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Elias Baum hat sich bei Eintracht Frankfurt zurückgekämpft. Eine Entwicklung, mit der vor wenigen Monaten wohl die wenigsten gerechnet hätten. Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH

Vom Abgangskandidaten in die Startelf: Baum freut sich über neue Chance

„Ich habe mich wirklich sehr gefreut darüber“, blickt Elias Baum im Podcast „Aufstehen mit der Eintracht“ auf das vergangene Wochenende zurück. „Klar, das Ergebnis könnte noch besser sein. Aber trotzdem bin ich erst mal zufrieden mit der eigenen Performance. Und ich freue mich auf die weiteren Spiele.“ Nachdem der gebürtige Frankfurter seit 2015 alle Jugendmannschaften der SGE durchlief, stand er gegen Union Berlin erstmals in der Startelf. Dazu spielte er die vollen 90 Minuten. Damit hätten zum Sommerbeginn wohl nur die wenigsten mit gerechnet. Nach einer enttäuschenden Saison standen die Zeichen bei Baum eigentlich auf Abschied. „Ich hatte das Gefühl, nochmal so eine Saison tut mir nicht gut.“ Lediglich 71 Einsatzminuten standen am Ende der Saison zu Buche. Doch der 20-Jährige kämpfte sich in der Vorbereitung zurück. „Es war schon anstrengend. Ich habe mich darauf vorbereitet dieses Jahr durchzustarten, nachdem ich jetzt mein Abi fertig gemacht habe.“ Der neue Cheftrainer Adi Hütter honorierte dies und schenkte dem Youngster das Vertrauen. „Dann gab es für mich keinen Grund wegzugehen. Der Trainer hat es ja dann auch öffentlich verkündet. Ich hatte davor auch schon mit ihm gesprochen. Deswegen hat es mich dann sehr gefreut, dass ich hierbleiben kann.“

Aber auch abgesehen davon liegt hinter der Frankfurter Eintracht ein bewegter Transfersommer. Eine Situation, die natürlich auch die Spieler verfolgen. „Man schaut schon: Wer von den eigenen Mitspielern geht? Wer kommt zu uns? Das ist ja schon wichtig für eine Mannschaft. Es war klar, dass wir mit so einer jungen Mannschaft auch noch ein bisschen Verstärkung brauchen.“ Dazu wurde kurz vor dem Deadline-Day Lilian Brassier verpflichtet. „Was er bis jetzt im Training gemacht hat, fand ich gut.“ Einen zusätzlichen Außenverteidiger hat die Eintracht nicht mehr verpflichtet. Eine Sache, die Baum grundsätzlich freut. „Wir haben auch noch ein paar Spieler, die dort aushelfen können. Mit beispielsweise Nnamdi Collins und Ansgar Knauff. Dazu kann ich auch links spielen. Aber erstmal sehe ich es sehr positiv, dass man auf mich setzt.“ Zusätzlich wurde mit Noah Atubolu ein Torhüter verpflichtet, den der Verteidiger bereits aus der U21-Nationalmannschaft kennt. „Wir hatten schon vor dem Spiel eine gute Kommunikation. Er spricht sehr viel mit uns in der Viererkette. Ich glaube, er hat dann auch gezeigt, was für eine Qualität er auf der Linie hat. Aber auch am Ball ist er sehr stark. Und deswegen freue ich mich, dass er jetzt hinter uns steht.“

Hoffnung liegt auf jungem Trio

Gegen Union Berlin standen neben Baum mit Jeremiaha Maluze und Keita Kosugi zwei weitere sehr junge Spieler in der Abwehrreihe, die von Kapitän Robin Koch angeführt wurde. “In der Vorbereitung haben wir es schon so eingespielt. Aber ein Pflichtspiel in der Bundesliga ist natürlich nochmal etwas ganz anderes. Das größte Problem, in Anführungszeichen, hat dann eher Robin, weil er mit unerfahrenen Abwehrkollegen spielt“, lacht der Außenverteidiger. „Jeder gibt da einfach sein Bestes. Und dann bist du in dem Moment und denkst du gar nicht darüber nach. Es geht nur darum die Abwehrreihe zusammen so gut wie möglich zu verteidigen. Ich bin der Meinung: Die ganze Mannschaft verteidigt und die ganze Mannschaft greift an. Das heißt, ich bin trotzdem zufrieden mit der Abwehrreihe, mit der wir jetzt so gespielt haben.“

Über weite Strecken des Spiels ging dieser Plan auch auf. Allerdings spürte man in den letzten 20 Minuten die Kräfte schwinden. Auch bei Baum, wie er zugab: „In der zweiten Halbzeit war ich teilweise schon echt kaputt. Vor allem in dieser Drangphase. Da hatten wir zu wenig Entlastung. Aber selbst wenn du kaputt bist, dann laufen die Beine einfach trotzdem. Weil du weißt, du musst.“ Am ersten Spieltag in der Bundesliga lief keine Mannschaft mehr als die Eintracht. Union Berlin reiht sich übrigens auf dem zweiten Rang ein. Die Mannschaft will ihre Lehren ziehen. Vor allem bei der Abgezocktheit und Ruhe am Ball sieht Baum noch Verbesserungspotenzial. Aber auch von Standards und Einwürfen ließ sich die SGE in Berlin zu deutlich überraschen. „Wir haben uns ein bisschen zu sehr auf das Spiel von Union Berlin eingelassen. Wir müssen lernen es besser zu verteidigen. Deswegen war es sehr enttäuschend, dass wir diese Führung nicht über die Zeit gebracht haben. Aber so wie Atu gehalten hat, kann man auch sagen, dass wir einen Punkt gewonnen haben.“

Wiedersehen mit Freunden

Gegen den FC Augsburg trifft die Eintracht auf einen vermeintlichen Angstgegner. Auch wenn die Bilanz nicht schlecht aussieht. Nur eins der letzten 13 Spiele ging verloren. Zum Auftakt setzte es einen überzeugende 3:0-Sieg über Schalke 04. Dabei wird die Eintracht auf eine Mannschaft treffen, die einen guten Mix aus jungen und erfahrenen Spielern aufweist. „Sie sind spielerisch gut, wenn man sie lässt. Wir müssen uns wieder auf den ein oder anderen langen Ball einstellen. Aber sie können es auch spielerisch lösen.“ Die SGE will dabei so früh wie möglich in Führung gehen, um in einen Flow zu kommen. „Auf der anderen Seite muss man natürlich aufpassen, dass man nicht so schnell in Rückstand gerät wie gegen Union Berlin. Das müssen wir verhindern.“ Trotzdem glaubt Baum an die Qualität der Mannschaft und auch die Stimmung in der Kabine soll besser sein als im letzten Jahr. „Es braucht vielleicht am Anfang ein, zwei Spiele, um sich als Mannschaft zu finden. Ein Punkt zum Start, auswärts in Berlin. Ich will mal sagen, so startest du in Ordnung in diese Saison. Jetzt geht es darum, als Team, Siege einzufahren.“

Beim Gegner wird der Adlerträger auf einige bekannte Gesichter treffen. Mit Hennes Behrens, gebürtiger Frankfurter, spielte er zusammen in der Hessenauswahl. „Da haben wir uns sehr gut verstanden.“ Und auch Robin Fellhauer kennt er aus gemeinsamen Zeiten beim SV Elversberg. „Da war er mein Kapitän. Es gab einige Champions League-Abende bei ihm. Beide sind Freunde von mir. Gegen sie zu spielen, wird nicht einfach. Aber ich werde natürlich mein Bestes geben.“ Auch Kristijan Jakić und Marius Wolf sind Altbekannte in Frankfurt. „Natürlich ist es irgendwie auch unangenehm, gegen Freunde zu spielen. Aber ich glaube, in der Bundesliga ist es völlig egal. Dann bist du einfach im Spiel und es geht darum, das Spiel zu gewinnen. Da ist es egal, ob da ein Freund steht oder jemand, den du noch nie gesehen hast.“ Nach elf Jahren im Verein könnte Elias Baum am heutigen Sonntag gegen Augsburg sein Startelfdebüt im Waldstadion feiern. Es wäre der vorläufige Höhepunkt einer Frankfurter Erfolgsgeschichte.

Ein Kommentar

Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 25 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. Italo-Hesse 06. September 26, 13:38 Uhr

hier etwas für die Gerüchteküchegeplagten:

https://www.calciomercato.com/liste/mialan-amorim-sono-molto-soddisfatto-del-mercato-abbiamo-preso-tanti-top-player/blt0b94882fcd6276e4

Übersetzung:
.....vorerst hat er diese alle zurückgestellt, weil es zu wichtig war, den AC Milan wieder aufzurichten.
Die Verpflichtung eines neuen Head of Football – der Name Markus Krösche wird dabei mit Nachdruck genannt – ist eine konkrete Möglichkeit....

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