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War beim 3:0-Testspielsieg mit vielem, aber nicht allem zufrieden: Eintracht-Coach Adi Hütter. Foto: IMAGO / DeFodi Images

„Die Art und Weise nehmen sie extrem gut an“: Hütter sieht Eintracht auf dem richtigen Weg

Eintracht Frankfurt hat auch das zweite Testspiel der Sommervorbereitung erfolgreich gestaltet. Im Rahmen des Trainingslagers in Grassau am Chiemsee setzte sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter mit 3:0 gegen den türkischen Süper Lig-Klub Trabzonspor durch. Nach der Partie zeigte sich der Österreicher mit vielen Ansätzen zufrieden, benannte aber auch deutlich die Punkte, an denen sein Team bis zum Saisonstart noch arbeiten muss.

Das Ergebnis wollte Hütter nicht überbewerten, als positives Signal nahm er den klaren Erfolg dennoch mit. „Über weite Strecken habe ich mir vieles so vorgestellt“, erklärte der Eintracht-Coach nach dem Spiel. Seine Mannschaft habe versucht, die Trainingsinhalte auf den Platz zu bringen, „auch wenn nicht alles geklappt hat.“ Angesichts des aktuellen Zeitpunkts der Vorbereitung sei das 3:0 jedoch durchaus beachtlich: „Trotz allem: 3:0 gegen Trabzonspor in der jetzigen Phase ist ein gutes Ergebnis.“

Besonders wichtig war Hütter, dass die Eintracht ohne Gegentreffer blieb: „Wir haben zu null gespielt, das freut mich.“ Vor allem mit dem ersten Durchgang war der Trainer zufrieden: „In der ersten Halbzeit haben wir viele gute Ansätze gesehen.“ Nach dem Seitenwechsel verlor das Frankfurter Spiel etwas an Struktur, was Hütter auch auf die vielen Wechsel und den Einsatz zahlreicher Nachwuchsspieler zurückführte: „Da hat man dann gemerkt, dass viele junge Spieler gespielt haben, die es aber auch ordentlich gemacht haben.“ Sein Gesamtfazit fiel deshalb positiv aus: „Ich bin zufrieden mit dem Test.“

Den Führungstreffer erzielte Hugo Larsson nach einer Standardsituation. Für Hütter sind ruhende Bälle ein wichtiger Bestandteil des Spiels: „Standardsituationen sind im Fußball nicht mehr wegzudenken und können Spiele komplett drehen – in beide Richtungen.“ Gerade in Phasen, in denen spielerisch wenig zusammenläuft, können sie den Unterschied ausmachen, erklärte der 56-Jährige: „Es ist wichtig, dass man über Standardsituationen erfolgreich sein kann, wenn es mal nicht so läuft.“ Auch das Gegenpressing gefiel dem Coach über weite Strecken. Besonders in der Anfangsphase setzte die Eintracht Trabzonspor nach Ballverlusten früh unter Druck. „Mir hat es sehr gut gefallen, dass wir vor allem zu Beginn des Spiels bei Ballverlusten gleich dringeblieben sind und versucht haben, die Bälle zurückzuerobern.“ Vollständig zufrieden war Hütter dennoch nicht. Teilweise sei der Abstand zwischen den Angreifern zu groß gewesen: „Die Stürmer waren manchmal etwas zu weit auseinander und haben den Ball auf den Sechser zugelassen. Das sind alles Dinge, die wir jetzt mitnehmen.“

Grundsätzlich legt Hütter großen Wert auf eine kompakte Mannschaft: „Wir wollen eng und kompakt stehen, wir dürfen bei Ballverlusten nicht zu weit auseinander stehen, dann wird es in der Bundesliga schwer. Die Mannschaft muss hier zusammen arbeiten.“ Auch die offensiven Spieler müssten sich konsequent in die Defensivarbeit einschalten: „Wenn die Offensivspieler dann auch mitmachen und die Zweikämpfe gewinnen, sind wir auf dem richtigen Weg.“

Dass seine Mannschaft die neue Spielidee bislang gut annimmt, stimmt Hütter optimistisch. „Mich freut, dass alle engagiert mitziehen und dass sie die Art und Weise, wie wir spielen wollen, extrem gut annehmen“, so der ehemalige Monaco-Coach. Der Trainer achtet dabei vor allem auf kleine Fortschritte: „Ich sehe immer Teilerfolge wie heute, als die Spieler die Bälle schnell zurückerobern wollen.“ Noch funktioniere nicht jeder Ablauf wie gewünscht: „Das klappt manchmal gut und manchmal weniger, aber es freut mich, wenn die Spieler das versuchen umzusetzen, was wir auch trainieren.“

Flexible SGE als Wunsch

Taktisch begann die Eintracht gegen Trabzonspor in einem 4-2-2-2. Je nach Bewegung der Angreifer veränderte sich die Grundordnung. „Wir haben mit einem 4-2-2-2-System gespielt, wenn ein Stürmer abkippt, war es dann ein 4-2-3-1-System.“ Hütter möchte seine Mannschaft jedoch nicht auf eine Formation festlegen: „Ich glaube, wir müssen uns darauf einstellen, dass wir auch mal mit einem zweiten System spielen können, zum Beispiel einer Dreierkette. Ich glaube, die Mannschaft muss flexibel sein.“ Auch die Spielweise mit dem Ball soll nicht starr sein. „Ich bin nicht der große Fan, dass wir zu sehr in die Breite spielen“, so der 56-Jährige, der erklärte, dass die Mannschaft erkennen müsse, welche Räume der Gegner anbietet und dann dementsprechend reagieren solle: „Wir müssen es auch vom Gegner abhängig machen.“ Hütter formulierte die Vorgabe klar: „Wenn wir in der Mitte Platz haben, müssen wir hier spielen, wenn der Gegner in der Mitte eng steht, dann über die Außen.“

Auf der Torhüterposition setzte Hütter gegen Trabzonspor in der ersten Halbzeit auf Kaua Santos, der sich mit Michael Zetterer, der in der zweiten Halbzeit spielte, um den Stammplatz duelliert. Eine Entscheidung wollte der Trainer noch nicht verkünden: „Ich habe versucht, die Mannschaft durchzumischen.“ Wann die Rangfolge feststeht, ließ er offen. „Wenn es dann so weit ist, werde ich meine Entscheidung mitteilen.“

Sehr zufrieden zeigte sich Hütter mit Keita Kosugi. Der Linksverteidiger überzeugte vor allem im ersten Durchgang. „Er hat eine sehr gute erste Halbzeit gespielt, hat gut nach vorne verteidigt und war aggressiv in den Zweikämpfen“, freute sich der Österreicher, der auch das Offensivspiel des Japaners lobte: Aber auch mit dem Ball macht er gute Sachen.“ Für Hütter ist Kosugi ein „spannender Spieler.“ Trotz seiner vergleichsweise geringen Körpergröße scheue er keinen Zweikampf: „Er ist etwas kleiner und präsentiert sich trotzdem, das ist sehr beeindruckend.“ Das Urteil des Trainers fiel eindeutig aus: „Mein Eindruck von ihm war sehr gut.“ Auch Torschütze Hugo Larsson erhielt Lob. Hütter betonte jedoch, dass die Vorbereitung weiterhin der Beobachtung und Bewertung diene. „Wir haben gerade die zweite Woche hinter uns.“ Der Coach möchte allen Spielern eine faire Gelegenheit geben: „Ich will mir selbst ein Bild machen und jedem die Chance geben.“ Larsson habe seine Möglichkeit genutzt. „Er hat es heute gut gemacht.“ Zu möglichen Transferentwicklungen rund um den Schweden wollte Hütter dagegen keine konkreten Aussagen machen. „Was im Hintergrund läuft mit verschiedenen Transfers und Beratern, da bin ich nicht immer der richtige Ansprechpartner.“ Sein Fokus liege auf der sportlichen Arbeit. „Ich möchte eine schlagkräftige Truppe zusammenstellen.“

Große Bedeutung misst Hütter auch Can Uzun bei: „Er ist ein wichtiger Spieler, er kann ein Unterschiedsspieler sein, das hat er in der Vergangenheit gezeigt.“ Besonders positiv fiel dem Trainer eine Szene auf, in der der Offensivspieler nach einem harten Zweikampf zunächst liegen blieb, anschließend aber weitermachte: „Das ist mir wichtig, dass auch die technisch versierten Spieler widerstandsfähig sind.“ Für Hütter reicht spielerische Qualität allein nicht aus – auch Robustheit und Mentalität sollen dazugehören.

Lob und Kritik für Baum

Differenziert fiel seine Bewertung von Elias Baum aus. „Er ist extrem engagiert und ein dynamischer Spieler.“ Im letzten Drittel traf der Außenverteidiger jedoch mehrfach nicht die beste Entscheidung: „Aber er hat sich im letzten Drittel manchmal das vorher Erarbeitete kaputt gemacht.“ Genau dort erwartet Hütter mehr Präzision: „Wir brauchen die Qualität, dass wir im letzten Drittel den Pass an den Mann bringen, daran müssen wir arbeiten.“ Grundsätzlich ist der Trainer vom Talent des 20-Jährigen überzeugt. „Aber er ist ein guter Junge, der sehr viel Spaß macht.“ Auch Nnamdi Collins gehört zu den Spielern, die Hütter aufmerksam beobachtet. Vom Innenverteidiger erwartet er, dass er mit dem Ball mutig nach vorne verteidigt: „Ich will, dass die Spieler in der Abwehr mit Ball anlaufen und sich nicht nur die Bälle hin und her spielen.“ Collins hatte zuletzt mit kleineren körperlichen Problemen zu kämpfen: „Er hatte eine leichte Blessur, aber es passt alles.“ Seine athletischen Qualitäten schätzt Hütter sehr: „Er ist sehr dynamisch, sehr schnell.“ Einen garantierten Stammplatz gibt es allerdings für niemanden: „Jeder hat die Möglichkeiten, sich in die erste Elf zu spielen.“

Noch offen ist die Zukunft der beiden Leih-Rückkehrer Niels Nkounkou und Eric Junior Dina Ebimbe. Hütter kennt beide Spieler bereits gut. „Ich kenne die Spieler schon, Dina Ebimbe wollten wir in Monaco schon holen.“ Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen: „Ich möchte beide noch die Woche beurteilen.“ Der Test gegen Trabzonspor habe dabei weitere Erkenntnisse geliefert. In den kommenden Tagen soll Klarheit geschaffen werden: „Jetzt haben wir noch eine Woche und dann müssen wir mit den Spielern und Beratern Klartext reden.“ Dass weitere Verstärkungen kommen sollen, deutete Hütter ebenfalls an. Zu konkreten Namen wie zum Beispiel Otavio oder Onyedika wollte sich der Trainer nicht äußern. „Ich kenne die Spieler, aber mehr kann ich dazu nicht sagen“, erklärte er lachend. Den grundsätzlichen Bedarf bestritt er jedoch nicht: „Aber wir brauchen natürlich noch Spieler.“

Der 3:0-Erfolg gegen Trabzonspor war für Hütter damit mehr als nur ein gelungenes Testergebnis. Der Trainer sah viele Elemente seiner gewünschten Spielweise: frühes Pressing, schnelle Balleroberungen, Kompaktheit und taktische Flexibilität. Gleichzeitig machte er deutlich, dass die Mannschaft im letzten Drittel, bei den Abständen und in der Entscheidungsfindung noch Luft nach oben hat. Die Richtung scheint für den Coach dennoch zu stimmen – und im Konkurrenzkampf um die Startelf ist weiterhin alles offen.

20 Kommentare

Fallback Avatar 1. ceterum censeo 27. Juli 26, 12:09 Uhr

Hallelujah - endlich werden Standards wieder wertgeschaetzt!

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Fallback Avatar 2. ebbelwoi 27. Juli 26, 12:55 Uhr

Off topic, Ortega scheint wohl zu Olympiakos Piräus zu wechseln.

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Fallback Avatar 3. der eine 27. Juli 26, 13:09 Uhr Zitat - ebbelwoi Off topic, Ortega scheint wohl zu Olympiakos Piräus zu wechseln. Path

Jepp,die Chance wäre da gewesen ihn zu holen... VERPASST 🤨

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Fallback Avatar 4. Liederbacher Adler 27. Juli 26, 13:21 Uhr Zitat - ebbelwoi Off topic, Ortega scheint wohl zu Olympiakos Piräus zu wechseln. Path

Sehr schade...Ortega und Santos - diese Konstellation hätte gut gepasst...

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. eldelabeha 27. Juli 26, 13:56 Uhr Zitat - der eine Jepp,die Chance wäre da gewesen ihn zu holen... VERPASST 🤨 Path

Woher weißt du denn, dass er zu uns gekommen wäre? Vielleicht hatte er keine Lust auf ein Duell oder Frankfurt, vielleicht wollte er international spielen.

Kaum zu glauben, aber nicht alle, die wir anfragen, wollen zu uns.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 6. Adlersieg 27. Juli 26, 14:37 Uhr

Ich denke, wir sind mit den Torhütern gut aufgestellt. Letzte Saison war zum Vergessen. An den Torhütern allein hat es nicht gelegen. Wenn man gefühlt zwei Dutzend Konter pro Spiel zulässt, fallen zwangsläufig viele Gegentore. Die Verunsicherung war nicht auf die Torhüter begrenzt, sondern hat im Mittelfeld angefangen und unsere Abwehrspieler wurden haufenweise überrannt.

Ich bin überzeugt davon, dass das mit AH anders wird und wir wieder Spaß am Spiel unserer Mannschaft, einschl. der Torhüter, haben werden.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. Der User ist ein Dauersupporter und drückt seine Wertschätzung gegenüber SGE4EVER.de durch einen monatlichen oder jährlichen Betrag aus - der Bembel ist also stets gefüllt - Prost! 7. Fozzi 27. Juli 26, 14:41 Uhr

Ich habe ehrlich gesagt NULL Bauchweh, mit Santos und Zetterer in die Saison zu gehen. Im Training haben beide einen sehr guten Eindruck gemacht und wenn das wider meiner Erwartung gar nicht klappt, kann man immer noch reagieren. Auch Grahl hat das doch recht ordentlich gemacht. Wir haben einen Top 2er und einen Top 3er und ob Kaua das Zeug zum überdurchschnittlichen TW hat, muss er jetzt zeigen. Jedenfalls brutal, was er auf der Linie für Reflexe und Antizipation hat.

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Fallback Avatar 8. Olga 27. Juli 26, 14:42 Uhr

Hallo in die Runde,
nach einer turbulenten letzten Saison kam die WM, nach der WM nun die Vorbereitung und schon bald geht es in die neue Saison…

Viel Fußball, vielleicht gar nicht so verkehrt in diesen denkwürdigen Zeiten um sich etwas abzulenken.

Die vergangene Saison war nicht sonderlich gut, richtig schlecht war sie auch nicht unbedingt…es war irgendwas dazwischen, zufrieden sind damit die wenigsten, denn zum ersten Mal seit zehn Jahren haben wir nicht mehr so effektiv und effizient gearbeitet, wie gewohnt. Das muss aber eben auch mal drin sein, denn niemand ist fehlerlos und jetzt geht es darum die Themen anzupassen, die letzte Saison nicht so rund liefen. Auf den Pfad der Effizienz zurückzukehren ist für uns jedoch am Ende elementar, da wir aus weniger (als der ein oder andere Konkurrent) viel machen müssen, um die Position vorderes Mittelfeld bis weiter oben halten zu können. Und das ist wiederum wichtig um den Abstand nach hinten (Abstiegszone) halten zu können.

Nach dem wir vergangene Saison nun drei Trainer auf der Bank hatten, die unterschiedlicher nicht sein können, finde ich es gut, dass Adi nun wieder da ist. Er hat eine klare und geradlinige Art zu kommunizieren so wie spielen zu lassen und hieran können sich die Spieler wieder Selbstvertrauen und Selbstverständnis zurückholen.

Im wie weit der Kader passt, ist schwer zu beurteilen. Ich denke, dass letzte Saison sehr viele Spieler Luft nach oben hatten. Oder sagen wir es anders, hätte jeder sein Leistungslimit erreicht, dann wäre die Saison anders gelaufen.

Die Frage die sich mir stellt ist folgende…Haben viele Spieler das Limit nicht erreicht, weil die Trainer es nicht vermitteln konnten oder liegt es daran, dass die Mannschaft/der Kader in der aktuellen Zusammensetzung nicht so ganz zusammenpasst.

Was meine ich damit?

Wir haben über Jahre eine ähnliche Art Fußball gespielt. Tempo, Dynamik, Durchsetzungsvermögen, Physis waren hierbei zentral.

Nun sind wir davon in meinen etwas abgekommen, haben statt der sieben, acht brutal schnellen Spieler jetzt eher viele „Fußballer“…

Doan, Jupp, Larsson, Chaibi, Götze, Uzun um nur mal ein paar zu nennen. Jeder dieser Spieler ist für sich genommen ein guter Kicker. Aber die Frage die ich mir stelle ist, wenn man zu viele gleichzeitig stellt, haben wir dann noch genug Power/Physis auf dem Feld, vor der sich ein Gegner fürchten muss?

Das ging mir letzte Saison schon durch den Kopf, wurde aber jetzt durch die WM nochmal bestärkt…Argentinien, Spanien, Frankreich, England haben unfassbare Laufmaschinen im Kader, auch einige der afrikanischen Mannschaften haben mir da sehr imponiert…was die an Kilometern gelaufen sind und in welchem Tempo sie umgeschaltet haben (nach hinten so wie nach vorne), das war beeindruckend und das hat mich sehr stark an das erinnert, was wir über Jahre gezeigt haben…wir waren unserer Zeit da teilweise voraus, was neben dem fantastischen Scouting ein Hauptgrund dafür war, warum wir so erfolgreich waren. Und nun haben wir das so ein wenig zurückgedreht und sind in meinen Augen zu sehr weggegangen von den oben beschriebenen Attributen (hat mich auch ein stückweit an unsere Nationalmannschaft erinnert, die auch eher über Technik kommen wollte, die entscheidenden Zweikämpfe dabei jedoch verlor).

Es wird spannend zu sehen sein, wie das kommende Saison aussieht und worauf die Schwerpunkte gelegt werden.

Freue mich auf die kommenden Monate, wir haben spannende Spieler aber nun geht es darum, den Kader so abzurunden ( Stabile Achse, Tempo, Durchsetzungsvermögen, Führungsspieler), dass das Puzzle wieder so zusammenpasst und jeder wieder (nah) an sein Limit kommen kann.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 9. Adlersieg 27. Juli 26, 15:28 Uhr Zitat - Olga Hallo in die Runde, nach einer turbulenten letzten Saison kam die WM, nach der WM nun die Vorbereitung und schon bald geht es in die neue Saison… Viel Fußball, vielleicht gar nicht so verkehrt in diesen denkwürdigen Zeiten um sich etwas abzulenken. Die vergangene Saison war nicht sonderlich gut, richtig schlecht war sie auch nicht unbedingt…es war irgendwas dazwischen, zufrieden sind damit die wenigsten, denn zum ersten Mal seit zehn Jahren haben wir nicht mehr so effektiv und effizient gearbeitet, wie gewohnt. Das muss aber eben auch mal drin sein, denn niemand ist fehlerlos und jetzt geht es darum die Themen anzupassen, die letzte Saison nicht so rund liefen. Auf den Pfad der Effizienz zurückzukehren ist für uns jedoch am Ende elementar, da wir aus weniger (als der ein oder andere Konkurrent) viel machen müssen, um die Position vorderes Mittelfeld bis weiter oben halten zu können. Und das ist wiederum wichtig um den Abstand nach hinten (Abstiegszone) halten zu können. Nach dem wir vergangene Saison nun drei Trainer auf der Bank hatten, die unterschiedlicher nicht sein können, finde ich es gut, dass Adi nun wieder da ist. Er hat eine klare und geradlinige Art zu kommunizieren so wie spielen zu lassen und hieran können sich die Spieler wieder Selbstvertrauen und Selbstverständnis zurückholen. Im wie weit der Kader passt, ist schwer zu beurteilen. Ich denke, dass letzte Saison sehr viele Spieler Luft nach oben hatten. Oder sagen wir es anders, hätte jeder sein Leistungslimit erreicht, dann wäre die Saison anders gelaufen. Die Frage die sich mir stellt ist folgende…Haben viele Spieler das Limit nicht erreicht, weil die Trainer es nicht vermitteln konnten oder liegt es daran, dass die Mannschaft/der Kader in der aktuellen Zusammensetzung nicht so ganz zusammenpasst. Was meine ich damit? Wir haben über Jahre eine ähnliche Art Fußball gespielt. Tempo, Dynamik, Durchsetzungsvermögen, Physis waren hierbei zentral. Nun sind wir davon in meinen etwas abgekommen, haben statt der sieben, acht brutal schnellen Spieler jetzt eher viele „Fußballer“… Doan, Jupp, Larsson, Chaibi, Götze, Uzun um nur mal ein paar zu nennen. Jeder dieser Spieler ist für sich genommen ein guter Kicker. Aber die Frage die ich mir stelle ist, wenn man zu viele gleichzeitig stellt, haben wir dann noch genug Power/Physis auf dem Feld, vor der sich ein Gegner fürchten muss? Das ging mir letzte Saison schon durch den Kopf, wurde aber jetzt durch die WM nochmal bestärkt…Argentinien, Spanien, Frankreich, England haben unfassbare Laufmaschinen im Kader, auch einige der afrikanischen Mannschaften haben mir da sehr imponiert…was die an Kilometern gelaufen sind und in welchem Tempo sie umgeschaltet haben (nach hinten so wie nach vorne), das war beeindruckend und das hat mich sehr stark an das erinnert, was wir über Jahre gezeigt haben…wir waren unserer Zeit da teilweise voraus, was neben dem fantastischen Scouting ein Hauptgrund dafür war, warum wir so erfolgreich waren. Und nun haben wir das so ein wenig zurückgedreht und sind in meinen Augen zu sehr weggegangen von den oben beschriebenen Attributen (hat mich auch ein stückweit an unsere Nationalmannschaft erinnert, die auch eher über Technik kommen wollte, die entscheidenden Zweikämpfe dabei jedoch verlor). Es wird spannend zu sehen sein, wie das kommende Saison aussieht und worauf die Schwerpunkte gelegt werden. Freue mich auf die kommenden Monate, wir haben spannende Spieler aber nun geht es darum, den Kader so abzurunden ( Stabile Achse, Tempo, Durchsetzungsvermögen, Führungsspieler), dass das Puzzle wieder so zusammenpasst und jeder wieder (nah) an sein Limit kommen kann. Path

Ich glaube schon, dass wir die Spieler für das System Hütter haben. Knauf, Collins und Bahoya sind pfeilschnell (bei Younes und Jupp weiß ich es nicht). Burghardt ist auch nicht langsam. Also das passt schon.
Wichtig ist, und das hat man bei den Testspielen schon klar gesehen, dass wir mit dem Ballgeschiebe aufhören. Das hat bei uns letzte Saison nicht geklappt und bei der Nati bei der WM auch nicht.

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Fallback Avatar 10. knorzkopp 27. Juli 26, 15:32 Uhr Zitat - Olga Hallo in die Runde, nach einer turbulenten letzten Saison kam die WM, nach der WM nun die Vorbereitung und schon bald geht es in die neue Saison… Viel Fußball, vielleicht gar nicht so verkehrt in diesen denkwürdigen Zeiten um sich etwas abzulenken. Die vergangene Saison war nicht sonderlich gut, richtig schlecht war sie auch nicht unbedingt…es war irgendwas dazwischen, zufrieden sind damit die wenigsten, denn zum ersten Mal seit zehn Jahren haben wir nicht mehr so effektiv und effizient gearbeitet, wie gewohnt. Das muss aber eben auch mal drin sein, denn niemand ist fehlerlos und jetzt geht es darum die Themen anzupassen, die letzte Saison nicht so rund liefen. Auf den Pfad der Effizienz zurückzukehren ist für uns jedoch am Ende elementar, da wir aus weniger (als der ein oder andere Konkurrent) viel machen müssen, um die Position vorderes Mittelfeld bis weiter oben halten zu können. Und das ist wiederum wichtig um den Abstand nach hinten (Abstiegszone) halten zu können. Nach dem wir vergangene Saison nun drei Trainer auf der Bank hatten, die unterschiedlicher nicht sein können, finde ich es gut, dass Adi nun wieder da ist. Er hat eine klare und geradlinige Art zu kommunizieren so wie spielen zu lassen und hieran können sich die Spieler wieder Selbstvertrauen und Selbstverständnis zurückholen. Im wie weit der Kader passt, ist schwer zu beurteilen. Ich denke, dass letzte Saison sehr viele Spieler Luft nach oben hatten. Oder sagen wir es anders, hätte jeder sein Leistungslimit erreicht, dann wäre die Saison anders gelaufen. Die Frage die sich mir stellt ist folgende…Haben viele Spieler das Limit nicht erreicht, weil die Trainer es nicht vermitteln konnten oder liegt es daran, dass die Mannschaft/der Kader in der aktuellen Zusammensetzung nicht so ganz zusammenpasst. Was meine ich damit? Wir haben über Jahre eine ähnliche Art Fußball gespielt. Tempo, Dynamik, Durchsetzungsvermögen, Physis waren hierbei zentral. Nun sind wir davon in meinen etwas abgekommen, haben statt der sieben, acht brutal schnellen Spieler jetzt eher viele „Fußballer“… Doan, Jupp, Larsson, Chaibi, Götze, Uzun um nur mal ein paar zu nennen. Jeder dieser Spieler ist für sich genommen ein guter Kicker. Aber die Frage die ich mir stelle ist, wenn man zu viele gleichzeitig stellt, haben wir dann noch genug Power/Physis auf dem Feld, vor der sich ein Gegner fürchten muss? Das ging mir letzte Saison schon durch den Kopf, wurde aber jetzt durch die WM nochmal bestärkt…Argentinien, Spanien, Frankreich, England haben unfassbare Laufmaschinen im Kader, auch einige der afrikanischen Mannschaften haben mir da sehr imponiert…was die an Kilometern gelaufen sind und in welchem Tempo sie umgeschaltet haben (nach hinten so wie nach vorne), das war beeindruckend und das hat mich sehr stark an das erinnert, was wir über Jahre gezeigt haben…wir waren unserer Zeit da teilweise voraus, was neben dem fantastischen Scouting ein Hauptgrund dafür war, warum wir so erfolgreich waren. Und nun haben wir das so ein wenig zurückgedreht und sind in meinen Augen zu sehr weggegangen von den oben beschriebenen Attributen (hat mich auch ein stückweit an unsere Nationalmannschaft erinnert, die auch eher über Technik kommen wollte, die entscheidenden Zweikämpfe dabei jedoch verlor). Es wird spannend zu sehen sein, wie das kommende Saison aussieht und worauf die Schwerpunkte gelegt werden. Freue mich auf die kommenden Monate, wir haben spannende Spieler aber nun geht es darum, den Kader so abzurunden ( Stabile Achse, Tempo, Durchsetzungsvermögen, Führungsspieler), dass das Puzzle wieder so zusammenpasst und jeder wieder (nah) an sein Limit kommen kann. Path

Schön mal wieder von dir etwas zu lesen.

Zu dem veränderten Spielstil in der letzten Saison gibt es einen Grund. Die "alte" Taktik hatte zuletzt nicht mehr so ganz funktioniert. Vielfach wurde treffend geschrieben, dass wir taktisch "ausgelesen" sind. Unsere Gegner haben sich oft hinten reingestellt, uns den Ball überlassen und auf Konter gesetzt. Das führte dazu, dass wir zu oft in einer dichten Abwehr hängen geblieben sind. Daher kam der Wunsch nach Spielern die technisch gut sind und sich da durchdribbeln.

Die Defensivtaktik haben bei der WM auch einige der "kleinen" Mannschaft mit Erfolg praktiziert. Wenn man sich den Weltmeister Spanien ansieht, die hatten da auch so ihre Schwierigkeiten. Letzendlich haben sie die WM gewonnen weil sie unfassbar stabil in der Defensive waren, auch schon im Mittelfeld vieles abgefangen haben. Offensiv haben sie auf die individuellen technischen Fähigkeiten gesetzt ohne dabei im Strafraum einen Knipser zu haben.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 11. eldelabeha 27. Juli 26, 16:31 Uhr

Hi Olga, lange nicht mehr von dir gelesen.

@knorzkopp hat schon vieles richtig beschrieben.

Ich glaube die Wahl von Toppmöller hatte zwei Gründe:
Glasner hatte einen sehr eigenen Kopf und spätestens nach der Kamada-Geschichte war die Vertrauensbasis zwischen Krösche und Glasner zerstört und der Abgang früher oder später unausweichlich.
Krösche wollte dann einen Trainer, der sich auf das Tagesgeschäft konzentriert und ihm nicht in die Transfers reinredet.
Außerdem brauchte er einen Trainer, der das Entwickeln von jungen Spielern als eine der Hauptaufgaben akzeptiert, besser noch, Spaß daran hat.

Spätestens nach den Abgängen von Marmoush und Ekitiké war klar, dass wir den Konterfußball nicht mehr weiterführen konnten. Uns fehlten die krassen Unterschiedspieler und wir waren schon lange nicht mehr die Underdogs, die die Gegner locken konnten.
Also würde konsequent bei den Transfers und in der Vorbereitung darauf gesetzt, den Gegner unter Druck zu setzen, hoch zu pressen und spielerisch zu Lösungen zu kommen.
Ein bisschen Spanien light. Dafür fehlte uns aber besonders in der Zentrale ein herausragender Regisseur wie Rodri, der bereits bei Ballbesitz potentielle Lücken im Auge behält und intelligente Spieler wie Cucurella oder Cubasi, die früh sehen, wenn sie ihre Position verlassen können oder sogar müssen.
Das hat in den ersten Spielen auch gut funktioniert und dann haben die ersten starken Gegner gezeigt, wie einfach man uns überrollen kann, weil die Abstände überhaupt nicht passen.

Umsteuern konnte man nicht mehr. Das Transferfenster war zu, die Vorbereitung vorbei und durchgängig englische Wochen.
Es fehlten Spieler wie Rode oder Abraham, die die Mannschaft führen konnten.
Schmidt/Meier und Riera haben zwar keine gute Arbeit geleistet, aber sie hatten auch kaum eine Chance.

Trotzdem bin ich froh, dass Hütter da ist. Die Stimmung in der Mannschaft scheint hervorragend zu sein, die Journalisten sind überwiegend positiv und Hütter hat einen Großteil der Fans direkt auf seine Seite gezogen.
Das ist gerade für den Start immens wichtig, weil nicht alles klappen wird und es dann darauf ankommt, dass die Jungs den Glauben nicht verlieren.

Wie das ganze dann aussieht, wenn es losgeht, müssen wir sehen. Finden wir Lösungen gegen Gegner, die sich hinten reinstellen? Wie gehen wir damit um, wenn sich Mannschaften aus unserem Pressing befreien und dann viel Rasen vor sich haben?
Auf jeden Fall brauchen dringend noch eine Toplösung fürs DM (Onyedika) und einen schnellen, taktisch guten IV.

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Fallback Avatar 12. Olga 27. Juli 26, 18:27 Uhr

Hallo Knorzkopp,
hallo elde,

danke für eure Antworten,
grundsätzlich teile ich eure Ansichten, nur einen „kleinen“ Einwand oder vielmehr eine Ergänzung…

Dass wir unser Spiel weiterentwickeln mussten, ist richtig, mir kommt es halt so vor, dass das System nicht ergänzt, sondern komplett umgekrempelt worden ist…wir also von Schwarz zu Weiß gegangen sind.

Den Fußball zu verfeinern, wurde durchaus schon länger versucht. „Spielerische Lösungen“ gegen tiefstehende Gegner hieß es. Erfolgreich waren wir im Grunde genommen aber immer dann, wenn wir zu den einfachen Fußball zurückkehrten, den wir über Jahre einstudiert hatten.

Sicher, das System war auf die „Raketen“ vorne ausgelegt und genau das ist es was ich meine.

Wir haben, anders als in den Jahren zuvor, doch recht viele Spieler die nicht mehr das ganz große Tempo haben. In den Temporankings der Liga hatten wir unter den ersten 15-20 Spieler nicht selten, 6,7 Spieler präsent…und danach auch noch einige mit hohlen Tempo.

Ich habe mir vor drei, vier Wochen mal das Ranking angesehen…im zentralen Mittelfeld sind sind wir wirklich sehr langsam besetzt mit um die 31-32 km/h, Chaibi, Hojlund kommen mit ca 33 km/h.
Wirklich schnell sind:

Knauff
Bahoya
Collins
(Das müsste es wenn ich es richtig in Erinnerung habe gewesen sein).

Das ist schon ein deutlicher „Bruch“ zu den erfolgreichen letzten Jahren.

Die Techniker überwiegen nun deutlich ggü. den schnellen…und da kommt es mir persönlich auf das Verhältnis an und ich habe den Eindruck, dass man unbewusst zu sehr auf den Weg „Fußballer“ gesetzt hat und dabei möglicherweise den Rettungsanker, der uns über Jahre gut zu Gesicht stand, vergessen hat. Dieser ist das Tempo, der einen auch dann gefährlich machte, wenn das Spiel mal nicht lief, da man dann schnell kontern konnte, wodurch uns der Gegner immer fürchten musste.

Ich sage es auch deutlich…Ich bin keiner der die letzte Saison großartig kritisiert, überlege nur, was man anders gemacht hat als zuvor und warum das Verhältnis Aufwand/Ertrag nicht so gut war wie in den Jahren zuvor.

Wenn wir das Spiel mit vielen Technikern betreiben möchten, dann geht das nur, wenn die Laufwege stimmen (siehe die Spanier). Und schaut euch mal bei Gelegenheit die Highlights des Spiels Eintracht - Trabzon an…da ist es eklatant und da kann man es super erkennen (Thema Spiel ohne Ball).

Vor dem Elfmeter, der zum 2 zu 0 führte hat zunächst Hojlund den Ball und gibt ihn Links zu Larsson. Statt hinter dem Ball herzugehen um für Anspielstation und Überzahlsituation in Ballnähe zu sorgen, bleibt er nach Abspiel stehen. Larsson nimmt das Leder an und gibt es weiter nach links (weiß nicht mehr zu wem) statt hinterherzugehen um anspielbar zu sein, bleibt er stehen und geht sogar ein, zwei Schritte weg vom Ball. Der Ball wird dann durch Uzun und Burkardt schön nach vorne gespielt und dann kommt es zum Elfer. Worauf ich hinaus möchte, schaut mal an wie weit Larsson und Hojlund als zentrale MFs vom Ball entfernt sind als dieser vorne im 16er ist…keine Chance mehr einzugreifen und wenn es keinen Elfer gibt und in der Liga gehen die Verteidiger anders hin, dann muss Uzun abdrehen und zurückspielen, da vorne Unterzahl ist.

Und das meine ich damit, wenn man dieses Spiel spielen möchte, dann muss man spanisch spielen. Ein Fabian, Rodri, Olmo gehen hinter dem abgespielten ball her, sind anspielbar und öffnen Räume für andere. Wir machen das nicht und daher ist das Kleinklein (nicht despektierlich gemeint) ein Ansatz der nicht nur schnell verpufft, sondern auch anfällig für Konter ist.

Das ist in meinen Augen ein zentrales Thema zur neuen Saison.

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Fallback Avatar 13. knorzkopp 27. Juli 26, 19:03 Uhr

Generell bin ich bei dir olga, dass es mit dem tikitaka nicht hinhaut. Der Ballbesitzfussball hat sich überholt. Für jede Taktik gibt es irgendwann eine adäquate Antworten.

Schnelle Spieler sind im Übrigen ausser den von dir genannten noch Brown 35,78 km/h (jetzt halt nicht mehr bei uns), Burkhardt 34,75 km/h und Ebnoutalib mit 34,8 km/h.

Insgesamt hat es letzte Saison u.a. an der Aggressivität in den Zweikämpfen und den Abständen zueinander gefehlt. Wie geschrieben u.a. ..., natürlich gab es noch eine Vielzahl anderer Punkte die in der Summe einfach zuviel waren.

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Fallback Avatar 14. holzbeincharly 27. Juli 26, 19:11 Uhr Zitat - eldelabeha Hi Olga, lange nicht mehr von dir gelesen. @knorzkopp hat schon vieles richtig beschrieben. Ich glaube die Wahl von Toppmöller hatte zwei Gründe: Glasner hatte einen sehr eigenen Kopf und spätestens nach der Kamada-Geschichte war die Vertrauensbasis zwischen Krösche und Glasner zerstört und der Abgang früher oder später unausweichlich. Krösche wollte dann einen Trainer, der sich auf das Tagesgeschäft konzentriert und ihm nicht in die Transfers reinredet. Außerdem brauchte er einen Trainer, der das Entwickeln von jungen Spielern als eine der Hauptaufgaben akzeptiert, besser noch, Spaß daran hat. Spätestens nach den Abgängen von Marmoush und Ekitiké war klar, dass wir den Konterfußball nicht mehr weiterführen konnten. Uns fehlten die krassen Unterschiedspieler und wir waren schon lange nicht mehr die Underdogs, die die Gegner locken konnten. Also würde konsequent bei den Transfers und in der Vorbereitung darauf gesetzt, den Gegner unter Druck zu setzen, hoch zu pressen und spielerisch zu Lösungen zu kommen. Ein bisschen Spanien light. Dafür fehlte uns aber besonders in der Zentrale ein herausragender Regisseur wie Rodri, der bereits bei Ballbesitz potentielle Lücken im Auge behält und intelligente Spieler wie Cucurella oder Cubasi, die früh sehen, wenn sie ihre Position verlassen können oder sogar müssen. Das hat in den ersten Spielen auch gut funktioniert und dann haben die ersten starken Gegner gezeigt, wie einfach man uns überrollen kann, weil die Abstände überhaupt nicht passen. Umsteuern konnte man nicht mehr. Das Transferfenster war zu, die Vorbereitung vorbei und durchgängig englische Wochen. Es fehlten Spieler wie Rode oder Abraham, die die Mannschaft führen konnten. Schmidt/Meier und Riera haben zwar keine gute Arbeit geleistet, aber sie hatten auch kaum eine Chance. Trotzdem bin ich froh, dass Hütter da ist. Die Stimmung in der Mannschaft scheint hervorragend zu sein, die Journalisten sind überwiegend positiv und Hütter hat einen Großteil der Fans direkt auf seine Seite gezogen. Das ist gerade für den Start immens wichtig, weil nicht alles klappen wird und es dann darauf ankommt, dass die Jungs den Glauben nicht verlieren. Wie das ganze dann aussieht, wenn es losgeht, müssen wir sehen. Finden wir Lösungen gegen Gegner, die sich hinten reinstellen? Wie gehen wir damit um, wenn sich Mannschaften aus unserem Pressing befreien und dann viel Rasen vor sich haben? Auf jeden Fall brauchen dringend noch eine Toplösung fürs DM (Onyedika) und einen schnellen, taktisch guten IV. Path

Auhja, gute Idee, Rodri zur Eintracht.

Welcome Olga! Wir haben dich ein bisschen vermisst

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Fallback Avatar 15. Olga 27. Juli 26, 19:39 Uhr

Danke holzbeincharly :)

Hast Recht Knorzkopp, Brown hatte ich vergessen, zudem ist Ebnoutalib bei Elversberg (glaube ich) schon mit über 35 km/h geblitzt worden :).

Burkardt bringt ein ordentliches Tempo mit, das ist schon ok, wenngleich jetzt nicht so, dass man ihn damit schicken kann und er dann weg ist.

In dem Sinne einen schönen Abend in die Runde

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 16. eldelabeha 27. Juli 26, 20:31 Uhr Zitat - Olga Hallo Knorzkopp, hallo elde, danke für eure Antworten, grundsätzlich teile ich eure Ansichten, nur einen „kleinen“ Einwand oder vielmehr eine Ergänzung… Dass wir unser Spiel weiterentwickeln mussten, ist richtig, mir kommt es halt so vor, dass das System nicht ergänzt, sondern komplett umgekrempelt worden ist…wir also von Schwarz zu Weiß gegangen sind. Den Fußball zu verfeinern, wurde durchaus schon länger versucht. „Spielerische Lösungen“ gegen tiefstehende Gegner hieß es. Erfolgreich waren wir im Grunde genommen aber immer dann, wenn wir zu den einfachen Fußball zurückkehrten, den wir über Jahre einstudiert hatten. Sicher, das System war auf die „Raketen“ vorne ausgelegt und genau das ist es was ich meine. Wir haben, anders als in den Jahren zuvor, doch recht viele Spieler die nicht mehr das ganz große Tempo haben. In den Temporankings der Liga hatten wir unter den ersten 15-20 Spieler nicht selten, 6,7 Spieler präsent…und danach auch noch einige mit hohlen Tempo. Ich habe mir vor drei, vier Wochen mal das Ranking angesehen…im zentralen Mittelfeld sind sind wir wirklich sehr langsam besetzt mit um die 31-32 km/h, Chaibi, Hojlund kommen mit ca 33 km/h. Wirklich schnell sind: Knauff Bahoya Collins (Das müsste es wenn ich es richtig in Erinnerung habe gewesen sein). Das ist schon ein deutlicher „Bruch“ zu den erfolgreichen letzten Jahren. Die Techniker überwiegen nun deutlich ggü. den schnellen…und da kommt es mir persönlich auf das Verhältnis an und ich habe den Eindruck, dass man unbewusst zu sehr auf den Weg „Fußballer“ gesetzt hat und dabei möglicherweise den Rettungsanker, der uns über Jahre gut zu Gesicht stand, vergessen hat. Dieser ist das Tempo, der einen auch dann gefährlich machte, wenn das Spiel mal nicht lief, da man dann schnell kontern konnte, wodurch uns der Gegner immer fürchten musste. Ich sage es auch deutlich…Ich bin keiner der die letzte Saison großartig kritisiert, überlege nur, was man anders gemacht hat als zuvor und warum das Verhältnis Aufwand/Ertrag nicht so gut war wie in den Jahren zuvor. Wenn wir das Spiel mit vielen Technikern betreiben möchten, dann geht das nur, wenn die Laufwege stimmen (siehe die Spanier). Und schaut euch mal bei Gelegenheit die Highlights des Spiels Eintracht - Trabzon an…da ist es eklatant und da kann man es super erkennen (Thema Spiel ohne Ball). Vor dem Elfmeter, der zum 2 zu 0 führte hat zunächst Hojlund den Ball und gibt ihn Links zu Larsson. Statt hinter dem Ball herzugehen um für Anspielstation und Überzahlsituation in Ballnähe zu sorgen, bleibt er nach Abspiel stehen. Larsson nimmt das Leder an und gibt es weiter nach links (weiß nicht mehr zu wem) statt hinterherzugehen um anspielbar zu sein, bleibt er stehen und geht sogar ein, zwei Schritte weg vom Ball. Der Ball wird dann durch Uzun und Burkardt schön nach vorne gespielt und dann kommt es zum Elfer. Worauf ich hinaus möchte, schaut mal an wie weit Larsson und Hojlund als zentrale MFs vom Ball entfernt sind als dieser vorne im 16er ist…keine Chance mehr einzugreifen und wenn es keinen Elfer gibt und in der Liga gehen die Verteidiger anders hin, dann muss Uzun abdrehen und zurückspielen, da vorne Unterzahl ist. Und das meine ich damit, wenn man dieses Spiel spielen möchte, dann muss man spanisch spielen. Ein Fabian, Rodri, Olmo gehen hinter dem abgespielten ball her, sind anspielbar und öffnen Räume für andere. Wir machen das nicht und daher ist das Kleinklein (nicht despektierlich gemeint) ein Ansatz der nicht nur schnell verpufft, sondern auch anfällig für Konter ist. Das ist in meinen Augen ein zentrales Thema zur neuen Saison. Path

Ich wollte gar nicht beurteilen, wie sinnvoll es war, unser Spielsystem weiterzuentwickeln.
Ich bin nur auf deine Frage eingegangen, ob es daran lag, dass die Mannschaft ihr Limit nicht erreicht hat oder die Mannschaft nicht gut zusammengestellt war.

Beides ist meines Erachtens nicht der Hauptgrund, sondern dass man in der Sommerpause der kolossalen Fehleinschätzung unterlegen ist, man könnte mit dem Kader o.g. Spiel aufziehen.

Hätte man sich früh genug darauf vorbereitet (oder erkannt), dass das nicht klappt und einen Plan B in der Tasche gehabt, wäre mit dem Kader durchaus mehr drin gewesen.

Man wähnte sich einfach schon weiter, wollte sich fest im ersten Drittel der Liga positionieren.
Das werfe ich den Verantwortlichen ja noch nicht mal wirklich vor - quasi alle Fußballexperten haben uns eine starke Saison vorhergesagt. Wir waren in fast allen Prognosen unter den ersten Vier und nicht wenige haben uns sogar Platz 2 zugetraut.
Krösche sind eventuell auch die Transfers von RKM, Marmoush und Ekitiké zu Kopf gestiegen und er hat sich zu sehr darauf verlassen, dass sich das wiederholt und nun Wahi, Uzun, Bahoya durchstarten.
Und auch Toppi hat sich vermutlich überschätzt, nachdem er einen passablen LA und einen unfitten Rohdiamanten zu den gefragtesten MS Europas gemacht hat.

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Fallback Avatar 17. Olga 27. Juli 26, 20:48 Uhr

Guter Punkt, elde!

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Fallback Avatar 18. derbysieger59 28. Juli 26, 00:39 Uhr

Welcome back Olga !!!

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Fallback Avatar 19. der eine 28. Juli 26, 08:00 Uhr Zitat - eldelabeha Woher weißt du denn, dass er zu uns gekommen wäre? Vielleicht hatte er keine Lust auf ein Duell oder Frankfurt, vielleicht wollte er international spielen. Kaum zu glauben, aber nicht alle, die wir anfragen, wollen zu uns. Path

Das ist mir auch klar. Bin ja net bleed.
Awwer mer hätt ja was versuche kenne....

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Fallback Avatar 20. culo blanco 28. Juli 26, 09:18 Uhr Zitat - Olga Hallo Knorzkopp, hallo elde, danke für eure Antworten, grundsätzlich teile ich eure Ansichten, nur einen „kleinen“ Einwand oder vielmehr eine Ergänzung… Dass wir unser Spiel weiterentwickeln mussten, ist richtig, mir kommt es halt so vor, dass das System nicht ergänzt, sondern komplett umgekrempelt worden ist…wir also von Schwarz zu Weiß gegangen sind. Den Fußball zu verfeinern, wurde durchaus schon länger versucht. „Spielerische Lösungen“ gegen tiefstehende Gegner hieß es. Erfolgreich waren wir im Grunde genommen aber immer dann, wenn wir zu den einfachen Fußball zurückkehrten, den wir über Jahre einstudiert hatten. Sicher, das System war auf die „Raketen“ vorne ausgelegt und genau das ist es was ich meine. Wir haben, anders als in den Jahren zuvor, doch recht viele Spieler die nicht mehr das ganz große Tempo haben. In den Temporankings der Liga hatten wir unter den ersten 15-20 Spieler nicht selten, 6,7 Spieler präsent…und danach auch noch einige mit hohlen Tempo. Ich habe mir vor drei, vier Wochen mal das Ranking angesehen…im zentralen Mittelfeld sind sind wir wirklich sehr langsam besetzt mit um die 31-32 km/h, Chaibi, Hojlund kommen mit ca 33 km/h. Wirklich schnell sind: Knauff Bahoya Collins (Das müsste es wenn ich es richtig in Erinnerung habe gewesen sein). Das ist schon ein deutlicher „Bruch“ zu den erfolgreichen letzten Jahren. Die Techniker überwiegen nun deutlich ggü. den schnellen…und da kommt es mir persönlich auf das Verhältnis an und ich habe den Eindruck, dass man unbewusst zu sehr auf den Weg „Fußballer“ gesetzt hat und dabei möglicherweise den Rettungsanker, der uns über Jahre gut zu Gesicht stand, vergessen hat. Dieser ist das Tempo, der einen auch dann gefährlich machte, wenn das Spiel mal nicht lief, da man dann schnell kontern konnte, wodurch uns der Gegner immer fürchten musste. Ich sage es auch deutlich…Ich bin keiner der die letzte Saison großartig kritisiert, überlege nur, was man anders gemacht hat als zuvor und warum das Verhältnis Aufwand/Ertrag nicht so gut war wie in den Jahren zuvor. Wenn wir das Spiel mit vielen Technikern betreiben möchten, dann geht das nur, wenn die Laufwege stimmen (siehe die Spanier). Und schaut euch mal bei Gelegenheit die Highlights des Spiels Eintracht - Trabzon an…da ist es eklatant und da kann man es super erkennen (Thema Spiel ohne Ball). Vor dem Elfmeter, der zum 2 zu 0 führte hat zunächst Hojlund den Ball und gibt ihn Links zu Larsson. Statt hinter dem Ball herzugehen um für Anspielstation und Überzahlsituation in Ballnähe zu sorgen, bleibt er nach Abspiel stehen. Larsson nimmt das Leder an und gibt es weiter nach links (weiß nicht mehr zu wem) statt hinterherzugehen um anspielbar zu sein, bleibt er stehen und geht sogar ein, zwei Schritte weg vom Ball. Der Ball wird dann durch Uzun und Burkardt schön nach vorne gespielt und dann kommt es zum Elfer. Worauf ich hinaus möchte, schaut mal an wie weit Larsson und Hojlund als zentrale MFs vom Ball entfernt sind als dieser vorne im 16er ist…keine Chance mehr einzugreifen und wenn es keinen Elfer gibt und in der Liga gehen die Verteidiger anders hin, dann muss Uzun abdrehen und zurückspielen, da vorne Unterzahl ist. Und das meine ich damit, wenn man dieses Spiel spielen möchte, dann muss man spanisch spielen. Ein Fabian, Rodri, Olmo gehen hinter dem abgespielten ball her, sind anspielbar und öffnen Räume für andere. Wir machen das nicht und daher ist das Kleinklein (nicht despektierlich gemeint) ein Ansatz der nicht nur schnell verpufft, sondern auch anfällig für Konter ist. Das ist in meinen Augen ein zentrales Thema zur neuen Saison. Path

Dein Punkt, dass die Laufwege stimmen müssen ist absolut richtig, das ist auch das, was bei Spanien eben so traumwandlerisch funktioniert. Das Problem war allerdings bei uns nochmal stärker, weil diese eben gar nicht mehr gemacht wurden, daher dann auch dieses Ballgeschiebe.

Im Spiel gegen Union hatte ich wie viele andere auch die Hoffnung, dass sich das unter Riera ändert, weil vor allem mit Höjlund und Amenda (!) 2 Spieler, die vorher keine Rolle gespielt hatten, sich immer wieder zwischen den Ketten bewegt haben und mit einem Kontakt gespielt haben.

Dass das dann wieder immer weniger wurde, hab ich überhaupt nicht verstanden und ich glaube, Riera auch nicht - abgesehen von allem anderen, was er so fabriziert hat.

Das Beispiel aus dem Trabzon-Spiel will ich nicht zu hoch hängen, ich hoffe nur, dass das nicht wieder daran liegt, dass die 6er in Adis System wieder nur 6er sein sollen und der Weg zum Strafraum zu weit ist.

Aber die ständige Anspielbarkeit und direktes Spiel, weil jeder die Laufwege des anderen kennt und immer mindestens 2 Optionen hat, ist für mich das A und O im Fußball und das hat letzte Saison gefehlt. Ich denke, da verstehen wir uns.

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