Der Umbruch im Kader der Frauenmannschaft der Frankfurter Eintracht schreitet weiterhin voran. Bereits vor dem letzten Saisonspiel am vergangenen Sonntag wurden mit Geraldine Reuteler, Nicole Anyomi, Elisa Senß und Nadine Riesen vier wichtige Spielerinnen der letzten Jahre verabschiedet. Jetzt wurde ein weiterer Abgang offiziell bestätigt, der sich in den letzten Wochen angebahnt hatte: Lisanne Gräwe wird die SGE verlassen und schließt sich Union Berlin an. Das gab die Eintracht am heutigen Dienstag über ihre Kanäle bekannt. Die 23-Jährige wurde in Wolfsburg und Leverkusen ausgebildet. 2023 wechselte sie schließlich nach Frankfurt. Gräwe absolvierte in ihren drei Jahren am Main insgesamt 95 Pflichtspiele. Auch in dieser Saison stand die Mittelfeldspielerin in 24 Bundesligaspielen auf dem Platz. Dabei erzielte sie zwei Tore und bereitete zwei weitere vor. Für die Eintracht ist es der nächste schwerwiegende Abgang und eine weitere Lücke, die ihm Sommer von den Verantwortlichen geschlossen werden muss. Die offizielle Verabschiedung soll in der kommenden Saison im Rahmen eines Heimspiels stattfinden.
Wiedersehen mit ehemaligen Adlerträgerinnen
In der Hauptstadt trifft die gebürtige Ostwestfälin mit den ehemaligen Frankfurterinnen Anna Aehling, Cara Bösl, Tanja Pawollek und Tomke Schneider auf einige bekannte Gesichter. Ein Umstand, der offenbar eine große Rolle bei dem Wechsel gespielt hat. „Aus Frankfurt kenne ich bereits einige Spielerinnen im Union-Kader, die mir nur Positives über das Umfeld und die Ambitionen des Vereins berichten konnten“, wird Gräwe auf der Union-Homepage zitiert. „Ich freue mich sehr, ab der kommenden Saison selbst Teil dessen zu sein und möchte mit Union den nächsten Schritt in meiner Entwicklung gehen.“ Trainiert wird deutsche Nationalspielerin ab der kommenden Saison von Marie-Louise Eta, die im Saisonendspurt die Männermannschaft der Köpenicker verantwortete. Für den Tabellenneunten der aktuellen Bundesliga-Saison unterstreicht die Verpflichtung die zukünftigen Ambitionen des Vereins.
Kader im Umbruch
Bei Eintracht Frankfurt hingegen wird die Arbeit für den kommenden Sommer nicht weniger. Gräwe ist die fünfte Stammspielerin, für die adäquater Ersatz gefunden werden muss. Mit Larissa Mühlhaus wurde bereits eine neue vielversprechende Stürmerin verpflichtet. Sie wird als Ersatz für Anyomi eingeplant sein. Trotzdem muss in den kommenden Monaten noch einiges passieren, um den Kader erneut schlagkräftig aufzustellen. Zudem ist die Sommerpause noch lang und weitere Abgänge können nicht ausgeschlossen werden.






3 Kommentare
Diesen Wechsel kann ich am allerwenigsten nachvollziehen. Bayern oder Wolfsburg hätte ich ja noch verstanden, aber Union.
Ach so, das hat persönliche Gründe, weil ihre Freundinnen da spielen. Das erklärt das immerhin irgendwie, und ist der Wechsel jetzt wieder ablösefrei? Immerhin kriegt die Eintracht viele Spielerinnen auch ablösefrei. Sportlich ist das definitiv ein gehöriger Verlust, Gräwe hat immer großen Einsatz gezeigt und gute Pässe geliefert.
Die Neue, Larissa Mühlhaus, ist immerhin Torschützenkönigin geworden mit Bremen, das macht Hoffnung.
scheint zumindest eine sehr engagierte Trainerin zu haben, die wohl einiges richtig macht :-) könnte ein weiterer Faktor sein. Berlin entwickelt sich (ich meine nicht die Stadt :-)).
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