Die Adler spielen eine historische Saison und haben die nächsten Rekorde schon fest im Blick.

52 Punkte sammelte die Eintracht nach 28 Spielen und ist damit eine der die erfolgreichste SGE-Mannschaften der letzten Jahre. In der Bundesliga musste Frankfurt seine letzte Niederlage im Dezember 2018 gegen den FC Bayern München (0:3) hinnehmen und ist seit elf Partien nicht mehr leer ausgegangen. Sieben Siege und vier Unentschieden, also 25 Punkte, holten die Adlerträger seit dem Jahreswechsel im Liga-Oberhaus – nur die Bayern sind in der Rückrunde erfolgreicher.

15 Spiele ohne Pleite – Eintracht jagt Atlético

In der Europa League liegt die letzte Pleite sogar noch länger zurück. Am 7. November 2013 unterlag die Eintracht bei Maccabi Tel Aviv mit 2:4. Es folgten zwei Siege über Bordeaux (1:0) und Nikosia (2:0) und auch in der Runde der letzten 32 gingen beide Spiele gegen Porto nicht verloren (2:2 & 3:3) – vier ungeschlagene Spiele in Folge. An diese Serie knüpfte die Eintracht 2018, nachdem sie sich mit dem DFB-Pokalsieg erneut für den Europacup qualifizierte, direkt an: als erster deutscher Verein überhaupt gewann die Hütter-Elf alle sechs Gruppenspiele eines europäischen Wettbewerbs. In der K.O.-Runde schalteten die Adlerträger anschließend erst Donezk (2:2 & 4:1) und dann sogar Inter Mailand (0:0 & 1:0) ohne Niederlage aus.

Atlético Madrid gewann die Europa League 2010, 2012 und 2018 (Foto: imago images / Eibner Europa).

Wer mitgezählt hat, müsste auf das selbe Ergebnis kommen: in Europa ist Eintracht Frankfurt seit 14 Partien ungeschlagen – nur Atlético Madrid kann dies mit 15 Begegnungen ohne Pleite noch übertreffen (November 2011 bis Oktober 2012). Sollte die SGE also am Donnerstagabend bei Benfica Lissabon nicht verlieren, würde sie den Rekord des spanischen Spitzenklubs einstellen. Ohne Niederlage in Hin- und Rückspiel gegen Lissabon wären die Hessen mit 16 Spielen alleiniger Rekordhalter. Im Optimalfall gewinnen die Hessen die Europa League, ohne ein einziges Spiel verloren zu haben. Den Titelgewinn ohne Niederlage in einer Europa League-Saison gab es in der Geschichte noch nie.

Sechs Siege in Folge – Hütter bester SGE-Trainer

Zurück auf dem Boden der Tatsachen angekommen, müssen die Statistikfreunde dennoch feststellen, dass Erfolgscoach Adi Hütter seine Mannschaft schon jetzt zu einer der besten der Eintracht-Historie überhaupt geformt hat. Noch nie gewannen die Hessen sechs Bundesligaspiele hintereinander, den Rekord aus der Saison 1997/1998 mit fünf Siegen am Stück toppte die SGE am 28. Spieltag mit dem 2:1-Erfolg auf Schalke.

Eine weitere Bestmarke übertrafen die Hessen ebenfalls mit dem Last-Minute-Sieg im Ruhrpott: stolze sechs Teams schlug die Hütter-Elf diese Saison im Hin- und Rückspiel (FC Schalke 04, VfB Stuttgart, Fortuna Düsseldorf, TSG Hoffenheim, Hannover 96 und SC Freiburg), der FC Augsburg und Bayer 04 Leverkusen könnten auf dieser Liste noch hinzukommen. Zwei Siege in einer Saison gegen die selben fünf Mannschaften feierte die Eintracht laut dem „kicker“ in der Spielzeit 1974/1975 (Trainer: Dietrich Weise) und 1963/1964 unter Leitung von Paul Oßwald.

Diese Rekorde sind noch zu knacken

Dragoslav Stepanovic ist für seinen Spruch „Lebbe geht weider“ bekannt.

Stand jetzt ist Hütter der Eintracht-Trainer mit dem besten Punkteschnitt. Aus 40 Spielen holte der Österreicher 23 Siege, acht Remis und neun Niederlagen – das ergibt einen Punkteschnitt von 1,95. Zum Vergleich: Dragoslav Stepanovic trainierte die SGE von 1991 bis 1993 und erreichte einen Schnitt von 1,81 Punkten pro Spiel bei 88 Partien. Hütter hat allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht einmal halb so viele Spiele wie der Serbe auf dem Konto. Stepanovic holte zwar keinen einzigen Titel, sorgte dafür Anfang der Neunziger Jahre mit seiner Mannschaft für die ein oder andere noch bestehende „Meisterleistung“, ohne Meistertitel versteht sich.

In der Saison 1991/1992 gab Eintracht-Legende Uwe Bein 16 Torvorlagen. Ein Wert der seitdem nicht mehr übertroffen wurde. Mit Sébastien Haller (12) und Filip Kostic (11) hat die SGE dieses Jahr sogar zwei Spieler, die Beins Bestmarke jagen. Mit 31 Gegentreffern stellen die Adlerträger in der jetzigen Spielzeit die drittbeste Abwehr der Liga – nur Leipzig (22) und Bayern (28) mussten seltener hinter sich greifen. Sechs BL-Spieltage vor der Sommerpause peilt die SGE den Vereins-Höchstwert aus der Saison 1992/1993 an, als das Team von Stepanovic nur 39 Gegentore bekam. In den restlichen sechs Ligapartien dürfte Eintracht-Torhüter Kevin Trapp also nur noch maximal sieben Mal den Ball aus seinem Kasten holen, um diese Spitzenleistung zu verbessern.

Gute Defensiv-Leistungen sind das Fundament für einen Sieg im Fußball, aktuell fuhren die Hessen 15 „Dreier“ in der Liga ein. Gewinnen sie noch drei weitere Spiele, zum Beispiel die noch verbleibenden drei Heimspiele, so würden sie die Bestmarke von 1991/1992 einstellen (18 Siege). Übrigens: Eintracht Frankfurt liegt in der ewigen Bundesliga-Tabelle nur noch fünf Pünktchen hinter dem 1.FC Köln, der in diesem Jahr im Unterhaus um den Wiederaufstieg in die 1. Liga spielen muss. Gut möglich, dass die Hessen (2289 Zähler) die Rheinländer (2294 Zähler) in den kommenden Wochen vom achten Platz verdrängen werden. Es wäre eine Marke von vielen in diesen Tagen.

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7 Kommentare

  1. Es purzeln die Rekorde und dann liest man sowas in der FR:

    Verbürgt aus dem engsten Zirkel ist, dass sich Jovic ausgesprochen wohl in Frankfurt fühlt, hier passe alles bestes, privat mit Freundin und dem erst ein paar Wochen alten Baby, sportlich mit den Landsleuten vom Balkan. Sein Wunsch wäre es, so heißt es, er könne noch ein Jahr in Frankfurt spielen und dann den Schritt zu einem Topklub wagen. Reifer wäre er dann allemal.

    <3

  2. Dann möge er doch bitte bleiben und weiterhin viele Tore schießen so das wir CL spielen dürfen.
    Wir haben es nun selbst in der Hand dieses großartige Ziel zu erreichen.
    Mein Traum? Am vorletzten Spieltag mit 4 Punkte Vorsprung zu den Bayern fahren, um dort eine riesige Party zu feiern.
    Forza SGE

  3. Hallo bin neu hier und will nicht gleich meckern aber waren es nicht in der Saison 12 /13 51 Punkte

  4. @1 ‚Reifer wäre er dann allemal.‘
    Das seh ich ähnlich. Erst seit der Rückrunde gehört Jovic zum unangefochtenen Stamm.
    8 von 15 möglichen Spielen über die komplette Spielzeit (90 Min+x) sind 53,3%.
    In der Hinrunde machte Jovic 7 von 25 mögl. Spielen über die kompletten 90 Minuten (28%). Und Rebic war in der Hinrunde nie komplett fit.

    Haller kommt über die komplette Saison bspw auf knapp 63% (25/40) über 90 Minuten und ist ihm in dieser Hinsicht m.E. eine Saison voraus.

    Ich würde ihm daher auch empfehlen erstmal bei uns zu bleiben und eine komplette Saison als Stammspieler durchzuziehen, inkl. (hoffentlich) Champions League, Pokalspiele und Einsätze für die Nationalmannschaft.
    Das ist hart und fordernd genug.
    Aber wenn er es physisch durchhält schießt er für uns in der BL erstens 30 Tore + x und zweitens verdoppelt er wohl sein Gehalt bei seinem nächsten Verein, da ihn der zukünftige Topverein direkt als potenziellen Stammspieler einplanen könnte.
    Mit einer kompletten, weiteren Saison bei uns (ohne langwierige Verletzungen) würde er entgültig vom Talent, der EINE tolle Saison in einer großen Liga spielt, zu einem Topstürmer Europas reifen.
    In einer Stadt, in der er sich nicht erst einleben muss, sondern sich wohlfühlt 😉

    Dagegen spricht, dass er JETZT gefragt ist und wenn ihn in der kommenden Saison eine langwierige Verletzung außer Gefecht setzt würde es wieder ne Weile dauern bis er den derzeitigen Status und dementsprechende Angebote erlangt.
    Allerdings wäre es auch nicht sicher, dass ein Topverein nach einer langen Verletzung auf ihn baut. Hier hat er dieses Umfeld & Vertrauen und käm nach einer längeren Pause direkt wieder auf Einsätze.

    Daher empfehle ich ihm ein Verbleib bei uns, auch wenn wir die großen Millionen dann erstmal nicht bekommen.
    Wir werden aber auch ohne einen Verkauf von einem unserer Topstürmer Transfererlöse generieren. Ich denke da an Willems, Falette und Stendera, die uns im Paket mindestens 10 Millionen bringen sollten.
    Zudem wird zumindest etwas Kapazität bzgl des Gehaltsbudgets frei. Durch die sicheren Abgänge von Spielern, die wir nicht ersetzen müssen: Hrgota und Tawatha.

    Am End wird uns wohl noch ein weiterer Topspieler verlassen. Durch ein Angebot, bei dem die Eintracht und der Spieler nicht Nein sagen können. Ob das bei Jovic der Fall sein wird, das wird man sehen.
    Zumindest müssten wir bei einer CL-Teilnahme nicht zwangsläufig verkaufen, was uns in eine exzellente Verhandlungsposition bringen würde.
    Ich rechne bzgl Abgängen daher nicht mit Neuigkeiten bis das Ziel CL erreicht wird.

  5. Ach ich mag solche Zahlenspielereien dann doch. Auch wenn das nicht im geringsten irgendeinen Einfluss auf das Ergebnis von morgenabend haben wird bzw. haben sollte. Und ich mag den Steppi. Und ich tippe morgen auf ein 2:0 für uns! Und im Rückspiel dann 5:3 wäre auch geil!! Hachja…

  6. Hoffentlich kein 0:0 morgen, es sollte auf alle Fälle das wichtige Auswärtstor fallen, dann ist alles möglich 😉

    Forza SGE

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