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Die Eintracht gab in diesem Sommer einige Spieler mit hohem Marktwert ab. Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH

Transfer-Sommer mit Folgen: SGE-Kader mit großem Marktwertverlust

Die Sommer-Transferphase hat bei Eintracht Frankfurt personell für einige Veränderungen gesorgt. Damit hat sich auch der Marktwert des Kaders deutlich verändert. Nach Berechnungen von „Transfermarkt.de“ ist der Kaderwert der SGE im Vergleich zum Ende der vergangenen Saison um 92,2 Millionen Euro gesunken. Nach der Schließung des Transferfensters wird der Gesamtwert der Frankfurter Mannschaft nun auf rund 288 Millionen Euro geschätzt. Einen wesentlichen Anteil daran haben mehrere Leihgeschäfte.

Nur zwei Vereine in Europa mussten in diesem Sommer einen noch größeren Marktwertverlust ihres Kaders hinnehmen. Während der FC Chelsea mit einem Minus von 211 Millionen Euro die Statistik deutlich anführt, folgt Olympique Marseille mit einem Rückgang von 114 Millionen Euro. Dahinter rangiert bereits die Eintracht.

Sechs Profis mit knapp einhundert Millionen Euro Marktwert verliehen

Bei der Eintracht spielen vor allem die zahlreichen Leihgeschäfte eine entscheidende Rolle. Insgesamt wurden in diesem Sommer sechs Spieler verliehen, die zusammen einen geschätzten Marktwert von 98 Millionen Euro besitzen. Den größten Anteil daran haben Hugo Larsson und Jean-Mattéo Bahoya. Der Schwede wird mit 28 Millionen Euro geführt, der Franzose mit 25 Millionen. Auch Elye Wahi, dessen Marktwert aktuell bei 18 Millionen Euro liegt, gehört zu den wertvolleren Spielern, die Frankfurt für die laufende Saison abgegeben hat. Hinzu kommen Arthur Theate mit einem Marktwert von 17 Millionen Euro, Noel Futkeu mit 7,5 Millionen sowie Niels Nkounkou, der auf einen Wert von 2,6 Millionen Euro kommt. Allein durch diese sechs Leihen befinden sich somit Spieler mit einem Gesamtmarktwert von fast einhundert Millionen Euro nicht mehr im aktuellen Frankfurter Kader. Entsprechend groß ist der Einfluss dieser Personalentscheidungen auf die Marktwertstatistik.

Auch Verkäufe drücken den Kaderwert

Neben den Leihgeschäften haben auch mehrere endgültige Abgänge zum niedrigeren Marktwert des Kaders beigetragen. Zu den prominentesten Verkäufen zählt Nathaniel Brown, der zum FC Bayern München wechselte und zum Zeitpunkt des Transfers mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro bewertet wurde. Auch Aurèle Amenda und Rasmus Kristensen wurden mit jeweils zehn Millionen Euro taxiert. Michael Zetterer brachte einen Marktwert von vier Millionen Euro mit, Ellyes Skhiri wurde mit fünf Millionen Euro bewertet und Junior Dina Ebimbe mit sechs Millionen. Hinzu kommen die weiteren Abgänge von Hrvoje Smolcic, Simon Simoni, Michy Batshuayi und Mahmoud Dahoud, deren Marktwerte sich ebenfalls geringfügig auf den Gesamtwert des Frankfurter Kaders auswirken.

Neuzugänge gleichen einen Teil des Verlust aus

Gleichzeitig hat die Eintracht im Sommer auch mehrere Spieler mit entsprechendem Marktwert verpflichtet. Zu den wertvollsten Neuzugängen zählt Noah Atubolu. Der neue Torhüter wird aktuell mit 25 Millionen Euro bewertet. Auch Raphael Onyedika bringt mit 23 Millionen Euro einen hohen Wert mit. Lilian Brassier und Noel Aseko werden jeweils mit zwölf Millionen Euro taxiert. Allein diese vier Neuzugänge kommen damit auf einen Gesamtmarktwert von 72 Millionen Euro. Sie können den durch Abgänge und Leihen entstandenen Rückgang allerdings nur teilweise auffangen.

Auch Kalimuendo spielt eine Rolle

Einen weiteren Effekt hatte zudem der nicht zustande gekommene Wechsel von Arnaud Kalimuendo. Der französische Stürmer wird aktuell mit einem Marktwert von 25 Millionen Euro bewertet. Nach Medienberichten gab es sowohl auf Seiten der Eintracht als auch beim Angreifer grundsätzlich Interesse an einer erneuten Zusammenarbeit in Frankfurt. Zu einer Rückkehr kam es letztlich jedoch nicht. Als möglicher Faktor für das Scheitern des Transfers wurde unter anderem der Einfluss von Nottingham-Forest-Eigentümer Evangelos Marinakis genannt.

Unterm Strich zeigt sich damit ein klares Bild: Dem aktuellen Frankfurter Kader fehlen durch die sechs Leihgeschäfte allein Spieler mit einem Marktwert von rund 98 Millionen Euro. Diese Zahl macht insbesondere deutlich, welche Dimension die zahlreichen Leihen in diesem Sommer hatten. Der große Marktwertverlust ist daher das Ergebnis einer außergewöhnlichen Transferperiode bei der Eintracht.

13 Kommentare

Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 50 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 1. keineahnungvieldavon 05. September 26, 14:53 Uhr

Mir egal, wir sind wieder auf dem richtigen Weg, und einige werden schon nach kurzer Zeit in ihrem Marktwert erheblich steigen z.B.
Baum, Maluze, Keito ,Younes usw..
Der Hütterfussball hat sich schon gleich beim ersten Spiel bei Union deutlich gezeigt, weg von dem langweiligen Quer/Rückwärtsgeschiebe ohne richtiges Pressing und das über fast 2 Jahre.
Ich freue mich auf das Spiel morgen mit all den Neuen, alten Neuen die jetzt ihre Chance bekommen sowie unseren 2 echten Frankfurter Jungs.
Und meine Freude letzte Saison ins Stadion zu gehen war sehr heruntergekommen durch diese Spielweise und nichtvorhandenen Spirit in der Mannschaft.

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Avatar 2. ulistein 05. September 26, 15:17 Uhr

Ich hoffe jetzt geht’s mit Liverpool und Krösche nicht gleich wieder mit Diskussionen los…

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Fallback Avatar 3. deraldesack 05. September 26, 15:24 Uhr Zitat - ulistein Ich hoffe jetzt geht’s mit Liverpool und Krösche nicht gleich wieder mit Diskussionen los… Path

Doch, wird es.

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Fallback Avatar 4. Willideville 05. September 26, 15:30 Uhr

Für mich ist das zunächst einmal ein reiner Tatsachenbericht, ich glaub, das kann hier jeder einschätzen – die gleiche Rechnung müssen wir in einem Jahr nochmals neu aufmachen.

Allein sechs verliehene Spieler haben laut Transfermarkt einen Marktwert von zusammen rund 98 Millionen Euro. Dieses Geld beziehungsweise dieser Wert ist ja nicht plötzlich verschwunden. Die Spieler stehen lediglich in dieser Saison nicht im aktuellen Eintracht-Kader. Dazu kommen einige Verkäufe und auf der anderen Seite wiederum Neuzugänge mit beträchtlichen Marktwerten.

Dass der rechnerische Kaderwert nach einem solchen Umbruch zunächst sinkt, ist deshalb für mich vollkommen logisch.

Entscheidend ist doch eine ganz andere Frage: Funktioniert der neu zusammengestellte Kader sportlich besser als der vorherige? Genau darum ging es nach der vergangenen Saison. Spieler sollten abgegeben oder verliehen werden, andere dazukommen und die Mannschaft insgesamt neu aufgestellt werden.

Auch ein Atubolu oder Onyedika und die anderen Neuzugänge können ihren Marktwert in den kommenden Monaten noch deutlich verändern. Deshalb halte ich diese Momentaufnahme Anfang September für wenig aussagekräftig.

Interessant wird es, wie gesagt, einem Jahr. Dann kann man wesentlich besser beurteilen, ob dieser Transfersommer tatsächlich Wert vernichtet hat – oder ob die Eintracht genau das getan hat, was bei einem solchen Neustart notwendig war.

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Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 250 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 5. Dr. Hammer 05. September 26, 15:31 Uhr

Ist wohl klar, dass wenn der Kader deutlich kleiner wird er auch insgesamt weniger Marktwert in Summe hat. Was ist daran spektakulär? Ist doch einfachste Mathematik

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Fallback Avatar 6. hanseadler 05. September 26, 16:02 Uhr

Fairerweise sollte man erwähnen, dass der Kader zwar an Wert verloren hat, aber der durchschnittliche Kaderwert pro Spieler sehr ähnlich ist zum Ende der vergangenen Saison. Der Kader ist deutlich kleiner als in den vergangenen Jahren. Finde die Konstruktion in Abwehr und Sturm schwierig, aber die Marktwertfixierung ist auch nicht gut.

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Fallback Avatar 7. meanone 05. September 26, 16:30 Uhr

Die Vorgabe war ja ein deutlich kleineren Kader zu machen und das wurde umgesetzt. Aus dem Kopf sind 12+ Spieler gegangen und 6 Stück dazu gekommen. Das sollte ja schon einen Marktwert Verlust mit sich bringen.
Insgesamt finde ich uns gar nicht so schlecht aufgestellt. Je nach System das Hütter spielen lassen will.
Klar wirkt das erst mal sehr knapp, aber das hat man letzte Saison auch über den Bayern Kader gesagt. Sowas kann auch eine Chance sein. Für Baum und Kosugi und etnoutalib z.B.
Wenn wir mit ondyka und Bassier hinten besser stehen und weniger Tore bekommen geht da einiges. Und mit Atobolu dazu hoffe ich auf eine deutlich bessere Defensive als letzte Saison.
Alle Namen sind sicher falsch geschrieben, aber ich hoffe ihr wisst, wen ich meine.

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Fallback Avatar 8. sylfloyd 05. September 26, 16:38 Uhr

Dann gewinnen wir halt die nächsten 33 Spiele und der Marktwert steigt ums 3- 4 fache 😉🤷

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Avatar 9. windstorm 05. September 26, 17:57 Uhr

Zumal das wir einfach mal Spieler für 100 Mio verliehen haben.
Krösche hat sein Ziel dieses fenster mit + abzuschließen erreicht.

Und um ehrlich zu sein bin ich schon jetzt aufs nächste SommerFenster gespannt. Denn eigentlich müssten durch die ganzen Optionen/Pflichten schon zeitnah planbare Einkünfte zu generieren sein.

Dies würde bedeuten das Krösche nächstes Jahr vermutlich viel mehr finanzielle Planbarkeit hat und somit vielleicht schon viel früher Spieler kontaktieren und festzurren kann. Diese Saison mussten wir halt sehr viel Abgänge zuerst finalisieren.

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Fallback Avatar 10. mainhesse 05. September 26, 20:14 Uhr

Entscheidend ist doch, wie die Mannschaft gemeinsam wirkt.
Und nicht, welchen Marktwert einzelne Spieler haben.

Zur Erinnerung:
Rode und Hase hatten eine entscheidende Rolle beim EL-Sieg.
Aber ihre damaligen Marktwerte waren vernachlässigbar.

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Fallback Avatar 11. mainesge 05. September 26, 23:10 Uhr

Die Überschrift suggeriert etwas negatives. Wenn aber die dann fliessenden Gelder im nächsten Jahr in neue Spieler investiert werden, steigt der Kaderwert wieder massiv an.

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Fallback Avatar 12. manolo 06. September 26, 10:56 Uhr

Sche... auf Marktwert, geht raus und spielt Fussball.

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Fallback Avatar 13. astropulpa 06. September 26, 11:16 Uhr

Zur Erinnerung : der teuerste Kader hat uns letztes Jahr nur eine große Enttäuschung gebracht. Wir haben aber jetzt wieder einige tolle Rohdiamanten im Kader und sollte unsere neue Nummer 1 in der Nationalelf auch die Nummer 1 werden, wird Bayern alles zahlen was nur möglich ist, um ihn in ihren Reihen zu haben. Ich sehe das alles nicht so schwarz. Heute ein Sieg und los gehts.

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