Mit einer weiteren Englischen Woche geht es für die Eintracht in den Vorrunden-Endspurt. Die Hessen reisen hierzu in den eisigen hohen Norden und treffen im Volksparkstadion auf den Hamburger SV. Die Kovac-Elf möchte nach der Niederlage gegen die Bayern unbedingt den ersten Platz der Auswärtstabelle zurückerobern, die Hamburger im Abstiegskampf weiter Boden gutmachen. Die Partie des 16. Spieltags wird von Schiedsrichter Manuel Gräfe geleitet, der beide Mannschaften am heutigen Dienstag, den 12.12.2017 um 20:30 Uhr zum Anstoßkreis bitten wird.

DIE AKTUELLE FORM

Für die Hamburger wäre ein dreifacher Punktgewinn notwendig und Gold wert. Der Bundesliga-Dino befindet sich in Nahdistanz zum seit Jahren bewährten und wohl auch ins Herz geschlossenen Relegationsrang 16, den punktgleich aktuell noch die Freiburger belegen. Eine sorgenfreie Saison hatten sich die Norddeutschen gewünscht – bisher schlägt sich die Gisdol-Elf für Hamburger Verhältnisse recht passabel, obwohl seit dem fünften Spieltag keine entscheidende Absetzung von den letzten drei Rängen stattfinden konnte. Auswärts läuft bis auf ein 3:1 in Köln nahezu gar nichts zusammen, im heimischen Volkspark konnten immerhin schon Augsburg – und sehr deutlich – Stuttgart und Hoffenheim geschlagen werden. Es wartet noch viel Arbeit auf Bruchhagen und Co., jedoch stellte sich die Lage in den letzten Jahren schon mal brenzliger für die Rothosen dar. Mit einer ähnlich schwachen Offensiv-Leistung bzw. Chancenverwertung wie gegen Wolfsburg am vergangenen Spieltag (0:0), wird es dennoch schwer gegen die SGE.

Bereit für ein Comeback – schon in Hamburg? Timothy Chandler.

Es war ein tolles Spiel. Nur das Ergebnis stimmte nicht so ganz gegen den großen FC Bayern. Was die Frankfurter vor drei Tagen gegen den deutschen Rekordmeister vor eigenem Publikum ablieferte, hätte mindestens ein Unentschieden verdient gehabt. Die SGE hatte am Ende des Spiel 52 % (!) Ballbesitz gegen die Münchener, welche sich in den letzten 30 Minuten der Partie mit einer Fünferkette am eigenen Strafraum einigelten. Zudem hatten die Hessen nahezu doppelt so viel Torschüsse- und Chancen. Das passiert dem erfolgsverwöhnten Meisterschaftskandidaten nicht allzu oft. Jedoch: am Ende standen für die SGE leider 0 Punkte zu Buche, der FCB bestrafte den einzigen Abwehrfehler der sonst sehr sicheren Eintracht-Defensive mit dem 0:1 und einzigen Tor des Tages. Nach dem vielumjubelten 2:1-Erfolg in Berlin, war diese Partie sowieso als ein Bonus-Spiel zu betrachten. In Hamburg ist wieder die ganze Auswärtsstärke der Adlerträger gefordert. Die formstarken Ante Rebic und Leader Kevin-Prince Boateng werden auch in der Hansestadt sicherlich ein paar passende Antworten auf dem Platz abliefern und die Mannschaft mitreißen. Mit 22 Punkten steht die SGE gut da und würde sich über ein paar mehr Punkte in der letzten Vorrunden-Woche sicher freuen.

STATISTIK

Gegen Bayern einer der Besten und mittlerweile unverzichtbar: Ante Rebic.

Beide Clubs trafen bisher 96-mal aufeinander. Die Eintracht gewann 30-mal, der HSV mit 41-mal. Zu einer Punkteteilung kam es in 25 Partien. Das Torverhältnis beträgt 118:160 Tore gegen die Hessen.

Auswärtsbilanz der SGE beim HSV: 48 Spiele – 11 Siege, 7 Unentschieden und 30 Niederlagen. Torbilanz: 44:94 Tore gegen die Eintracht.

Wissenswertes rund ums Spiel:

  • In der Spielzeit 2016/17 konnte die SGE das Hinspiel in Hamburg mit einem toll herausgespielten 3:0 gewinnen.
  • Die Torschützen waren Haris Seferovic, Shani Tarahay sowie ein Eigentor des HSV.
  • Das Rückspiel in Frankfurt am 25. Spieltag endete torlos.
  • Eintracht-Coach Niko Kovac spielte von 1999  bis 2001 in Hamburg und erzielte in 55 Ligapartien immerhin 12 Tore.
  • Jubiläum: der bereits erwähnte Kovac steht vor seinem 300. Bundesliga-Spiel: davon 241 als Spieler und bisher 58 als Trainer.

Sperren: keine.

DIE AUFSTELLUNGEN

Hamburger SV

Kapitän Gotoku Sakai könnte für den Brasilianer Walace in die Startelf zurückkehren. Auch André Hahn und der Ex-Frankfurter Luca Waldschmidt lauern auf eine Chance von Beginn an.

Die voraussichtliche Aufstellung des HSV
Mathenia – Diekmeier, Papadopoulos, Mavraj, Douglas Santos – Jung, Sakai – Hahn, Hunt, Kostic – Arp

Eintracht Frankfurt

Denkbar wäre, dass Stürmer Sebastien Haller eine kleine Schaffenspause erhält und dafür Branimir Hrgota oder Luka Jovic für den Franzosen in die erste Elf rücken. Auch Timothy Chandler könnte nach langer Verletzungspause sein Debüt in der Startelf geben.

Die mögliche Aufstellung der SGE
Hradecky – Salcedo, Abraham, Falette – Wolf, Boateng, Fernandes, Willems – Barkok, Rebic – Jovic

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17 Kommentare

  1. @ 2
    Würde gerne mal Wolf für Haller sehen und Chandler (wenn fit) als RV. Rebic und Wolf machen glaube ich schon gut Betrieb vorne. Mit Jovic wäre ich auch einverstanden.

  2. Theoretisch wäre ein großer Sprung in der Tabelle nach oben möglich, da wir so etwas aber nicht machen, wäre ich mit einem 0:0 zufrieden.

  3. Wir werden heute siegen.
    Wir bleiben unserer Linie treu und gewinnen mit einem Tor Unterschied.
    Wir werden wieder zwei unterschiedliche Halbzeiten zeigen.
    Wir werden qualitativ nicht an das Spiel gegen Bayern anknüpfen können.
    Heute stehen sich zwei Mannschaften gegenüber die weniger Fußball spielen als zerstören wollen.

  4. @Kafka: Das was du da verlinkt hast war mit Abstand die realistischte Einschätzung des HSV die ich hier oben seit Ewigkeiten mitbekommen habe. Nach dem 3-0 gegen Hoffenheim wurde schon wieder das europäische Geschäft unter den Anhängern ausgerufen und nach günstigen Tickts für die CL-Quali gefragt.

  5. Fernandes hat seine Sache sehr gut gemacht und dürfte frisch genug sein. Ihn würd ich drin lassen.
    Tawatha für Willems, Gacinovic für Barkok und Stendera für Boateng wäre meine Rotation.
    Da Costa oder Chandler uff die Bank.

  6. Haller darf heute auf gar keinen Fall rotiert werden. Jovic hätte gegen Papa Mavraj schwer haben. Da wir spielerisch (beim Aufbau) eher limitiert sind, wird Jovic wohl jedes Kopfballduell verlieren. Somit ist Haller heute wichtig.

    Tawatha hat in der 1. Elf überhaupt nichts zu suchen. Gerade in den ersten Minuten brauchen wir hinten Sicherheit. Er kann gerne beim Stand von 2:0 in der 70. Minute kommen.

    Fernandes braucht unbedingt bessere Timing bei den Zweikämpfen. Das ist zu ungestüm und deshalb holt er sich zu viele gelbe Karten und macht damit das Spiel eines 6ers für den Gegner einfacher.

  7. Wenn Tawatha ein paar Muskeln drauf packt und vor allem einen Ziehvater wie Alaba mit Ribbery hätte, würde ein großer Spieler aus ihm. Boateng sollte ihn noch ion seine Welpengruppe mit Wolf aufnehmen.

  8. Tippe zähes Unentschieden geschuldet der kräftezehrenden Partie gegen die Bayern und notwendiger Rotation.

  9. die Verpflichtung von Fernandes und deGuzman hab ich schon im Sommer nicht verstanden. Ich glaube da spielt sogar Medojevic besser. Aber das Trainerteam sieht das bestimmt anders

  10. also ich habe Fernandes gegen die Bayern überhaupt nicht gut gesehen. Er und Falette sind Schwachpunkte im Spiel der SGE und sollte über kurz oder lang auch nicht mehr stamm Spielen. Wenn Fernandes vor der Ecke zum 0:1 sich nicht so einfach mit einer Körpertäuschung von Quasimodo ausspielen lässt (Fernandes war mit einer kurzen Bewegung komplett aus dem Spiel) dann kann dieser auch nicht auflegen und wir bekommen keine Ecke. Darüber hinaus nur Alibi Pässe und er rennt auf dem Platz rum wie ein aufgescheuchtes Hähnlein. So sehe ich Fernandes. Keine Bereicherung für die SGE so leid es mir tut.

    AUSWÄRTSSIEG AUSWÄRTSSIEG

  11. Krasse Rotation heute – hoffentlich geht das nicht schief…
    Russ statt Salcedo, Boateng und Haller draußen, Timmy zurück.

  12. Zu @10 alpi
    Bin ganz deiner Meinung zu den Personalien bei uns.
    Aber Jovic spielt. Mal sehen wie er sich macht.

  13. So ungefähr das Gleiche, was dieses Jahr über Fernandes geschrieben wird, wurde letztes Jahr schon über Mascarell geschrieben. Tatsache ist: meiste km (Fernandes nach 71 Min minimal weniger als Boateng in 90 Min) und beste Passquote (96%) .. zudem scheut er keinen ZK, auch wenn es teils wild aussieht. Wenn er gelb kriegt können wir nicht mehr so gut rauslaufen. Die gute Anfangsphase von uns war zu großen Teilen Fernandes‘ Verdienst. Er hat hinten die Räume perfekt abgesichert. Nach seiner gelben Karte, die zumindest mal nicht dumm war, konnten wir nicht mehr so gut nach vorne und das zog sich bis zum Ende des Spiels.
    Im DM braucht man jemand, der Räume zuläuft. Das können derzeit Fernandes und Mascarell, mit Abstrichen noch De Guzmán, Stendera und Gacinovic.
    Dieses ‚Nur-Alibi-Pässe‘ kann ich auch nicht ernst nehmen. Das wurde schon bei Otsche gesagt. Die gleichen Leute sagen dann ‚meist‘, dass wir mal mehr auf Ballbesitz spielen sollten weil wir zu einfach den Ball verlieren. Gerade diese ‚Alibi-Pässe‘ geben der ganzen Mannschaft mehr Sicherheit im Passspiel.
    Erst heißt es: Bei NK werden nur die Bälle nach vorn gebolzt .. dann heißt es: es wurden ja nur ‚Alibi-Pässe‘ gespielt. Die Mischung daraus macht uns aber erfolgreich.

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