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Laura Freigang droht eine Sperre. Foto: IMAGO / HMB-Media

Verpasste Dopingtests: SGE-Kapitänin Freigang droht lange Sperre

Eintracht-Kapitänin Laura Freigang droht eine lange Sperre. Eigentlich müssen Nationalspielerinnen regelmäßig Angaben über ihre Aufenthaltsorte und ihre Erreichbarkeit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) zur Verfügung stellen, damit die Behörde jederzeit unangekündigte Dopingtests durchführen kann. Nun bestätigte die NADA, dass sie im Falle der 28-Jährigen „drei Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse“ festgestellt habe.

Droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren?

Somit sammelte Freigang in den vergangenen zwölf Monaten mutmaßlich drei „Strikes“, was „gemäß den anwendbaren Anti-Doping-Regelwerken einen möglichen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen“ darstelle. Daher habe die Behörde den Fall an den DFB weitergeleitet, der für das Disziplinarverfahren zuständig sei. Sollte der Verband ebenfalls einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen feststellen, dürfte sich Freigang noch einmal vor dem Kontrollausschuss und dem Sportgericht erklären. Obwohl ein konkreter Dopingverdacht nicht im Raum stehe, da alle Tests, die Freigang zuletzt machte, negativ ausfielen, könnte ihr durch die drei „Strikes“ eine Sperre von bis zu zwei Jahren drohen. Im besten Fall könnten der Kontrollausschuss und das Sportgericht aber auch einen dieser „Strikes“ wieder aufheben.

Bundestrainer Christian Wück äußerte sich zu dem Vorfall zunächst zurückhaltend: „Ich habe den großen Vorteil, dass ich nie so gut war, dass ich bei der NADA eben diese Daten abgeben musste“, sagte der 52-Jährige nach dem 2:0-Sieg über Norwegen und ergänzte: „Ich war U21-Nationalspieler, da gab es das damals noch nicht. Aber ich war nie Nationalspieler, ich musste das nie abgeben, von daher kann ich dazu gar nichts sagen.“ Auch eine DFB-Sprecherin hielt sich vorerst bedeckt: „Die Mitteilung der NADA ist eingegangen, mehr können wir dazu aktuell nicht sagen.“ Ohnehin berief Wück die offensive Mittelfeldspielerin nicht für die derzeitige Länderspielpause. Diese Entscheidung habe allerdings keinen Zusammenhang mit den Dopingvorwürfen: „Es ist im Moment einfach so, dass wir auf der Position andere Spielerinnen vor ihr sehen“, sagte Wück noch vor der Partie gegen Norwegen.

6 Kommentare

Fallback Avatar 1. JannisGE 06. Juni 26, 12:25 Uhr

Wer hat hier „reingeschissen“?
Die Verantwortung sollte hier nicht nur bei einer Person liegen.
Wück seine Aussagen sind ebenfalls Banane.

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Fallback Avatar Der User hat SGE4EVER.de mit mind. 100 € finanziell unterstützt, als es um den großen Relaunch 2024 ging. 2. rob 06. Juni 26, 12:34 Uhr

Ich kenne mich da ja nicht mal ansatzweise aus, aber gäbe es da nicht nach dem ersten "Strike" irgendeine Meldung an Spielerin, Management oder Trainer/Verband/Verein? Das klingt irgendwie komisch. Freigang ist ja schließlich schon einige Jahre im Geschäft.

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Fallback Avatar 3. frankfurter jung 06. Juni 26, 13:00 Uhr

Bis zum Beweis des Gegenteils gilt erst mal die Unschuldsvermutung.
Sollte jedoch das Gegenteil Fakt sein, ist es nur schwer zu verstehen. Die Folgen für Laura, sehr einschneidend, dann allerdings wohl auch den Regeln entsprechend.

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Avatar 4. SGE-SCOPE 06. Juni 26, 13:01 Uhr

Die Strafe spricht der DFB aus. Also ist sie im Falle einer Sperre für die Nationalmannschaft und die Frauen-Bundesliga gesperrt. Es bliebe ein Wechsel ins Ausland, damit sie weiterhin spielen kann. Vermutlich ohne die reguläre 200.000 Euro Ablöse. Die Eintracht hat sie für die Trikotkampagne schon mal nicht eingesetzt... 🫣

Gruß SCOPE

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Avatar 5. uwebindewald 06. Juni 26, 13:55 Uhr Zitat - JannisGE Wer hat hier „reingeschissen“? Die Verantwortung sollte hier nicht nur bei einer Person liegen. Wück seine Aussagen sind ebenfalls Banane. Path

Ich sehe das etwas anders. Am Ende liegt die Verantwortung schon in erster Linie bei der Spielerin selbst.

Wir reden hier nicht von einer Nachwuchsspielerin, die zum ersten Mal mit solchen Vorgaben konfrontiert wird, sondern von einer erfahrenen Profisportlerin und Nationalspielerin. Die Meldepflichten der NADA sind seit Jahren bekannt und gehören nun einmal zu den Rahmenbedingungen des Leistungssports. Wer auf diesem Niveau unterwegs ist, weiß, dass diese Termine und Aufenthaltsangaben keine freiwillige Angelegenheit sind.

Vor allem sprechen wir hier offenbar nicht von einem einmaligen Versehen, sondern von drei Versäumnissen innerhalb von zwölf Monaten. Da fällt es schwer, die Verantwortung ausschließlich bei anderen zu suchen. Sponsorentermine, Medientermine, Trainingslager oder Flugzeiten werden in der Regel ja auch nicht dreimal hintereinander vergessen.

Hinzu kommt, dass die NADA keine Falle stellt. Wenn es triftige Gründe gibt, können Angaben aktualisiert oder Termine entsprechend kommuniziert werden. Das System ist nicht darauf ausgelegt, Athleten zu bestrafen, sondern unangekündigte Kontrollen überhaupt erst möglich zu machen.

Man kann das auch auf andere Berufe übertragen: Ein Pilot könnte sich bei einer Fluggesellschaft wie Lufthansa auch nicht dauerhaft darauf berufen, dass jemand anders seine verpflichtenden flugmedizinischen Untersuchungen organisieren müsse. Verpasst er die vorgeschriebenen Untersuchungen oder Fristen, darf er im Zweifel nicht fliegen.

Genauso bei einem Koch, der die notwendigen Gesundheitsnachweise oder vorgeschriebenen Belehrungen ignoriert. Oder bei einem Berufskraftfahrer, der wichtige Eignungsuntersuchungen und Nachweise verstreichen lässt. In all diesen Fällen trägt am Ende die Person selbst die Verantwortung dafür, die beruflichen Voraussetzungen einzuhalten.

Deshalb halte ich die Frage „Wer hat hier reingeschissen?“ für etwas zu einfach. Natürlich unterstützen Vereine und Verbände ihre Athleten organisatorisch. Die letztendliche Verantwortung für die Einhaltung der Anti-Doping-Regularien bleibt aber bei der Sportlerin. Genau dafür sind Profis eben Profis.

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Avatar 6. sge gunni 06. Juni 26, 14:13 Uhr
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