Langsam aber sicher ist der Endspurt der Bundesliga-Saison 2025/26 angebrochen und die Frankfurter Eintracht treibt allmählich die Planungen für den kommenden Sommer voran. Mit der Vertragsverlängerung von Mario Götze bis 2027 wird die SGE aller Voraussicht nach Nägel mit Köpfen machen. Auf der Gegenseite möchte der Tabellensiebte Spieler, die nicht über die Rolle des Reservisten hinauskommen, von der Payroll bekommen. Dazu zählt Routinier Mo Dahoud, der laut der „Bild“ ein Jahresgehalt von ca. 2,5 Millionen Euro einstreicht. Der Vertrag des zentralen Mittelfeldspielers läuft nur noch bis zum 30. Juni 2026, und wie aus einem „X“-Post von „Sky“-Experte Florian Plettenberg hervorgeht, wird dieser nicht verlängert. Demnach werden die Eintracht und Dahoud im kommenden Sommer getrennte Wege gehen. Eine Ablöse wird für den hessischen Bundesligisten logischerweise nicht herausspringen. Angesichts der Tatsache, dass Sportvorstand Markus Krösche trotz Vertrag bis 2027 den Deutsch-Syrer im Sommer 2024 zum Nulltarif aus Brighton loseiste, ist das aus Frankfurter Sicht nicht dramatisch. Kein Plus- aber auch kein Minusgeschäft. Bereits im vergangenen Winter bahnte sich ein Abgang an, nachdem Dahoud sportlich meistens eine untergeordnete Rolle gespielt hatte. Wirklich warm ist der Rechtsfuß nie mit der SGE geworden. In seiner Debütsaison setzte Ex-Trainer Dino Toppmöller nach anfänglichen regelmäßigen Einsätzen kein einziges Mal auf den ehemaligen Dortmunder, Gladbacher und Stuttgarter.
In der aktuellen Spielzeit mutierte er kurzeitig von Bankwärmer zu einer wichtigen Größe, da temporär kaum Alternativen zur Verfügung standen. Farès Chaibi und Ellyes Skhiri waren beim Afrika-Cup unterwegs. Dahoud profitierte davon und steuerte in dieser kurzen Hochphase zwei Tore und eine Vorlage bei. Seit dem Trainerwechsel guckt Dahoud allerdings wieder in die Röhre, denn unter Albert Riera stand er in sieben Spielen nur dreimal auf dem Platz. Beim Riera-Debüt bei Union Berlin reichte es nur zu einem Kurzeinsatz, in den beiden darauffolgenden Partien gegen Borussia Mönchengladbach und den FC Bayern probierte der Spanier seinen Schützling zwangsläufig als Mittelstürmer respektive als falsche Neun aus, nachdem sich Arnaud Kalimuendo an der Schulter verletzt hatte und dem Coach die Angreifer ausgegangen waren. Wenig überraschend konnte sich Dahoud mit seiner neuen Rolle überhaupt nicht anfreunden und wirkte in beiden Begegnungen wie ein Fremdkörper. Im zentralen Mittelfeld, wo der gelernte Achter normalerweise beheimatet ist, ist kein Platz mehr. Riera schenkt lieber Hugo Larsson, Farès Chaibi, Ritsu Doan und Oscar Højlund das Vertrauen. Zuletzt stand sogar Dahoud beim Nachbarschaftsduell mit dem 1.FSV Mainz 05 nicht im Kader. Dahoud gehört damit zu den Verlieren unter dem Nachfolger von Toppmöller, dessen anstehender Abgang somit als einzige logische Konsequenz erscheint. Bei der Suche nach einem neuen Arbeitgeber muss sich Dahoud jedenfalls keine Sorgen machen. Laut Plettenberg liegen bereits Anfragen von mehreren Vereinen vor.






3 Kommentare
Völlig unverständlich... Besser als Chaibi, Larsson und Skhiri auf jeden Fall, gehaltstechnisch auf einem Niveau des reduzierten Götze Gehaltes - wobei er 3 Scorerpunkte aus dem DM hat, während Götze eine Reihe weiter vorne auf Null kommt.
Auch wieder so einer der kicken kann. Gefühlt ein besserer Backup als die Gesetzten.
Ich verstehe euren Punkt, aber mit 2,5 Mio. deutlich zu teuer für das was er liefert. Scheinbar läuft es ja sowieso auf den großen Umbruch im zentralen Mittelfeld hinaus - dazu gehört Dahoud dann jedenfalls dazu.
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