiert. Bundestrainer Julian Nagelsmann und Trainerstab erwarten von ihm genau die Qualitäten, die ihn in Frankfurt zum Nationalspieler gemacht haben. „Ich soll so verteidigen, wie ich es bei Eintracht Frankfurt, vor allem in der Hinrunde, gemacht habe“, erklärte Brown. Konkret bedeute das, „giftig und aggressiv in den Zweikämpfen“ zu sein und gleichzeitig seine Stärken in der Offensive einzubringen. Wer am Ende gegen die USA oder später bei der WM in der Startelf stehen wird, weiß allerdings auch Brown nicht. „Da müsste man den Trainer fragen, weil der entscheidet das ja“, sagte er schmunzelnd. Angesichts der Qualität im Kader sei ohnehin vieles offen. „Wir haben so viel Qualität, bei uns kann jeder spielen.“

Beeindruckt zeigte sich der Frankfurter von mehreren Mitspielern im Training. Besonders Felix Nmecha von Borussia Dortmunf habe es ihm angetan. „Auf seiner Position ist er technisch sehr stark“, lobte Brown. In der Offensive hob er vor allem Jamal Musiala und Florian Wirtz hervor: „Vorne sind Jamal und Flo schon echt top.“ Mit Wirtz harmoniert Brown auf dem Platz bereits bemerkenswert gut. „Das Zusammenspiel mit Flo läuft sehr gut. Wir verstehen uns auf dem Platz sehr gut“, erklärte der Linksverteidiger. Gerade die Flexibilität auf der linken Seite mache das Zusammenspiel interessant. „Gegen Finnland habe ich im linken Halbraum gespielt und er links außen.“ Beide könnten ihre Positionen jedoch jederzeit tauschen. „Es macht sehr viel Spaß mit ihm.“ Auch die Atmosphäre innerhalb der Mannschaft beschreibt Brown als äußerst positiv. Ein wichtiger Aspekt sei dabei die Unbekümmertheit der jüngeren Spieler. „Wir jungen Spieler sollen diese Unbekümmertheit allgemein hier einbringen“, sagte der 22-Jährige. Druck solle möglichst keine Rolle spielen. „Wir sollen keinen Druck spüren und einfach frei aufspielen.“ Für Brown steht fest: „Das Wichtigste im Fußball ist der Spaß und wenn der da ist, dann läuft alles besser.“

Zu den erfahrenen Führungsspielern gehört unterdessen auch Manuel Neuer. Der Keeper habe ihn seit seiner Ankunft im Nationalteam beeindruckt. „Ich kenne Manu jetzt noch nicht so lange, aber er ist ein sehr netter Mensch“, sagte Brown. Natürlich sei Neuer enorm wichtig für die Mannschaft: „Wir brauchen ihn.“ Gleichzeitig lobte er auch die weiteren Torhüter im Kader und hob insbesondere Oliver Baumann hervor: „Oli hat es im Training bisher überragend gemacht.“

Druck aufgrund der enttäuschenden vergangenen Weltmeisterschaften verspürt Brown derweil nicht. „Meine Freunde und Familie sind immer sehr positiv zu mir“, erklärte er. Zwar nehme er die öffentliche Diskussion wahr, doch sein Blick gehe ausschließlich nach vorne. „Wir sollten einfach jetzt nach vorne schauen, die letzten beiden WMs vergessen und uns einfach freuen auf das, was kommt.“ Neben dem Fußball blieb dem Frankfurter in den vergangenen Tagen auch Zeit, die Gastgeberstadt etwas kennenzulernen. „Ich war gestern ein bisschen spazieren und habe ein bisschen was von der Stadt gesehen“, berichtete Brown. Sein Eindruck von Chicago fiel eindeutig aus: „Es ist echt sehr schön hier.“

Auch persönliche Themen kamen zur Sprache. So verriet der Eintracht-Profi, warum ihn fast jeder nur „Nene“ nennt. „Seit ich zwei oder drei Jahre alt bin, werde ich schon Nene gerufen“, erzählte Brown. Der Grund sei simpel: „Mein Name ist so lang und viele konnten ihn nicht aussprechen.“ Mittlerweile habe sich der Spitzname vollständig etabliert: „Meine Freunde und Familie nennen mich alle so. Ich bin happy mit dem Spitznamen.“

Spannend könnte für Brown zudem ein mögliches WM-Duell mit seinem Frankfurter Teamkollegen Can Uzun werden. „Möglicherweise gegen ihn mit der Türkei zu spielen wäre sehr cool und eine sehr schöne Geschichte“, sagte der Linksverteidiger. Die Freude über Uzuns Entwicklung ist ihm dabei anzumerken: „Ich gönne es ihm von Herzen, dass er jetzt zeigen kann, was er kann.“ Für Brown ist klar: „Er ist ein extrem guter Fußballer und auch ein sehr guter Freund von mir.“

Ob seine Zukunft nach der WM weiterhin in Frankfurt liegt oder ob die Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern tatsächlich Realität werden, bleibt damit vorerst offen. Brown selbst hat jedenfalls deutlich gemacht, dass er derzeit nur ein Ziel verfolgt: eine erfolgreiche Weltmeisterschaft mit Deutschland.

2 Kommentare

Fallback Avatar 1. g-block1978 05. Juni 26, 09:51 Uhr

Klar wird der gehen, die Frage ist nur zu wem. Eintracht hat bislang noch nie einem Steine in den Weg gelegt, damit sich der Spieler weiter entwickeln kann. Im Fall Bayern, als Ligakonkurent und Klassenkrösus, würde ich jedoch sehr hart bleiben und die derzeit aufgerufenen 60mio sind noch zu wenig.
Bin aber überzeugt, das nach der WM noch andere anklopfen und von der Insel wird es mehr Geld geben.
Unter 80 mio würde ich ihn nicht hergeben

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Avatar 2. SGE-SCOPE 05. Juni 26, 10:37 Uhr

Das neue Trikot ist da!

Gruß SCOPE

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