Bruno Hübner und Niko Kovac bei dessen Vorstellung am 8. März 2016.

24 Punkte aus 25 Spielen, die Mannschaft seit sieben Spielen sieglos und damit komplett verunsichert, Tabellenplatz 16 – die Situation, als Niko Kovac die Eintracht übernahm, war alles andere als leicht. Dazu kam, dass viele im bisher unerfahrenen Kovac eine absolute Notlösung sahen – doch der Kroate sollte alle Kritiker und Skeptiker Lügen strafen, denn seine Zeit bei der SGE kann getrost als eine einzige Erfolgsstory beschrieben werden. Am heutigen Donnerstag auf den Tag genau zwei Jahre ist es nun her, dass der Kroate die Zügel in die Hand genommen hat. Zeit für einen Rückblick samt Kommentar.

Nicht für möglich gehaltener Klassenerhalt als erstes Ausrufezeichen!
Zu Beginn seiner Amtszeit stand die Hürde Klassenerhalt. Ein Ziel, an das zu dieser Zeit so mancher nicht mehr glauben konnte. Die Mannschaft wirkte zunehmend verunsichert, der Ligaverbleib rückte in immer weitere Ferne. Doch Kovac verstand es genau zur richtigen Zeit, der Mannschaft die Grundtugenden des Fußballs einzuimpfen: Kampf, Leidenschaft und voller Einsatz. Nachdem zu Beginn der Ära Kovac die Leistung stimmte, die Ergebnisse aber noch nicht, änderte sich dies vor allem gegen Ende der Saison und die Adlerträger konnten durch drei Siege aus den letzten vier Spielen noch die Relegation erreichen. In dieser setzte man sich letztendlich hochverdient gegen den 1. FC Nürnberg durch – ausgerechnet Haris Seferovic, den Kovac in den Wochen zuvor trotz heftiger Kritik von außen stets verteidigte, erzielte das entscheidende Tor im Rückspiel.

Ruhige Gewässer für Eintracht-Dampfer
In der darauffolgenden Sommerpause kam auf Kovac und den neu verpflichteten Sportvorstand Fredi Bobic, seines Zeichens auch ein umstrittener Nachfolger des scheidenden Heribert Bruchhagen, eine wahre Mammutaufgabe zu. Zwar konnte der Abstieg verhindert werden, dennoch ließen die Verantwortlichen keinen Stein auf dem anderen drehten den Kader einmal komplett auf links. Es kamen 13 neue Spieler, zwölf mussten oder wollten den Verein verlassen – darunter Publikumslieblinge wie Stefan Aigner und Sonny Kittel. Bei den Zugängen gab es vor allem ein erkennbares Muster: junge, entwicklungsfähige Spieler sollten die SGE verstärken. Oft wurde im Zuge dessen auf Ausleihen von Topklubs zurückgegriffen. Was sich im großen Ganzen als Volltreffer erweisen sollte. Denn mit Jesus Vallejo, Omar Mascarell und Ante Rebic wurden echte Verstärkungen an Land gezogen. Dazu verstand es Kovac Spieler vom Abstellgleis – beispielsweise Timothy Chandler – wieder in die Spur und in die Startelf zu bringen. Auch die Befürchtung vieler Experten, die vielen verschiedenen Nationen im Kader der Eintracht könnten sich negativ auswirken, erwiesen sich als haltlos. Ganz nach Kovacs Lieblingsmotto „Das Andere akzeptieren, während man das Eigene liebt“, kreirte er eine homogene Einheit, die auf und neben dem Platz völlig gefestigt wirkte.

Niko Kovacs Devise: Der Star ist die Mannschaft.

Die Folge: Die Eintracht spielte eine unglaublich gute Hinrunde, überzeugte durch eine extrem sichere Defensive und setzte vorne immer wieder zielgerichtete Akzente. Die Belohnung war ein fast schon surrealer vierter Tabellenplatz zur Halbzeit, nebenbei schaffte es die Eintracht durch zwei erfolgreiche Elfmeterschießen gegen Magdeburg und Ingolstadt sowie einen 2:1-Auswärtssieg bei Hannover 96 in das Viertelfinale des DFB-Pokals. Kein Wunder, dass das Wörtchen „Europapokal“ zu diesem Zeitpunkt im Frankfurter Stadtwald immer wieder in den Mund genommen wurde.

Doch aus diesem Traum wurde (noch) nichts, denn in der Rückrunde zeigte die SGE zwar weiterhin abgeklärte Leistungen in der Defensive, in der Offensive lief aber nicht mehr viel zusammen. Die Hessen holten nur 13 weitere Punkte und landeten am Ende der Spielzeit auf Platz Elf. Eine Enttäuschung? Nein! Zu groß war der Umbruch vor der Saison, die Relegation aus der Vorsaison noch im Hinterkopf – und nun schipperte der Dampfer der Eintracht quasi die ganze Saison ohne jegliche Abstiegssorgen durch die Liga. Am Steuer: Ein immer souverän auftretender Niko Kovac, der in den richtigen Momenten den Druck auf das Team erhöhte und die Mannschaft in anderen Momenten fast väterlich aus der Schusslinie nahm. Trotz der schwachen Rückrunde gab es nahezu eine ganze Saison lang keine Diskussionen um den Trainer oder die taktische Ausrichtung – fast schon ein Novum im nervösen Frankfurter Umfeld. Kovac hat aus dieser Phase gelernt, ist gestärkt daraus hervorgegangen und konnte das in ihn gesetzte Vertrauen bestätigen.

Autor Florian Bauer

Florian BauerFlorian Bauer (27) begleitet die Eintracht seit Kindestagen. Seit ca. 10 Jahren hat er eine Dauerkarte und verpasst seitdem kaum ein Spiel der "launischen Diva". Aber auch außerhalb des Waldstadions ist er sportaffin und hat sich so über die Jahre ein fundamentiertes Sportwissen angeeignet. Dieses Wissen nutzt er seit Januar 2016 für SGE4EVER.de.

Autor Benny Heinrich

Benny HeinrichBenjamin Heinrich (27), ein "echter Frankfurter Bub", der seit 2003 eine Dauerkarte für die Nordwestkurve besitzt, ist seit Ende 2016 bei SGE4EVER.de und ist nicht zuletzt auf Grund seines Germanistikstudiums ein echter Allrounder. Ob kritische Kommentare, kompakte Zusammenfassungen oder als Reporter vor Ort. Durch seine Tätigkeit als Funktionär im Frankfurter Amateurfußball hat er darüber hinaus tiefen Einblick in die Materie.

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33 Kommentare

  1. Och, auf den ersten Blick dachte ich, Kovac hätte einen neuen 2-Jahresvertrag unterschrieben.
    Ein Gerücht, ein Gerücht Innenverteidiger van Drongelen vom HSV.

  2. @Grantler
    Der Mann ist 20 und unter allen Defensivkünstlern des HSV noch der einzige Lichtblick.
    Wenn wir überhaupt mit einem kleinen Auge nach Hamburg schielen um uns aus der Insolvenzmasse einen realistischen Zugang (Preis-Leistung-Risiko) zu generieren, dann ist dieser IV sicherlich der einzige Spieler, der auch mir einfallen würde.

  3. Vielen Dank für diese sehr zutreffenden Zeilen bzw. Zusammenfassung und Kommentare. Im Zusammenspiel mit Fredi Bobic und Bruno Hübner wurde kein Stein auf dem anderen gelassen und in relativ kurzer Zeit so viele positive Veränderungen vorgenommen. Die von den Gremien im Verein, mit Herrn Steubing an der Spitze, unterstützten und vollzogenen Maßnahmen sind für mich zudem ein großer Baustein für den Erfolg. Ein negatives Beispiel sehen wir ja im Moment beim HSV, denn wenn nicht alle an einem Strang ziehen kann eine solche Leistung und Hingabe von NK, FB und dem Team hinter dem Team nicht fruchten. Daher war zu diesem Zeitpunkt wohl jedem im Verein klar, dass es so nicht weitergehen konnte und grafierende Änderungen gemacht werden müssen, um in der 1. Bundesliga zu bestehen. Ein totaler Glücksgriff und eine sehr positive Konstellation für eine neue und erfolgreiche Ära rund um unsere SGE.

  4. OT:
    Bundesliga-Hammer
    HSV schmeißt Bruchhagen und Todt raus….

    Ich hoffe die steigen endlich ab!

  5. So langsam aber sicher wäre, in der Vertragsangelegenheit LH, jeder für eine endgültige Entscheidung, bleiben oder gehen, dankbar.
    Es mutet schon seit einiger Zeit an wie „Beamtenhalma“, wer sich zuerst bewegt, verliert.

  6. Ersteinmal bin ich Nico Kovac dankbar für die 2 Jahre der sehr erfolgreichen Arbeit bei der Eintracht.

    @marie
    Vielleicht ist der Abgang von Hrady bereits beschlossene Sache und die Eintracht möchte nicht das es jetzt an die Öffentlichkeit kommt damit Unruhe vermieden wird. Die Indikatoren weisen für mich persönlich darauf hin. ZB: Hrady will nach Europa, Nachfolger werden gehandelt und bislang keine Entscheidung zur Eintracht. Wenn Hrady in Frankfurt bleiben sollte, dann könnte es doch jetzt verkünden! Warum schweigt er?

  7. Ist es nicht einfach nur herrlich, sich als Eintrachtfan nach 25 Spieltagen dieses ganze Chaos beim HSV, Köln und anderen anzuschauen und sich völlig losgelöst von solchen Problemen einfach nur auf das nächste Spiel zu freuen ? Bei allen unüberwindbaren Gegensätzen bezüglich unseres Präsidenten macht es doch einfach nur Spaß. Wir wollten alle einfach nur eine Saison ohne Abstiegsangst und haben jetzt die Situation, dass sich die Spannung Woche für Woche aus der Möglichkeit nach vorne ergibt. Das ist doch einfach nur geil und verdient ein ganz großes Dankeschön an die Mannschaft, den Trainer und alle Verantwortlichen.

  8. Is zwar off Topic, aber ein süffisanter Blick nach Hamburg macht unsere Ex-Diva (auf Holz klopf) noch schöner.

    Schöner Artikel übrigens, Florian und Benny, macht noch mehr Spaß, wenn’s bei der Eintracht läuft, auch wenn am Sonntag der Sturz auf Platz sechs droht. 🙂

  9. Niko ist für mich einer der besten Trainer den wir je bei der Eintracht gesehen haben und noch hoffentlich viele Jahre sehen werden. Er hat eine klare Ansprache, weiß genau was er will. Es war eines der besten Entscheidungen vom Club ihn damals zu holen. Weiter so!

  10. Hairybert komm‘ zurück! Wir vermissen deine „die Bundesliga ist zementiert“ Sprüche ;-)))))
    Herrlich! Und herzlichen Dank Nikovac!

  11. Einfach nur toll wie unsere SGE sich entwickelt. Bin nun auch schon bald 25 Jahre Fan und habe so vieles (wie die meistens hier) durchgemacht, Abstieg, Aufstieg da nen Drama, hier nen Drama… 🙂 Nun bin ich mal positiv gestimmt. Freu mich auf Sonntag, denke in Dortmund geht dieses Jahr was.

    Grüße
    Barth

    P.s.: Tolle Zusammenfassung der letzten Monate, Danke !

  12. @ 12

    Vor ein paar Jahren hast du Bruchhagen wahrscheinlich noch zugejubelt, genauso wie du wahrscheinlich Armin Veh gefeiert hast. Paar Jahre später schüttest du nur noch Gülle eimerweise über diesen Leuten aus. Das ist einfach nur armselig, passt aber zu deinen sonstigen Ergüssen hier.

  13. Bruchhagen war ok für die Eintracht, hat sich dann in HH aber als der größte Wendehals ever geoutet. wenn sich jemand so ins Schaufenster stellt wie der Herrie, da hab ich kein Mitleid mehr mit dem Vogel

  14. @Marie:
    Ich empfinde auch das als eine tolle Entwicklung der Eintracht in den letzten Jahren, dass keine Informationen nach außen dringen, man sich nicht zu jedem Gerücht verpflichtet fühlt, Stellung zu nehmen. Durch unseren sportlichen Fortschritt haben wir uns auch in eine komfortablere Position gebracht, dass der Markt mittlerweile auch auf uns zukommt. Im Falle der Torwartsituation können wir mittlerweile gut damit leben, wenn LH bleibt und mindestens genauso gut damit umgehen, wenn er uns verlässt. Rönnow hört sich gut an, aber ich bin mir sicher, dass da noch andere Kandidaten auf der Liste stehen, im Falle derer Verpflichtung wir bis zum letzten Moment gar nichts wussten.
    Auch wenn ein Schwan ruhig über das Wasser gleitet, bewegen sich seine Füße unentwegt unter der Oberfläche 🙂 – das zum Thema ruhige Gewässer
    Ich habe da volles Vertrauen…und mit diesem Umfeld hätte Jupp Heynckes damals bestimmt die Meisterschaft nach Frankfurt geholt 🙂 – nein, einfach eine tolle Mannschaft im Hintergrund – das zum Thema Erfolg

  15. @14 Armselig bist du, der mir grundlos Dinge unterstellt, nur weil dir meine politische Einstellung nicht passt.

  16. Bruchhagen ist mit Sicherheit am wenigsten Schuld an dem gesamten
    HSV Dilemma.
    Den letzten Sargnagel zum (wahrscheinlichen) Abstieg hat er aber
    selbst eingeschlagen, als er endgültig entschied, dass im Winter
    kein zusätzlicher Stürmer verpflichtet wird.
    Auf die Idee wie Bobic und Kovac, in der Not ein paar pfiffige
    Leihgeschäfte zu machen, ist man nicht gekommen.
    Es fehlten wohl auch die entsprechenden internationalen Verbindungen.

  17. Ich erwarte Hamburg in den nächsten Jahren nicht in der ersten Liga.
    Bruchhagen war für den HSV eigentlich der Mann am richtigen Ort.
    Hochverschuldet, Lizenzschwierigkeiten, und es droht der Zwangsabstieg in niedrigere Ligen. Das hat er bei uns zu Octagon-Zeiten extrem gut gemanaged und uns gerettet.
    Wahrscheinlich haben sie sich mit Wettstein jemand geholt, der mit Kühne besser kann und wollen das Konzept mit Investor weiter fahren. Und Kühne ist der starke Mann im Hintergrund, der tatsächlich die Entscheidungen trifft. Mit Wettstein als Marionette. Denn jetzt, wo Bruchhagen weg ist hat Kühne wahrscheinlich wieder mehr freie Hand.
    Mit Ausnahme von Investor Kühne wurden schon alle Personen auf allen Positionen des HSV ausgetauscht, oder?
    Ähnlich wie es bei 1860 läuft..
    Ich schätze, dass Bruchhagen auch von sich aus gehen wollte. Denn was bringt es, sich voll reinzuhängen, wenn man eigentlich seit der Vertragsverlängerung vor 3-4 Monaten (!) nicht mehr erwünscht ist?
    Ich würd mich auch als Prellbock hinstellen, alle Verantwortung auf mich nehmen, ne ordentliche Abfindung kassieren und mich dann lieber locker machen.

    Mein Tip: Hamburg steigt ab, startet mit dem höchsten Gehaltsbudget ever in die 2. Liga und landet dann dort auf einem Mittelfeldplatz knapp vor St. Pauli.

  18. Ich halte Bruchhagen für einen hervorragenden Mann. Problematisch ist nur, dass er vermutlich an einer Konsolidierung des Vereins interessiert war, hier und da den Rotstift angesetzt hat um es mittelfristig zu schaffen, dass nicht nur alles von einem Investor abhängt und das man für Spieler marktgerechte Ablösen und Gehälter bezahlt. Das ist sicher der richtige Weg aber vermutlich der falsche Zeitpunkt. Vermutlich wäre es klüger gewesen, im Winter noch für 30Mio. nen Stürmer zu holen um irgendwie in der Liga zu bleiben. Da der letzte Eindruck immer am meisten zählt, ist Bruchhagen jetzt leider der, der mit dem Abstieg des unabsteigbaren HSV in Verbindung gebracht wird. Das hat er aber nicht verdient und ich hoffe, er kann vielleicht doch nochmals bei nem Verein landen und diesem helfen, ehe er sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
    Tschüss HSV – die Derbys gegen St. Pauli haben doch immer nen ganz besonderen Reiz und wenn die nicht hochkommen, müsst ihr halt runter. Kann mal ganz heilsam sein und man wird vielleicht wieder etwas demütiger.

  19. Wahrscheinlich hätte auch Bruchhagen einen besseren Job machen können, aber diese geschätzten Gehälter muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:
    Holtby 4
    Papa 3
    Kostic 3
    Wood 3
    Müller 2,5
    Hunt 2,5
    Walace 2
    Santos 1,8
    Hahn 1,8
    Ekdal 1,5
    Sakai 1,4
    Diekmeier 1,3

    Und das hat nicht Bruchhagen verbrochen.

    Nur mal zum Vergleich – bei uns soll, ob das stimmt weiß ich natürlich nicht, Rebic 0,7, Wolf 0,4 und Mascarell 0,8 verdienen. Klar, Willems, Haller, Jonny und Prince auch etwa 1,5, aber das sind doch alles Schnäppchen, wenn man sich das Gehalt der Hamburger ansieht. Und den Tabellenstand natürlich. (PS Summe HSV Top 11: 26,5 vs SGE 15,3)

  20. Hab gerade nen interessanten Kommentar zum HSV gelesen, den ich mal auf die Eintracht beziehen will.
    Alle ihre Feuerwehrmänner, wie auch Hollerbach, wurden mit 2-Jahres-Verträgen ausgestattet.
    Warum? ‚Welcher Trainer sollte sich das denn antun, den befristeten Job zu übernehmen, bei dem er eigentlich nur verlieren kann?‘
    Kovac war da anders. Der wollte selbst damals explizit nur nen Vertrag bis Saisonende.
    Warum? Weil er nix zu verlieren hatte. Er war eh auf dem Trainerposten ein No-name.
    Zudem war er der festen Überzeugung, dass er es packt. Und wenn er es nicht packt .. da bin ich mir ganz sicher .. dann will er nicht noch Geld für etwas verdienen, was er gar nicht geleistet hat. Und dem Verein auf der Tasche liegen. So schätze ich Kovac ein.
    Zudem wollte er wahrscheinlich erstmal sehen, ob ihm dieser Job und dieser Verein überhaupt Spaß macht.
    Bzw beide Kovacs. Wir reden oft nur von einem, aber am End sind eigentlich beide die Erfolgsgaranten.

  21. @Fozzi: Solche Zahlen kursieren ja im Internet und ich denke, dass sie nicht ganz aus der Luft gegriffen sind. Wenn nun das Gehaltsniveau unsrer Topspieler derzeit bei 1,5 Mio liegt, wie glaubhaft ist denn die Info, dass unser Verein seinem Stammtorwart ein Gehalt über 3 Mio anbietet, dieser dieses ablehnt und noch eine weitere Million fordert?

    Beim HSV ist es wohl eher so, dass man die eine Hälfte durch den Verein und die andere durch eine Teilzeitbeschäftigung bei Kühne und Nagel im Lager erhält. 🙂

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  22. Keiner, der die interne Situation beim HSV nur ein wenig kennt, wird HB für den vsl. Abstieg verantwortlich machen.
    Es war nichts anderes als ein Himmelfahrtskommando – auch wenn es zwischenzeitlich so aussah, als ob der Dino gerade nochmal die Kurve kriegt. HB wirkte in seiner Abschieds-PK auffällig aufgeräumt – fast ein wenig heiter.
    Ich möchte lieber gar nicht wissen wie hoch seine Abfindung ist…

  23. @zizou der Vertrag von HB wurde ja vor noch nicht einmal 3 Monaten verlängert auf Sommer 2019 und daher kann er nun, wie schon so viele Trainer und Manager vor ihm beim HSV, nun auch lächeln und sich vom Streß erholen.

    Als Himmelfahrtskommando würde ich es aber nicht sehen, denn er ist ja nicht erst vor dieser Saison gekommen und hatte die Möglichkeiten, um gewisse Dinge auf die richtige Bahn zu lenken.

    Egal, er hatte hier lange einen sehr guten Job gemacht und kann auch sehr gut damit leben, wenn der HSV nun absteigt und wenigstens 1 Jahr die Stadien der 2. Liga füllt.

  24. Überragende Entwicklung von allen in den letzten 2 Jahren, sowohl von unserer SGE als auch von den Kovacs und Bobic. Dazu gehört definitiv auch ein Hübner der bei uns immer sehr viel Gegenwind bekommt.

    Zu Bruchhagen:
    Ich denke er ist eigentlich der richtige Mann in der richtigen Zeit beim HSV ähnlich wie bei uns damals. Beim HSV will man halt nicht hören, dass der Verein keine Kohle hat und HB wäre halt für 1 Jahr in die 2.liga gegangen um den Verein wieder auf gesunde Beine zu stellen und ich bin sicher er hätte es geschafft. Leider ist es beim hsv wohl so das zu viele Leute reinreden aber es nicht besser machen können. Soll uns egal sein und HB hat nun auch seine Ruhe vor dem Theater. Zu viele Träumer in der Führungsetage.

    Zu Pollersbeck:
    Finde ihn eigentlich sehr gut und entwicklungsfähig. Moppes hätte ihn schon hinbekommen aber sieht wohl eher nach Rönnow ? aus, das Gerücht hält sich zumindest sehr hartnäckig schon etwas länger.
    Aber auch da vertraue ich mittlerweile unserer Angestellten.

    Zum Restprogramm:
    Die Gegner machen mir schon etwas Angst, immerhin ein knackiges Programm für uns. Aber sollten wir die Heimspiele gewinnen ist was drin.

  25. Zum Restprogramm, auch wenn ich mich ggf. wiederhole ;). 62+ Punkte bedeuten CL. Wir haben aber 5 direkte Duelle dazu. Wir habe es selber in der Hand. Und, wenn man in der CL Spielen will geht das nicht über die Hamburger Variante (hoffen das X Mannschaften schlechter sind und man dadurch was erreicht).

    Eigentlich ist es relativ Simpel.

    – Macht man seine Hausaufgaben und holt regelmässig zuhause Punkte gegen die Teams die unter einem stehen hält man die Klasse.
    – Wenn man dann anfängt auch auswärts zu punkten kommt man an die EL Ränge ran.
    – Und nur wenn man in der Lage ist bei den Top5 punkte zu holen (Unentschieden sind hierbei auch nicht zu verachten, da es auch 2 Heimpunkte sind die man seinem direkten Konkurenten nimmt) ist man unter den Top6. Und je nach dem wie die Liga läuft kann da zwischen 3 und 6 alles drin sein.

    Während ich das schreibe liegt der BVB grade 0:2 zuhause hinten im EL-Achtelfinale. Ein für uns sicher nicht schlechtes Ergebnis bzw Zwischenstand.

    Aber die aktuelle Saison läuft es eh darauf hinaus Spieltag für Spieltag zu schauen. Die Liga ist so eng (5€ tu ich später ins Phrasenschwein) das am Wochenende es realistisch sein kann das keiner der Top5 ausser dem FCB gewonnen hat.

  26. Die Spiele in der EL werden jetzt immer anstrengender. Gut für uns!
    Die Fans in Dortmund haben heute schon mal pfeifen geübt, die Mannschaft hatte am End nicht wirklich Bock zur Südtribüne zu gehen. Grundsätzlich macht die Süd dem Gegner derzeit auch nicht wirklich Angst, das war keine besonders tolle Stimmung.
    Ich hab für Sonntag ein gutes Gefühl. Gibt selten genug die Möglichkeit in Dortmund was zu holen.
    Und wenn man sich die Leistung vom BVB von heute anschaut: Da sind wir (derzeit) stärker!
    Wenn außer Mascarell kein weiterer ausfällt und Boateng an seine guten Leistungen anknüpft.
    Das mein ich natürlich nicht bzgl individueller Qualität, aber bei uns wissen die Spieler einfach, wann sie was zu machen haben. Da greifen die Automatismen.
    Bei Dortmund wirkt das noch n bissi nach nem Hühnerhaufen.
    Wenn man sich die Ergebnisse seit Stöger anschaut, dann waren das bisher nicht die schwersten Gegner. Mit Ausnahme vom Spiel in Leipzig, da gabs aber auch keinen Sieg. Sondern m.E. ein eher glückliches Unentschieden.

  27. @Charly:

    Ja, bin ich auch. Aber, man sollte auf jeden Fall nicht mit ihm als (alleinige) Nr. 1 in die Saison gehen. Er hat jetzt ein richtig starkes Spiel auf der Position gezeigt, nicht mehr aber auch nicht weniger. Könnte mir gut vorstellen, jemanden wie Rönnow als Nr. 1 zu holen und dahinter einen jungen TW wie Müller, der mittelfristig den Konkurrenzkampf annehmen und sich eventuell durchsetzen kann.

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