Frederik Rönnow konnte die Niederlage nicht verhindern. (Foto: imago images / Panoramic International)

Es war ein tragisches Ende für Eintracht Frankfurt – leider ohne Happy-End! Die Adler hatten die Riesen-Chance auf den Sieg gegen Standard Lüttich und damit verbunden das Überwintern in der UEFA Europa League. Doch Filip Kostic wurde zur tragischen Figur. Er, der zuvor per Freistoß zum Ausgleich getroffen hatte, vergab eine 100-prozentige Gelegenheit. Im Gegenzug traf Lüttichs Joker Lestienne zum späten 2:1-Sieg der Belgier. Nun muss die Eintracht ums Weiterkommen bangen.

Adi Hütter hatte Makoto Hasebe und André Silva von Beginn an aufs Feld geschickt. Für sie mussten Mijat Gacinovic und Evan N’Dicka weichen. Die Gesamt-Note der SGE4EVER.de-Nutzer betrug gegen Lüttich 3,63.

Die Spieler werden zukünftig in Noten-Kategorien eingeteilt. Die Leistungen innerhalb einer Kategorie sind von oben nach unten zu bewerten. Der erste Spieler einer Kategorie hatte das beste Gesamtergebnis, der letzte Spieler das Schlechteste innerhalb der Kategorie. Die Einzelnoten der über 260 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

– Spieler des Spiels – Frederik Rönnow: Der Däne hielt, was zu halten war. Die Niederlage in der Schlussminute konnte auch Rönnow nicht verhindern. Sonst packte er bei einem Amallah-Freistoß zu und war ein sicherer Rückhalt.

Sebastian Rode: Ging in Sachen Einsatz mal wieder vorneweg. Laifis‘ Foul am Frankfurter Mittelfeldmann hätte eigentlich mit Gelb-Rot geahndet werden müssen. Stattdessen zeigte der Referee dem falschen Lütticher Gelb.

Martin Hinteregger: Die hitzige Atmosphäre war genau das Richtige für den Österreicher. Ließ sich auch vom Pfeifkonzert der Fans nicht beirren. Defensiv stabil, in der Spieleröffnung passabel.

Filip Kostic: Die tragische Figur des Spiels. Der Serbe zimmerte einen Freistoß gekonnt ins Torwarteck zum Ausgleich. In der Schlussminute verpasste er den möglichen Siegtreffer – im Gegenzug klingelte es 19 Sekunden später im Frankfurter Gehäuse. Trotzdem immer wieder Aktivposten.

Gelson Fernandes: Machte seinem Ruf als Staubsauger vor der Abwehr alle Ehre. An ihm kommt Adi Hütter in dieser Verfassung schwerlich vorbei. Stand auch nach der bitteren Pleite in Interviews seinen Mann.

Djibril Sow: Der Schweizer agierte unauffällig, konnte nicht ganz an seine starken Auftritte zuletzt anknüpfen.

David Abraham: Ein passabler Auftritt des Capitanos. Beim späten Gegentor passte die Abstimmung mit Hasebe nicht.

Goncalo Paciencia: Der erstmals für die portugiesische Nationalelf nominierte beste Frankfurter Torjäger wurde immer wieder von seinen Teamkollegen gesucht. Doch zu selten kam Zählbares raus. Gefährlichste Aktion: ein Fernschuss nach 22 Minuten.

André Silva: Startelf-Comeback nach seiner Verletzungspause. Hätte nach 34 Minuten nach Sows Flanke durchaus per Kopf das 1:0 machen können. Ansonsten zu oft abgetaucht.

Danny da Costa: Der Außenverteidiger konnte nicht an seine starke Leistung gegen die Bayern anknüpfen. Offensiv kaum zu sehen, defensiv durch Amallah immer wieder in Bredouille.

Makoto Hasebe: Der japanische Routinier hatte nicht seinen besten Tag. In den Zweikämpfen unglücklich, beim späten Gegentor durch Lestienne wirkte er indisponiert.

Ohne Note eingewechselt: Daichi Kamada, Bas Dost und Timothy Chandler

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15 Kommentare

  1. Rönnow bei den Abschlägen fast immer von den Lüttichern unter Druck. Dadurch die Abschläge oft sehr unsicher und ins Aus. Für mich war nicht er sondern Hinti Man of the Match.

  2. Ich kann die Bewertung von Gelson Fernandes nicht nachvollziehen. Ja er ist fleissig und giftig , doch reicht das wirklich heute noch auf dem doch etwas gehobenen Anspruch der Eintracht.
    Wenn er doch mal den Ball hat gibt es bei ihm ausschließlich den Rückwärtsgang , kein einziger Pass jemals nach vorne und schnelles Spiel gleich garnicht. Als Integrationsfigur und Gesprächspartner sicher nicht zu ersetzen, doch fussballerisch stark limitiert und gerade im modernen Fussball braucht es einen spielstarken 6er.
    Nun aber Blick voraus nach Freiburg, wirklich nochmals zusammenreißen, großen Kampf abliefern und dann aber auch in der letzten Phase des Spiels hellwach bleiben.
    Forza SGE !

  3. „André Silva: Startelf-Comeback nach seiner Verletzungspause. Hätte nach 34 Minuten nach Sows Flanke durchaus per Kopf das 1:0 machen können. Ansonsten zu oft abgetaucht.“

    Machen können? Wohl eher müssen.

  4. @2
    Hat Fernandes seine Aufgabe erfüllt den anderen Spielern den Rücken frei zu halten?
    Ich würde sagen: ja!
    Hat Fernandes große Fehler gemacht?
    Ich würde sagen: nein!
    Warum willst du ihm nun die Rolle des kreativen Ballverteilers geben? Dafür sind bei uns Hase und Sow zuständig, mit Abstrichen noch Rode. Sow wurde daher zurecht schwächer bewertet.
    Rode wäre im Normalfall spielentscheidend gewesen, daher zurecht ne gute Bewertung.

    Fernandes spielt nicht nur 6er, sondern sichert notfalls auch Außen und oftmals in der IV ab. Natürlich wäre es besser, wenn er auch noch nen feines Füßchen hätte. Das wäre dann ein Typ Kanté und den können wir uns leider nicht leisten.
    Fernandes bekommt daher auch nur ganz selten ne 1 oder 2, dadurch rückt sich das im Vgl zu den Anderen wieder gerade.

  5. @1. nurdiesge99, man könnte meinen, du wärst mit dem Sprecher von dazn verwandt oder hättet euch abgesprochen.
    Der redet auch ständig sowas!
    Kann mich nicht an einen Schuss ins Aus erinnern und wenn, dann war es mal einer. Andernfalls kommen die in der Regel direkt zum Mann und das sogar besser als bei trapp.
    Außer er geht auf Kamada, der kann kein Kopfball annehmen 😉
    Also kein Stück nachvollziehbar.

    @3. NRW-Adler, wenn jede solch große Chance rein gehen würde, dann würde fast jedes Spiel zweistellig ausgehen 😉
    Also passt können besser als müssen.
    Messi und Ronaldo hätten schon über 1000 Tore und nicht nur paar hundert.

  6. @2. dieter, ich würde auch endlich gerne mal wieder den torro für ihn sehen.
    Kein Stück nachzuvollziehen, weshalb er noch nicht mal ein paar Minuten bekommt.
    Da würde ich sehr gerne mal den Grund für wissen. Auch wenn mal ein Spiel schlecht war ist das noch lange kein Grund ihn sooo aufs Abstellgleis zu schieben!
    Dann dürften einige auch nicht mehr gesetzt sein.

  7. Habe bei Ronnow es höchstens zweimal gesehen dass es direkt ins aus ging. Für mich ist Freddy genau so sicher wie Kevin. Beide Moppes Schuler , sehr ähnliche Spielweise.
    Dieter ja Gelson ist fussballerisch limitiert aber dennoch verdammt wichtig für uns. Ich schätze ihn sehr, Adi auch !!!

  8. Gelson hat uns leider das 0:1 gekostet. Sein Job war es den langen Pfosten zu denken. Allerdings stand er mittig im Tor. Was ging da in ihm vor?

    Rönnows Abschläge waren auch die letzten Spiele sehr unpräzise. Insgesamt kann man aber ein beruhigendes Gefühl haben, wenn er im Tor steht.

  9. Gelson für den Spielaufbau ist aber wirklich limitiert. Er rennt hinter, bietet sich an, bekommt den Ball, stoppt ihn und schiebt ihn zurück……wobei er für Ballannahme und Zurückspielen doch schon behäbig lange braucht. Bringt für mich in der Spielaufbausituation keinen positiven Effekt bzw. kreativen Überraschungsmoment. Als Defensivzerstörer jedoch schon gehobene Klasse. Glaube aber auch, dass z.B. Torro hier mit seiner Statur, Passicherheit, Laufleistung und Zweikampfführung gut reinpassen würde, zudem hat dieser auch für die Offensive sehr gute Qualitäten (strammer Schuss, kopfballstark bei Standards).

  10. @9 „Rönnows Abschläge waren auch die letzten Spiele sehr unpräzise“. Ihm gebe ich die wenigste Schuld.
    Wie sieht`s denn aus: Ganz häufig wird der Ball im eigenen Feld 5x hin und her und quer gespielt, dann gibt man den Ball zum Torwart zurück und der wird vom Gegenspieler angelaufen und hat keine Zeit einen präzisen Ball zu spielen. Das nervt mich schon länger. Dann könnte der Mittelfeldspieler den Ball doch lieber selbst nach vorne dreschen, das muss man doch nicht dem Torwart überlassen. Aber es sieht halt dann sch…e aus.

  11. @sashman & mikeaefer:
    Sind Eure Aussagen und „Forderungen“ bezüglich Torro lediglich hypothetisch, oder meint Ihr sie ernst??
    Fakt ist, dass Torro nicht mal für den Europa-League-Kader gemeldet ist………
    Dann kann auch kein Torro gebracht werden.

  12. Also ehrlich gesagt sehe ich beim 2:1 schon ne Chance für Rönnow da rauszukommen und wegzufausten. Die Bogenlampe war schon lange unterwegs…
    Ansonsten mag ich ihn wirklich aber er klebt zu sehr an der Linie

  13. @14 Adlermacht
    Yup, geb ich dir recht.
    Auch wenn er es nicht schafft den Ball wegzufausten kann er den Spieler unter Druck setzen und den Winkel verkürzen.
    Das sind diese Kleinigkeiten, die er bestimmt besser macht, wenn er mal über nen Zeitraum von 4-5 Monaten durchspielt. Dann kannst du den Raum viel besser einschätzen und gerade bei nem Keeper ist das immens wichtig.
    Neuer brauchte nach seiner Verletzung ca. nen Jahr bis er es wieder druff hatte.
    Kein Vorwurf an Rønnow von meiner Seite. Wenn er das nach nem halben Jahr Stammkeeper macht isses was Anderes.

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